Partenheimer Lutz: Seite 22-25,35,48,175,205,208-213,217,220,257
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"Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt."

Esicos Sohn und Nachfolger war Adalbert. Er erscheint zwischen 1063 und 1074 elfmal in den Quellen. 1063 wird er in drei Urkunden König HEINRICHS IV. einmal als Graf im Nordthüringgau [An Orten werden genannt: Hohen- oder Niederndodeleben und Irxleben (westlich von Magdeburg); Detzel (nordwestlich von Haldensleben) sowie Sohlen (südlich von Magdeburg) (D H IV., Nr. 107; UBM, Nr. 150; CDA 1, Nr. 139; UBM, Nr. 150). - Vgl. aber Gerd Heinrich: Die Grafen von Arnstein (MDF 21). Köln/Graz 1961, Seite 294f., Anm. 1339, der bestreitet, daß hier Adalbert von Ballenstedt gemeint ist.] und zweimal als Graf im Schwabengau genannt. Mit dieser Bezeichnung erwähnen ihn auch zwei weitere Herrscherdiplome, eines aus dem Jahre 1064, das andere von 1073 [Im Schwabengau erscheinen als Orte in Adalberts Grafschaft 1063 Aderstedt (westlich von Bernburg) (D H IV., Nr. 110; CDA 1, Nr. 140) und Reinstedt (westlich von Aschersleben) (D H IV., Nr. 117; CDA 1, Nr. 141), 1064 Rieder (südlich von Quedlinburg) und Bicklingen (wüst am Bicklingbach zwischen Quedlinburg und Rieder, dort auf halbem Weg zwischen beiden Orten noch die Ruine der "Bicklinger Warte") (D H IV., Nr. 130 (10. Juli); CDA 1, Nr. 142 (11. Juli) und 1073 Asmarsleben (wüst nördlich von Ballenstedt, dort beim Vorwerk Asmusstedt Flurname "Dorfstelle", siehe dazu auch H. Assing: Köthen (wie EN 13), Seite 184 mit Anm. 67), Welbsleben (südlich von Aschersleben), Badeborn (nördlich von Ballenstedt) Westholze, Rothallasburc (nach E. Weyhe: Landeskunde (wie EN 55, Band 2, Seite 590) in Verbindung mit Seite 661, wüst Rolesesborch, heute Roseburg zwischen Rieder und Ballenstedt) und Emmelestorp (eventuell Amesdorf zwischen Aschersleben und Bernburg, so A. Schroeder: Grundzüge (wie EN 57), Seite 25 (D H IV., Nr. 261; CDA 1, Nr. 146).]. Letztere Urkunde überliefert erstmals askanischeGrafenrechet im Ballenstedter Raum. 1069 bezeugte Adalbert zu Mühlhausen einen Vertragsabschluß zwischen Erzbischof Siegfried I. von Mainz und Abt Widerad von Fulda über Zehnten aus Thüringen.
Im gleichen Jahr lehnte er sich im Streit um die Thüringer Hinterlassenschaft des 1067 söhnelos gestorbenen Markgrafen Otto von Weimar-Orlamünde gemeinsam mit Markgraf Dedi II. von der Ostmark aus dem Hause WETTIN - der Ottos Witwe Adela von Löwen geheiratet hatte - gegen den König auf. Dabei spielte sicher die Ehe Adalberts, der mit Ottos Tochter Adelheid vermählt war eine große Rolle. Adelheid, die nur zwei Schwestern besaß, von denen eine kinderlos blieb, während der anderen in drei Ehen lediglich Töchter beschert wurden, hatte den ASKANIER gewiß schon als Mitgift weimar-orlamündische Güter zugebracht [Von Adelheids zwei Schwestern heiratete Oda Markgraf Ekbert II. von Meißen, der 1090 - angeblich bei der Selkemühle (unter der Burg Anhalt) - erschlagen wurde. Die Ehe blieb kinderlos. Kunigunde war in erster Ehe mit Großfürst Izjaslaw von Kiew, nach dessen Tod (1078) mit Kuno von Beichlingen, ermordet 1103 (Brüder: Heinrich der Fette von Northeim (nördlich von Göttingen) und Siegfried III. von Boyneburg (Burg südlich von Eschwege), und dann mit Wiprecht von Groitzsch (südlich von Leipzig) verheiratet. Aus der Ehe mit dem Großfürsten ging eine Tochter hervor, die einen Grafen Günther, wohl einen KÄFERNBURGER, heiratete. Kunigunde die Jüngere, Tochter aus der Vermählung mit dem BEICHLINGER, ehelichte Wiprecht den Jüngeren von Groitzsch, ihre Schwester Adela den Grafen Dietrich von Katlenburg, nach dessen Tod (1106) den Grafen Helperich von Plötzkau. Aus der dritten Verbindung Kunigundes der Älteren - mit Wiprecht dem Älteren - gingen vier Töchter hervor (Annalista Saxo zu 1062, MG SS 6, Seite 693; Hans Patze/Walter Schlesinger (Hg.): Geschichte Thüringens. 2. Band, 1. Teil: Hohes und spätes Mittelalter (MGF 48/2/2/1). Köln/Wien 1974, Seite 180). Graf Adalbert konnte sich also nicht über Mangel an erlauchten Schwägern beklagen.], [Richtigstellung: Die vier Töchter Kunigundes der Älteren sind ihrer zweiten Ehe mit Kuno von Beichlingen zuzurechnen] wenn wir auch deren Lage nicht kennen. Vermutlich versuchte Adalbert nun, als Gemahl seiner Frau Anspruch auf Ottos Hinterlassenschaft oder zumindest Teile davon zu erheben.
Vielleicht steht ein überlieferter Brief des Paderborner Domkapitels an den König mit Adalberts Parteinahme gegen HEINRICH im Jahre 1069 in Zusammenhang. Darin bitten die geistlichen den Herrscher unter anderem  um die Rückgabe eines Gutes Haion an der Saale, das ihnen Graf Adalbert entrissen habe. Als dann HEINRICH IV. nach Thüringen zog und die von Dedo besetzten Burgen Beichlingen und Scheidungen nahm, mußte mit dem WETTINER auch Adalbert, der die Reichsabtei Nienburg in seine Gewalt gebracht hatte und sich die königlichen Güter der Umgebung dienstbar zu machen suchte, kapitulieren. Beide wurden einige Zeit in Haft genommen [Über Dedis Erhebung berichtet der Chronist Lampert von Herfeld (MG SS rer. Germ. 38), Seite 106-108. Daß Adalbert beteiligt war, melden die Annalen des bayerischen Klosters Niederaltaich zum Jahre 1069 (MG SS rer. Germ. 4), Seite 77: Nec mora, urbem quandam, nomineScidingun, episcopi Babenpergensis, marchio (Dedi II. von der Ostmark - L.P.) occupavit, Adalbertus autem regiam abbatiam, Nienburg dictam, invasit et praedia regis, quae in circuitu erant, sibi servire coegit. Siehe zum Sachverhalt auch S. Pätzold: Wettiner (wie EN 40) Seite 18-21, mit ausführlichen Quellenzitaten. - H. Beumann: Kloster Hecklingen (wie vorige EN), Seite 249, vermutet im Aufstand des WETTINERS und des BALLENSTEDTERS eine Reaktion auf die Einrichtung der Grafschaft Plötzkau in Zusammenhang mit der Burgenpolitk HEINRICHS IV. Dieser hatte die Herren von Kakelingen (Wüstung westlich von Staßfurt) mit den neuen Amt belehnt.]. 1073 war der Sachsenaufstand gegen HEINRICH IV. ausgebrochen. Dessen Burgenbau im Harz brachte besonders die Fürsten gegen den Herrscher auf, die in dieser Region ebenfalls Besitzungen hatten und an deren Erweiterung und innerer Festigung arbeiteten. Das waren vor allem der Erzbischof von Magdeburg, der Bischof von Halberstadt, der Herzog von Sachsen sowie die Markgrafen von der Nordmark, der Ostmark und Meißen. Otto von Heinemann dürfte recht haben, wenn er annimmt, daß der ASKANIER schon wegen der Lage seiner Güter und der verwandtschaftlichen Bindungen auf seiten der Opposition stand. Wichtiger ist aber die Erwähnung eines Grafen Adalbert unter den sächsischen Fürsten, die 1073 dem König entgegentraten, in den Annalen Lamperts von Hersfeld. In den späteren Quellen iszt in dem Zusammenhang von Adalbertus marchio de Ballenstede die Rede, wobei der Markgrafentitel offensichtlich auf einem Irrtum des Schreibers - zum Beispiel einer Verwechslung mit dem Enkel Albrecht dem Bären beruht. Adalberts Schwiegermutter war nach Lampert stark an der Anfachung des Aufstandes beteiligt.
In die Jahre um 1073 fallen drei Zeugnisse, die den ASKANIER mit dem Kloster Nienburg verbinden. Das eine Schriftstück ist die schon erwähnte Erlaubnis Adalberts für das Stift - als dessen Vogt mit ihm hier erstmals ein  Angehöriger des Hauses ANHALT bezeichnet wird -, in der Landschaft Nizizi Bauholz schlagen zu lassen [CDA 1, Nr. 147. - H. Assing: Köthen (wie EN 13), Seite 182, macht wahrscheinlich, daß den ASKANIERN die Übernahme der Nienburger Vogtei erst zu diesem Zeitpunkt gelang. Vielleicht hat sie Adalbert als Ergebnis seines Gealtaktes gegen die Reichsabtei aus dem Jahre 1069 (siehe EN 105) behauptet oder diesen in Zusammenhang mit dem Ausbruch des Sachsenaufstandes wiederholt, und er bzw. seine Nachfahren konnten später die Legalisierung der eventuell derart erpreßten Vogtei erreichen. Spätestens dadurch war der Familie auch der Weg nach Osten gewiesen, denn das Kloster hatte um 1000 vom Königtum umfangreichen Besitz in der Nieder-Lausitz bekommen und nach den durch die folgenden Polenkriege für diesen Raum anzunehmenden Verwüstungen zumundest den ANspruch darauf auch in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts aufrechterhalten. Sie dazu D. Claude: Magdeburg 2 (wie EN 26), Seite 326-330, und Gertraud Eva Schrage: Das Kloster Nienburg an der Saale und die Niederlausitz. Ein Beitrag zur mittelalterlichen Siedlungs- und Verfassungsgeschichte. In: Niederlausitzer Studien 28/1997, Seite 147-157. - Im Gau Niziz befanden sich auch die zwei kleinen Slawendörfer Nauzedele und Nimiz (östlich von Dessau), die nach einer Urkunde Abt Arnolds von Ballenstedt aus dem Jahre 1159 zum Teil durch die Vorfahren Albrechts des Bären an den Konvent gekommen waren (siehe unten Seite 144 mit EN 1235). Wenn der Plural stimmt - also mindestens zwei Ahnen des Markgrafen - müßte spätestens seine Großvater dort gelegene Güter dem Ballenstadter Stift überlassen haben.]. Darüber hinaus ist die Quelle noch in vielerlei Hinsicht bedeutsam: Einmal handelt es sich um die erste überlieferte Urkunde, die ein ASKANIER ausstellen ließ, zum anderen existiert sie im Original, auf das zudem das älteste erhaltene Siegel eines Angehörigen der Familie aufgedrückt wurde, und schließlich erscheint hier der am weitesten im osten gelegene Besitz des Hauses vor Albrecht dem Bären. Die zweite Notiz verzeichnete verschiedene Stiftungen, die Adalbert dem Nienburger Kloster zum Andenken an seine Eltern überwies. Auch hier ist der zugestandene Holzeinschlag in der Provinz Niziz erwähnt, außerdem die Übertragung eines Ortes Huckno. In die gleiche Zeit gehört eine weitere Urkunde des ASKANIERS, in der er die Ballenstedter Propstei, die ihm nach Erbrecht gehörte, dem Kloster Nienburg überträgt, wobei er sich und seinem Sohn [Zu dem Zeitpunkt hatte er also erst einen Sohn, wahrscheinlich Otto. Dazu gleich weiter unten Seite 25 mit EN 124. die Vogtei vorbehält [CDA 1, Nr. 148. Diese Handlung des Grafen Adalbert müßte vor dem 26. Juli 1073 erfolgt sein, denn an dem Tag heißt es in einem Diplom des Königs, daß die Ballenstedter Kirche der Abtei Nienburg gehörte (D H IV., Nr. 261; CDA 1, Nr. 146). - Gerlinde Schlenker: Mittelalterliche Klöster im westlichen Anhalt, vor allem Ballenstedt. In: Christof Römer (Hg): Anhaltischer Harz. Profile und Kultur einer historischen Landschaft vom Hochmittelalter bis zum 19. Jahrhundert (Harz-Forschungen, Forschungen und Quellen zur Geschichte des Harzgebietes 12). Berlin 2000, Seite 87-99, hier Seite 90, wertet die Überweisung des Klosters Ballenstedt an die Nienburger Abtei durch Graf Adalbert als mögliche Sühne für seine Gewalttaten gegen das Reichskloster. Sie fügte hinzu: "Wie lange diese Schenkung in Kraft blieb, ist nicht bekannt." Auf der nächsten Seite heißt es jedoch: "Im Ergebnis des Wormser Konkordats erfolgte die Loslösung des Ballenstedter Klosters von der Abtei Nienburg und seiner Verselbstänmdigung durch die Umwandlung in ein von der Halberstädter Diözesangewalt exemptes Kloster." Siehe unten Seite 131 mit EN 170.]. Schließlich ist ein Schreiben des Papstes an den Grafen und dessen Gemahlin aus dem Jahre 1074 überliefert, in dem Gregor VII. beide auffordert, die kirchlichen Vorschriften in bezug auf solche Priester zu beobachten, die der Simonie und der Liederlichkeit schuldig seien.
Kehren wir zum Sachsenaufstand zurück: Mit den anderen rebellierenden Fürsten mußte sich auch Graf Adalbert im Oktober 1075 dem siegreichen König unterwerfen. In diesem Zusammenhang nennt ihn - wenn der ASKANIER gemeint ist - Adelbertus comes de Turingia [Lampert von Hersfeld (MG SS rer. Germ. 38) zu 1075, Seite 238. Allerdings haben wir keine Sicherheit, daß der Chronist hier wirklich an den ASKANIER und keinen anderen, sonst unbekannten thüringischen Grafen dachte (so auch Walter Schlesinger: Die Entstehung des Landesherrschaft. Untersuchungen vorwiegend nach mitteldeutschen Quellen (Sächsische Forschungen zur Geschichte 1). Dresden 1951 (ND Darmstadt 1964), Seite 175). - Andere Adlige erhalten in den damaligen Quellen ebenfalls zuweilen den Titel eines Grafen von Thüringen, so zum Beispiel 1108 in einer Königsurkunde Wiprecht von Groitzsch (comes Wicpertus de Thuringia) (Dobenecker 1, Nr. 1043). Hier könnte dessen Ehe mit Kunigunde von Orlamünde (siehe EN 103) eine Rolle gespielt haben. 1109 bezeichnete Bischof Reinhard von Halberstadt einen gewissen Wichmann als comes de Thuringia nepos meus (Dobenecker 1, Nr. 1053). 1114 nennt die Urkunde Kaiser HEINRICHS V. (siehe EN 107) den Grafen Erwin (von Tonna) comes de Turingia.]. Das dürfte dann wohl weniger auf Adalberts Grafenamt im alten Nordthüringgau zurückzuführen sein, als vielmehr darauf, daß er durch seine Gemahlin bereits Besitzungen in Thüringen übernommen hatte [Für Otto von Heinemann: Albrecht der Bär (wie EN 1), Anm. 77 auf Seite 307 f., gelangten zumindest größere Teile des Orlamünder Komplexes des Weimer-Orlamünder Herrschaftsgebietes schon vor dem Tod des letzten Weimarer Grafen (1112) an Adalberts Sohn Siegfried.].
Der ASKANIER wird mit anderen Aufrührern in die vom Chronisten geschilderte Haft genommen und 1076 freigelassen worden sein. Denn in diesem Jahr verließen den inzwischen gebannten König nun auch viele Fürsten außerhalb achsens, darunter solche denen HEINRICH IV. die Besiegten zur Verwahrung übergeben hatte. Nach Hause zurückgekehrt, mußte Adalbert gewiß feststellen, daß sich die Anhänger des Königs, mit deren Hilfe der die Aufständischen im Jahr zuvor besiegt hatte, inzwischen auch an den askanischen Besitzungen vergriffen hatten. Vielleicht beim Versuch, diese Güter zurückzuerlangen, wurde der Graf von Egino dem Jüngeren von Konradsburg erschlagen [Annalista Saxo zu 1062 (MG SS 6, Seite 693): Adelheidis (Tochter Graf Ottos von Weimar-Orlamünde, des Markgrafen von Meißen) vero coniuncta fuit Adalberto comiti de Ballenstide, quem Egeno iunior de Conradesburch, filius Burchardi, nepos Egenonis senioris, campane sono proditum, superveniens interfecit. Zu 1117 berichtet der Sächsische Annalist (ebenda, Seite 754): Nam Egeno senior de Conradesburch genuit Burchardum seniorem; Burchardus gennuit Egenonem, qui interfesit Adalbertum comitem de Balenstide ... Diese Information haben die Magdeburger Annalen (MG SS 16, Seite 182) zum gleichen Jahr übernommen. - Hierbei handelte es sich vermutlich um den gleichen Egeno, der 1070 den Bayern-Herzog Otto von Northeim vor König HEINRICH IV. anklagte (Otto von Heinemann: Albrecht der Bär (wie EN 1), Seite 21, zustimmend H. Beumann: Kloster Hecklingen (wie EN 104), Seite 249f.). - Die Konradsburg, auf der spätestens zu Beginn des 12. Jh. ein Kloster entstand, liegt zwischen Ballenstedt und Aschersleben südlich von Ermsleben, also inmitten askanischer Besitzungen. Die KONRADSBURGER sind die Vorfahren der vom 12. bis zu ihrem Aussterben im 14. Jh. auf der Burg Falkenstein über dem Selketal sitzenden Grafen von Falkenstein. Von der Ruine der Burg Anhalt ist der Bergfried des knapp 10 km östlich liegenden Falkensteins zu sehen.].
Da der sehr ausführlich über die Ereignisse jener Zeit im Harzraum und in Thüringen berichtende Lampert den Mord nicht erwähnt, schloß Leopold von Ledebur, daß die Tat frühestens 1077 erfolgt sein könne, denn mit Informationen zu diesem Jahr enden die Aufzeichnungen des Chronisten. Und weil ab 1083 Adalberts Söhne ohne Erwähnung ihres Vaters in den Quellen auftreten, starb der zweite bekannte ASKANIER anscheinend zwischen 1077 und 1083. Auch sein Grab befindet sich vermutlich im Kloster Ballenstedt.

Auf persönliche Anfrage an den Autor:

Warum Adalbert erschlagen wurde, sagen die Zeugnisse leider nicht, nur daß er von Egino von der Konradsburg - "vom Klang einer Glocke" - verraten, getötet wurde. Darüber ist schon viel gerätselt worden. Egino soll evtl. der Egino sein, der Otto von Nordheim vor König HEINRICH IV. des Hochverrats zieh. Dieser Ankläger soll später blind geworden und ein elendes Dasein gefristet haben. Man vermutet, daß Adalbert, aus der Gefangenschaft bei HEINRICH IV. zurückgekehrt, mit Egino, der als Parteigänger des SALIERS vielleicht inzwischen askanische Besitzungen an sich gerissen hatte, in Fehde geriet. Vielleicht in einen Konradsburger Hinterhalt geraten, versteckte er sich - in einem Kirchturm hinter der Glocke???, und irgendein Glockenklang soll dem Blinden Adalberts Versteck verraten haben. Das sind aber nur Mutmaßungen in der älteren Literatur.