Otto I.                                         Burggraf von Regensburg (1101-1143)
---------                                        Gründer von Walderbach 1142/43
   21.10.1143  

Nach D. Schwennicke und W. Wegener jüngerer Sohn des Burggrafen Heinrich I. von Regensburg ( 30.9. um 1083) aus dem Hause der BABONEN und der Willitrud
Bruder von
Burggraf Heinrich II. von Regensburg ( 1101) und nach W. Wegener von Gräfin Adelheid von Wolfratshausen ( nach 1120)
Neffe von
Graf Babo II. von Haging ( um 1080), Bischof Otto von Regensburg (6.7.1089), Gräfin N.N. von Abenberg ( nach 1050),
Enkel von
Burggraf Ruprecht von Regensburg (13.12. um 1035) und der N.N. von Schweinfurt
Nach Manfred Mayer Sohn des Burggrafen Heinrich II. von Regensburg ( 1101) und der N.N.;
Bruder von Königin Udilhilde von Ungarn (
nach 1131),
Enkel von
Burggraf Heinrich I. von Regensburg ( 30.9. um 1083) und der Willitrud 
Nach Gewin Sohn des Grafen Otto von Harburg und einer namentlich unbekannten Tochter von Burggraf Heinrich von Regensburg

Schwennicke Detlev: Tafel 79
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI"

OTTO I.
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geistlich 21.X.1143

1108 GRAF
1112 BURGGRAF von REGENSBURG
um 1125 GRAF von REGEN-STAUF
1140 VOGT von PRÜFENING
1142 VOGT von ST. EMMERAN
1089

  oo ADELHEID VON PLÖTZKAU
            

Tochter von Graf Dietrich


Brandenburg Erich: Tafel 13 Seite 26
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XII. 93. ADELHEID
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* ...,
...

Gemahl:
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OTTO I. BURGGRAF von REGENSBURG, LANDGRAF von STEFFLING
  
nach 1142 V., vor 1143 VI.

Seite 142:
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XII. 90.-93.
Ann. Saxo 1049,1087,1118, S. S. 6, 688,724,755.

GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 166
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9. OTTO I.
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F. u. eV.
1089 1/2 siehe 8
selbständig 1108 6/9 Tulln Otto comes Ratisponensis FRA II 51, 35 n 18;
vgl. (1108) Otto comes bei Herzog Welf II. OÖ UB 2, 271 n 11
1112 26/3 Goslar Otto Ritenburgensis, urbis prefectus Ratispone Ried 1, 171 f n 184
c 1125 Otto comes de Stowfe MB 14, 412 n 7
1135 15/6 Otto prefectus de Stauff MB 27, 10 n 10
c 1140 Vogt von Prüfening MB 13, 45 b n 9
1142 20/1 Vogt von St. Emmeram HStAM Prüfening Lit. 10 fol. 10 f; IV.
1142 (Mai) Nürnberg prefectus Ratisponensis Otto et duo filii eius Heinricus et Otto MB 7, 344 f Stumpf 3447
(1142/43) wandelt das Stift Walderbach in eine Zisterzienser-Abtei um Mayer, Beilage I
(1143) 21/10 Windberg: Otto monachus, fundator in Walderbach (12. Jh.) Necr. 3, 400.

Gemahlin:
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ADELHEID, Tochter Dietrichs von Plötzke
Adelheidem
duxit uxorem Otto Ratisbonensis comes Annal. Saxo SS 6, 688, 755.


HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER

Gewin Dr. J.P.J.: Seite 144
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45. OTTO
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BURGGRAF von REGENSBURG
c. 1118-c. 1147 (); M. B. XIV. 408 nr. 3, R. H. nr. 766, 788, 828
().  1142.
Mit seinen Söhnen Heinrich (F. 65.) und Otto (F. 66.) erwähnt: M.B. VII. 344.


Otto I. hatte die Zisterze Walderbach gegründet und starb als Mönch. Nach seinem Tode teilten sich seine beiden Söhne die Herrschaft.

Mayer Manfred: Seite 27
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"Die Burggrafen von Regensburg"

Otto I. folgte seinem Vater in der Burggrafschaft seiner Vorfahren im Donaugau: er nennt sich zuerst von Riedenburg, einer ihm gehörigen Herrschaft an der Altmühl. Gleich seinen Vorfahren ist auch er eifriger Anhänger des salischen Kaiser-Hauses. Schon am 6. September 1108 finden wir ihn im Gefolge König HEINRICHS V. bei dessen Heerfahrt nach Ungarn zu Tuln. Auch sonst kommt er in Urkunden Kaiser HEINRICHS V. und denen König KONRADS III. VON STAUFEN öfters vor. Im Mai 1142 erscheint Burggraf Otto mit seinen Söhnen Heinrich und Otto auf dem Reichstag zu Nürnberg.
Am 9. Juli 1140 wurde Buch, am Ausfluss der großen Laber in die Donau, welches einst Herzog Arnulf der Böse dem Kloster Tegernsee abgenommen hatte, und welches als Lehen der bayerischen Herzöge später an die Burggrafen von Regensburg gekommen war, gegen Mangolding an Kloster Prüfening von ihm vertauscht. Der Tausch erfolgte in Gegenwart der bayerischen Fürsten, und da Buch eigentlich Reichsgut war, übergab es Herzog Leopold von Bayern durch die Hand des Pfalzgrafen Otto, welcher die Vogtei damals über alle Reichsgüter in Bayern hatte, an Prüfening. Das Geschäft bedurfte aber noch der Genehmigung des Königs, welche nicht lange nachher zu Nürnberg erfolgte, worauf Herzog Leopold dann am 23. Oktober 1140 den Tausch zu Regensburg beurkunden ließ. Dem Kloster Prüfening überließ Burggraf Otto auch einen Teil seiner Besitzungen zu Lobsing gegen 36 Pfund und begünstigte Schenkungen seiner Ministerialen an Prüfening. Auch gegen andere Klöster erwies sich Otto willfährig und freigebig. So gab er Steinkirchen, welches er von Herzog Heinrich dem Stolzen zu Lehen trug, mit Einwilligung desselben gegen Leutersdorf und Chorbe an Kloster Mallersdorf; auch hier musste die königliche Zustimmung erfolgen. Als er einst eine Reise nach Rom antreten wollte, gab er zwei leibeigene Frauen an Kloster Ebersberg. Er war Mitstifter des Schotten-Klosters zu Regensburg und gestaltete das herabgekommene Chorherrenstift Walderbach am Regen in eine Zisterzienserabtei um. Walderbach gilt fortan als Familienstiftung, in welcher die meisten Glieder des Hauses ihre Ruhestätte gefunden haben. Burggraf Otto I. starb im Jahre 1142 oder 1143 [Er starb noch vor Juni 1143, denn in einer Urkunde, die in den Mai oder Juni 1143 zu sehen ist, wird bereits sein Sohn Otto als Landgraf bezeichnet. Aventin gibt als Todesjahr 1142 an.]. Er liegt in St. Emmeran begraben, wie die Inschrift auf seinem Grabstein daselbst: "Otto comes de Stephing et Riedenburg et burggravius Ratisponensis, fundator monasteri Walderbach, et hic sub janua sepultus", überliefert.
Burggraf Otto I. war vermählt mit Adelheid, einer Tochter des Grafen Dietrich von Plötzkau. Es werden drei Söhne von ihm genannt: Heinrich, Otto und Friedrich, desgleichen eine Tochter Leucardis, Nonne zu Admont.
Otto I. war der Stammvater der beiden Linien des burggräflichen Hauses. Die Fundatio berichtet, daß nach seinem Tod der bis dahin gemeinsame Besitz unter zwei seiner Söhne geteilt wurde. Heinrich erhielt die Burggrafschaft und eine große Herrschaft in Tirol; Friedrich die anderen Grafschaften mit ihrem Zubehör und es folgten ihm acht Söhne darin nach, Otto entsagte der Herrschaft und wurde Mönch im Kloster Walderbach. Diese Nachrichten sind aber zum großen Teil irrig. Friedrich wird nur einmal in einer undatierten Urkunde und zwar als bereits verstorben erwähnt, dagegen folgte Otto in den Grafschaften und wird neben seinem Bruder, dem Burggrafen Heinrich, als Landgraf schon 1143 bezeichnet.
 
 
 
 

  oo Adelheid von Plötzkau, Tochter des Grafen Dietrich
       um 1080um 1130
 
 
 
 

Kinder:

  Heinrich III. Burggraf von Regensburg
        27.11.1174

  Otto II. Burggraf von Regensburg
        16.8.1175

Nach M. Mayer:

  Friedrich
      

  Leukardis Nonne zu Admont
        
 
 
 

Literatur:
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Annalista Saxo: Reichschronik Seite 67,97,125 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Tafel 13 Seite 26  -Gewin Dr. J.P.J.: HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER Seite 7,8 - Mayer Manfred: Die Burggrafen von Regensburg Seite 25 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken Tafel 79 - Wegener Dr. Wilhelm: GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE Seite 166 -