Ältester Sohn des Grafen
Otto von Hochstaden und der Adelheid von Hochstaden, Tochter
von Graf Gerhard II.
Dietrich leistete Kaiser HEINRICH VI. wichtige Dienste mit Waffen und Geld (bei der Belagerung von Neapel 1191).
Csendes Peter: Seite 104
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"Heinrich VI."
Hatte 24 Jahre zuvor FRIEDRICH I. das Land nahezu fluchtartig verlassen, war sogar die Kanzlei, also seine engste Umgebung, praktisch nicht mehr vorhanden gewesen, so entwickelte man nun aus der Situation heraus eine neue Organisationsform, die sogar die kommenden Jahre überdauern sollte. Magister Heinrich, der bewährte Mitarbeiter der letzten Jahre, übernahm als Protonotar die Gesamtleitung der Kanzlei. Das Kanzleramt wurde nicht wiederbesetzt. Es war sicherlich auch eine glückliche Fügung, dass die verläßlichsten weltlichen Stützen des Kaisers wie Dietrich von Hochstaden, Boppo von Wertheim oder Robert von Düren überlebt hatten.
Toeche, Theodor: Seite 221,228
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"Kaiser Heinrich VI." Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Darmstadt 1965
Graf Dietrich von Hochstaden
war einer der Ersten gewesen, die aus der Hand Heinrichs von Albano das
heilige Kreuzzeichen empfangen hatten. Zwei Jahre hatte er dann mit dem
Aufbruch gezögert. Endlich, als er auf dem Wege nach Palästine
den Kaiser bei der Belagerung von Neapel antraf, hatte er die Kreuzfahrt
ganz aufgegeben, die Leiden des Heeres mit dem Kaiser geteilt und war,
stets an HEINRICHS Seite, nach Deutschland
zurückgekehrt. Die Tapferkeit und Klugheit, die er in jener
unglücklichen Zeit im Felde und im Rat oft hatte bewähren können,
hatten ihm des Kaisers Vertrauen und Neigung verschafft. Dieser Mann schlug
demselben seinen Bruder
Lothar zum Bischof vor. Alle Gründe, mit welchen er seine
Empfehlung stützte, waren einleuchtend: die kaiserlichen Interessen
bedurften in jenen Grenzlandschaften, wo des Reiches Autorität durch
Frankreichs Nähe und durch mächtige, nur teilweise vom Kaiser
abhängige und ihm feindlich gesinnte Vasallen ohnehin geschwächt
war, eines kräftigen und wachsamen Vertreters.
Am 24. November 1192 wurde Bischof Albert von Lüttich
im Reims ermordet. Zum Kaiser seien die Mörder geflohen, hätten
des Bischofs Roß als Siegeszeichen vorgeführt und am Hofe Schutz
und Lohn gefunden. Graf Dietrich von Hochstaden
habe in Balduins Landen, dicht an der Lütticher Grenze verwilt, und
noch 5 Tage vor dem Morde hätten die Täter mit ihm Rats gepflogen.
Ein schwerer Verdacht lastet auf HEINRICH VI.;
kaum ist zu zweifeln, daß diese Untat seinen Namen befleckt. Er hat
zwar eidlich jede Kunde abgeschworen: aber den ebenso gewichtigen Eiden
des Grafen von Hochstaden haben schon die Zeitgenossen keinen Glauben geschenkt.
es wäre möglich, daß die Mörder nur von der Partei
Hochstadens
angestiftet waren. Aber ohne Wissen des Kaisers unternahm sein Günstling
sicherlich nichts.
oo Liutgard von Metz, Tochter des Grafen Hugo
ca 1150/55-
Halbschwester Gottfrieds III. von Brabant
Kinder:
Lothar I.
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1222
Literatur:
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Csendes, Peter: Heinrich VI., Wissenschaftliche Buchgemeinschaft
Wiesbaden 1993, Seite 104,108,215 -