Heinrich IV.                                 Burggraf von Regensburg (um 1174- nach 1183)
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um 1125/30 4.1.1185  

Jüngerer Sohn des Burggrafen Heinrich III. von Regensburg (27.11.1174) aus dem Hause der BABONEN aus seiner 1. Ehe mit der Bertha von Österreich, Tochter von Markgraf Leopold III. dem Heiligen (15.11.1136) und der Agnes von Waiblingen
Bruder von Burggraf
Friedrich I. von Regensburg ( 17.7.1181), Äbtissin Adelheid zu Regensburg ( um 1180), Stief-Bruder von Graf Otto IV. von Riedenburg ( nach 1185), Gräfin Adelheid von Hohenburg (um 1180), Gräfin N.N. von Wertheim ( um 1190)
Neffe
vom Deutschen König KONRAD III. ( 15.2.1152)
Cousin vom Römischen Kaiser FRIEDRICH I. BARBAROSSA (
10.9.1190 ertrunken)
Enkel von
Burggraf Otto I. von Regensburg (21.10.1143) und der Adelheid von Plötzkau
Ur-Enkel vom Römischen Kaiser HEINRICH IV. (
7.8.1106)

Brandenburg Erich: Tafel 11 Seite 23
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XIV. 181. HEINRICH IV.
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* ca. 1149,
nach 1184 16.XI.

BURGGRAF von REGENSBURG nach 1181


Schwennicke Detlev: Tafel 79
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI"

HEINRICH IV.
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4.I.1185

1174 BURGGRAF von REGENSBURG
1179 GRAF von RIEDENBURG
1171/84


GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 168
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15. HEINRICH IV.
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F. siehe 12 unter Gemahlinnen, doch lässt sein spätes erstmaliges Vorkommen fraglich erscheinen, ob er zu den Kindern aus 1. Ehe gehört; eV.
1171 (Regensburg) siehe 14
1174 30/5 Regensburg castellanus siehe 14
1174 17/9 Ering Landtag: iunior burggravius Heinricus OÖ UB 2, 348 n 239
c 1174 comes provincialis (sic) Heinricus amtiert an der unteren Altmühl QE 1, 330 f n 156
ebenso 1177/78 Heinricus purcravius nQ 8, 475 n 945;
1179 31/7 Heinricus et Otto comites de Ritenburc MB 12, 56 n 84
1182 (vor 9/3) Wien: Heinricus Rat. pref. MBR 60 n 19
1183 30/5 Eger Heinricus Burchgravius de Retimburch MB 29 a, 450, Stumpf 4358
1183 Regensburg amtiert als Graf im westlichen Donaugau nQ 8, 491 f n 973; IV.
1184 24/11 Treviso Heinricus burggravius Rat. Stumpf 3, 740 n 528
(1185) 4/1
Weltenburg: Heinricus comes de Rietenburch Necr. 3, 370

Klosterneuburg: Heinricus pref. Rat. Necr. 5, 5;
1185 als verstorben erwähnt Oefele, Biburg 446 f n 56.


Mayer Manfred: Seite 42
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"Die Burggrafen von Regensburg"

Heinrich IV. überlebte seinen Bruder Friedrich I. Auch dieser hatte schon zu Lebzeiten des Vaters den Namen eines Burggrafen geführt und wird als solcher öfters auch neben seinem Bruder genannt. Im Jahre 1183 saß er in Regensburg bei der Kirche S. Egidii als Burggraf zu Gericht. Gleich seinem Bruder treffen wir auch Heinrich öfters in der Umgebung seines Vetters, Herzog Leopolds V. von Österreich, und Kaiser FRIEDRICHS I. Im Jahre 1182 besuchte er seinen Vetter Leopold in Wien. Auf dem Hoftag Kaiser FRIEDRICHS I. im Mai 1183 zu Eger war er gegenwärtig. Im folgenden Jahre begleitete er den Kaiser nach Italien und es ist ungewiss, ob er nach der Heimat zurückgekehrt ist.
Sein jüngster Bruder Otto III., der sich auch Burggraf von Rohrbach nannte, erscheint öfters in Urkunden. Er besuchte den Landtag, welchen die Vormünder Herzog Ludwigs des Kelheimers nach Wernhersmüle (Wörnsmühl) an der Mangfall um das Jahr 1185 beriefen und starb wohl bald darauf.
Alle drei Brüder hinterließen keine Erben. Über die mit der Burggrafschaft verbundenen Besitzungen entspann sich sogleich der Kampf. Die Allode scheinen ganz oder doch größtenteils auf die landgräfliche Linie übergegangen zu sein. Die Lehen, welche die Burggrafen vom Bischof von Regensburg getragen hatten, fielen an diesen zurück. Auf das Reichsamt und damit verbundenen Rechte und Besitzungen erhob ohne Zweifel der Herzog von Bayern Anspruch, aber nur ein Teil derselben wird ihm zugefallen sein. Kaiser FRIEDRICH I. wird die Burggrafschaft eingezogen haben, ließ er sich doch auch vom Bischof von Regensburg die burggräflichen Lehen des Stiftes übertragen. Aber Kaiser HEINRICH VI. scheint die Burggrafschaft dann dem Herzog Ludwig von Bayern übertragen zu haben. Als nach dem Aussterben der landgräflichen Linie der STEFFLINGER über deren Erbschaft der Streit ausbrach, wurde auch die Erbschaft der Burggrafen in den Streit gezogen, der erst im Jahre 1205 durch Vergleich beendet wurde.

Weller Tobias: Seite 677-678
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"Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert"

Daraufhin ging Sophia eine zweite Verbindung ein. Ihr Ehepartner ist allerdings nicht zweifelsfrei zu identifizieren, denn die 'Genealogia Wettinensis' weist ihn lediglich als Angehörigen des Regensburger Burggrafen-Geschlechtes der PABONEN aus, ohne seinen Namen zu nennen. Möglicherweise handelt es sich hier um Burggraf Friedrich, den ältesten Sohn Burggraf Heinrichs III. und der babenbergischen  Markgrafen-Tochter Bertha [301 So POSSE, Wettiner, Tafel 4, der allerdings Vorbehalte gegenüber dieser Identifizierung äußerte. Zu der Verbindung Burggraf Heinrichs IIII. mit Bertha von Österreich siehe oben Seite 363f. Vgl. ferner die in einer genealogischen Notiz aus dem Kloster Ranshofen überlieferte Nachricht (Notae gen. Bav. I, MGH SS 24, 76): Purcravius duxit uxorem e Austria, sororem ducis Heinrici; de qua genuit Fridricum et Heinricum et abbatissam Superioris Monasterii. Die Europäischen Stammtafeln NF I/1, Tafel 151, verzeichnen nur Udalrich von Böhmen als Gemahl der Sophia; ihre zweite Ehe bleibt hier unerwähnt.]. Friedrich taucht schon zu Lebzeiten seines Vaters urkundlich auf [302 Vgl. zum Beispiel die Nennung des Fridericus filius comitis Ratisponensis als Zeuge einer zwischen 1149 ud 1156 erfolgten Schenkung Heinrichs II. Jasomirgott zugunsten des Klosters Heiligenkreuz (vgl. BUB 1, No. 17,23ff.). Auch in einer auf 1171 datierten Traditionsnotiz des Klosters St. Emmeram tauchen Fridericus filius prefecti, Heinricus, Otto fratres eius als Zeugen auf (Trad. Regensburg, No. 903, 443f.).] und folgte diesem Mitte der 1170-er Jahre in der Burggrafenwürde nach. Von 1174 bis zum Frühjahr 1181 ist Burggraf Friedrich mehrfach am Kaiserhof nachweisbar [303 Vgl. DD F. I. 622 (Juni 1174, Regensb.); 782 (Juli 1179, Magdeb.); 788 (Sept. 1179, Augsb.); 798 (Juli 1180, Regensb.); 803 (März 1181, Nürnb.). Ferner begegnet Frideric purgrauio Ratisponensis in einer Urkundes des Abtes von St. Emmeram vom November 1180 (vgl. Trad. Regensburg, No. 945, 475).]. Bald danach scheint er gestorben zu sein, laut dem Weltenburger Nekrolog an einem 17. Juli [304 Necr. Weltenburg., MGH Necr. 3, 377.], jedenfalls verschwindet er aus den Quellen [305 Zur Person Burggraf Friedrichs siehe auch MAYER, Burggrafen 36f.; DERS., Regesten, No. 139-154; TYROLLER, Genealogie, Tafel 11, No. 14, 168.]. Ebenso plausibel ist allerdings die Annahme, Friedrichs Bruder Heinrich IV. sei der Gemahl der WETTINERIN gewesen [306 Für diese Identifizierung entscheidet sich Ernst EHRENFEUCHTER als Hrsg. der Gen. Wettin., MGH SS 23, 229, Anm. 48. Vgl. zur Person Burggraf Heinrichs IV. MAYER, Burggrafen 42f.; TYROLLER, Gennealogie, Tafel 11, No. 15, 168f.]. Wie Friedrich, neben dem er als Urkundenzeuge in den Kaiser-Diplomen auftaucht, führt er seit 1174 den Titel eines Burggrafen von Regensburg [307 Auffälligerweise werden sie in den Herrscher-Urkunden nebeneinander als Inhaber der Burggrafenwürde genannt; vgl. DD F. I. 622.].
Offenbar haben sich beide Brüder die burggräflichen Rechte geteilt bzw. sie gemeinsam ausgeübt. Ferner begegnet Heinrich IV. in den Urkunden Heinrichs des Löwen, Herzog Leopolds V. von Österreich und des Bischofs von Regensburg. 1184 begleitete er Kaiser FRIEDRICH auf dessen sechsten Zug nach Italien, von dem er augenscheinlich nicht zurückgekehrt ist, denn nach dem November desselben Jahres verliert sich seine Spur. Die Nekrolge von Weltenburg und Klosterneuburg melden seinen Tod zum 4. Januar.
Wann Sophia starb, ist gänzlich unbekannt. Sie wird in den Quellen nie an der Seite ihres Regensburger Gemahls erwähnt und hinterließ aus ihrer zweiten Ehe auch keine Kinder, so daß die burggräfliche Linie der PABONEN mit der Generation Friedrichs und Heinrichs IV. in männlicher Linie erlosch.



 

Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Tafel 11 Seite 23 - Mayer Manfred: Die Burggrafen von Regensburg Seite 36 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken Tafel 79 - Wegener Dr. Wilhelm: GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE Seite 168 - Weller Tobias: Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert Seite 364,365,677-678,696 -