Sohn eines der drei BABENBERGER-Brüder
(Adalbert?)
Vetter von König
HEINRICH
I. und Enkel des Markgrafen
Heinrich
(† 20.8.886)
Bosl’s Bayerische Biographie: Seite
324
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Heinrich, fränkischer Adeliger
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Vater:
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Heinrich,
BABENBERGER (†
903 im Kampf gegen die
KONRADINER)
912-934 bezeugt, in der Umgebung der Könige
KONRAD I. und HEINRICH I.
(„dilectus comes et propunquus noster“,
„comes illustris“).
(?) Vermittler zwischen KONRAD
und dem Sachsen-Herzog und nachmaligen König
HEINRICH I.
(?) seit 923 königlicher Beauftragter im
Volkfeld
und Radenzgau.
(?) Vater
des Trierer
Erzbischofs Heinrich (956-964) und des Würzburger
Bischofs Poppo I. (941-961), aus Ehe mit alemannischer
Adeligen.
Wird als Stammherr der SCHWEINFURTER
Grafen und
jüngeren
BABENBERGER angesehen.
Literatur:
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A. Friese, Studien zur Herrschaftsgeschichte des
fränkischen
Adels, 1979.
Am 25. Juni 934 ließ HEINRICH I. in Nordhausen auf Bitten des Grafen Heinrich eine Schenkungsurkunde für einen Grafen Siegfried ausstellen, die ihn den königlichen Besitz in Gröningen, Kroppenstedt und Emmundorp in seiner Grafschaft zuwies. Bemerkenswert an der Gründungsurkunde ist die Aufführung der gesamten königlichen Familie. Vielleicht stand mit dem guten Verhältnis des Grafen Siegfried zum Königshaus auch jene Intervention des zuvor genannten Grafen Heinrich im Zusammenhang. Allem Anschein nach handelte es sich bei ihm um den BABENBERGER Grafen Heinrich, der aus den Urkunden KONRADS I. bekannt ist. Er war mit dem Grafen Heinrich identisch, der in einem Diplom HEINRICHS I. fidelis et dilectus comes et propinquus noster genannt wurde. Die Intervention des fränkischen BABENBERGER, der eine Hauptstütze HEINRICHS I. war, für den sächsischen Grafen besagt, dass Siegfried in guter Beziehung zu ihm stand. Vielleicht wurde das Verhältnis zwischen Graf Heinrich und Siegfried durch dessen Gattin hergestellt.
Lechner Karl: Seite 41
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"Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich
976-1246"
K. Reindel hat übrigens die österreichischen
BABENBERGER
seinen LIUTPOLDINGERN nicht
zugezählt. Entscheidend für die
Ableitung
Markgraf Liutpolds wie auch Bertholds vom altbabenbergischen
(popponischen)
Haus war die Annahme, dass sie als "Brüder",
wie man überwiegend noch heute meint, von einem fränkischen Grafen
Heinrich abstammen, der von 912 bis 934 in
Königsurkunden
aufscheint. Er wurde als Sohn des 906
hingerichteten "altbabenbergischen"
Adalbert
angesehen, wodurch der Name "Heinrich" auch auf die Söhne
beider
"Brüder"
Berthold und Liutpold gekommen sei. Seit dem 14.
Jahrhundert nahmen
österreichische
Quellen in Weiterführung Ottos
von Freising die Herleitung des
österreichischen
Markgrafen von einem nobilissimo
comite Babenbergensi de genere
Francorum
an. Wir haben aber nur geringe Belege dafür, dass die österreichischen
"BABENBERGER"
am Ober-Main Besitz hatten. Auch die Besitzungen der SCHWEINFURTER deckten
sich durchaus nicht mit denen der alten
BABENBERGER
vor 906. Darauf hat schon Friedrich Stein, selbst ein
Franke,
seit 1872 in immer neuen Aufstellungen hingewiesen. Er hat daher die
Abkunft
der "jüngeren
BABENBERGER"wohl
aus Ost-Franken, aber von einem anderen, allerdings verwandten
Geschlecht
angenommen, und als Vater der beiden "Brüder"
Berthold von
Schweinfurt
und Liutpold von
Österreich einen Grafen
Heinrich angenommen, eben
jenen,
den Geldner für einen Sohn Adalberts hielt.
Der Name Heinrich
bei den SCHWEINFURTERN
und den österreichischen
"BABENBERGERN"
ist
auch auf andere Weise zu erklären, als durch die Abstammung von
einem
nicht recht fassbaren
Grafen Heinrich als
Sohn des 906 hingerichteten
Grafen Adalbert. Der Name
"Adalbert"
aber tritt erst spät, beim jüngsten der vielen Söhne des
österreichischen Markgrafen
Leopold auf.
oo N.N.
†
Kinder:
Poppo I. Bischof von Würzburg
(941-961)
†
14./15.2.961
Seburg (Seburhc)
†
1.6.
Heinrich Erzbischof von Trier
(956-964)
† 3.7.964
Literatur:
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Dümmler Ernst: Geschichte des
Ostfränkischen
Reiches. Verlag von Duncker und Humblot Berlin 1865 Band II Seite 520 -
Lechner
Karl: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich
976-1246,
Böhlau Verlag Wien-Köln-Weimar 1992, Seite 41,43 -
Glocker
Winfrid: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik.
Böhlau Verlag Köln Wien 1989 Seite 351,357 - Offergeld Thilo: Reges pueri. Das
Königtum
Minderjähriger im frühen Mittelalter. Hahnsche Buchhandlung
Hannover
2001 Seite 606 - Schwennicke, Detlef:
Europäische
Stammtafeln.
Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge
Band
III Teilband 1, Herzogs- und Grafenhäuser des Heiligen
Römischen
Reiches und andere europäische Fürstenhäuser, Verlag von
J.A. Stargardt Marburg 1984 Tafel 54 -
FAUSSNER