Otto VI.                                       Burggraf von Regensburg (1190-1196)
-----------                                      Landgraf von Stefling (1190-1196)
um 1160/6531.10.1196 
                        Ungarn

Älterer Sohn des Landgrafen Heinrich V. von Steffling (1.5.1190) aus dem Hause der BABONEN und der Richardis von Österreich, Tochter von Markgrafen Heinrich II. Jasomirgott von Österreich (13.1.1177) und der Gertrud von Supplinburg
Bruder von Domherrn
Heinrich VI. zu Bamberg (1218)
Neffe
von Landgraf Friedrich II. von Steffling (10.6. um 1190), Landgraf Otto III. von Steffling ( um 1196), Gräfin Adelheid im Zürichgau, Landgraf Otto V. von Steffling ( vor 1189), Landgraf Eberhard von Steffling ( nach 1193)
Groß-Neffe von Herzog Otto I. von Bayern (
11.7.1183), Pfalzgraf Friedrich von Lengenfeld ( 15.9.1198/99), Propst Ulrich von Innichen ( 1160), Erzbischof Konrad von Mainz ( 25.10.1200), Pfalzgraf Otto IV. von Wittelsbach ( 18.8.1189), Gräfin Hedwig von Andechs ( 16.7.1174)
Enkel von Landgraf Otto II. von Steffling (
16.8.1175) und der Adelheid von Wittelsbach,
Verwandter vom
Römischen Kaiser FRIEDRICH I. BARBAROSSA ( 10.6.1190 ertrunken)
Ur-Enkel vom
Römischen Kaiser LOTHAR III. VON SUPPLINBURG (4.12.1137)
Ur-Ur-Enkel vom Römischen Kaiser HEINRICH IV. (
7.8.1106)

Schwennicke Detlev: Tafel 79
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI"

OTTO VI.
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Ungarn 31.X.1196

LANDGRAF von STEFFLING
1192


GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 170
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25. OTTO VI.
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F. u. eV.
1192 (nach Mai) Graz:
Otto landgravius de Steveninge
im Gefolge des Herzogs Leopold VI. von Österreich und Steiermark MBR 69 n 52 (dies zeigt, dass er ein Sohn der Österreicherin Richardis, einer Vater-Schwester des Herzogs war, also von 20 verschieden ist);
IV.
1194 22/3 Nürnberg: Otto lancravius de Steveningen MB 29 a, 483 n 560
1196 31/10 mortuus est eodem anno Otto lancravius comes in terra Ungarorum, cum in quadum legatione fungeretur Chron. Magni presbyt. SS 17, 524, vgl. SS 9, 481 555, 620;
Salzburg Dom: Otto lantgrafius Necr. 2, 181
Weltenburg (30/10): Otto comes Necr. 3, 380
Heiligkreuz: (30/10): Otto comes provincialis Necr. 5, 111.


Mayer Manfred: Seite 47
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"Die Burggrafen von Regensburg"

Landgraf Otto VI. wird mit seinem jungen Bruder Friedrich bereits in einer um 1182 ausgestellten Urkunde genannt, dann er scheint er mit seinem Vater Heinrich auf dem Landtag zu Wörmsmühle an der Mangfall. 1187 wird er am Hof Kaiser FRIEDRICHS I. zu Regensburg, 1192 am Hof Herzog Leopolds V. zu Gräz genannt, 1193 am Hof Kaiser HEINRICHS VI. zu Regensburg, 1194 zu Würzburg und zu Nürnberg. Auf einer Gesandtschaftsreise nach Ungarn starb Landgraf Otto im Jahre 1196, wahrscheinlich am 31. Oktober. Sein junger Bruder Friedrich scheint schon vor ihm gestorben zu sein; in einer Urkunde des Bischofs Otto II. von Bamberg vom Jahre 1190 soll er noch genannt sein.
Erbe der Landgrafen wie der Burggrafen war Herzog Ludwig von Bayern.

Weller Tobias: Seite 379
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"Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert."

Richardis indes überlebte nicht nur ihren Gemahl Heinrich, sondern auch ihren Sohn Otto, der in das väterliche Erbe eingetreten war, aber bereits 1196 auf einer Gesandtschaftsreise nach Ungarn starb [341
Vgl. Cont. Reichersb. zu 1196, MGH SS 17, 524: Mortus est etiam eodem anno Otto lancravius comes in terra Ungarorum, cum in quadam legatione fungeretur. Siehe auch Mayer, Regcsten, No 201.]. Nach seinem Tod übertrug sie dem Kloster St. Emmeram eine Zensuale mitsamt ihrer Nachkommenschaft [342 Vgl. Trad. Regensburg, No.1007, 524: [..] quod domna Richkardis mater Ottonis lantgrauii post mortem ipsuus Ottonis quandam feminam nomine Mahthilt omni posteritate sua ad altare s. Emmerammi [..] ad censum V denarioirum delengait.]. Hernach kehrte Richardis wieder in ihre österreichische Heimat zurück, zumindest teilt dies der im 14. Jahrhundert entstandene Fundationsbericht der Zisterze Walderbach mit [343 Vgl. den Auszug aus dem Fundationsbericht von Walderbach in BUB 4/2, No.960, 13f. hier 13): Richardis autem comitissa, descendens ad fratrem suum Leupoldum, ducem Austrie, obiit sibi sepultagere in Sancta Cruce. Zur Datierung der Quelle siehe Mayer, Burggrafen 3f.]. Offenbar brachte sie aus der Hinterlassenschaft ihres verstorbenen Gemahls verschiedene Besitztitel mit, denn im Jahre 1197 schenkte ihr Neffe Herzog Friedrich von Österreich ( 1198) auf ihre Bitten hin dem Kloster Walderbach diverse Güter in Gottsdorf, Metzling und Hundsheim [344 Die Schenkungs-Urkunde ist nur fragmentarisch in einer deutschen Übersetzung aus dem 15. Jahrhundert überliefert (vgl. BUB 1, No.99, 133f., hier 134). Siehe auch Lechner, Babenberger 192f.]. Wohl bald danach starb Richardis an einem 24. oder 25. Februar und wurde in der Abtei Heiligenkreuz beigesetzt [345 Das Seckauer Nekrolog verzeichnet den Tod der Reichgardis lantgravia zum 25. Feb. (Necr. Seccov., MGH Necr. 2, 407), die Vorauer Überlieferung hingegen zum 24. Feb. (Frag. Necr. Vorov., MGH Necr.2, 436: Rickardis lantgrauia). Das Todesjahr ist nicht sicher zu ermitteln, aber wohl noch vor 1200 anzusetzen; vgl. Lechner, Babenberger 370, Anm. 6. Zum Begräbnisort vgl. Anm. 343.]. In der Klosterneuburger Nekrologüberlieferung figuriert sie als Rihkardis com de Waltherstorf [346 Vgl. Necr. Claustroneob., MGH Necr.5, 16.]; womöglich handelt es sich bei Waltersdorf um ihr Heiratsgut [347 Vgl. BUB 4/2, No360, 13f., hier 14.].





Literatur:
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Mayer Manfred: Die Burggrafen von Regensburg Seite 47 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken Tafel 79 - Wegener Dr. Wilhelm: GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE Seite 170 - Weller Tobias: Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert. Seite 379 -