Nach Hans C. Faußner Sohn des Graf Poppo
von Kühbach aus dem Hause
der BABENBERGER
und der Willibirg von Ebersberg,
Tochter von
Graf Ratold I. (†
20.1.919) und der Engelmut
Stief-Sohn von Graf Eticho II. Welf von Altdorf (†
982)
Neffe
von Vogt Ratold II. von Freising († 29.3.980), Graf Eberhard I. von Ebersberg (†
16.11.959), Graf Adalbero I. von Ebersberg († 10.9.969), Graf Sighard in Karantanien († nach 928)
Nach Michael Mitterauer war Babo
I. ein Nachkomme des 884 gefallenen WILHELMINERS Papo II.
Bosl’s Bayerische Biographie: Seite 1
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ABENSBERG,
BABO Graf von, Feldherr,
Staatsmann
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† um 1020
1. oo IRMGARDE
2. oo GERTRUD
Erster Bericht über den Kinderreichtum Babos
(32 Söhne, 8 Töchter) von Erzbischof
Konrad I. von Salzburg (1105-1147).
In der Folgezeit auch von anderen Historiographen, zum
Beispiel J. Aventinus.
Architektonisches Denkmal die von Graf Ulrich III. errichtete
Stadtmauer Abenbergs (1338), literarisch verewigt in O. Goldsmith‘ „Der
Landprediger“
Literatur:
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NDB 11; M. Peinkofer, Die 40 Kinde des Grafen Babo von
A. Kindersegen im alten Niederbayern – zweimal sieben Söhne
geboren,
in: HG 10,1976.
Schwennicke
Detlev:
Tafel 79
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"Europäische Stammtafeln. Neue
Folge Band XVI"
BABO I.
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† 5.III.
(1001-1002)
975-980 GRAF im WESTLICHEN DONAUGAU
983 BURGGRAF von REGENSBURG
1000
I. oo N.N.
†
II. oo N.N.
†
III. oo MATHILDE
1000
†
Tochter von (Ulrich
Graf im Schweinachgau) und Kunigunde
Abkunft unbekannt. eV.
975/80 Scheuer G Köfering AG Regensburg liegt in
der Grafschaft (im westlichen Donaugau) des Papo
nQ 8, 183 f n 201
c 983 Papo urbis prefectus
n Q 8, 192 f n 212 a
985/91 Papo comes
nQ 6, 79 ff n 92 f; IV.
1000 11/6 die Stadt
Regensburg liegt in der Grafschaft
des Grafen Papo DD 2, 798 n
37ß
† (1001/02) 5/3
Niedermünster:
Papo comes
St. Emmeram: Pabo comes
Weltenburg: Papo comes cum 30
filiis
7 filiabus ecr. 3, 290, 308,
372.
Gemahlinnen:
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sind mehrere anzunehmen;
vielleicht eine Schwester des
LIUDOLFINGERS
Herzog Otto von Bayern († 982), worauf der Name des
Sohnes
Liudolf
hindeutet; gesichert nur die letzte:
Mathilde c 1000, deren Mutter Kunigunde und
deren
Bruder Berthold hieß
nQ 8, 217 n 260; Kunigunde
muss eine Tochter
des Herzogs Berthold († 947) und Gattin des Grafen Ulrich im
Schweinachgau
gewesen sein. - Babo
erwähnt
in
der Lebensbeschreibung des Erzbischofs
Konrad I. von Salzburg SS
11,
63.
Die hier erzählte Vorführung der Söhne vor Kaiser
HEINRICH II.
ist offenbar legendär, da Babo,
dessen Regierung kaum mehr erlebt hat; andererseits kannte der
Fürst
Babo
und seine zahlreiche Nachkommenschaft sehr genau, da er
schon
seit 995 Herzog von Bayern war.
Babo I., der 976
als
Nachfolger von Markgraf Burchard zum Burggrafen von Regensburg berufen
wurde, hatte in der 2. Hälfte des 10. Jahrhunderts die
nordwestliche
Hälfte des alten Donaugaues erhalten. Er blieb der Nachwelt durch
seine umfangreiche Kinderschar in legendärem Gedächtnis:
Pabo
comes cum 30 filiis 7 filiabus vermerkt das Nekrolog des
Klosters
Weltenburg und auch die Vita des Erzbischofs Konrad I. von Salzburg
(1106-1147),
eines cognatischen Nachkommen, hält stolz die imponierende
Zeugungsfähigkeit
des Ahnherrn in legitimen Verbindungen fest: de cuius lumbisexerunt
triginta
filii et octo filiae, omnes
ex liberis matribus progeniti.
Des Burggrafen Abkunft, die der Forschung bisher
unbekannt
war, lässt sich erschließen. Die Ehe Willibirgs von
Ebersberg
mit dem WELFEN
Eticho, war
für
sie die dritte In erster Ehe war sie mit einem "BABONEN VON KÜHBACH"
verheiratet.
Dies ergibt sich daraus, dass in der Vogtei über das Hochstift
Freising
ein Babo Nachfolger von Willibirgs Halb-Bruder Ratold wurde und
dieser
Babo nur ein Sohn von ihr
sein kann; denn die Vogtei konnte auf Babo
rechtlich
nur durch Abkommenschaft, nicht durch Verschwägerung
übergehen.
Die Hochvogtei war iure hereditario
überlassen, und es war
üblich,
dass der jeweils älteste männliche Nachkomme des
Ersterwerbers,
des "dinglichen Stammesvaters", die Vogteigerechtigkeit innehatte. So
ging
die Freisinger Hochsvogtei von Ratold
auf seinen Schwester-Sohn Babo
und
von diesem auf seinen Sohn Oudalscalch
über.
Babo
war über
seine Mutter
Willibirg versippt mit
den BURCHARDINGERN. Sie
wird
im Ebersberger Chronicon als amita,
Base oder Muhme Bischof Ulrichs von
Augsburg bezeichnet und ihr Bruder Adalbero war verheiratet mit
Liutgart,
wohl einer Tochter der gleichnamigen Schwester des Bischofs, der seiner
Nichte 8. Kind aus der Taufe hob: baptizans
equivocum sibi fecit. Die
nahe
Verwandtschaft Bischof Ulrichs über seine Mutter Dietpirch zu
Herzog
Burchard I. ist
bekannt. Die entscheidende Verwandtschaft zu den
HUNFRIDINGERN
aber dürfte durch Willibirgs,
Eberhards und Adalberos
Mutter
Engelmut begründet
worden sein. Von ihr, einer nahen Verwandten
der
Herzogin Reginlind, kamen an die EBERSBERGER Besitzungen um
den
Zürichsee,
die sie zur Mitgründer-Familie des Klosters Einsiedeln machten und
sie im dortigen Jahrzeit aufnehmen ließen. So waren Ita
und
Babo,
beide von der Mutterseite her miteinander verwandt.
Kinder aus Graf Babos
1. Ehe kennen wir aus den Traditionsnotizen des Klosters
Kühbach:
Graf Uodalscalc, seinen Bruder Adalpero, seine Schwester Liutkart und
Hilta
und seinen Neffen Babo.
Babo
überlebte seine Gemahlin Ita und verheiratete
sich
erneut, wahrscheinlich mit deren Nichte Mathilde.
Itas Todestag
zum 16. Oktober vermerken das Nekrolog des WELFEN-Klosters
Weingarten und die Nekrolognotizen des Klosters Niedermünster zu
Regensburg.
Einer seiner Söhne wurde Mönch zu St.
Emmeran,
er selbst begab sich zur Wallfahrt nach Rom. Er wurde in einer Urkunde
vom 11.6.1000 zum letzten Male erwähnt, in einer des November 1002
schon sein Sohn
Ruprecht,
der ihm in Grafschaft und Stadtpräfektur gefolgt war.
Mayer Manfred: Seite 18
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"Die Burggrafen von Regensburg"
Burggraf Pabo
erscheint
zum ersten Mal urkundlich 970 als Zeuge bei der Schenkung eines Gutes
in
Reginpoldinchova
(Rempelkofen), in seiner Grafschaft gelegen, an St. Emmeran. Auch in
einer
Urkunde Kaiser OTTOS
II. vom 5.
Juni
983 wird er als Graf im Donaugau
erwähnt. An St. Emmeran schenkte
Pabo,
bald nachdem dessen Sohn Liudolf,
der dem geistlichen Stande bestimmt war, dort als Mönch
eingetreten
war und er selbst nach Rom reisen wollte, eine Waldparzelle, die er aus
dem Gemeindeforst, genannt der Nordwald, ausgebrochen und mit seinem
Allodialbesitz
Steveningen vereinigt hatte. Damals wurde auch ein Streit mit dem
nämlichen
Kloster geschlichtet, der dadurch entstanden war, dass der Burggraf die
Leute des Klosters nicht über seine Gründe fahren lassen
wollte,
wenn sie im Gemeindewald Holz holten. Er gestattete nämlich dem
Kloster
nicht nur einen Weg in den Gemeindewald für dessen Holzfuhrwerke,
sondern schenkte ihm auch zwei Tagwerke auf dem linken Ufer des Regens
bei
Maganesbach (Untermainsbach), um das Holz bis zur Triftzeit daselbst
lagern
zu können.
Lebenden genannt, eine andere vom 16. November 1002
erwähnt
schon seinen Nachfolger. Das Necrologium von St. Emmeran setzt den Tod
eines
Grafen Pabo
auf den 6. März. Ist hierunter Graf
Pabo, der Ahnherr des Geschlechtes der Burggrafen
von
Regensburg,
zu verstehen, so starb er am 6.
März 1001 oder 1002.
Vermählt war er mit Mathilde, nach der
gewöhnlichen,
aber durchaus nicht erweislichen Annahme einer Tochter des Grafen
Berthold
II. von Scheyern. Mit dieser schenkte er gemeinsam das Gut
Gundershausen
bei Abbach, welches Mathilde
von ihrer Mutter Kunigunde
erhalten
hatte, dem Kloster St. Emmeran zur Erlangung einer Grabstätte in
demselben
und zum Seelenheil für sich, und Mathildes Bruder Berthold.
Papo
hinterließ zwei Söhne,
Ruotpert
und
Liudolf. Liudolf
war, wie erwähnt, Mönch
im Kloster St. Emmeran. Ruotpert
folgte seinem Vater im Amte und zwar sowohl im Komitat als in der
Burggrafschaft.
KRAMER
FERDINAND - STÖRMER
WILHELM (HG.): Seite 20
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"Hochmittelalterliche Adelsfamilien in Altbayern, Franken
und Schwaben"
Ein anderes Beispiel: Die Weltenburger Überlieferung sagt
über den Regensburger Burggrafen Babo I. (um 1000) aus, er habe
30
Söhne und 7 Töchter gehabt [54 TYROLLER, Genealogische
Tafeln
(wie Anm. 10) 165.]. Das war sicher etwas Außergewöhnliches.
Über deren Schicksal erfahren wir nichts.
Nach D. Schwennicke:
1. oo N.N.
†
2. oo N.N.
†
3. oo Mathilde vom Schweinachgau, Tochter
des
Grafen Ulrich
†
Mathilde war über ihre Mutter eine Enkelin des
Herzogs
Berthold von Bayern.
Kinder:
Ruprecht Burggraf von Regensburg
†
1035
3. Ehe
Liudolf
Mönch in St. Emmeram
†
nach 996
1. oo 2. Ita von Schwaben, Tochter des
Herzogs
Konrad
† 16.10.
2. oo Mathilde, Nichte Idas
† 991
Kinder:
1. Ehe
Udalschalk
†
Adalbero
†
Liutkart
†
Ihr Enkel war Otto von Scheyern, der Ahnherr
der
WITTELSBACHER.
Hilta
†
Liudolf
†
2. Ehe
Babo
†
Rutprecht Burggraf von Regensburg
† um 1035
Literatur:
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Faußner Hans C.: Zur Frühzeit
der
Babenberger in Bayern und Herkunft der Wittelsbacher - KRAMER
FERDINAND - Hlawitsschka
Eduard: Konradiner-Genealogie, unstatthafte Verwandtenehen und
spätottonisch-frühsalische Thronbesetzungspraxis Seite 35,38 - Hlawitsschka Eduard:
Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des 11.
Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands. Zugleich
klärende Forschungen um "Kuno von Öhningen" Seite 100 - STÖRMER
WILHELM (HG.): Hochmittelalterliche Adelsfamilien in Altbayern, Franken
und Schwaben Seite 20 - Mayer Manfred: Die Burggrafen von Regensburg Seite
18 - Schmid Karl: Gebetsgedenken und
adliges Selbstverständnis
im Mittelalter. Ausgewählte Beiträge, Jan Thorbecke Verlag
Sigmaringen
1983, Seite 168,170 -
Schwennicke
Detlev:
Europäische
Stammtafeln. Neue
Folge Band XVI, Bayern und Franken Tafel 79 - Wegener Dr. Wilhelm: GENEALOGISCHE
TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE Seite 165 -