Das Geschlecht von Poděbrad (deutsch Podiebrad)
war
ein Adels-Geschlecht in Böhmen, Mähren und Schlesien. Es ging
aus einem Ast des Geschlechts derer von Kunštát hervor.
- Boček bekam durch Heirat mit Elisabeth
von Lichtenburg (Eliška
z Lichtemburga) 1350 den Ort Poděbrady. 1365 kaufte er
Prostějov,
1369 Bučovice und 1371 die Burg Litice nad Orlicí hinzu.
- Sein Sohn Boček Kämmerer von
Böhmen in den
Jahren 1404–1408 sowie Oberstlandschreiber, erwarb Kunštát,
Rychemberk, Skuhrov, Solnice, Náchod und weitere
Ländereien.
- Viktorin
auf Litice, Náchod
und
Pardubice war
Vertreter der Hussiten und Freund des Jan Žižka. Er starb 1427,
hinterließ einige Töchter und den Sohn Georg von Podiebrad
(Jiří
z Poděbrad), der böhmischer König wurde.
- Georg von
Podiebrad hinterließ
seinen Erben einige
Erbherrschaften in Böhmen und Mähren, sowie die schlesischen
Herzogtümer Münsterberg und Troppau sowie die Grafschaft
Glatz.
- Sein Sohn Viktorin war seit 1459 Herzog
von
Münsterberg und Graf von Glatz. 1462 wurde dieser Titel auch an
die anderen Söhne des verstorbenen Königs vergeben.
- Georg
Hynek von Podiebrad (1452–1492),
böhmischer Diplomat
und Schriftsteller
Das Geschlecht starb 1647 aus