KONSTANZE VON ARAGON
Konstanze von Aragón (* wohl 1179; † 23. Juni 1222 in Catania) war in ihrer ersten Ehe Königin von Ungarn, in ihrer zweiten Ehe Königin von Sizilien, sowie ab 1212 deutsche Königin; sie wurde zusammen mit ihrem Ehemann FRIEDRICH II., dessen erste Ehefrau sie war, 1220 in Rom zur Kaiserin gekrönt.
Sie war die Tochter des Königs Alfons II. von Aragón, Graf von Barcelona und der Sancha von Kastilien.
In erster Ehe heiratete sie König Emmerich von Ungarn, aus dieser Ehe stammt der spätere ungarische König Ladislaus. Emmerich von Ungarn starb 1204, Ladislaus 1205.
Nachdem Kostanze 1204 Witwe geworden war, wurde FRIEDRICHS Verlobung mit ihrer jüngeren Schwester Sancha noch Ende des Jahres gelöst. Der Ehevertrag zwischen FRIEDRICH und Konstanze kam 1208 zustande, die Ehe mit FRIEDRICH II. wurde dann am 5./15. Juli 1209 in Messina geschlossen, noch bevor er 1212 zum deutschen König gewählt wurde.
In den ersten vier Jahren von Friedrichs Aufenthalt in Deutschland, 1212-1216, war Konstanze Regentin in Sizilien, bis sie ihrem Ehemann nach Deutschland folgte.
Aus dieser zweiten Ehe entstammt ein Sohn, der später aufständische HEINRICH (VII.) (* 1211; † Februar 1242).
Konstanze von Aragón
wurde in der Kathedrale
von Palermo beerdigt. Friedrich
legte ihr seine Krone mit ins Grab.
Literatur:
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- Uwe A. Oster: Die Frauen Kaiser Friedrichs II. Piper Verlag, München 2008.