UNRUOCHINGER


Lexikon des Mittelalters: Band VIII Seite 1261

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Unruochinger
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Fränkische, seit der Zeit KARLS DES GROSSEN nachweisbare und schon früh mit den KAROLINGERN in Verwandtschaft stehende Adels-Familie, die aus dem heutigen nordfranzösisch-belgischen Raum hervorging und auch in Alemannien, Septimanien und Italien Verwaltungsaufgaben übernahm. Die genaue Genealogie der
UNRUOCHINGER vor den wichtigsten Mitgliedern - Markgraf Eberhard von Friaul und Kaiser BERENGAR I. - ist nicht voll gesichert.
Ältester bekannter Ahn ist Graf Unroch, ein Vertrauter KARLS DES GROSSEN, der auch dessen Testament mitunterzeichnete.
Zum Geschlecht zählten ein Graf Albger, der als kaiserlicher Missus und als Begleiter (baiolus) einer Tochter König Pippins von Italien fungierte, ein Graf Berengar von Toulouse und Brioude ( 835), ein Graf Unroch im westlichen Flandern mit seinem Sohn Abt Adalhard von St-Bertin ( 864), im gleichen Bereich auch ein Graf Berengar zur Zeit KARLS DES KAHLEN.
Daß der ab 907 bezeugte Graf Berengar von Namur und seine Nachkommen einem Seitenzweig der
UNRUOCHINGER angehörten, ist wahrscheinlich.
Die von Eberhard von Friaul ausgehende italienische Linie lebte über Eberhards Söhne, Markgraf Unroch von Friaul und Kaiser BERENGAR I., bis in die Mitte des 10. Jh., ja über BERENGARS I. Enkel, König Berengar II., und Ur-Enkel, König Adalbert, bis in das Hoch-Mittelalter in Burgund und Flandern weiter, im nordfranzösisch-belgischen Raum, wo die Hauptmasse der Familiengüter lag und wohin mehrere Kinder Eberhards zurückgingen, bis um die Mitte des 10. Jh.
E. Hlawitschka

Literatur:
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E. Favre, La famille d'Evrard marquis de Frioul dans le royaume franc de l'ouest (Ét. d'hist. du MÂ dédiées à G. Monod, 1896), 155-162 
P. Hirsch, Die Erhebung Berengars I. v. Friaul zum Kg. in Italien, 1910
Ph. Grierson, La maison d'Evrard de Frioul et les origines du comté de Flandre, Revue du Nord 24, 1938, 241-266
E. Hlawitschka, Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien, 1960 passim
K.F. Werner, Bedeutende Adelsfamilien im Reich Karls d. Gr. (Braunfels, KdG I, 133-137 [zu hypothet.]; IV [Stammtafel: unter den Nachkommen von Karls d. Gr. Enkelin Gisela oo Eberhard v. Friaul])
F. Vianello, Gli Unruochingi e la famiglia di Beggo conte di Parigi, BISI 91, 1984, 337-369 [zu hypothet.].

www.wikipedia.de
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UNRUOCHINGER

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Die UNRUOCHINGERU sind ein fränkisches Adels-Geschlecht, welches seinen Ursprung in Nord-Frankreich und Belgien hatte. Die UNRUOCHINGER waren verwandt mit den Karolingern und herrschten vom 8. bis 10. Jahrhundert, vor allem im italienischen Raum.

Bekannte Mitglieder:

Stammliste

  1. Unruoch II. ( vor 853) 811 Graf, 839 Graf zu Ternois, dann geistlich in der Abtei Saint-Bertin, ∞ Engeltrude
    1. Berengar (* um 800, 837) 819 Graf von Toulouse, Markgraf von Septimanien
    2. Eberhard ( 866) Markgraf von FriaulGisela, (* Ende 819/822 nach 1. Juli 874), Tochter des Kaisers Ludwig der Fromme, begraben in Cysoing (Karolinger)
      1. Eberhard (* wohl 837, vor 20. Juni 840)
      2. Ingeltrud (* 837/840, nach 2. April 840)
      3. Unruoch III. (* wohl 840, 874 nach 1. Juli), 866 Markgraf von Friaul, ∞ Ava, Tochter des Herzogs Liutfried (Etichonen)
      4. Berengar I. (* wohl 840/845, 924), 874 Markgraf von Friaul, 888 König von Italien, 915 römischer Kaiser, ∞ I wohl 880/890 Bertila von Spoleto, (vor Dezember 915) Tochter des Herzogs Suppo II., Graf von Camerino, ∞ II vor Dezember 915 Anna (nach Mai 936)
        1. TochterNN, Neffe des Bischofs Liutvard von Vercelli
        2. Gisela (* wohl 880/885, wohl 910/915) ∞ vor 900 Adalbert I. der Reiche ( wohl 923) Markgraf von Ivrea (Haus BURGUND-IVREA)
          1. Berengar II. ( 966), Markgraf von Ivrea und König von Italien
        3. Bertha ( nach 952) 915 Äbtissin von San Salvatore in Brescia
      5. Adalhard von Burc ( nach 1. Juli 874) Laien-Abt von CysoingSwanaburc
        1. Eberhard (* um 856, nach 889), 888 bezeichnet als Graf im Sülichgau ∞ Gisela (Tochter des Grafen Waltfred von Verona)
          1. Judith Arnulf I. „der Böse“, Herzog von Bayern
      6. Rudolf ( 1. Mai 892) Graf, nach 874 Abt von Cysoing und Saint-Vaast
      7. Alpais ( klein) begraben in Cysoing
      8. Heilwig ( nach 895) ∞ I wohl vor 874 Hucbald - wohl Hucbald von Dillingen - ( nach 890) Graf von Ostrevant, ∞ II nach 890 Roger I. ( 926) Graf von Laon
      9. Gisela ( April 863), geistlich in San Salvatore in Brescia
      10. Judith ( 863/881) Konrad II. Markgraf von Burgund, Graf von Auxerre ( 881)
    3. Adalhard ( 3. April 864) Abt von Saint-Bertin und Saint-Amand
    4. Tochter Suppo III., Markgraf von Spoleto 871/875

Literatur


K.F. Werner: Seite 133-137
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"Bedeutende Adelsfamilien im Reich Karls des Großen"

Dieses bedeutende Haus erhielt seinen Namen von der modernen Forschung von einem Großen am Hofe KARLS, Unrocus, Unruocus [Annales regni Francorum, a.a. 811, herausgegeben von F. KURZE, MG SS. rer. Germ. 1895, Seite 134, nennen an der Spitze der fränkischen Großen, die den Vertrag mit den Dänen an der Eider schließen:
Waldach
comes filius Bernhardi, Burchardus comes, Unrocus comes... In Einhards Vita Karoli c.33 ist das Testament KARLS DES GROSSEN Unruocus, Burchardus ... (herausgegeben von O. HOLDER-EGGER, MG. SS. rer. Germ., 1911, Seite 41; herausgegeben von L. HALPHEN, Eginhard, Vie de Charlemagne, 3. Auflage Paris 1947, Seite 100)].
Sein Sohn Eberhard, dux von Friaul und Schwieger-Sohn LUDWIGS DES FROMMEN, ist der Vater BERENGARS I., der vom marchio KARLS III. für das regnum Italiae zum König von Italien und Kaiser aufstieg. Neuerdings hat GERD TELLENBACH Erkenntnisse beigesteuert, durch die neues Licht auf alemannisch-italienische Besitzungen ud Ämter des weitverzweigten Hauses fiel. Zugleich wurde das gesicherte Namengut des Geschlechts vermehrt um den Namen Haltcherius/Alcherius/Alpicharius/Albgar [G. TELLENBACH, Der großfränkische Adel und die Regierung Italiens in der Blütezeit des Karolingerreiches (in: Studien und Vorarbeiten zur Geschichte des großfränkischen und frühdeutschen Adels, Freiburg 1957, Seite 40ff.), Seite 57ff. In einer dort Seite 58 zitierten Urkunde wird Alcherius/Haltcherius genannt es Alamannorum genere. Das führt HLAWITSCHKA (wie Anmerkung 2), Seite 121, zu der irrigen Auffassung, Alcherius und sein im Linzgau nachweisbarere Vater Autcherius/Audachar müßten "Alemannen" sein und könnten schon darum nicht im Mannesstamm mit den fränkischen UNRUOCHINGERN verwandt sein. Wesentlich vorsichtiger meint TELLENBACH, Seite 60: "Trotzdem soll nicht behauptet werden, daß die UNRUOCHINGER alemannischer Herkunft sein müßten und ihre bedeutenden flämischen und nordfranzösischen Besitzungen erst Eberhards Heirat mit der karolingischen Prinzessin verdankten." Die folgenden Ausführungen werden zeigen, was von der "alemannischen" Herkunft des Alcherius zu halten ist, und damit erneut unterstreichen, daß solche Angaben keine Volkstumsbezeichnungen sind, sondern die Herkunft im Sinne des Tätigkeitsfeldes des betreffenden Großen bzw. seines Vaters angeben.], dessen Wurzel Adalcharius ist. Wenn jener Altchar, Unruochi nepos, karolingischer dux in Kärnten war, einem Gebiet, das bis 829 zur Mark Friaul gehört, das heißt ihrem Befehlshaber unterstellt war, dann wird wieder einmal greifbar, wie gut "vorbereitet" durch Verwandtschaft die Ernennung Eberhards, des Unruoch-Sohnes, zum dux und Markgraf in Friaul gewesen ist. Es handelt sich hier eben um eine jener Familien, aus denen man die duces und Mark-Präfekten des Reiches entnahm: So war Unruochs Sohn Berengar, der Bruder Eberhards, dux und Präfekt in der gotisch-spanischen Mark [Berengar begegnet zu 819 in den Reichsannalen als Graf von Toulouse, verband aber später mit diesem alten und wichtigen Dukat den von Septimanien/Narbonne, vergleiche J. DHONDT, Etudes sur la naissance des principautes territoriales en France, IX-X siecle, Brügge, 1948, Seite 176f. Und zwar erhielt er letzteren, als Bernhard von Septimanien beim Kaiser in Ungnade fiel. Als Bernhard dann seines honores wiedererhielt, verweigerte Berengar die Herausgabe Septimaniens und fiel im Kampf gegen Bernhard 837, vergleiche DHONDT Seite 182f.].
TELLENBACHS wichtiger Hinweis ermöglicht es uns, einige Schritte weiter in der Kenntnis der Verflechtungen des UNRUOCHINGER-Hauses zu gelangen. Anzuknüpfen ist an den Umstand, daß sowohl der Vater als auch der Bruder jenes Alcherius/Adalchar Audachar (Audachar = Otger, Odakar) hieß. Von hier aus ergibt sich die Assoziation des großen dux Audachar, der der Witwe von KARLS Bruder Karlmann 771 die Treue hielt [TELLENBACH (wie Anmerkung 3) Seite 59 zu Vater und Bruder von Alcherius. Der dux Audachar, den die Überlieferung mit Saint-Faron bei Meaux in Verbindung bringt und der in der Sage als Ogier le Danois weiterlebt, hatte Weta, die Schwester von Pippins Schwieger-Vater Charibert von Laon, also eine Groß-Tante KARLS DES GROSSEN und Karlmanns, zur Frau, vergleiche E. EWIG, Trier im Merowingerreich, Trier 1954, Seite 138 Anmerkung 156, der diesen wichtigen Nachweis aus einer von BEYER, Mittelrheinisches Urkundenbuch 1, Coblenz 1860, Nummer 14, verkannten Form aut Carius (statt Autcarius) für den Gemahl der Weta führt. Zu Charibert begegnet aber auch der Verwandten-Name Bernarius (Berengar), vergleiche Exkurs 2, Anmerkung 28.], aber auch die Nähe jener Odacher/Adalbert-Gruppe der "Mainzer Großen", von denen schon die Rede war [Dazu SCHMID Seite 129f. (Die Gründung des Klosters cum licentia Herzog Tassilos besagt an sich noch nichts über die Nähe der Stifter zum Herzogs-Haus). SCHMID scheint mir die Dinge nicht richtig zu sehen, wenn er Seite 131, im Zusammehnag mit Wikterp (dessen Stellung im bairischen Episkopat des 8. Jh. und, politisch, auf der Seite Tassilos, er vorzüglich klärt), Erlolf, Hariolf, Waltrich und Petto von "bairischen, wohl alemannisch und fränkisch versippten Adelskreisen" spricht. Abgesehen von der von uns als westfränkisch nachgewiesenen Namensform Gauz- bei dem Verwandten des Hariolf von Langres weist auch der Name Franco nicht gerade auf bairische Herkunft. Das Problem, inwieweit der bairische Adel schon in der MEROWINGER-Zeit fränkischer Herkunft war, ist vielschichtig, doch lassen sich einige Fixpunkte gewinnen: Neben dem Herzogs-Hause selbst ist eine Adelsgruppe, die in den Quellen den "HUOSI" also einem der ebenfalls, wie die AGILOLFINGER, in der Lex Baiuuariorum privilegierten fünf Geschlechter, zugerechnet werde, zweifelsfrei fränkisch. Für das Bruder-Paar Adalbert und Audachar, die Gründer von Tegernsee, hat das schon H. LÖWE, Die karolingische Reichsgründung und der Südosten, Stuttgart 1937, Seite 27ff., meines Erachtens zwingend dargetan. Zusammenhänge zum fränkischen Adel im Rheingebiet haben O. MITIS (Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung 58, 1950, Seite 545f.) und E. ZÖLLNER (Neues Jahrbuch "Adler" 1945/46 Seite 18) schon bemerkt. Man wird vor allem unter den "Mainzer Grßen" des 8. Jahrhunderts, die sich in den Fuldaer Urkunden greifen lassen, eine Audachar-Adalbert-Gruppe beachten müssen. Auf Mainz weist aber auch die für das Jahr 774 schon bezeugte St.-Quirin-Kirche (vergleiche H. BÜTTNER [wie Anmerkung 87], Seite 51), des Heiligen der Tegernseer Gründung].
Die letzte läßt aich als Faktum sichern. In der Abtei Cormery, die gegründet worden war für die Benediktiner, die aus Saint-Martin de Tours an der Wende zum 9. Jahrhundert weichen mußten und in der Folge den Kanonikern von Saint-Martin unterstellt blieb, begegnet um die Mitte des 9. Jahrhunderts ein Abt Audachar. In einer Urkunde für Cormery von 859 heißt der erste Laienzeuge, der also Kloster und Abt am nächsten stand, Alcherius. Wir treffen hier also die gleiche Namenskombination Audachar-Alcherius wie in der Familie des Unruochi nepos. Hinzu kommt, daß sich die politische Parteistellung ermitteln läßt:
Audachar verdankt die Abtei einem mächtigen Gönner, dem Seneschall Adalhard, der zeitweise (Laien-)Abt von Saint-Martin de Tours war. Mit dem politischen Schicksal Adalhards und seiner Partei erweist sich aber ein schon gesicherter UNRUOCHINGER, der auch den Namen Adalhard trägt, als so eng verknüpft, daß er seine Abtei Saint-Bertin verliert, als Adalhards Partei im West-Reich gestürzt wird, und sie im gleichen Augenblick wiedererhält, in dem auch Adalhard wieder eine führende Stellung im Reich einnimmt [Zum "Seneschall"
Adalhard siehe WERNER (wie Anm.) 18, 1958, Seite 274f.; 19, 1959, Seite 155f., 163f. - Restitution des Adalhard von Saint-Bertin in den Besitz seiner Abtei gleichzeitig mit dem Wiederantritt der Macht im Westreich 861 durch Adalhard "den Seneschall" und seinen Anhang: E. DÜMMLER, Geschichte des ostfränkischen Reiches 2, 2. Auflage,Leipzig 1887, Seite 22 Hunrocus der Vater des Adalhard von Saint-Bertin: FAVRE (wie Anm. 2), Seite 156 Anm. 7, wo Vf. auch auf die vermutete, wenn auch nicht bewiesene Verwandtschaft beider Adalharde hinweist. Vergleiche dazu HIRSCH (wie Anmerkung 2), Seite 36 und 87. Es ergäbe sich hier eine Beziehung der UNRUOCHINGER zum Haus der Grafen von Paris, vgl. oben Seite 116.]. Durch solche Bezüge wird man aufmerksam auf den Umstand, daß die Verwandten des Seneschalls Adalhard, die 861 wie er die Feindschaft Ludwigs des Deutschen zu spüren bekommen und durch Adalhard bedeutende Funktionen im West-Reich erhalten, die Namen Berengar und Uodo (= Kurzform der Namen der Aud-gruppe, Audacher, Audoin entspricht "Otto") tragen, also zwei auch im Namengut der UNRUOCHINGER vorkommende Namen.
Andererseits habe ich schon an anderer Stelle auf dei Verbindung jenes Abtes Audacher von Cormery mit Mainz und seinem Adel hingewiesen. Der Abt nahm sich nämlich, wie wir aus den Briefen des Lupus von Ferrieres wissen, zweier Mönche aus Fulda an und gewährte ihnen ein Darlehen. Deren aufenthalt im West-Reich ist aber in Zusammenhang zu sehen mit dem Tod es bei Angouleme 844 gefallenen Grafen Hraban. Dieser Hraban, der wie ich zeigte, zusammen mit Robert dem Tapferen das Rheingebiet verließ und mit ihm zusammen in Reimser Kirchenbesitz nachgewiesen werden kann, war engster Verwandter des großen Hrabanaus Maurus, den wir als Sohn des Mainzer Großen Waldramnus (= Wald-rhabanus) und der Waldrada kennen. Eben jene Waldrada aber war, durch ihre Mutter Geilrata, Enkelin des Mainzer Großen Odacar/Audachar, der mit unserem Abt von Cormery gleichen Namens ist.
Interessieren die Beziehungen des Audacher von Cormery zum Mainzer Adel hier nur am Rande, so sind sie doch der Anstoß gewesen, das dortige Namensgut zu überprüfen auf Beziehungen zu den UNRUOCHINGERN. Dabei zeigte sich sehr bald, daß wir deren Namensgut unter den Mainzer Großen fast vollständig begegnen. Der erwähnte Otachar schenkte Fulda gemeinsam mit einen Oudalcharius, einem Mane also der den gleichen Namen Adalchar/Altchar/Alcherius trägt, von dem wir ausgegangen waren:
Diese Namensgruppe begegnet uns nach Alemannien und Cormery jetzt auch in Mainz, und dort zuerst. 785/94 ist Otachar, inzwischen Mönch geworden, erster Zeuge in der Schenkung eines Bernachar, in der dieser den Anteil seines Vaters, des Grafen Eburachar, an die St.-Martins-Kirche in Wackernheim schenkt, in einem Ort, in dem auch Otachar und Adalbert begütert sind und in dem Bernachar und sein Bruder Theudacher, die Söhne Ebrachars, als Grundstücks-Nachbarn erscheinen. Endlich schenken 802 die Geschwister Liutswind und Adalbert für das Seelenheil dieses Bernachar, der inzwischen in der Namensform Bernharius erscheint.         
Die Lösung wir derst offenkundig, wenn man sich klarmacht, daß Bernacharius/Bernharius derselbe Name wie Beren-charius/Berengar ist, ja, daß nur die abweichende Schreibung der späteren karolingischen Periode die Ursache dafür ist, daß wir im 9. Jahrhundert so viele Berengare im Hochadel antreffen, im 8. Jahrhundert dagegen nicht. Das Namensgut der "UNRUOCHINGER" erscheint damit gekennzeichnet durch die Verbindung der Namensteile Bern-, Adal- und Eber- einerseits mit den Namensteilen -charius/gar und -hard andererseits. Die Leitnamen sind demnach Adalgar (Alatgar), Berengar, Eberchar, Bernhard, Adalhard, Eberhard.
Der fast lückenlose Nachweis des UNRUOCHINGER-Namensgutes in einer zusammengehörenden Gruppe der Mainzer Großen, die damit als "unruochingisch" gesichert ist, läßt sich abrunden, wenn wir von dem Namen des Unrocus ausgehen, der dem Haus für die moderne Forschung den Namen gab [Ein in Ost-Franken begüterter Unruoch begegnet 837 in einer Urkude LUDWIGS DES FROMMEN, ein gleichnamiger Mönch 844 in S. Bertin, HIRSCH Seite 34 und MG. SS. 13, Seite 618 ]. Hun- und bruoc sind die zugrunde liegenden Namensteile. Auf das Vorkommen sehr alter Adelsnamen (6.-8. Jahrhundert) mit den Formen Rocco, Hrocco, Hroccolenus haben wir schon früher hingewiesen. In der Zeit des Unrocus selbst begegnet (817) ein Graf Hruoculfus von Tournai. Er ist gearde in dem Gebiet Graf, in dem sich die flämischen Besitzungen des UNRUOCHINGER-Hauses befinden [Diplom LUDWIGS DES FROMMEN, Recueil des Historiens de France 6, Seite 74. Der Zusammenhang weist den comes Hruoculfus klar als Graf in der Civitas Tournai aus. Zum dortigen Besitz der UNRUOCHINGER vor allem GRIERSON (wie Anmerkung 2).]. Nun schenkt in einer Fuldaer Urkunde von 796 ein Adalhart sein ganzes Erbgut in Dienheim mit 38 Unfreien an Fulda. Unter den Zeugen steht neben + Bernheri, jenem Bernharius/Berengar, den wir schon als UNRUOCHINGER kennen, + Hroccholf.
Ebenso wie die ROBERTINER, die KONRADINER und die HATTONEN gehören also auch die UNRUOCHINGER zu jenen fränkischen Adels-Häusern, de wir auch und gerade in Mainz und im mittelrheinischen Raume nachweisen können und die in der Verwaltung der östlichen Gebiete des Frankren-Reichs, unter ihnen gerade auch Alemanniens, eine bedeutende Rolle gespielt haben. Vom Namensgut der Geschlechts bleibt nur noch die Einrodnung des Namensteils Hun- für Hunruocus/Unrocus offen. Man wird hier erinnert an Hunfred/Hunfrid, jenen Großen, dem Rätien übertragen wurde, als die KAROLINGER es der bis dahin herrschenden Präses/Bischofs-Dynastie der VICTORIDEN wegnahmen. Nach ihm benennt die Forschung die HUNDRIDINGER, in deren Namensgut, zweifellos durch vornehme Einheirat, der Leitname Burchard eindrang und die bekanntlich das "Herzogtum Schwaben", jenes im 9. Jahrhundert aus den drei merowingischen UNRUOCHINGER haben auch die HUNFRIDINGER einen Präfekten der südgallischen Markenverwaltung gestellt, wie sie haben sie honres und Besitz in Aleannien (Thurgau), und als Beziehung im Bereich der Namen bieten sich die Adal-Udal-Namen der HUNFRIDINGER an [TELLENBACH ebd. zu "Markgraf Hunfrid von Toulouse", der in den 40-er Jahren des 9. Jahrhunderts im Besitz von Toulouse erscheint, das bis 837 dem UNRUOCHINGER Berengar gehört hatte! Ebenda auch Diskussion der Träger der Leitnamen Adalbert und Odolricus/Ulrich, von denen der letztere auf die UDALRICHINGER/GEROLDE weist. Zum Eindringen des Namens Burchard beachte, das Unrocus in seinen beiden Nennungen zur Zeit KARLS DES GROSSEN neben Burchardus, dem comes stabuli KARLS, steht (siehe oben Anm. 1.)]. Es ist dies nur eine Möglichkeit, der nachgegangen werden sollte. Trifft sie zu, so bestätigt sie die Verflechtung von Familien, die wir oft zufällig nach einem bestimmten Namensträger trennen.
Als gesichertes Ergebnis können wir jedoch festhalten, daß zu den nordfranzösischen, flämischen und italienischen Nachweisen der UNRUOCHINGER durch TELLENBACH solche aus Alemannien, durch die hier gegebenen Ausführungen solche aus der Touraine und dem Mainzer Raum getreten sind. Zugleich wurde gezeigt, daß der "Alemanne" Alpger/Altger, bei dessen Zuweisung zum Mannesstamm der UNRUOCHINGER TELLENBACH noch zögern mußte, mit dem Leitnamen seines Vaters und Bruders, Audacher, in das geschlossene Namengut des UNRUOCHINGER-Hauses, wie es sich am vollständigsten im Bereich der Mainzer Großen nachweisen läßt, hineingehört. Der Nachweis des UNRUOCHINGERS Hruoculfus in Tournai und eines Verwandten Hroccolf in Mainz läßt schließlich darauf aufmerksam werden, daß eine Variante von Audacher/Autger und Hrruoculfus/Audulfus/Otulf wäre:
Der Seneschall KARL DES GROSSEN dieses Namens, der einen Feldzug gegen die Bretonen befehligte und dann Präfekt in Bayern wurde,
nachdem er zuvor als Graf im Taubergau nachweisbar war, könnte also in Beziehung zu unserem Geschlecht gebracht werden. Die Spannweite eines eng mit den KAROLINGERN verküpften Adels-Hauses wird in unseren Ermittlungen deutlich. Ohne daß hier noch den Vorstufen des Namensgutes in der Zeit vor KARL DEM GROSSEN nachgegangen werden müßte, wird einleuchten, daß die Größe dieses Hauses nicht erst mit Unrucos noch etwa mit der Ehe Eberhards von Friaul mit der Tochter LUDWIGS DES FROMMEN begann.

Tellenbach Gerd: Seite 57-60
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"Der großfränkische Adel und die Regierung Italiens in der Blütezeit des Karolingerreichs." in: Studien und Vorarbeiten zur Geschichte des Großfränkischen und frühdeutschen Adels

An historischem Wert übertrifft die bisher Behandelten das Haus, aus dem der spätere König und Kaiser BERENGAR VON FRIAUL hervorging, das man UNRUOCHINGER nennt. BERENGARS Vater Eberhard, der Sohn Unruochs, wurde nach 828 Markgraf oder Herzog in Friaul. Er heiratete wohl bald danach die Tochter Kaiser LUDWIGS DES FROMMEN und der WELFIN Judith, Gisela, die Schwester Kaiser KARLS DES KAHLEN. Schon vorher muß das Haus sehr hoch gestanden haben, das Eberhards Bruder Berengar, Markgraf in dem Septimanien benachbarten Gotien, in einer erzählenden Quelle Verwandter des Kaisers genannt wird [94 Vita Hludovici c. 54, SS II Seite 602.]. Ihr Vater Unruoch muß einer der bedeutendsten Paladine KARLS DES GROSSEN gewesen sein. Denn er gehört zu den fünf fränkischen und sechs sächsischen Grafen, die 811 an der fernen Eider einen Frieden mit den Dänen abschlossen und er bezeugte mit einigen anderen Magnaten das Testament des Kaisers [95 Ann. regn. Franc. ad a. 811, Seite 134. Einhard, Vita Caroli Magni c. 33, Seite 41.].
Obwohl die Geschichte der "UNRUOCHINGER" besonders gründlich behandelt worden ist [96 Vgl. E. Favre, La familie d'Evrard, marquis de Frioul dans le royaume Franc de l'ouest, Ecudes d'hist. de Moyen age dediees a G. Monod (1896) Seite 155ff. P. Hirsch, Die Erhebung Berengars I. von Friaul zum König von Italien. Diss. Straßburg 1910.], sind viele Fragen nach der Genealogie und Herkunft dieses Geschlechts ungelöst geblieben. Auch sind wir nur ein bescheidenes Stück weitergekommen, das aber gerade in unserem Zusammenhang von einiger Bedeutung ist, weil es Licht auf die alemannische Stellung der UNRUOCHINGER wirft und damit auf alemannisch-italienische Beziehungen.
Jener schon genannte Albgar, der 817 mit dem ALAHOLFINGER Kadolah und den byzantinischen Gesandten als Königsbote nach Dalmatien ging, wird von den fränkischen Reichsannalen Unruochi nepos genannt [97 Ann. regn. Franc. ad a. 817, Seite 145.]. Er dürfte identisch sein mit dem zweiten karolingischen dux von Kärnten, der in der Conversio Bagoariorum et Carantanorum Albgarius genannt wird, weil nämlich Kärnten bis bis zum Sturz Balderichs 829 zu Friaul gehörte und erst bei der Vierteilung des alten Markengebietes verselbständigt wurde [98 Conversio Bagoariorum et Carantanorum c. 10, SS XI Seite 11.]. Über diesen Albgar geben uns nun glücklicherweise eine Reihe von Urkunden erwünschte Auskunft, die in Malinad und Brescia ausgestellt sind [99 Cod. dipl. Langob. Monum hist. patriae XIII, c. 157 nr. 84, c. 242 nr. 138, c. 253 nr. 145, c. 254 nr. 146. Zu diesen Urkunden vgl. schon Abel-Simson II Seite 432, Hirsch, a.a.O. Seite 34 Anm. 6. F. Gabotto, Il conte die Tortona Alpgario, Arch. ator. Ital. 74 (1916) Seite 150ff., M. Chaume, les origine du duche de Bourgogne (1925) Seite 112 Anm. 2.]. Nach einer unsicher datierbaren Urkunde aus der Zeit zwischen 820 und 840 prozessierte Alpicharius, comes de Alemannia, vor Graf Leo in Mailand gegen zwei Brüder, die in seiner Abwesenheit Güter an sich gerissen hatten, Güter, die er früher, als baiolus der Prinzessin Adelheid, der Tochter Pippins von Italien, gekauft habe. Dies soll noch bei Lebzeiten Pippins, also vor dem Sommer 810, gewesen sein. Er erklärte, er sei dabnach mit der Prinzessin an den Hof des Kaisers gereist, von dem er als Belohung eine Grafschaft erhalten habe. Eine uns überlieferte Kaufurkunde von 807 bestätigt tatsächlich das erwähnte Rechtsgeschäft und gibt uns nähere Auskunft über die Gütererwerbung. Darin wird der Käufer Alcherius oder Haltcherius ex Alamannorum genere genannt, ebenso sein Vater Autcherius de finibus Alamanniae, loco ubi nominatur Lintzikawa (Linzgau). 842 schließlich überträgt Alcherius nach einer Urkunde für sich selbst, nach einer anderen einen Bruder, der wie der abermals genannte Vater Autcharius heißt, viele Güter an das Kloster Sant' Ambrogio in Mailand. Daß die so verschiedenen Namen sich auf die gleiche Person beziehen, ist durch den Urkundeninhalt außer Zweifel gestellt. Den comes de Alamannia finden wir tatsächlich in einer Schenkungs-Urkunde für St. Gallen im Hegau, die sub Alpkario comite im Jahre 830 ausgestellt ist, und zeugen entsprechenden Namens ohne Titel kommen in der für uns faßbaren Lebenszeit Alpkars in Alemannien öfter vor [100 Wartmann I nr. 331.]. Die italienisch-alemannische Doppelstellung des Grafen ergibt sich endlich aus einem Dedikationsgedicht des Walafried Strabo, in dem Alpgar als Erbauer einer Kirche zu Ehren des Heiligen Marcianus in Tortona gefeiert wird:

    Huius in obsequium sancti comes infimus Alpger
    Hanc acdem exstruxi auxiliante deo [101 Poeta Lat. II Seite 409 nr. 68. Wenn Gabatto a.a.O. auf Grund dieses Gedichtes Alpkar als Grafen von Tortona bezeichnet, so ist dies bloße Vermutung. Wir können daraus lediglich eine Beziehung zu Tortona sicher erschließen. Die Aufstellungen Gabottos über Alpkars Herkunft sind unhaltbar.].

Autcherius oder Autcharius de finibus Alamanniae, der Vater der beiden Brüder Alpkar und Autcharius, trägt einen Namen, der Otger, Otakar und ähnlichen Formen entspricht. Wir wagen nicht zu entscheiden, ob ein genealogischer Zusammenhang oder gar eine Identität des Autcharius mit Trägern des gleichen Namens in Alemannien besteht [102 Besonders ist zu beachten die Familie jenes Otgerus, der in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts nach Wartmann I nr. 13 mit seinen Söhnen an St. Gallen Unfreie in Hadlukon, ferner in Dürnten. Vgl. Wartmann I nr. 74. Dieser Otgarus, der 775 schon verstorben war, mag identisch sein mit Otgarus, dem Sohn des Hetti oder Hattinus. Vgl. Wartmann I nr. 44 und 45. Da Wartmann I nr. 74 nur im Codex Traditionum überliefert ist, während das Original wohl zu denen gehört, die M. Goldast verschleppt hat, hatte ich erwogen, ob Unforahthus auf einen Abschreibfehler aus Unvorachus entstanden sei. Indessen kommt der Name Unforath wirklich vor, wie die Einsichtnahme in die Handschrift des St. Gallener Verbbrüderungsbuches zeigte. Vgl. Piper Seite 982 c. 300.]. Am ehesten könnte man vermuten, daß der in der aufschlußreichen Liste der sächsischen Geiseln aus den späteren Jahren KARLS DES GROSSEN genannte Graf Audraccus der Vater Alpkers gewesen ist [103 Vgl. Capit. I, Seite 233 nr. 115.]. In der Liste findet man als Geiselbewahrer drei Bischöfe, einen Abt und 21 Grundherren, deren Sitz zum größten Teil in Alemannien sicher nachgewiesen werden kann. Dort ist außer Audraccus auch Graf Unroch erwähnt. Mit einiger Wahrscheinlichkeit kann Audraccus mit dem missus Audaccrus identifiziert werden, der zusammen mit dem alemannischen Grafen Grahamannus 788 in Bayern gegen die Awaren kämpfte [104 Ann. regni Franc. ad a. 788, Seite 82.].
Wenn wir nun auch offen lassen müssen, ob Autcharius der Bruder oder Schwager des Grafen Unruoch war [105 Genealogisch stellt sich der gesicherte Zusammenhang folgendermaßen dar:

    Unroch                                  Autcharius
                                                      I
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                                          Alpkar              Autcharius
                                   Unrochi nepos

Daß Unroch und Autcharius Brüder waren, ist nicht "stabilito", wie Gabotto a.a.O. Seite 156 meint, sondern nur möglich. Ebensowenig kann es aber auch mit Hirsch a.a.O. Seite 34f. Anm. 6 kategorisch bestritten werden.],  so beweist ihre Verwandtschaft einerseits, daß schon vor der Einsetzung Eberhards in Friaul die UNRUOCHINGER durch Alpkar Beziehungen zu Italien gehabt haben, und zum andern wirft sie neues Licht auf die alemannische Stellung der UNRUOCHINGER. Unruochs Nennung in der erwähnten sächsischen Geiselliste, seine Beziehungen zu Autchar und Alpkar aus Alemannien, die Vererbung von alemannischen Besitz durch seinen Sohn Eberhard [106 Vgl. das Testament Eberhards von 867 im Cartulaire de l'abbaye de Cysoing, ed. I. de Coussemaker (1883) Seite 1 nr. 1.] macht eine Verflochtenheit der UNRUOCHINGER mit Alemannien sicher. Es ist sogar ernstlich zu beachten, daß Eberhards erstgeborener Sohn außer den langobardischen gerade die alemannischen, nicht etwa die fränkischen Güter erbte. Trotzdem soll nicht behauptet werden, daß die UNRUOCHINGER altalemannischer Herkunft sein müßten und ihre bedeutenden flämischen und nordfranzösischen Besitzungen erst Eberhards Heirat mit der karolingischen Prinzessin verdankten. Manches spricht dafür, daß sie ebenso wie Gerold, Cancor, Ruthard, Warin und gewiß noch viele andere im Zuge der fränkischen Durchdringung Alemanniens ins Land gekommen sind. Es ist möglich, daß nur Unruochs unbekannte Gattin aus einem in Alemannien ansässigen Haus stammte. Aber die UNRUOCHINGER müssen jedenfalls in Alemannien ziemlich stark verwurzelt gewesen sein.
In Italien waren die UNRUOCHINGER mit anderen dort lebenden Personen und Sippen verwandtschaftlich verbunden. Die Ehe des jüngeren Unruoch mit der ETICHONIN Ava wurde bereits erwähnt [107
Vgl. oben Anm. 92.]. Im Testament Eberhards und Giselas wird ein nepos Adalroch genannt, der vor 880 als comes und missus KARLS III. in Turin auftritt [108 Coussemaker Seite 5; D Kl III 25.]. Wenn er identisch wäre mit dem im Reichenauer Verbrüderungsbuch eingetragenen Adalroch, würde dies auch für ihn auf alemannische Beziehungen hindeuten [109 Piper Seite 273 c. 411.]. Berthila, die Gattin BERENGARS VON FRIAUL endlich stammt aus dem in Italien vielverzweigten Haus der SUPPONIDEN, dem auch Kaiserin Angilberga angehörte. Obgleich das Geschlecht sorgsam erforscht wurde, zuletzt von E. HLAWITSCHKA [110 Hlawitschka a.a.O., Exkurs Seite 129ff.], können wir vorläufig nur vermuten, daß es aus den westlichen Teilen des Groß-Franken-Reiches nach Italien gekommen war. Es ist zu hoffen, daß systematische Untersuchungen über den westfränkischen Adel uns zu genaueren Ergebnissen führen.


 
 
 








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