Sohn des Obodriten-Fürsten
Gottschalk aus dessen 1. Ehe
Thiele, Andreas: Tafel 369
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen
Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs-
und Grafenhäuser II"
BUTUE
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† wohl 1073 gefallen
Butue folgte
1066
als Fürst der Obodriten und wurde von einem Fürsten
Kruto verjagt, der sich in Mecklenburg festsetzte. Mit
sächsischer
Hilfe hielt Butue
sich in Wagrien und er fiel gegen Kruto
bei Plön. Sein Sohn Pribislaw († nach
1156)
war jahrelang Gefangener von König Knut IV.
von Schleswig-Mecklenburg, eroberte nach dessen Ermordung
1131
Wagrien/Ost-Holstein und wurde 1142 wieder verjagt.
Außerdem stand Gottschalk
in einem guten Verhältnis zu Sven
Estridson,
der nach dem Tode des Königs Magnus
im Jahre 1047 in Dänemark zur Herrschaft gelangte und dessen Tochter
Sigrid
Gottschalk zur Gemahlin erhielt [1 Adam III, 9 (18)
Seite
162, ohne Namen, wie auch II, 51 (50) Seite 190, vgl. Saxo Grammaticus
X, 557 "Sueno
rex ... morum candorem sola libidinis intemperantis maculabat.
Et filia Siritha
(=
Sigrid), quae postmodum Guthskalco
Sclavico conjux accessit, in
sequentibus referenda, pellice orta proditur."
Die Zeit der Vermählung ist unbekannt. Suhm, IV, 259 nahm
dafür
das Jahr 1058 an, und bezeichnet sie als eine uneheliche Tochter Svens.
Gottschalk
war vorher schon einmal verheiratet und hatte von jener uns unbekannten
Gemahlin den später noch eingehender zu behandelnden Sohn Buthue,
der älter als sein von Sigrid empfangener
Sohn Heinrich
war.].
Die Gemahlin Gottschalks,
eine Tochter des Dänen-Königs, trieb man zusammen mit ihren
Frauen
nackt aus der Obotritenhauptstadt Mecklenburg fort [4 Davon,
daß
sie, wie Witte, Mecklenburgische Geschichte Seite 47 angibt, nach
Dänemark
geflohen sei, steht in den Quellen nichts. Es liegt aber nahe.]. Wohin
sie sich wandte, wird nicht berichtet. Von Helmhold erfahren wir nur,
daß
ihr und Gottschalks Sohn Heinrich,
den auch Adam hier erwähnt, zu den Dänen floh, während sein
älterer Stief-Bruder, Buthue,
sich
zu den Barden begab und bei den seinem Vater befreundeten
Sachsen-Fürsten
Hilfe suchte, die ihm auch in Erinnerung an vergangene Dienste, wie es
heißt, beistanden und ihn nach vielen mühseligen
Feldzügen
wieder einsetzten [5 Helmhold I, 25 Seite 47.]. Seine Macht
soll
aber gering geblieben sein, da er bei seinem Völke als
Verräter
galt. Von seinem unglücklichen Ende, das Helmhold zeitlich in
Zusammenhang
bringt mit der Hochzeit des Herzogs-Sohnes Magnus, ist nachher noch
einiges
zu sagen.
oo N.N.
†
Kinder:
Pribislaw
um 1070 † nach 1156
Literatur:
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Adam von Bremen: Hamburgische Kirchengeschichte
- Bork Ruth: Die Billunger. Mit Beiträgen zur Geschichte
des
deutsch-wendischen Grenzraumes im 10. und 11. Jahrhundert. Dissertation
Greifswald 1951 Seite 157,160 - Helmhold von Bosau:
Slavenchronik
- Meyer von Knonau, Gerold: Jahrbücher des Deutschen
Reiches
unter Heinrich IV. und Heinrich V. 1. - 7. Band, Verlag von Duncker
&
Humblot Leipzig 1890 Seite 520,615 n. 5 - II 150-151,855-856 - Thiele,
Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen
Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs-
und Grafenhäuser II, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 369 -