Otto II.                                        Landgraf von Steffling (1143-1175)
----------                                       Vogt des Klosters Prül
um 110516.8.1175  

Jüngerer Sohn des Burggrafen Otto I. von Regensburg (21.10.1143) aus dem Hause der BABONEN und der Adelheid von Plötzkau, Tochter von Graf Dietrich und der Mechthild (Mathilde) von Walbeck
Brud
er von Burggraf Heinrich III. von Regensburg ( 27.11. 1174) und nach M. Mayer von Friedrich von Regensburg und Nonne Leukardis zu Admont ( 1150)
Groß-Neffe von Bischof Otto von Regensburg (
6.6.1089)
Verwandter von Erzbischof Konrad von Salzburg (
9.4.1147)
Enkel von
Burggraf Heinrich I. von Regensburg ( 30.9. um 1083) und der Willitrud   

Brandenburg Erich: Tafel 13 Seite 27
****************
"Die Nachkommen Karls des Großen"

XIII. 172. OTTO II.
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* ...,
nach 1183 (ca. 1185)

LANDGRAF von STEFFLING

Gemahlin:
-------------
N. (ADELHEID?), (Tochter des Otto von Wittelsbach, Pfalzgraf von Bayern ?)
     
...
 
Seite 146:
********
XIII. 172.-175.
M. Meyer, Die Burggrafen von Regensburg. Ob die Gemahlin Ottos II. (172.) wirklich eine Schwester Ottos I. Herzogs von Bayern war, wie Meyer behauptet, erscheint mir zweifelhaft. Im Genealogischen Handbuch von Bayern und Österreich, hrsg. v. Dungern, hat K. Trotter sie in die Stammtafel der WITTELSBACHER nicht mit aufgenommen.


Schwennicke Detlev: Tafel 79
******************

"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI"

OTTO II.
-------------
  
16.VIII.1175

1143 LANDGRAF
1152 BURGGRAF von REGENSBURG
1156 LANDGRAF von STEFFLING
um 1160 GRAF von REGENSTAUF
um 1125/1173

  oo (ADELHEID)
            
9.II....

Tochter von Otto II. Pfalzgraf von Wittelsbach


Schwennicke Detlev: Tafel 90
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band I.1"

ADELHEID
-----------------
   9.II...


  oo OTTO II. LANDGRAF von STEFFLING

           16.VIII.1175


GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE ----------------------------------------------------------------------------------------------------
Wegener Dr. Wilhelm: Seite 168
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13. OTTO II.
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F. u. eV.
c 1135 Otto filius Ottonis comitis Ratispinensis Oefele, Biburg 414 n 2
c 1140 Otto pref. iunior siehe 12
1143 (Mai/Juni) Regensburg Otto landtgravius frater Henrici pref. MB 15, 162 f, Stumpf 3454
(1147) preses Otto MB 5, 311 n 22
1152 5/7 Regensburg Otto castellanus Rat. Stumpf 3, 150 n 120
(1156 4/8 Ensdorf) Otto lantgravius de Steviningen Ensdorf 220 n 96
1157 Otto pref. Rat. RB 1, 227
(1158) Otto comes patriae MB 4, 102 n 133
c 1150 comes Otto de Reginstouff, Vogt von Prüll MB 3, 50 f
c 1160 comes Otto de Ratisbona OÖ UB 1, 368
c 1165 der Gerichtssitz des Grafen Otto von Stevene ist Regelsmais Großmichlsneukirchen AG Roding MB 13, 129
1171 29/1 Mosburg Landtag: siehe 12
1173 Otto lantgravius et dou filii eius MB 28 b, 252 n 33
IV. (1173/76) Otto provoncialis comes et Otto filius eiusdem FRA II 11, 9 n 6
c 1175 16/8 Oberaltaich: Otto comes Ratispone 12. Jh. Necr. 3, 233

Gemahlin:
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Ranshofener Notiz 12. Jh. lancravius duxit uxorem filiam palatini de Witelinsbach, de qua genuit Ottonem, Heinricum, Fridericum et filiam, que nupsit comiti de Baldern et illo defuncto Chunoni de Tieufen SS 24, 76;
der Name der Gattin Ottos war wahrscheinlich Adelheid
9/2 Melk: Alheidis de Stefing soror nostra 12. Jh. Necr. 5, 552.


Otto II., Graf im Gebiet des unteren Regen mit dem Titel eines Landgrafen von Stefling und Vogtes über Regensburg-Prühl, hatte Adelheid, die Tochter des wittelsbachischen Pfalzgrafen Otto IV., zur Gattin; sie begründete die 1196 verwirklichten Erbansprüche des Herzogs.

Mayer Manfred: Seite 44
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"Die Burggrafen von Regensburg"

Der Stammvater der Linie der Landgrafen von Steffling ist Otto II., ein Sohn jenes Burggrafen Otto I. von Regensburg, welcher das Kloster Walderbach gegründet hat. Landgraf Otto führte eine Schwester Herzogs Otto I. von Bayern als Gattin heim; ob ihr Name Adelheid oder Sophie war, ist zweifelhaft. Im Jahre 1156 war er mit seinem Bruder, dem Burggrafen Heinrich III., wie bereits erwähnt, zu Ensdorf bei der Beerdigung seines Schwieger-Vaters zugegen, ferner wohnte er im Jahre 1183 zu Scheiern dem Leichenbegräbnis seines Schwagers Ottos von Bayern bei. Öfters erscheint er als Zeuge, namentlich auch in Urkunden der Herzöge Otto und Ludwig von Bayern.
Nach Aventins Überlieferung gründete er mit seinem Bruder, dem Burggrafen Heinrich III., das Kloster Altmühlmünster. Er war Vogt des Klosters Prül. Otto starb um 1185 mit Hinterlassung dreier Söhne, Otto, Heinrich und Friedrich nebst einer Tochter Adelheid, die in erster Ehe einen Grafen von Baldern und in zweiter mit Kuno von Tieufen vermählt war. Auf die Söhne ging der väterliche Titel Landgraf von Steffling über.
 
Weller Tobias: Seite 364,378-379,769,770
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"Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert."

Otto II. wurde mit Familiengütern im Bayerischen Wald, den Grafenrechten im Gebiet des Regens sowie der Vogtei über das Kloster Prül ausgestattet, welchen Besitzkomplex er unter dem Titel eines Landgrafen von Steffling regierte [227 In einer Urkunde Bischof Heinrichs von Regensburg von 1143 werden beide Brüder mit ihren jeweiligen Titeln genannt (vgl. Mon. Prul., No. 5, MB 15, 162f.) Otto lantgravius, frater supradicti Henrici Praefecti.].
Seine Tochter Richardis gab Heinrich Jasomirgott dem Landgrafen Heinrich von Steffling in die Ehe. Derselbe war ein Sohn des bereits erwähnten Otto II. von Steffling (
1175/85) und einer Tochter des bayerischen Pfalzgrafen Otto III. von Wittelsbach ( 1156) [336 Zu Otto II. von Steffling siehe oben Seite 364. Sein Todesjahr gibt MAYER, Burggrafen 45, mit "um 1185", an; TYROLLER, Genealogie, Tafel 11, No. 13, 168, setzt es zu ca. 1175.]. Richardis heiratete also in dieselbe Familie ein wie ihre Tante Bertha eine Generation zuvor, denn deren Gemahl, der Regensburger Burggraf Heinrich III., war ein Onkel von Richardis' Gatten Heinrich von Steffling. Der Zeitpunkt der Vermählung ist aus den Quellen nicht näher zu ermitteln.
Eine andere Tochter Pfalzgraf Ottos III., Adelheid oder Sophia mit Namen, wurde nach einer genealogischen Notiz aus dem Kloster Ranshofen die Gemahlin des Landgrafen Otto II. von Steffling, mit dem sie drei Söhne (Otto, Heinrich und Friedrich) und eine Tochter hatte [123 Zum Namen der WITELSBACHERIN (Adelheid oder Sophia) vgl. MAYER, Burggrafen 44f. mit Anm. 236.]. Otto stammte aus der Familie der Burggrafen von Regensburg und hatte sich mit seinem Bruder Burggraf Heinrich III. (
1174/77) das väterliche Erbe geteilt, wobei die gräflichen Rechte im Gebiet des Regens sowie die Vogtei über das Kloster Prüll an Otto kamen [124 Vgl. MAYER, Burggrafen 44f.; TYROLLER, Genealogie, Tafel 11, No. 13, 168; siehe auch Wilhelm STÖRMER: Babonen, in: LMA 1 (1980), 1322f.]. Bereits zu 1143 wird Otto Landtgravius zusammen mit seinem Bruder und dem Wittelsbacher Pfalzgrafen Otto in einer Regensburger Bischofs-Urkunde genannt. Ob er auch mit jenem Otto der lantgraue identisch ist, der eine Seelgerätstiftung für den verstorbenen Herzog Otto I. von Wittelsbach an das Kloster Schäftlarn bezeugt, oder ob es sich hierbei um seinen gleichnamigen Sohn handelt, läßt sich nicht entscheiden.


 

  oo Adelheid von Wittelsbach, Tochter des Pfalzgrafen Otto IV.
             9.2.
 
 
 

 Kinder:

  Otto III. Landgraf von Steffling
        um 1191/92

  Heinrich V. Landgraf von Steffling
       1.5.1190

  Friedrich II. Landgraf von Steffling
      10.6.

  Adelheid von Steffling
       

  1. oo Kuno von Baden Graf im Zürichgau (Lenzburg)
                15.1.1168/69

  2. oo Kuno I von Tüfen
               nach 31.7.1188

  Otto V. Landgraf von Steffling
       

  Eberhard Landgraf von Steffling
       nach 1193
 
 

 

Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Tafel 13 Seite 27,146 - Mayer Manfred: Die Burggrafen von Regensburg Seite 44 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken Tafel 79 - Wegener Dr. Wilhelm: GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE Seite 168 - Weller Tobias: Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert. Seite 364,378-379,769,770 -