Schwennicke, Detlef:
Tafel 45
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"Europäische
Stammtafeln.
Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge
Band
III Teilband 1, Herzogs- und Grafenhäuser des Heiligen
Römischen
Reiches und andere europäische Fürstenhäuser"
Lexikon des Mittelalters:
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Cilli
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I. Stadt:
Cilli (slowenischer Name Celje; römisch, wohl aus dem Keltischen
abgeleiteter Name Celeia, mittelalterlich lateinisch Cilia), Stadt in
Slowenien (nordwestliches Jugoslawien), an der Verbindungslinie
Nord-Adria-Pannonien. Die südnorische Siedlung, in der
römischen Kaiserzeit Municipium und im 6. Jahrhundert
Bischofssitz, wurde 579 von Slaven und Avaren vernichtet.
Der mittelalterliche Ort entstand ohne nachweisbare
Siedlungskontinuität auf den Resten der antiken Stadt.
Um 1130 war die Höhenburg Cilli Sitz der Markgrafen von Saunien,
dann unterstanden Cilli und sein Gebiet den Grafen von Heunburg und
kamen 1322/1333 an die SANNEGGER,
die späteren Grafen von Cilli (Abschnitt II).
Der vorwiegend für den Transitverkehr bedeutende Ort war
spätestens um 1300 Markt (Minoriten-Kloster vor 1310), obwohl er
erst 1323 als solcher belegt ist.
Im 14. Jahrhundert bestand in Cilli eine Judengemeinde (Vertreibung
durch Graf Hermann II.).
Seit etwa 1400 war im Ort die gräfliche Residenz, daneben eine
Kanzlei (»Schreibhaus«). Die Stadterhebung und Ummauerung
(zum Teil auf römischen Fundamenten) von Cilli, das 1311 zur
Steiermark kam und lange nicht landesfürstlich war, erfolgte knapp
vor 1451.
Die Autonomie der relativ kleinen Stadt bildete sich spät aus
(1455 Verleihung der Bürgermeister-, Richter- und Ratswahl). Unter
den HABSBURGERN wurde
Cilli Hauptstadt der gleichnamigen steirischen Grafschaft.
S. Vilfan
II. Grafen und Grafschaft:
Die 1130 nachweisbaren Freien von
Sannegg, die von den Kärntner
Grafen von Heunburg 1322
mit reichem Besitz auch Cilli geerbt hatten, wurden von Kaiser LUDWIG DEM BAYERN 1341 zu Grafen
von Cilli erhoben. Nach dem Protest der HABSBURGER erfolgte durch Kaiser KARL IV. 1372 die neuerliche
Erhebung in den Grafenstand und die Verleihung einer geschlossenen
Grafschaft mit Cilli als Mittelpunkt.
Graf Hermann II. von Cilli,
der in enger Verbindung zu Kaiser SIEGMUND
VON UNGARN stand, begründete den Aufstieg des Hauses.
Nachdem er dem König in der Schlacht bei Nikopolis (1396)
beigestanden war, erhielt er 1399 die Grafschaft Zagorien (Seger). 1401
war Hermann
maßgeblich an der Befreiung des Königs aus der Hand
ungarischer Magnaten beteiligt, 1408 vermählte sich SIEGMUND mit Hermanns Tochter Barbara.
Seit 1406 nannten sich die Grafen von Cilli Banus von Kroatien,
Dalmatien und Slawonien. Von den Kärntner
Grafen von Ortenburg
erbten sie 1422 reichen Besitz in Kärnten und Krain (Gottschee).
Die Ehen von Hermanns
Vetter Wilhelm mit Anna, der Tochter König Kasimirs des Großen von Polen
(1380), und von Wilhelms
Tochter Anna mit
König Wladislaw Jagiello
(1402) zeigen, daß die Grafen von Cilli längst zum
europäischen Hochadel zählten.
Da Hermann II. vor der
geplanten Standeserhebung 1435 starb, erhob Kaiser SIEGMUND 1436 dessen Sohn und
Enkel, Friedrich II. und
Ulrich II. von Cilli, in
den Reichsfürstenstand. Damit entstand aus den reichen Gütern
in Ungarn, der Steiermark, Kärnten und Krain ein eigenes
Fürstentum, über das die Grafen die volle Landeshoheit
ausübten. Der glanzvolle äußere Aufstieg wurde aber
durch Krisen in der Familie überschattet. Graf Friedrich II. ermordete 1422
seine Gattin und verband sich in geheimer Ehe mit dem kroatischen Edelfräulein Veronika von Desinic, die sein
erzürnter Vater ertränken ließ. Ulrich II. war der
politisch bedeutendste, aber auch skrupelloseste Vertreter des Hauses.
Bereits 1437 Statthalter von Böhmen, wurde er nach einer
vorübergehenden Entmachtung als Vormund seines Neffen Ladislaus Postumus 1455 zum
eigentlichen Regenten in Österreich. In Ungarn geriet er zu Johannes Hunyady, der seine
Erbansprüche auf das Königreich Bosnien durchkreuzt hatte, in
unversöhnlichen Gegensatz. Nach dessen Tod wurde Ulrich im Herbst 1456 von
König Ladislaus zum
Statthalter von Ungarn ernannt, aber schon am 9. September 1456 von Ladislaus Hunyady in Belgrad
ermordet.
Das Erbe der Grafen von Cilli, die trotz ihrer deutschen Abstammung und
Sprache den Typ der internationalen Hocharistokratie verkörperten,
fiel nach längeren Kämpfen an Kaiser FRIEDRICH III. und sicherte die
Landeseinheit von Steiermark, Kärnten und Krain unter der
Herrschaft der HABSBURGER.
H. Dopsch
Literatur:
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F. v. Krones, Die Freien v. Saneck und ihre Chronik als Gf.en v. C.,
1883
A. Gubo, Gesch. der Stadt C., 1909
H. Pirchegger, Die Gf.en v. C., ihre Gft. und ihre untersteir.
Herrschaften, Ostdt. Wiss. 2, 1956, 157-200
J. Orozen, Zgodovina Celja in okolice I, Celje 1971
H. Dopsch, Die Gf.en v. C. ein Forschungsproblem?, Südostdt.
Archiv 17/18, 1974/75, 9-49. Vom Kern ihrer Besitzungen in der
Steiermark aus
hatten die CILLIER
beträchtliche Gebiete in Kärnten, Krain, Kroatien und
im
südlichen Ungarn
erworben, gefördert auch von SIGISMUND,
der
Hermann die gleiche
Dankbarkeit
für die Lebensrettung auf dem
Schlachtfeld von
Nikopolis entgegenbrachte wie dem Nürnberger
Burggrafen Johann III.
von Zollern. Mit Unterstützung der
CILLI-GARAI-Parteiung
gelang es
SIGISMUND im
Herbst 1403, den letzten
ernsthaften Versuch seiner innenpolitischen Widersacher, ihn zu
entthronen, abzuwehren. Die Dankbarkeit blieb den beiden Protagonisten
lebenslang erhalten:
Während sein
Schwager Miklos
Garai 30 Jahre
lang mit dem Amt des Palatins das
Recht zur Stellvertretung des
Königs besaß, brachte es sein
Schwieger-Vater Hermann II. von
Cilli zum Banus von Kroatien,
Dalmatien und Slavonien. Mit dem
reichen
Erbe des 1418 ausgestorbenen gräflich-ortenburgischen Hauses und
dank geschickter Zukäufe kontrollierten die CILLIER weite Teile
der Steiermark, von Kärnten und Krain. Die CILLIER wurden trotz
Einspruchs der HABSBURGER
1435 vom Kaiser in den
Reichsfürstenstand erhoben.
Theuer
Franz: Seite 33
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"Der Raub der Stephanskrone. Der Kampf der Luxemburger,
Habsburger, Jagiellonen, Cillier und Hunyaden um die Vorherrschaft im
pannonischen Raum."
Zu den historischen Wurzeln des bereits jetzt mächtigen
Geschlechtes der CILLIER:
Mit
der Nennung des "Santales" tritt das
"Hochfreie Geschlecht der SANNEGGER"
in unseren Gesichtskreis. Sie, die
Ahnen der späteren Grafen von Cilli" nannten sich seit 1130 "von
Soune", nach der Sann, einem Nebenfluß der Save. Ihre
soziale
Stellung, ihr ältester Besitz, der Zeitpunkt ihres ersten
urkundlichen Auftretens und die Leitnamen des Geschlechtes sprechen
für ihre Abstammung von Askuin,
dem Vogt und Blutsverwandten
der
heiligen Hemma von Gurk.
Seit
1173 führt ihr Geschlecht nach
einer Burg, die es wahrscheinlich zwischen 1130 und 1139 auf seinem
Eigenbesitz südlich von Fraßlau errichtet hatte, das
Prädikat "von Sannegg".
Erst nach dem Ende der meisten hochfreien
Familien in der Steiermark im 12.
und 13. Jahrhundert gewannen die
"Freien von Sannegg" größere politische Bedeutung. Im Jahre
1308 entschied sich Ulrich II.,
der Freie von Sannegg,
für eine
engere Anlehnung an die HABSBURGER,
deren Herrschaft über
Steiermark unter König ALBRECHT
I.
entscheidend gestärkt
worden war, und trug seinen gesamten Eigenbesitz Herzog Friedrich dem
Schönen zu Lehen auf. Ulrich II., der sich 1286 mit Katharina,
Gräfin von Heunburg,
vermählt hatte, und um 1316 gestorben
ist, ließ es, trotz seines guten Verhältnisses zu den
HABSBURGERN
zu, daß sein Sohn Friedrich
I. (1318-1359), der
Diemut von Walsee (1329-1358),
der Witwe nach Graf Andreas II.
von
Güssing, vermählt war, schon nach dem Ausgleich der
HABSBURGER
mit den GÖRZ-TIROLERN
von
Herzog Heinrich
von Kärnten 1311 zum Landeshauptmann von Krain
bestellt wurde und damit in Gegensatz zu den HABSBURGERN
zu geraten
drohte.
Für Friedrich von Sannegg,
der seine Schwester Anna 1318
Rudolf Otto von Liechtenstein
zur
Frau gab, war das Jahr 1322 von großer Bedeutung. In diesem Jahr
wurde er der Erbe der aussterbenden
Grafen von Heunburg, von dem ein
großer Teil (seine Mutter
Katharina war ja eine HEUNBURGERIN)
an
die SANNEGGER fiel, die
damit
zu reichen Grundbesitzern wurden. In
dieser Zeit bot sich den SANNEGGERN
zum erstenmal die Gelegenheit, aus
ihren Eheverbindungen mit den gräflichen Familien der HEUNBURGER,
LIECHTENSTEINER und PFANNBERGERN Nutzen zu ziehen.
Friedrich I. von
Sannegg, der bedeutendste Vertreter des Geschlechtes im 14.
Jahrhundert, erkannte die Chance. Er vermählte seinen Sohn Ulrich
III. mit Adelheit,
der Gräfin von Ortenburg und
seine Tochter Anna
mit Adelheits Bruder,
dem Grafen Otto von Ortenburg.
Hermann I., sein
zweiter Sohn, vermählte sich nach dem Tode seines Vaters 1361 in
zweiter Ehe mit Katharina,
der Tochter Stephan II. Kotromanic,
des
regierenden Bans
von Bosnien, während Friedrichs
zweite Tochter,
Katharina, sich mit dem
Grafen Adalbert von Görz
vermählte.
Friedrich I. schreckte,
gestützt auf seine bereits
beträchtlichen Besitzungen und seine Familien-Verbindungen auch
vor einer langjährigen Fehde mit dem Landmarschall von
Kärnten, Konrad von
Aufenstein, nicht
zurück, um sich mit dem
ungeteilten Besitz der Burgherrschaft
und des Marktes Cilli den
zentralen Ort des gesamten Sann-Gebietes zu sichern. Mit der
endgültigen Erwerbung von Cilli, 1333, war zugleich ein neues
Zentrum für die zahlreichen Güter der SANNEGGER gegeben.
Schon im darauffolgenden Jahre wurde Friedrich
von Sannegg von den
HABSBURGERN
auch als Landeshauptmann von Krain und der Windischen Mark
bestätigt.
Kaiser LUDWIG DER BAYER
nahm
den raschen Aufstieg der Freien von
Sannegg in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts zum Anlaß,
um Friedrich I. am 16.
April
1341 zum "Grafen von Cilli" zu
erheben.
Obwohl Graf Friedrich von Cilli
damals nur die Gurker Lehensherrschaft
Lengenburg als Grafschaft erhielt, weil innerhalb der Herrschaft Cilli
noch landesfürstlicher Pfandbesitz lag, war die Erhebung des
SANNEGGERS zum "Reichsgrafen"
zweifellos gegen die HABSBURGER
gerichtet, die bestrebt waren, in der Steiermark, in Kärnten und
Krain ihre Lehnshoheit durchzusetzen. Die Grafen von Cilli, wie sich ab
dieser Ernennung die Freien von Sannegg nannten, sollten bald zu einem
der bedeutendsten Geschlechter Inner-Österreichs aufsteigen.
Am 31. Juli 1348 hob Kaiser KARL
IV. alle Gnaden
und Freiheiten auf,
die Kaiser LUDWIG DER BAYER
zum
Nachteil der und ihrer
Länder verliehen hatte. Trotzdem verwehrten die HABSBURGER auch den
CILLIERN den Grafentitel
nicht,
war doch Friedrich I.
Landeshauptmann in Krain
gewesen. Sie brachte jedoch ihre Auffassung
von der Landstandschaft der CILLIER
durch
nicht weniger als sieben
landesfürstliche Blutbannverleihungen an die Grafen deutlich genug
zum Ausdruck.
Am bisherigen Verhältnis der HABSBURGER
zu
den CILLIERN
änderte auch die neuerliche Erhebung Hermanns I. und Wilhelms Sohnes Ulrichs III. und Neffen Friedrichs I.) zu den Grafen
von Cilli
nichts, die Kaiser KARL IV.
1372 mit
Zustimmung der HABSBURGER
vornahm.
Die Verleihung einer neuen wesentlich größeren Grafschaft
mit Cilli als Mittelpunkt war aber wieder gegen die HABSBURGER
gerichtet, die sich nach
dem Tode Rudolfs
IV. in
einer Periode der
Schwäche befanden.
Von den Söhnen Friedrichs
I.
tat sich Ulrich
III. als tapferer
Kriegsmann hervor. Peter Suchenwirt berichtet in seiner Spruchsammlung
anschaulich von den Fahrten, die Ulrich
als Söldnerführer in
den Diensten der HABSBURGER
der Patriarchen von Aquileja, des Kaisers
LUDWIG IV.
und vor allem König Ludwigs
I. von Ungarn
unternahm
und die den Grafen nach Brandenburg, Tirol, Venedig und Böhmen,
aber auch nach Bulgarien und Serbien geführt hatten. Den
LUXEMBURGER König KARL IV. begleitetet Graf Ulrich auf dessen
erster Romfahrt. Neben der Eheschließung mit der Gräfin
Adelheit von Ortenburg
eröffnete vor allem die Gunst des
Ungarn-
Königs, die von der deutschsprachigen Historiographie bisher zu
wenig beachtet worden scheint, den Grafen von Cillli die
Möglichkeit zu großartigen dynastischen Verbindungen. Schon
damals - und nicht erst unter Graf
Hermann II., wie
allgemein
dargestellt wird - wurde der Grundstein für den Aufstieg der
CILLIER in die
große
Politik gelegt. Durch die Vermittlung
König Ludwigs von Ungarn
vermählte sich Graf Hermann
I.
von
Cilli 1361 mit der bosnischen
Fürsten-Tochter Katharina.
Diese war
nicht - wie die ältere Forschung annahm - die Tochter des
Königs Tvrtko I.,
sondern
des regierenden Bans von Bosnien,
Stephan II.
Kotromanic, wie wir schon wissen. Da Katharinas
Schwester
Elisabeth die Gemahlin
König Ludwigs des
Großen
war, wurde
Graf Hermann I., der
Schwager des Ungarn-Königs
.
Graf
Hermanns Cousin,
Graf Wilhelm, der Sohn Ulrichs III., erhielt die
Hand
einer Königs-Tochter.
König Ludwig I. (auch
der Große
genannt) war nach dem Tod
seines Oheims Kasimir des
Großen,
des letzten polnischenPIASTEN-Königs,
der 1370 starb, auch König von Polen
geworden. Der Ehe Kasimirs
mit Hedwig von Glogau
entstammten zwei
Töchter, Anna und Hedwig. Am 6.
April 1380 wurde Anna, die
ältere der beiden, mit dem Grafen
Wilhelm
von Cilli vermählt,
wobei sie von König Ludwig
eine Mitgift von
20.000 Goldgulden
erhielt. König Ludwig,
der berechnende ANJOU,
wollte damit aber
nicht nur die Dienste der Grafen von Cilli belohnen, sondern auch die
Prinzessin Anna als eine
mögliche Konkurrentin um die Erbfolge in
Polen, die er seiner eigenen Tochter Hedwig zugedacht
hatte,
ausschalten. Die Stellung der Gräfin
Anna von Cilli als
Tochter
des letzten PIASTEN-Königs
sollte, wenn auch zwei Jahrzehnte
später, zu großer politischer Bedeutung gelangen.
Königin Hedwig, die
Tochter Ludwigs des Großen,
hatte sich
mit Wadislaw Jagiello,
dem Großfürsten von Litauen,
vermählt. Vor ihrem Tode im Jahr 1399 nahm sie ihrem Gatten das
Versprechen ab, sich in zweiter Ehe mit Gräfin Anna von Cilli, der
Tochter des Grafen Wilhelm
und Enkelin Kasimirs des
Großen zu
vermählen. Obwohl Anna von
Cilli
keine Schönheit war und sich
in Polen zunächst nicht zurecht fand, weil sie nur die deutsche
Sprache beherrschte, fand am 29. Jänner 1402 in Krakau die
Hochzeit
mit Wladislaw
I. Jagiello und ein Jahr später die Krönung zur
Königin von Polen statt. Damit wurde die Verbindung der
JAGIELLONEN
zum alten PIASTEN-Hause,
die
zunächst durch Hedwig von
Anjou gegeben war, durch Anna
von Cilli erneuert
und vertieft. Für
das Haus CILLI aber
bleibt
die
beachtenswerte Tatsache, daß seine
Mitglieder schon in der ersten und zweiten Generation zu
Heiratsverbindungen mit Königs-Familien fähig waren.
Mit Anna,
der Gemahlin Jagielllos,
starb die Linie Ulrichs
aus.
Hermanns Sohn aus der
ersten
Ehe mit der Tochter des bosnischen
Königs Stephan II.
Kotromanic, der ebenfalls auf den Namen Hermann
getauft wurde, ist es, der sich in Ungarn im Dienste SIGMUNDS
hervortun
und zu größtem Einfluß gelangen sollte, war er doch
der Schwieger-Vater des König SIGMUNDS
geworden. Durch Graf
Hermann II. war somit
das Haus
CILLI auch mit dem bosnischen
Königs-Haus verwandt. Seiner Ehe mit Katharina entsprossen drei
Söhne und drei Töchter. Die älteste seiner Töchter,
Elisabeth, vermählte
er
mit dem Grafen von Görz, die zweite
Anna, mit Graf Nikolaus
von Gara und die dritte,
Barbara,
war eben die
Gemahlin König SIGMUNDS
geworden.