Sohn des Grafen
Hugo I. von Saint Pol und der Clementia
Brandenburg Erich: Tafel 7 Seite 14
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
XII. 8 b. MARGARETE
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* ca. 1103, + ...
Gemahl:
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a) wohl 1119
Karl Graf von Flandern (siehe XII. 178.)
+ 1127 2. III.
b) ca. 1128
Hugo II. Candavene, Graf von St. Pol
+ 1130/31
c) Balduin Herr von Encre
+
HUGO II. Graf von Saint Pol 1083-1126
Eine Fehde mit Hugo Haberfeld (Champdavaine),
Grafen
von St. Pol (dem Sohne des Grafen Anselm), fällt in die
Jahre 1115 bis 1117; sie scheint von ähnlicher Art gewesen zu sein,
wie die früher von Balduin
zur Demütigung des Adels unternommen, und wurde durch Vermittlung
des Grafen Eustachius
von Boulogne verglichen.
Balduin VII. hatte vor seinem Tode den Sohn seiner
Vaterschwester
Adela
von
Knut von Dänemark,
Karl
den Guten, zu seinem Universalerben eingesetzt; allein
seine Mutter begünstigte einen unehelichen Neffen, einen Enkel Roberts
des Friesen,
Wilhelm,
genannt von Ypern, den Herrn von Loo. Sie gewann für
ihren Plan, außer dem Herzog
Gottfried dem Bärtigen von Nieder-Lothringen, ihren neuen
Gemahl, auch die Grafen
Balduin von Hennegau, Hugo von St. Pol, Eustachius von
Boulogne, Gautier (Walter) von Hesdin, den Vogt Eustachius von Therouenne
und andere, überfiel Oudenaerde, was für Karl
war, brannte die Stadt nieder und ließ mehrere angesehene Einwohner
ermorden. Karl sammelte, durch dieses
Benehmen bewogen, einen Heerhaufen in St. Omer. St. Pol wurde eingenommen
und dem Erdboden gleichgemacht, die Gräben wurden gefüllt; Gautier
von Hesdin wurde von Land und Leuten vertrieben, seine Grafschaft der Domäne
einverleibt, und
Clementia
mußte von den 12 Herrschaften, die ihr in Flandern als Wittum angewiesen
waren, die 4 bedeutendsten bei dem Frieden, um welchen sie bat, zum Opfer
bringen: Dixmuyde, Bergues, Aire und St. Venant. Der Graf von Boulogne
suchte ebenfalls Frieden, und des Vogtes Eustachius neue
Burg Therouenne
wurde geschleift. Bis zum Jahr 1122 war Karl
in
ganz Flandern anerkannt und übte gleich seinem Vorfahren die strengste
Herrschaft.
Runciman, Steven: Seite 159
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"Geschichte der Kreuzzüge"
Die Verpfändungsakte wurde im September 1096 unterzeichnet. Einige Tage später zog Robert vonNormandie mit seinem Heer nach Pontarlier, wo sich Stephan von Blois und Robert von Flandern mit ihm vereinigten. Mit ihm zogen Bischof Odo von Bayeux Graf Walter von Saint-Valery, die Erben der Grafen von Montgomery und Mortage, Girard von Gournay, Hugo von Saint Pol und die Söhne Hugos von Grant-Mesnil, sowie eine Antahl von Rittern und Fußvolk.
Johannes von Dahl:
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Der hervorragende Bearbeiter Rolf Wasser hat mit zahlreichen
namhaften Wissenschaftlern die Ahnentafel der Familien Wasser und Dahmen
herausgegeben (Wuppertal 1962). Hier ist Hugo II. gnt. Candavène
Graf von St. Pol (+ 1131) als Sohn von Hugo I. Graf von St. Pol
und
Clementia
angegeben. Am Kreuzzug nahm er mit seinem Sohn
Engelram/Ingelram
1095-1099 teil. Verheiratet war er in 1. Ehe mit
Helesinde und in
2. Ehe mit Margaretha
von Clermont, Witwe Karl
von Flandern, die in 3. Ehe Balduin von Enore ehelichte.
Ältester Sohn des Hugo II. ist danach Hugo
III. Graf von St. Pol + 1141, welcher den Sohn Anselm
hatte. Dessen Tochter Beatrix war die 3. Frau von Johann I. Graf
von Ponthieu, Urenkel des Robert II. von Montgomery und der Agnes Gräfin
von Ponthieu (Erbin).
1. oo Helesinde
-
2. oo 2. Margarete de Clermont-en-Beauvaisis, Gräfin
von Flandern
um 1100- nach 1131
Kinder:
Rudolf
-
Guido
-
Beatrix
-
oo Robert I. von Coucy, Herr von Boves
-13.7.1191
Engelram/Ingelram
-
Hugo III. Candavane
um 1080/85- 1141
Literatur:
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Alvermann,
Andrea: Geschichte der Grafschaften, Ländereien & der Stadt Saint
Pol. Übersetzung aus dem Mittelfranzösischen - Brandenburg
Erich: Die Nachkommen Karls des Großen. Verlag Degener & Co Neustadt
an der Aisch 1998 Tafel 7 Seite 14 - Grote Hermann: Stammtafeln.
Europäische Herrscher- und Fürstenhäuser. Reprint Verlag
Leipzig 1877 Seite 324 - Leo Heinrich Dr.: Zwölf Bücher
niederländischer Geschichten. Eduard Anton Verlag Halle 1832 Seite
32,36-41 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe
in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978 Seite 159 -