ABENSBERG
Leben
Abensberg, Hauptname eines seit
1065 mit Eberhard I.
nachweisbaren edelfreien bayerischen
Geschlechtes, das seinen Ursprung
auf den kinderreichen Grafen Babo (†
um 1000)
zurückführte, doch im Mannesstamm vermutlich auf die
Ebersberger Sippe
zurückgeht.
Es war zuerst in Ratzenhofen
ansässig und bevogtete das Ebersberger
Hauskloster Geisenfeld,
während ein Seitenzweig, die drei Altmanne von Siegenburg
(erloschen
um 1160), die Vogtei über Münchsmünster innehatte.
Eberhards III. Schwester,
die
„heilige“ Bertha, gab den
Anstoß zur Gründung des Klosters Biburg (1133).
Des ersteren
Sohn Gebhard I. baute um
1135
Abensberg und wurde 1138 Vogt des Klosters Rohr.
Sein Sohn Altmann I.
erlangte, je als
herzogliches Lehen, 1183 eine kleine Grafschaft an der Abens, 1185 die
große Grafschaft im oberen Donaugau. Die Grafschaften vererbte er
auf seinen ältesten Sohn Meinhard
III. von Rottenegg
(† 1237), mit dessen
Enkel, dem ausgezeichneten Bischof Heinrich II. von Regensburg
(1277–1296), diese Linie erlosch.
Von Altmanns I.
jüngerem Sohn Wernher stammen
die Freiherren von Abensberg
ab.
Wernhers Sohn Altmann II.
erheiratete mit einer Schwester Ulrichs II. von Stein († 1232) diese
Herrschaft. Die von ihm neu erbaute Burg trug hinfort seinen Namen
(Altmannstein). Doch verlor er 1241 durch das Eingreifen Ottos II. die
damit verbundene Vogtei Biburg. Von seinen Söhnen gründete Otto die Linie Altmannstein, die um
1310 erlosch, der bedeutendere Ulrich
I. († 1299) erwarb die
Vogteien Rohr und Paring und eine Teilvogtei von St.
Emmeram.
Dessen Enkel Ulrich III. († 1367) gewann
für seine Hauptorte Abensberg, Rohr und Essing Marktrechte. Einer
seiner Söhne war Dietrich,
1381-1383 Bischof von Regensburg.
Der letzte ABENSBERGER
war Niklas,
Palästinafahrer und
Parteigänger Albrechts IV.
von Bayern im Kampf mit Herzog
Christoph. Er fiel am
28.2.1485 bei Freising einem Anschlag zum Opfer.