VERINGEN GRAFEN VON

EUROPÄISCHE STAMMTAFELN NEUE FOLGE BAND XII Tafel 78 C,86,87

Lexikon des Mittelalters:
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Veringen, Grafen von (Altshausen-Veringen)
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Adels-Familie in Südwest-Deutschland
1004 erhielt Wolfrad von Altshausen von Kaiser HEINRICH II. die Grafschaft Veringen im Eritgau.
Aus der Enkel-Generation (15 Kinder) stammen der Mönch Hermann von Reichenau (27. H.) und Graf Manegold.
Nach wahrscheinlicher Vorgründung in Altshausen stiftete Manegold 1096 ein Benediktiner-Kloster in Isny. Er wirkte ferner an den Gründungen der Klöster St. Georgen und Zwiefalten sowie 1077 bei der Wahl des Gegen-Königs Rudolf von Rheinfelden mit.
Seit 1134 nannte sich das Geschlecht (Graf Marquard) nach Veringen (Veringenstadt, Kreis Sigmaringen).
Eine weitere Linie bildete sich in Treffen/Kärnten (Wolfrad von Treffen, nach 1181, Sohn: Ulrich II., Patriarch von Aquileia, 1182).
Um 1170 teilten sich als neue Linie die (jüngeren) Grafen von Nellenburg ab.
Stadtgründungen: Isny 1171/1238, Riedlingen, Veringenstadt, Gammertingen, Hettingen (alle 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts).
Verlust der territorialen Machtstellung durch Abtretung der Grafschaft im Tiengau und Ergau (= Grafschaft Friedberg) 1282 und der Grafschaft Veringen 1291 an HABSBURG. Die Grafen von Veringen starben 1415, die Grafen von Nellenburg 1422 aus.

J. Kerkhoff

Literatur:
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S. Locher, Reg. zur Gesch. der Gf.en v. V., 1872
J. Kerkhoff, Die Gf.en v. Altshausen-V., Hohenzoller. Jahreshefte 24, 1964
H. Jänichen, Zur Genealogie der älteren Gf.en v. V., Zs.für württ. Landesgesch. 27, 1968
J. Kerkhoff, Zur Interpretation kirchl. Überlieferung für die Gesch. des ma. Adels, ebd. 30, 1971.