Begraben: Bar-le-Duc
Jüngerer Sohn des Grafen
Heinrich IV. von Bar und der
Jolanthe von Flandern-Cassel, Tochter von Graf Robert
Lexikon des Mittelalters: Band VII Seite 892
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Robert I., Herzog von Bar und Markgraf von Pont-a-Mousson
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* 1345, + 12. April 1411
Begraben: Bar-le-Duc
Sohn von Heinrich IV., des Grafen von Bar, und Yolande von Flandern
oo Maria von Frankreich, Schwester König Karls
V.
1344- 1404
die ihm 10 Kinder gebar, darunter den Nachfolger Eduard III., Herzog von Bar.
Als zweiter Sohn
Graf Heinrichs folgte Robert
seinem Bruder Eduard II.
(+ 1352) nach. Seine Vormundschaft war zwischen seiner Mutter und
seiner Großtante (Jeanne de Warren) umstritten (1352-1359). Die Grenzlage
seiner Territorien, die teils Frankreich ('Barrios mouvant' links der Maas),
teils dem Imperium unterstanden, erklärt, dass ihm zunächst Kaiser
KARL IV. zum Markgrafen von Pont - und damit zum Reichsfürsten
- erhob (März 1354), bald darauf aber ihm König
Johann II. von Frankreich
den Herzogstitel - und damit die Würde
eines Pair de France - zugestand. Mit 12 Jahren zum Ritter geschlagen,
wurde er an seinem 14. Geburtstag für volljährig erklärt.
Durch die Konflikte, die seine Mutter in Frankreich entfesselt hatte, zum
Lavieren genötigt, war Robert
durchgängig ein treuer Gefolgsmann des Königs von
Frankreich, dem er den Lehnseid leistete, für den er im Hundertjährigen
Krieg kämpfte und zu dessen engeren Hofkreis er gehörte (Heirat
mit Maria von Frankreich, Teilnahme
an der Pariser Klerus- und Adelsversammlungen). Andererseits war seine
Regierung durch zum Teil heftige Spannungen mit dem Bischof von Metz und
dem Herzog von Lothringen überschattet. Mehrere seiner Söhne
fielen in Schlachten (Nikepolis 1396, Agincourt 1415: Tod Eduards
III.); schließlich war es Kardinal
Ludwig von Bar, der als einziger überlebender Erbe die Vereinigung
der Herzogtümer Bar und Lothringen in Angriff nehmen sollte.
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Thiele Andreas:
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"Erzählende genealogische Stammtafeln"
Robert I. folgte seinem
Bruder Eduard II. unter
Vormundschaft der Mutter. Er wurde 1354 durch den französischen König
zum Herzog und 1355 von Kaiser KARL IV.
zum Markgrafen von Pont-a-Mousson erhoben. Er kaufte 1384 Pierrefort zurück
und bewegte sich politisch ganz im französischen Fahrwasser, auch
durch seine Frau bedingt. Er setzte die Streitigkeiten mit Lothringen und
den Bischöfen von Metz erbittert fort und war zeitweise in Metz in
Haft. Er verschuldete stark.
5.10.1364
oo Marie von Frankreich, Tochter des Königs
Johann II.
18.9.1344- 10.1404
Kinder:
Bona
-
1400
1393
oo Walram III. Graf von St. Pol
-25.10.1415
Philipp
-28.9.1396 gefallen
Nikopolis
oo Jolanthe von Enghien, Tochter des Grafen Ludwig
-
Jolanthe die Jüngere
-10.1.1421
oo Adolf X. Herzog von Berg
-14.7.1437
Johanna
-15.1.1402
1393
oo Theodor II. Markgraf von Montferrat
um 1364-2.12.1418
Marie
-
1384
oo 1. Wilhelm II. Graf von Namur
22.1.1355-10.1.1418
Johann Herr zu Puisaye
-25.10.1415
gefallen
Azincourt
Eduard III. Herzog von Bar (1411-1415)
-25.10.1415
gefallen
Karl Herr zu Nogent-le-Rotrou
-
Ludwig I.
-23.6.1430
Jolanthe die Ältere
ca. 1370-13.7.1431
1384
oo Johann I. König von Aragon
1350-19.5.1395
Heinrich Erb-Prinz
ca. 1365-28.9.1396 gefallen