Sohn des N.N.
Althoff Gerd: Seite 388
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"Adels- und Königsfamilien im Spiegel ihrer Memorialüberlieferung"
G 15
Lü: 20.1. Eggihardus com
Die Fuldaer Totenannalen überliefern zum 20. Januar
des
Jahres 1004 den Tod eines Eggihart laicus,
der wohl mit dem Eintrag ins Lüneburger Necrolog identisch sein dürfte.
Stimmt diese Gleichsetzung, spricht vieles dafür, daß es sich
bei dem Grafen um den sächsischen Grafen namens Ekkehard
handelt,
der 997 nach dem Tode seines Sohnes und einzigen Erben mit seiner Gemahlin
Machthild das Kloster Helmarshausen gründete. Von ihm weiß
man, daß er zwischen den Jahren 1000 und 1017 verstarb und vermutete
seinen Tod vor 1003, da er in D H II, Nr. 47 für Helmarshausen nicht
genannt ist.
Seine genealogische Einordnung in eine sächsische
Adelssippe ist bisher jedoch nicht gelungen.
Man vermutete billungische Verwandtschaftszuusammenhänge,
da der BILLUNGER Thietmar
(G 133) Ansprüche auf das Erbe Ekkehards
anmeldete; vgl. Schölkopf, Die sächsischen Grafen,
Seite 152f.; Wenskus, Sächsischer Stammesadel, Seite 225ff.
Zu Ekkehard als Stifter
von Helmarshausen vgl. Heinemeyer, Abtei Helmarshausen, Seite 350ff.; Bannasch,
Paderborn, Seite 109ff; zu Ekkehard
und
seiner Frau Mathilde an der Spitze einer Helmarshausener Abts- und
Mönchsliste im Corveyer liber vitae siehe Friese, Roger von Helmarshausen,
Seite 208. - Da im Lüneburger Necrolog auch eine
Gräfin
Mathilde (G 13) erwähnt ist, die bisher noch nicht zugeordnet
werden kann, ist nicht ausgeschlossen, daß es sich um die Gründerin
von Helmarshausen handelt.