WERDENBERG GRAFEN VON
Lexikon des Mittelalters:
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Werdenberg Grafen von
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Bei einer Erbteilung der Grafen von Montfort um 1258 erhielten Hugo (†
1280) und Hartmann
(† vor 1271), Söhne
Rudolfs I. von Montfort,
Besitz des Hauses am Alpenrhein und im südlichen Vorarlberg. Sie
nannten sich seit 1264 Grafen von Werdenberg.
Hugo konnte 1277 die Grafschaft
Heiligenberg erwerben und damit die Hauptlinie des Hauses
WERDENBERG-HEILIGENBERG
begründen (1428 erloschen). Diese Linie verkaufte
1394 Bludenz an die HABSBURGER
und verpfändete 1404 Werdenberg an
Montfort.
Hartmann wurde zum Begründer der Linie Werdenberg-Sargans, die
sich in der Folgezeit in die Linien Werdenberg-Sargans-Vaduz (1416
erloschen),
Werdenberg-Sargans-Vaz
(1504 erloschen) und Werdenberg-Sargans-Trochtelfingen
(erloschen 1534) aufteilte. Dieser letztgenannten Linie des Hauses trat
1399
Württemberg die Grafschaft Sigmaringen mit den Herrschaften
Trochtelfingen, Jungnau und Veringen ab. Sie wurde 1434 nach langem
Erbstreit als Erbin der Linie Werdenberg-Heiligenberg mit
der Herrschaft
Heiligenberg belehnt. Der ursprünglich umfangreiche Besitz ging
durch die
vielen Teilungen der Familie im 14. und 15. Jahrhundert weitgehend
verloren.
Die Linie Werdenberg-Sargans verpfändete
1396/98 Blumenegg und Vaduz an
die Herren von Brandis, verkaufte Sonnenberg 1455 an Waldburg und 1482
Sargans an die Eidgenossenschaft. Nach dem Erlöschen der letzten
Linie des Hauses 1534 fielen die Erbgüter und Heiligenberg an
Fürstenberg, während Sigmaringen als erledigtes Reichslehen
an das Reich heimfiel und anschließend neu an die Grafen von
Hohenzollern verliehen wurde.
I. Eberl
Literatur:
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E. Krüger, Die Gf.en v. W.-Heiligenberg und v. W.-Sargans,
Mitt. zur vaterländ. Gesch. des Kt.s Gallen 21, 1887
L. Broder, Schloß und Städtchen W., 1957
D. Schindler, W. als Glarner Landvogtei, 1986.