Älterer Sohn des Burggrafen
Otto
I. von Regensburg († 21.10.1143) aus dem Hause der BABONEN
und der Adelheid von
Plötzkau,
Tochter von Graf Dietrich und der Mechthild
(Mathilde) von Walbeck
Bruder von Burggraf
Otto II.
von
Regensburg († 16.8.1175) und nach M. Mayer
von Friedrich von Regensburg,
Nonne Leukardis zu Admont († 1150)
Groß-Neffe von Bischof Otto
von Regensburg († 6.6.1089)
Verwandter von Erzbischof Konrad von Salzburg († 9.4.1147)
Enkel von
Burggraf
Heinrich
I. von Regensburg († 30.9. um 1083) und der Willitrud
Brandenburg Erich:
Tafel 13
Seite 27
****************
"Die Nachkommen Karls des Großen"
XIII. 174. HEINRICH III.
---------------------------------
* ..., †
nach 1174, vor 1177
BURGGRAF von REGENSBURG
Gemahlin:
-------------
a) ca 1145?
BERTHA, Tochter des
Markgrafen Leopold III. von
Österreich (siehe XIII.126.)
† ...
b)
? N.N. VON OETTINGEN
†
Seite 146:
********
XIII. 172.-175.
M. Meyer, Die Burggrafen von Regensburg. Ob die Gemahlin Ottos
II. (172.) wirklich eine
Schwester Ottos I. Herzogs von Bayern war, wie Meyer
behauptet, erscheint mir zweifelhaft. Im Genealog. Handbuch von Bayern
und Österreich, hrsg. v. Dungern, hat K. Trotter sie in die
Stammtafel der WITTELSBACHER
nicht mit aufgenommen.
XIII. 126. BERTHA
---------------------------
* ca. 1120, †
9.IV...
Gemahl:
-----------
ca 1145?
HEINRICH III. BURGGRAF
von REGENSBURG (siehe XIII.174.)
†
nach 1174, vor 1177
Schwennicke
Detlev:
Tafel 79
******************
"Europäische Stammtafeln. Neue
Folge Band XVI"
HEINRICH III.
--------------------
† 27.XI.1174
Begraben: St. Emmeran
um 1135 GRAF
1142 BURGGRAF von REGENSBURG und GRAF an der unteren ALTMÜHL
1144 GRAF im westlichen DONAUGAU
1147 GRAF von REGENSTAUF
um 1150 GRAF von RIEDENBURG
VOGT von PRÜFENING
1156 VOGT von ST. EMMERAN
um 1120
I. oo BERTA VON
ÖSTERREICH (BABENBERGER)
† 9.IV.1150
Begraben: St. Emmeran
Tochter von Markgraf Leopold
III.
II. oo N.N. VON OETTINGEN
†
Schwennicke
Detlev:
Tafel 84
******************
"Europäische Stammtafeln. Neue
Folge Band I.2"
BERTA
-----------
† 9.IV.1150
Begraben: St. Emmeran
oo HEINRICH III.
Burggraf von Regensburg
† 27.XI.1174
Begraben: St. Emmeran
F. u. eV.
c 1120 Heinricus
filius prefecti
(Ottonis) Kärnt. UB 4 b, 736 n 3028;
c 1135 Otto
Rat. pref. comes Heinricus filius
eius MB 13, 44;
c 1140 Heinricus comes,
Otto pref. senior et Otto pref. iunior MB 13, 45, 51;
selbständig 1142 (Mai) Nürnberg Hainricus
pref. Rat. MBR 30 n 2, Stumpf 3446
(1142) Graf an der
unteren Atmühl Heidingsfelder
n 362;
c 1144 Graf im
westlichen Donaugau Rohr 189 n 30;
(1147) Heinricus comes de
Reginstophe
MB 5, 331 n 53;
c 1150 Heinricus comes de
Ritenburch
MB 13, 105 f;
Vogt von Prüfening MB 13;
40 b n 38, 59
(1156 Sept.) Vogt
von St. Emmeran nQ 8, 424 n 877
1157 5/2 Heinricus burgravio
Rad. MB 29 a, 388 n 494
1167/68
Jerusalem-Pilger Rahewin
Appendix, SS 21, 469
f; 20, 492
1171 29/1 Moosburg Landtag: Hainricus
burgravius et frater eius Otto lantgravius, comes Fridericus
de Ritenburch Steierm. UB 1, 497 f n 538
(1171/73) Heinricus urbis
pref.
senior MB 13, 41
IV. 1174 (Anfang) Heinricus
pref. Rat. nQ 8, 446 n
906
† (nach
Rücktritt 1174) 27/11
St.
Emmeram:
Heinricus
comes hic sepultus;
Obermünster: Heinricus pref.
Weltenburg (26/11): Heinricus comes
Necr. 3, 331, 346, 382.
Gemahlin:
------------
Ranshofener Notiz; purcravius
duxit uxorem de Austria,
sororem ducis Heinrici, de qua genuit Fridericum et Heinricum et
abbatissam
superioris monasterii; mortua
illa uxore purcravius duxit uxorem de
Otingen,
de qua genuit Ottonem et duas filias, quarum unam duxit Fridericus de
Hohenburch,
älterem Popo de Werthaimen
12. Jh. SS 24, 76; demnach
1. BERTHA,
Tochter des Markgrafen Liutpold III.
von Österreich c 1145 OÖ UB 1, 551,
† c 1150 9/4
Admont: Bertha comitissa Necr. 2,
294
Obermünster und Windberg ebenso Necr. 3, 339, 390
Klosterneuburg: Bertha
filia Liupoldi marchionis Austrie Necr.
5,
25
2. N.N. von
Öttingen.
Mayer Manfred: Seite 32
**************
"Die Burggrafen von Regensburg"
Heinrich III., Ottos
I. Sohn und Nachfolger, ist die vornehmste
Persönlichkeit
dieses Geschlechts und mit den ersten Familien des Reiches verwandt.
Seine
Gattin, die BABENBERGERIN Bertha,
Tochter Leopolds III. von
Österreich,
ist eine Enkelin
Kaiser HEINRICHS
IV.,
König
KONRAD III.
ist ihr Stief-Bruder; der berühmte
Geschichtsschreiber
Bischof Otto von Freising, Bischof Konrad von Passau, Leopold IV. und
Heinrich
II. von Österreich sind des Burggrafen Schwäger. Eine
WITTELSBACHERIN,
die Tochter des ersten Pfalzgrafen Otto,
ist die Frau seines Bruders;
auch
den sächsischen Großen scheint er durch die Familie seiner
Mutter,
der Gräfin von Plötzkau, nahe gestanden zu sein.
Häufig finden wir ihn in der Umgebung König
KONRADS III. und Kaiser
FRIEDRICHS
I., aber ein tieferes Eingreifen in die Politik der Zeit
macht
sich nirgends bemerkbar. Im Januar 1158 war er auf dem Reichstage von
Regensburg,
welcher der zweiten Heerfahrt des Kaisers nach Italien voranging,
scheint
ihm aber nicht über die Alpen gefolgt zu sein. Im Sommer 1162
wohnte
er einem Landtag Heinrichs des
Löwen zu Landsberg bei und
begleitete
dann mit anderen bayerischen Herren den Herzog zu dem Konzil, welches
der
Kaiser auf den 29. August nach St. Jean-de-Laone berufen hatte. Auch
wohnte
der Burggraf dem dreitägigen Landtag bei, welchen Herzog Heinrich
im Herbst 1162 zu Karpfham an der Rott hielt.
Gewöhnlich lebte der Burggraf zu Regensburg und
erscheint meist nur am kaiserlichen Hoflager, wenn dieses nach
Regensburg
verlegt wurde. Im Jahre 1156 war Heinrich
mit seinem Bruder, dem
Landgrafen Otto, zu Ensdorf bei der
Leichenfeier von dessen
Schwieger-Vater,
dem Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach, zugegen.
In schon
vorgerückten
Jahren entschloss sich Burggraf Heinrich,
nach dem Gelobten Land zu pilgern. Umgeben von vielen seiner
Ministerialen
trat er in Begleitung Herzog Welfs und des Grafen Friedrich von
Wittelsbach,
des Sohnes des genannten Pfalzgrafen
Otto, zu Anfang
des Jahres 1167
die
Reise an, gelangte nach Jerusalem und kam etwa nach Verlauf eines
Jahres
wieder glücklich in die Heimat zurück.
Gleich seinem Vater machte auch Burggraf
Heinrich
eine fromme Stiftung. Er gründete mit seinem Bruder
Otto das
Kloster Altmühlmünster, angeblich im Jahre 1155. Hierdurch
scheint
er bei der Geistlichkeit Vertrauen erweckt zu haben, denn bald darauf
ward
er von den Klöstern St. Emmeran und Prüfening als Vogt
aufgestellt.
Schon früh (1143) war ihm vom Bischof
Heinrich von Regensburg
die
Vogtei jedoch unter Beschränkung des Vogtdings über die
Güter
übertragen, welche das Kloster Prül in der Umgegend
besaß.
Vom Hochstift Regensburg selbst hatte er ein Gut zu Sinzig zu Lehen,
was
er 1145 an den Bischof Heinrich
gegen ein Gut zu Horben und einen
Weinberg
zu Winzer vertauschte.
Den Besitz seines Hauses scheint Burggraf
Heinrich bedeutend
vergrößert zu haben.
Schirstatt,
Stadtamhof, welches früher zum Nordgau gehörte, steht unter
seiner
Jurisdiktion und das Kloster St. Mang daselbst wurde zu einer all
jährigen
Abgabe von ihm verpflichtet. Unter ihm erhielt seine Familie
Güter,
welche sich das Mühlviertel herab bis nach Österreich
erstreckten
und zu denen auch ein Teil des Beinwaldes, welcher Reichslehen war,
gehörte.
Sie werden zur Mitgift seiner Gemahlin, der BABENBERGERIN Bertha,
gehört haben. Als der Burggraf seinen Anteil des Beinwaldes an
Otto
von Machland verkaufte, war die Einwilligung seines
Schwieger-Vaters und
König
KONRADS nötig; Otto von Machland übergab
denselben
1147 dem Kloster Waldhausen. Desgleichen schenkte der Burggraf mit
seiner
Gattin Bertha dem
Kloster St. Nicola bei Passau eine Forsthube
zu
Schwarza, von welchem Besitz, von welchem Besitz im Jahre 1136 sein
Schwieger-Vater
eine Schenkung an dasselbe Kloster gemacht hatte.
Burggraf
Heinrich III.
starb hochbetagt, spätestens im Jahre 1177. Im Necrolium
von
Obermünster zum 27. November wird der Tod eines Heinricus
praefectus
erwähnt, vielleicht ist Heinrich III.
gemeint. Zum letzten Male, wie es scheint, wird er als Zeuge einer
Urkunde
Graf Konrads von Dachau
für das Hochstift Freising genannt. Aus
seiner
Ehe mit der BABENBERGERIN Bertha,
welche um 1150 gestorben zu
sein
scheint, entstammen Friedrich,
Heinrich
und Adelheid,
Äbtissin von Obermünster in
Regensburg. Die weiteren
Kinder des Burggrafen
Heinrich III.
entstammen einer 2. Ehe mit einer Tochter des Grafen von Oettingen,
deren
Name unbekannt ist. Es waren Otto
und zwei Töchter, deren Namen
nicht
genannt werden; die eine wurde später dem Grafen Friedrich von
Hohenburg,
die andere dem Grafen Popo von Wertheim
vermählt.
1. oo Bertha von Österreich, Tochter des
Markgrafen
Leopold III.
1106 † 11.4.1150
2. oo N.N. von Oettingen
†
Kinder:
1. Ehe
Friedrich I. Burggraf von Regensburg
† 17.7.1181/82
Heinrich IV.
Burggraf von Regensburg
† 4.1.1185
Adelheid Äbtissin in Regensburg
† um 1180
2. Ehe
Otto IV.
Graf von Riedenburg
† nach 1185
Adelheid von Regensburg
†
oo Friedrich Graf von Hohenburg
† 26.1.1178
N.N. von Regensburg
†
oo Poppo I. Graf von Wertheim
um 1140 † 1212
Literatur:
-----------
Brandenburg Erich: Die
Nachkommen Karls des Großen Tafel 13 Seite 27,146 -
Lechner Karl: Die Babenberger. Markgrafen und
Herzoge von Österreich 976-1246,Böhlau Verlag
Wien-Köln-Weimar
1992, Seite 139,352 A 36;367 A 67 - Mayer
Manfred: Die Burggrafen
von Regensburg Seite
32 - Schwennicke
Detlev:
Europäische
Stammtafeln. Neue
Folge Band XVI, Bayern und Franken Tafel 79 - Wegener Dr. Wilhelm: GENEALOGISCHE
TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE Seite 166 - Weller
Tobias: Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert.
Seite 50,342,363-365,378-379,392,677,769,804 -