GERTRUD VON SULZBACH

Gertrud von Sulzbach (* um 1110; 14. April 1146 in Hersfeld) war römisch-deutsche Königin.

Gertrud war Tochter des Sulzbacher Grafen Berengar I. und der Adelheid von Dießen-Wolfratshausen. Zu ihren Geschwistern zählte unter anderem Bertha von Sulzbach, die unter dem Namen Irene Gattin von Kaiser Manuels von Byzanz war [1 Zu Todesdatum, Ehe und den Eltern Gertruds sowie Anzahl und Namen ihrer Geschwister und Schwäger siehe Heinz Dopsch: Siedlung und Recht. Zur Vorgeschichte der Berchtesgadener Stiftsgründer, in: Walter Brugger (Hrsg.): Geschichte von Berchtesgaden. Stift - Markt - Land, Band 1, Seite 214 und 221.]. Wohl 1135/36 wurde die Ehe mit dem späteren römisch-deutschen König KONRAD III. geschlossen. Weniger plausibel sind Datierungsversuche zu den Anfängen des Klosters Ebrach aus spätmittelalterlicher Überlieferung, wonach eine angeblich um 1132 anzusetzende Mitwirkung Konrads und Gertruds an der Gründung der Zisterze eine bereits zu diesem Zeitpunkt geschlossene Ehe vermuten lasse [2 Jürgen Dendorfer: Adelige Gruppenbildung und Königsherrschaft. Die Grafen von Sulzbach und ihr Beziehungsgeflecht im 12. Jahrhundert. München 2004, Seite 93f.]. Aus ihrer Ehe mit KONRAD III. hatte sie die beiden Söhne HEINRICH-BERENGAR und Friedrich IV. Nach der Geburt ihres Sohnes Friedrich erkrankte Gertrud und starb vermutlich im Alter von 36 Jahren im Kloster Hersfeld [3 Eine Zusammenstellung der Quellen über ihren Tod bei: Wilhelm Bernhardi: Konrad III. Jahrbücher der Deutschen Geschichte. Berlin 1975, Seite 471, Anm. 11.]. Sie wurde im Zisterzienser-Kloster Ebrach beigesetzt [4 Wolfgang Wiemer: Kleiner Kunstführer – Ehemalige Zisterzienserabteikirche Ebrach, 22. Auflage, 2008, Seite 3-6].