Mathilde vom
Schweinachgau Burggräfin
von Regensburg
-------------------------------------
† nach
1002
Nach A. Thiele und D. Schwennicke Tochter
des
Grafen Ulrich I. vom Schweinachgau († 970) aus dem
Hause LAMBACH-FORMACH und der Kunigunde von Bayern, Tochter
von Herzog Berthold (†
23.11.947) und der Biletrud (Wiltrud)
Schwester von Graf Berthold vom Schweinachgau († um 1005),
Graf Arnold I. von Lambach-Wels († 1.3.1020)
Nichte von Herzog Heinrich III. von Bayern († 5.10.989), Herzogin Wiltrud von Schwaben
Groß-Nichte von
Herzog Arnulf dem
Bösen von Bayern († 14.7.937)
Enkelin von Graf Meginhard I. vom Schweinachgau († um 980) und
der N.N.
Schwennicke
Detlev:
Tafel 79
******************
"Europäische Stammtafeln. Neue
Folge Band XVI"
BABO I.
------------
† 5.III.
(1001-1002)
975-980 GRAF im WESTLICHEN DONAUGAU
983 BURGGRAF von REGENSBURG
1000
I. oo N.N.
†
II. oo N.N.
†
III. oo MATHILDE
1000
†
Tochter von (Ulrich
Graf im Schweinachgau) und Kunigunde
GENEALOGISCHE
TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
----------------------------------------------------------------------------------------------------
Wegener Dr. Wilhelm: Seite 138
*******************
10. MATHILDE
----------------------
Gemahl: Burggraf Babo I. von Regensburg († 6.3.1001/02),
siehe 5 und 8.
GENEALOGISCHE TAFELN ZUR
MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
----------------------------------------------------------------------------------------------------
Wegener Dr.
Wilhelm: Seite 165
*******************
1. BABO I.
---------------
Abkunft unbekannt. eV.
975/80 Scheuer G Köfering AG Regensburg liegt in
der Grafschaft (im westlichen Donaugau) des Papo
nQ 8, 183 f n 201
c 983 Papo urbis prefectus
n Q 8, 192 f n 212 a
985/91 Papo comes
nQ 6, 79 ff n 92 f; IV.
1000 11/6 die Stadt
Regensburg liegt in der Grafschaft
des Grafen Papo DD 2, 798 n
37ß
† (1001/02) 5/3
Niedermünster:
Papo comes
St. Emmeram: Pabo comes
Weltenburg: Papo comes cum 30
filiis
7 filiabus ecr. 3, 290, 308,
372.
Gemahlinnen:
-----------------
sind mehrere anzunehmen;
vielleicht eine Schwester des
LIUDOLFINGERS
Herzog Otto von Bayern († 982), worauf der Name des
Sohnes
Liudolf
hindeutet; gesichert nur die letzte:
Mathilde c 1000, deren Mutter Kunigunde und
deren
Bruder Berthold hieß
nQ 8, 217 n 260; Kunigunde
muss eine Tochter
des Herzogs Berthold († 947) und Gattin des Grafen Ulrich im
Schweinachgau
gewesen sein. - Babo
erwähnt
in
der Lebensbeschreibung des Erzbischofs
Konrad I. von Salzburg SS
11,
63.
Die hier erzählte Vorführung der Söhne vor Kaiser
HEINRICH II.
ist offenbar legendär, da Babo,
dessen Regierung kaum mehr erlebt hat; andererseits kannte der
Fürst
Babo
und seine zahlreiche Nachkommenschaft sehr genau, da er
schon
seit 995 Herzog von Bayern war.
Faußner Hans C.:
***************
"Zur Frühzeit der
Babenberger in Bayern und Herkunft der Wittelsbacher"
Babo
überlebte seine Gemahlin Ita und verheiratete
sich
erneut, wahrscheinlich mit deren Nichte Mathilde.
Itas Todestag
zum 16. Oktober vermerken das Nekrolog des WELFEN-Klosters
Weingarten und die Nekrolognotizen des Klosters Niedermünster zu
Regensburg.
Einer seiner Söhne wurde Mönch zu St.
Emmeran,
er selbst begab sich zur Wallfahrt nach Rom. Er wurde in einer Urkunde
vom 11.6.1000 zum letzten Male erwähnt, in einer des November 1002
schon sein Sohn
Ruprecht,
der ihm in Grafschaft und Stadtpräfektur gefolgt war.
Mayer Manfred: Seite 18
**************
"Die Burggrafen von Regensburg"
Vermählt war er mit Mathilde, nach der
gewöhnlichen,
aber durchaus nicht erweislichen Annahme einer Tochter des Grafen
Berthold
II. von Scheyern. Mit dieser schenkte er gemeinsam das Gut
Gundershausen
bei Abbach, welches Mathilde
von ihrer Mutter Kunigunde
erhalten
hatte, dem Kloster St. Emmeran zur Erlangung einer Grabstätte in
demselben
und zum Seelenheil für sich, und Mathildes Bruder Berthold.
Papo
hinterließ zwei Söhne,
Ruotpert
und
Liudolf. Liudolf
war, wie erwähnt, Mönch
im Kloster St. Emmeran. Ruotpert
folgte seinem Vater im Amte und zwar sowohl im Komitat als in der
Burggrafschaft.
Schmid Karl: Seite
168
************
"Gebetsgedenken und
adliges Selbstverständnis
im Mittelalter. Ausgewählte Beiträge"
Da Rodpert 996 in einer
Urkunde
Babos für St.
Emmeram als Zeuge und bereits mit dem Tod
comes genannt wird [189 J. Widemann, Die
Traditionen des Hochstifts
Regensburg und des Klosters St. Emmeram, = Quell. u. Erört. z.
bayer. Gesch. NF. 8 I (1942) Seite 214 Nr. 256.], dürfte er wohl
ein Sohn von Babos
letzter Gemahlin Mathilde
[190 Sie ist bezeugt
ebd.
Seite 217f. Nr. 260.] gewesen sein [191 TYROLLER
(wie Anm. 29) Seite 144 bemerkt:
"Mathilde
war zweifellos die letzte der vermutlich zwei oder drei Frauen des
kinderreichen Babo und
um 1000 noch ziemlich jung, da seine bekannten
Söhne Ruprecht und Liutolf aus früheren Ehen
gestammt haben
müssen."]. Diese wird im Reichenauer
Eintrag auch nicht erwähnt, der infolgedessen schon früher
entstanden sein wird, vermutlich in den 70-er oder 80-er Jahren des 10.
Jahrhunderts [192 Babo
wird in den 70-er Jahren des 10. Jahrhunderts
zuerst faßbar, vgl. E. Kimpen, Zur Genealogie der bayrischen
Herzöge von 908 bis 1070, Jahrb. f. fränk. Landesforsch. 13
(1953) Seite 71. Da ein Sohn Liudolf
und zwei seiner Enkel Heinrich
und
Otto hießen, das
heißt LIUDOLFINGER-Namen
trugen, hat man
vermutet, der Regensburger Burggraf sei mit einer Tochter Liudolfs und
Itas von Schwaben
vermählt gewesen (vgl. ISENBURG (wie Anm. 5)
Tafel 3). Obschon die Vermutung höchst fragwürdig erscheint,
so ist doch nicht zu verkennen, daß mit den LIUDOLFINGER-Namen in
Babos Nachfahrenschaft
die spätere Ansicht korrespondiert, Kunos
von Öhningen Gemahlin sei eine Tochter OTTOS DES GROSSEN gewesen.
Dies ist nicht zu verkennen, weil die Grafen Konrad (= Kuno von
Öhningen) und Babo
im Reichenauer Gedenkbucheintrag zusammen
stehen.].
oo 3. Babo
I.
Burggraf von Regensburg (976-1001)
um 930 † 6.3.1001/02
Kinder:
Liudolf
Mönch in St. Emmeram
†
nach 996
Literatur:
------------
Faußner Hans C.: Zur Frühzeit
der
Babenberger in Bayern und Herkunft der Wittelsbacher - Mayer
Manfred: Die Burggrafen von Regensburg Seite
18 - Schmid Karl: Gebetsgedenken und
adliges Selbstverständnis
im Mittelalter. Ausgewählte Beiträge, Jan Thorbecke Verlag
Sigmaringen
1983, Seite 168, 170 -
Schmid Karl: Gebetsgedenken und
adliges Selbstverständnis
im Mittelalter. Ausgewählte Beiträge, Jan Thorbecke Verlag
Sigmaringen
1983, Seite 168 - Schwennicke
Detlev:
Europäische
Stammtafeln. Neue
Folge Band XVI, Bayern und Franken Tafel 79 - Wegener Dr. Wilhelm: GENEALOGISCHE
TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE Seite 138,165 -