Sophia von Meißen
Herzogin
von Böhmen
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Burggräfin von Regensburg
um 1150/55 †
um 1180
Älteste Tochter des Markgrafen
Otto des Reichen von
Meißen († 18.2.1190) aus
dem Hause der WETTINER
und der Hedwig von Ballenstedt,
Tochter von Markgraf Albrecht
dem Bären († 18.11.1170) und
der Sophie von Winzenburg
Schwester von Markgraf
Albrecht
I. dem Stolzen von Meißen († 24.6.1195),
Markgraf Dietrich III. dem Bedrängten von
Meißen († 17.2.1221),
Königin Adela von Böhmen († 1.2.1211), Äbtissin Agnes II. von Quedlinburg († 1203)
Enkelin von Markgraf
Konrad dem Großen
von Meißen († 5.2.1157)
und der Luitgard
von Ravenstein
Schwennicke Detlev: Tafel 152
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I.
1"
SOPHIA
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†
oo ULRICH VON BÖHMEN
†
18.X.1177
Brandenburg Erich: Tafel 37
Seite 74
****************
"Die Nachkommen
Karls des
Großen."
ULRICH
I.
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* ...,
† 1177 11. XI.
Herzog zu Brünn 1175
Gemahlinnen:
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a)
CAECILIE, Tochter
Landgraf Ludwigs I. von
Thüringen
†
b)
SOPHIE, Tochter des
Markgrafen Otto von Meißen
†
GENEALOGISCHE TAFELN ZUR
MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 7
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ULRICH
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* 1134,
† 18.10.1177
1. oo CÄCILIE
VON THÜRINGEN
†
Tochter des Landgrafen Ludwig I. von
Thüringen
2. oo SOPHIE
VON WETTIN
†
Tochter Ottos des Reichen von
Meißen
Weller
Tobias: Seite
602,645,676-678,696-697
************
"Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert"
In zweiter Ehe hatte Udalrich
die Meißner Markgrafen-Tochter
Sophia heimgeführt.
Verheiratet war Markgraf Konrad mit Hedwig, einer Tochter Markgraf
Albrechts des Bären,
mit der er die Söhne Albrecht
und
Dietrich sowie die
Töchter Adela und Sophia hatte.
Über Sophia, die
offenbar ältere der beiden Töchter
Markgraf Ottos, haben sich nur wenige
Nachrichten erhalten.
Gemäß den Angaben der 'Genealogia Wettinensis' heiratete sie
Herzog Udalrich von Böhmen und
gebar ihm eine Tochter Agnes,
die
später Nonne im Konvent von
Gerbstedt wurde; nach Udalrichs
Tod
habe sie sich in zweiter Ehe mit einem Burggrafen von Regensburg
vermählt.
Der Zeitpunkt von Udalrichs
Eheschließung mit Sophia
läßt sich anhand der Quellen nicht mehr erschließen,
zumal unbekannt ist, wann seine erste Gemahlin Cäcilia starb.
Angesichts der überlieferten Vermählungs- bzw.
Verlobungsjahre von Sophias
Geschwistern liegt es nahe, daß sie
erst Udalrichs Frau
wurde, nachdem sein Herrschaftsanspruch auf
Böhmen von BARBAROSSA
anerkannt worden war und dieser ihn im
September 1173 mit dem Herzogtum belehnt hatte. Sicher ist ein solcher
Datierungsversuch allerdings nicht.
Unmittelbar nach der Belehnung verzichtete Udalrich zugunsten seines
älteren Bruders Sobieslav
II. auf den Dukat und zog sich als
premyslidischer Teil-Fürst
nach Olmütz zurück. Zum Jahr
1177 melden die Prager Annalen seine Gefangennahme durch Sobieslav II.;
wenig später scheint er gestorben zu sein.
Daraufhin ging Sophia
eine zweite Verbindung ein. Ihr Ehepartner ist allerdings nicht
zweifelsfrei zu identifizieren, denn die 'Genealogia Wettinensis' weist
ihn lediglich als Angehörigen des Regensburger Burggrafen-Geschlechtes der PABONEN
aus, ohne seinen Namen
zu nennen. Möglicherweise handelt es sich hier um Burggraf Friedrich, den
ältesten
Sohn Burggraf Heinrichs III. und der babenbergischen
Markgrafen-Tochter Bertha
[301
So POSSE, Wettiner, Tafel 4, der allerdings Vorbehalte gegenüber
dieser Identifizierung äußerte. Zu der Verbindung Burggraf
Heinrichs IIII.
mit Bertha von Österreich
siehe oben Seite 363f.
Vgl. ferner die in einer genealogischen Notiz aus dem Kloster
Ranshofen überlieferte Nachricht (Notae gen. Bav. I, MGH SS 24,
76): Purcravius duxit uxorem e Austria, sororem ducis Heinrici; de qua
genuit Fridricum et Heinricum et abbatissam Superioris Monasterii.
Die
Europäischen Stammtafeln NF I/1, Tafel 151, verzeichnen nur
Udalrich von Böhmen
als Gemahl der Sophia;
ihre zweite Ehe bleibt
hier unerwähnt.]. Friedrich
taucht schon zu Lebzeiten seines
Vaters urkundlich auf [302
Vgl. zum Beispiel die Nennung des
Fridericus filius
comitis Ratisponensis als Zeuge einer zwischen 1149 ud 1156
erfolgten
Schenkung Heinrichs II.
Jasomirgott zugunsten des Klosters
Heiligenkreuz (vgl. BUB 1, No. 17,23ff.). Auch in einer auf 1171
datierten Traditionsnotiz des Klosters St. Emmeram tauchen Fridericus
filius prefecti, Heinricus,
Otto fratres eius als Zeugen auf (Trad.
Regensburg, No. 903, 443f.).] und folgte diesem Mitte der 1170-er Jahre
in der Burggrafenwürde nach. Von 1174 bis zum Frühjahr 1181
ist Burggraf Friedrich mehrfach am
Kaiserhof nachweisbar [303
Vgl. DD
F. I. 622 (Juni 1174, Regensb.); 782 (Juli 1179, Magdeb.); 788 (Sept.
1179, Augsb.); 798 (Juli 1180, Regensb.); 803 (März 1181,
Nürnb.). Ferner begegnet
Frideric purgrauio Ratisponensis in einer
Urkundes des Abtes von St. Emmeram vom November 1180 (vgl. Trad.
Regensburg, No. 945, 475).]. Bald danach scheint er gestorben zu sein,
laut dem Weltenburger Nekrolog an einem 17. Juli [304 Necr.
Weltenburg., MGH Necr. 3, 377.], jedenfalls verschwindet er aus den
Quellen [305 Zur Person Burggraf Friedrichs siehe auch MAYER,
Burggrafen 36f.; DERS., Regesten, No. 139-154; TYROLLER, Genealogie,
Tafel 11, No. 14, 168.]. Ebenso plausibel ist allerdings die Annahme,
Friedrichs Bruder Heinrich IV. sei der
Gemahl
der WETTINERIN
gewesen
[306 Für diese
Identifizierung entscheidet sich Ernst
EHRENFEUCHTER als Hrsg. der Gen. Wettin., MGH SS 23, 229, Anm. 48. Vgl.
zur Person Burggraf Heinrichs IV. MAYER,
Burggrafen 42f.; TYROLLER,
Gennealogie, Tafel 11, No. 15, 168f.]. Wie Friedrich, neben dem er als
Urkundenzeuge in den Kaiser-Diplomen auftaucht, führt er seit 1174
den Titel eines Burggrafen von Regensburg [307 Auffälligerweise
werden sie in den Herrscher-Urkunden nebeneinander als Inhaber der
Burggrafenwürde genannt; vgl. DD F. I. 622.].
Offenbar haben sich beide Brüder die burggräflichen Rechte
geteilt bzw. sie gemeinsam ausgeübt. Ferner begegnet Heinrich IV.
in den Urkunden Heinrichs des
Löwen, Herzog Leopolds V. von
Österreich und des Bischofs von Regensburg. 1184 begleitete
er
Kaiser FRIEDRICH auf dessen
sechsten
Zug nach Italien, von dem er
augenscheinlich nicht zurückgekehrt ist, denn nach dem November
desselben Jahres verliert sich seine Spur. Die Nekrolge von Weltenburg
und Klosterneuburg melden seinen Tod zum 4. Januar.
Wann Sophia starb,
ist gänzlich unbekannt. Sie wird in den Quellen
nie an der Seite ihres Regensburger
Gemahls erwähnt und
hinterließ aus ihrer zweiten Ehe auch keine Kinder, so daß
die burggräfliche Linie der PABONEN
mit der Generation
Friedrichs
und Heinrichs IV. in
männlicher Linie erlosch.
1. oo 2. Ulrich II. Herzog von Böhmen
† 11.11.1177
1179
2. oo Friedrich I. Burggraf von Regensburg
x um 1125 † 17.7.1181
Kinder:
1. Ehe
Agnes Nonne zu Gerbstedt
†
Literatur:
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Brandenburg Erich: Die
Nachkommen Karls des Großen Tafel 37 Seite 74 - Schwennicke
Detlev:
Europäische
Stammtafeln. Neue
Folge Band I.1, Tafel
152 - Wegener
Dr. Wilhelm: GENEALOGISCHE
TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE Seite 7 - Weller Tobias: Die Heiratspolitik
des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert. Seite 602,645,668,676-678,696-697
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