BABONEN
Die BABONEN bzw.
BARBONEN oder auch PAPONEN
waren ein weitverzweigtes altbayerisches
Adels-Geschlecht.
Bedeutung:
--------------
Ihr Stammvater war Babo I.,
ein Nachfahre der Babenberger
und Graf im westlichen
Donaugau [1 M.
Mayer: Geschichte der Burggrafen von Regensburg, 1883; F. Janner:
Geschichte der Bischöfe von Regensburg 1, 1883.].
Er erhielt vom Kaiser OTTO
II. vor 985 das Amt des Burggrafen
von Regensburg übertragen [2 Friedrich
Prinz (Hrsg.): Handbuch der Bayerischen Geschichte I, Seite 301.].
Er starb im Jahre 1020 (nach
anderen Quellen bereits 1001 oder 1002) und hatte einen sagenhaften
Kinderreichtum; insgesamt sollen ihm 32 Söhne und 8 Töchter
geboren worden sein [3 Adam
Rottler: Abensberg im Wandel der Zeiten, Seite 26.].
Außerdem stellten die BABONEN
auch einige geistliche Fürsten und stifteten die Klöster St.
Jakob in
Regensburg, das Kloster Walderbach am Regen und
das Kloster
Altmühlmünster. Der Hauptsitz der BABONEN war Stefling am
Regen. Daneben
erreichten die Babonen
die Herrschaft über Riedenburg. Otto von Riedenburg, ein Enkel
des kinderreichen Babo,
war der 17. Bischof von Regensburg
[4 Franz
Tyroller: Babonen. In: Neue
Deutsche Biographie (NDB). Band 1. Duncker & Humblot,
Berlin 1953, ISBN 3-428-00182-6,
Seite 481 (Digitalisat).].
Konrad
I. von Abensberg, von 1106-1147 Erzbischof von Salzburg war dessen
Ur-Enkel [5 Adam
Rottler: Abensberg im Wandel der Zeiten, Seite 31.].
Herrschaftsgebiete:
-----------------------
- Grafschaft im westlichen Donaugau (bis 1196)
- Regensburg (von 985 bis 1196)
- Landgrafschaft Stefling am Regen
- Riedenburg
- Abensberg
- Burg Altmannstein