HUMBERTINER
 

Lexikon des Mittelalters: Band V Seite 209
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Humbertiner
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aus Burgund stammendes, nach römischem Recht lebendes Hochadels-Geschlecht der Grafen von Savoyen, von dem die Seitenlinien der Grafen von Savoyen-Achaia (13. Jahrhundert), Bresse (15. Jahrhundert) - später Könige von Sizilien und Sardinien - und Savoyen Carignano (16. Jahrhundert) - später Könige von Sardinien und Italien - abstammen.
Benannt nach Humbert I. Weißhand (um 1048). Südlich der Alpen setzte sich die Familie durch die wahrscheinlich durch Kaiser HEINRICH III. vermittelte Heirat zwischen Humberts I. Sohn Otto I. und Adelheid, der Tochter des Markgrafen Odelrich Manfred von Turin fest, die außer der Markgrafschaft Turin noch die Grafschaften Auriate, Bredulo, Asti, Alba, Albenga und Ventimiglia als Erbe in die Ehe einbrachte, die allerdings der Familie zum großen Teil schon unter ihrer Regentschaft (1060-1091) für ihre Söhne Peter I. und Amadeus II. sowie ihren Enkel Humbert II. weitgehend verlorengingen.
Schon in dieser Phase setzte die Verschwägerung mit europäischen Herrscher-Häusern ein, durch welche das Prestige der Familie aufgewertet und die Expansionspolitik unter Humberts II. Nachfolgern begünstigt wurde. Seit ca. 1125 benannten sich die HUMBERTINER nach der Grafschaft Savoyen.
R. Pauler

Literatur:
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G. Tabacco, Lo stato sabaudo nel Sacro Romano Impero, 1939
F. Cognasso, I Savoia, 1971
G. Sergi, Potere e territorio lungo la strada di Francia, Nuovo Medioevo 20, 1982
A.M. Nada Patrone, Il Medioevo in Piemonte, 1986.