Heinrich III.                                  Burggraf von Regensburg (um 1143-1174)
----------------                                 Graf im Donauknie und an der unteren Altmühl
um 110027.11.1174

Begraben: St. Emmeran 

Älterer Sohn des Burggrafen Otto I. von Regensburg (21.10.1143) aus dem Hause der BABONEN und der Adelheid von Plötzkau, Tochter von Graf Dietrich und der Mechthild (Mathilde) von Walbeck
Brud
er von Burggraf Otto II. von Regensburg ( 16.8.1175) und nach M. Mayer von Friedrich von Regensburg, Nonne Leukardis zu Admont ( 1150)
Groß-Neffe von Bischof Otto von Regensburg (
6.6.1089)
Verwandter von Erzbischof Konrad von Salzburg (
9.4.1147)
Enkel von
Burggraf Heinrich I. von Regensburg ( 30.9. um 1083) und der Willitrud   

Brandenburg Erich: Tafel 13 Seite 27
****************
"Die Nachkommen Karls des Großen"

XIII. 174. HEINRICH III.
---------------------------------
* ...,
nach 1174, vor 1177

BURGGRAF von REGENSBURG

Gemahlin:
-------------
a) ca 1145?
BERTHA, Tochter des Markgrafen Leopold III. von Österreich (siehe XIII.126.)
     
...

b)
? N.N. VON OETTINGEN
      

 
Seite 146:
********
XIII. 172.-175.
M. Meyer, Die Burggrafen von Regensburg. Ob die Gemahlin Ottos II. (172.) wirklich eine Schwester Ottos I. Herzogs von Bayern war, wie Meyer behauptet, erscheint mir zweifelhaft. Im Genealog. Handbuch von Bayern und Österreich, hrsg. v. Dungern, hat K. Trotter sie in die Stammtafel der WITTELSBACHER nicht mit aufgenommen.


Brandenburg Erich: Tafel 11 Seite 23
****************
"Die Nachkommen Karls des Großen"

XIII. 126. BERTHA
---------------------------
* ca. 1120,
9.IV...

Gemahl:
-----------
ca 1145?
HEINRICH III. BURGGRAF von REGENSBURG (siehe XIII.174.)
    
nach 1174, vor 1177


Schwennicke Detlev: Tafel 79
******************

"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI"

HEINRICH III.
--------------------
  
27.XI.1174

Begraben: St. Emmeran

um 1135 GRAF
1142 BURGGRAF von REGENSBURG und GRAF an der unteren ALTMÜHL
1144 GRAF im westlichen DONAUGAU
1147 GRAF von REGENSTAUF
um 1150 GRAF von RIEDENBURG
VOGT von PRÜFENING
1156 VOGT von ST. EMMERAN
um 1120

  I. oo BERTA VON ÖSTERREICH (BABENBERGER)
              
9.IV.1150

Begraben: St. Emmeran

Tochter von Markgraf Leopold III.

  II. oo N.N. VON OETTINGEN
               


Schwennicke Detlev: Tafel 84
******************

"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band I.2"

BERTA
-----------
  
9.IV.1150

Begraben: St. Emmeran

  oo HEINRICH III. Burggraf von Regensburg
           
27.XI.1174

Begraben: St. Emmeran


GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 166
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12. HEINRICH III.
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F. u. eV.
c 1120 Heinricus filius prefecti (Ottonis) Kärnt. UB 4 b, 736 n 3028;
c 1135 Otto Rat. pref. comes Heinricus filius eius MB 13, 44;
c 1140 Heinricus comes, Otto pref. senior et Otto pref. iunior MB 13, 45, 51;
selbständig 1142 (Mai) Nürnberg Hainricus pref. Rat. MBR 30 n 2, Stumpf 3446
(1142) Graf an der unteren Atmühl Heidingsfelder n 362;
c 1144 Graf im westlichen Donaugau Rohr 189 n 30;
(1147) Heinricus comes de Reginstophe MB 5, 331 n 53;
c 1150 Heinricus comes de Ritenburch MB 13, 105 f;
Vogt von Prüfening MB 13; 40 b n 38, 59

(1156 Sept.) Vogt von St. Emmeran nQ 8, 424 n 877
1157 5/2 Heinricus burgravio Rad. MB 29 a, 388 n 494
1167/68 Jerusalem-Pilger Rahewin Appendix, SS 21, 469 f; 20, 492
1171 29/1 Moosburg Landtag: Hainricus burgravius et frater eius Otto lantgravius, comes Fridericus de Ritenburch Steierm. UB 1, 497 f n 538
(1171/73) Heinricus urbis pref. senior MB 13, 41
IV. 1174 (Anfang) Heinricus pref. Rat. nQ 8, 446 n 906
(nach Rücktritt 1174) 27/11
St. Emmeram: Heinricus comes hic sepultus;

Obermünster: Heinricus pref.
Weltenburg (26/11): Heinricus comes Necr. 3, 331, 346, 382.

Gemahlin:
------------
Ranshofener Notiz; purcravius duxit uxorem de Austria, sororem ducis Heinrici, de qua genuit Fridericum et Heinricum et abbatissam superioris monasterii; mortua illa uxore purcravius duxit uxorem de Otingen, de qua genuit Ottonem et duas filias, quarum unam duxit Fridericus de Hohenburch, älterem Popo de Werthaimen 12. Jh. SS 24, 76; demnach
1. BERTHA, Tochter des Markgrafen Liutpold III. von Österreich c 1145 OÖ UB 1, 551,
c 1150 9/4
Admont: Bertha comitissa Necr. 2, 294

Obermünster und Windberg ebenso Necr. 3, 339, 390
Klosterneuburg: Bertha filia Liupoldi marchionis Austrie Necr. 5, 25
2. N.N. von Öttingen.


Bei der Teilung nach dem Tode seines Vaters erhielt Heinrich III. das Burggrafenamt, die Vogtei über St. Emmmeran und Prüfening sowie die Grafenrechte im Donauknie und an der unteren Altmühl.

Mayer Manfred: Seite 32
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"Die Burggrafen von Regensburg"

Heinrich III., Ottos I. Sohn und Nachfolger, ist die vornehmste Persönlichkeit dieses Geschlechts und mit den ersten Familien des Reiches verwandt. Seine Gattin, die BABENBERGERIN Bertha, Tochter Leopolds III. von Österreich, ist eine Enkelin Kaiser HEINRICHS IV., König KONRAD III. ist ihr Stief-Bruder; der berühmte Geschichtsschreiber Bischof Otto von Freising, Bischof Konrad von Passau, Leopold IV. und Heinrich II. von Österreich sind des Burggrafen Schwäger. Eine WITTELSBACHERIN, die Tochter des ersten Pfalzgrafen Otto, ist die Frau seines Bruders; auch den sächsischen Großen scheint er durch die Familie seiner Mutter, der Gräfin von Plötzkau, nahe gestanden zu sein.
Häufig finden wir ihn in der Umgebung König KONRADS III. und Kaiser FRIEDRICHS I., aber ein tieferes Eingreifen in die Politik der Zeit macht sich nirgends bemerkbar. Im Januar 1158 war er auf dem Reichstage von Regensburg, welcher der zweiten Heerfahrt des Kaisers nach Italien voranging, scheint ihm aber nicht über die Alpen gefolgt zu sein. Im Sommer 1162 wohnte er einem Landtag Heinrichs des Löwen zu Landsberg bei und begleitete dann mit anderen bayerischen Herren den Herzog zu dem Konzil, welches der Kaiser auf den 29. August nach St. Jean-de-Laone berufen hatte. Auch wohnte der Burggraf dem dreitägigen Landtag bei, welchen Herzog Heinrich im Herbst 1162 zu Karpfham an der Rott hielt.
Gewöhnlich lebte der Burggraf zu Regensburg und erscheint meist nur am kaiserlichen Hoflager, wenn dieses nach Regensburg verlegt wurde. Im Jahre 1156 war Heinrich mit seinem Bruder, dem Landgrafen Otto, zu Ensdorf bei der Leichenfeier von dessen Schwieger-Vater, dem Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach, zugegen. In schon vorgerückten Jahren entschloss sich Burggraf Heinrich, nach dem Gelobten Land zu pilgern. Umgeben von vielen seiner Ministerialen trat er in Begleitung Herzog Welfs und des Grafen Friedrich von Wittelsbach, des Sohnes des genannten Pfalzgrafen Otto, zu Anfang des Jahres 1167 die Reise an, gelangte nach Jerusalem und kam etwa nach Verlauf eines Jahres wieder glücklich in die Heimat zurück.
Gleich seinem Vater machte auch Burggraf Heinrich eine fromme Stiftung. Er gründete mit seinem Bruder Otto das Kloster Altmühlmünster, angeblich im Jahre 1155. Hierdurch scheint er bei der Geistlichkeit Vertrauen erweckt zu haben, denn bald darauf ward er von den Klöstern St. Emmeran und Prüfening als Vogt aufgestellt. Schon früh (1143) war ihm vom Bischof Heinrich von Regensburg die Vogtei jedoch unter Beschränkung des Vogtdings über die Güter übertragen, welche das Kloster Prül in der Umgegend besaß. Vom Hochstift Regensburg selbst hatte er ein Gut zu Sinzig zu Lehen, was er 1145 an den Bischof Heinrich gegen ein Gut zu Horben und einen Weinberg zu Winzer vertauschte.
Den Besitz seines Hauses scheint Burggraf Heinrich bedeutend vergrößert zu haben. Schirstatt, Stadtamhof, welches früher zum Nordgau gehörte, steht unter seiner Jurisdiktion und das Kloster St. Mang daselbst wurde zu einer all jährigen Abgabe von ihm verpflichtet. Unter ihm erhielt seine Familie Güter, welche sich das Mühlviertel herab bis nach Österreich erstreckten und zu denen auch ein Teil des Beinwaldes, welcher Reichslehen war, gehörte. Sie werden zur Mitgift seiner Gemahlin, der BABENBERGERIN Bertha, gehört haben. Als der Burggraf seinen Anteil des Beinwaldes an Otto von Machland verkaufte, war die Einwilligung seines Schwieger-Vaters und König
KONRADS nötig; Otto von Machland übergab denselben 1147 dem Kloster Waldhausen. Desgleichen schenkte der Burggraf mit seiner Gattin Bertha dem Kloster St. Nicola bei Passau eine Forsthube zu Schwarza, von welchem Besitz, von welchem Besitz im Jahre 1136 sein Schwieger-Vater eine Schenkung an dasselbe Kloster gemacht hatte.

Burggraf Heinrich III. starb hochbetagt, spätestens im Jahre 1177. Im Necrolium von Obermünster zum 27. November wird der Tod eines Heinricus praefectus erwähnt, vielleicht ist Heinrich III. gemeint. Zum letzten Male, wie es scheint, wird er als Zeuge einer Urkunde Graf Konrads von Dachau für das Hochstift Freising genannt. Aus seiner Ehe mit der BABENBERGERIN Bertha, welche um 1150 gestorben zu sein scheint, entstammen Friedrich, Heinrich und Adelheid, Äbtissin von Obermünster in Regensburg. Die weiteren Kinder des Burggrafen Heinrich III. entstammen einer 2. Ehe mit einer Tochter des Grafen von Oettingen, deren Name unbekannt ist. Es waren Otto und zwei Töchter, deren Namen nicht genannt werden; die eine wurde später dem Grafen Friedrich von Hohenburg, die andere dem Grafen Popo von Wertheim vermählt.
 
 
 
 

  1. oo Bertha von Österreich, Tochter des Markgrafen Leopold III.
          110611.4.1150

  2. oo N.N. von Oettingen
               
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Friedrich I. Burggraf von Regensburg
        17.7.1181/82

  Heinrich IV. Burggraf von Regensburg
       4.1.1185

  Adelheid Äbtissin in Regensburg
       um 1180

2. Ehe

  Otto IV. Graf von Riedenburg
       nach 1185

  Adelheid von Regensburg
      

  oo Friedrich Graf von Hohenburg
           26.1.1178

  N.N. von Regensburg
       

  oo Poppo I. Graf von Wertheim
       um 1140 1212
 
 
 
 

Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Tafel 13 Seite 27,146 - Lechner Karl: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246,Böhlau Verlag Wien-Köln-Weimar 1992, Seite 139,352 A 36;367 A 67 - Mayer Manfred: Die Burggrafen von Regensburg Seite 32 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken Tafel 79 - Wegener Dr. Wilhelm: GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE Seite 166 - Weller Tobias: Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert. Seite 50,342,363-365,378-379,392,677,769,804 -