BILLUNGER
EUROPÄISCHE STAMMTAFELN NEUE
FOLGE BAND I.1 TAFEL
11
Lexikon des Mittelalters: Band II
Spalte 192
********************
Billunger
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Die Forschung unterscheidet zwischen den älteren
BILLUNGERN,
die im 9. Jahrhundert seit der Zeit
KARLS DES GROSSEN
zu den führenden Adels-Geschlechtern Ost-Sachsens gehörten,
und
den jüngeren
BILLUNGERN,
die hier
seit 1. Hälfte des 10. Jahrhundert wachsenden Einfluß
gewannen.
Zwischen
beiden Familien bestand wahrscheinlich ein verwandtschaftlicher
Zusammenhang;
doch läßt er sich nicht genau bestimmen, da man für die
älteren
BILLUNGER
keine
Stammtafel aufstellen kann.
Die ersten uns bekannten jüngeren
BILLUNGER
sind
Graf
Wichmann der Ältere († 944)
und sein jüngerer Bruder
Hermann,
den OTTO I. 936 als
Oberbefehlshaber
an der unteren Elbe einsetzte und dem der König wiederholt seine
Vertretung
in Sachsen übertrug. Der Bardengau mit Lüneburg ist die
Kernlandschaft
der BILLUNGER;
doch besaßen
sie
wohl an der mittleren Weser Besitzrechte. Da sich
Wichmann der Jüngere
und sein Bruder Ekbert
954/55 am Liudolfingischen Aufstand gegen
OTTO
I. beteiligten, konnte Hermann
auch ihre Besitzungen
weitgehend in seine Hand bringen.
Aus der herzogsähnlichen
Stellung,
die er bei seinem Tod (973) einnahm, erwuchs unter seinem Sohn
Bernhard
I. (973-1011) die herzogliche Gewalt der BILLUNGER in
Sachsen, die
Bernhard II. (1013-1059)
noch weiter ausbaute.
Durch
ihre wiederholte Teilnahme an den Slaven-Feldzügen der deutschen
Kaiser
und Könige und durch eigene Vorstöße gegen die
Abodriten
konnten die BILLUNGER ihre
Herrschaft
als Markgrafen im Gebiet östlich der unteren Elbe festigen.
Bernhard
II. und sein Sohn Ordulf
(1059-1072) gerieten durch ihre
Politik
in Gegensatz zum salischen
Königs-Haus
und zum Erzbistum Hamburg-Bremen.
Unter Ordulf und seinem
Sohn Magnus
(1072-1106) verloren die BILLUNGER
ihren früheren Einfluß; in den Auseinandersetzungen der
Sachsen
mit HEINRICH IV. haben sie keine
führende
Rolle mehr gespielt. Durch einen Sieg über die Wenden im Jahre
1093
schuf aber
Magnus
die Voraussetzung dafür, daß der christliche
Slaven-Fürst Heinrich, der Sohn des 1066
ermordeten Fürsten
Gottschalk,
die Herrschaft seines Geschlechts im Abodriten-Land wieder errichten
konnte.
Mit Magnus starben die BILLUNGER
in männlicher Linie aus. Ihre umfangreichen Eigengüter gingen
über seine beiden Töchter Wulfhild und Eilika
an
die WELFEN und ASKANIER über.
Literatur:
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HEG I, 701-726
S. Krüger, Stud. zur sächs. Grafschaftsverfassung im 9.
Jh., 1950
I. Pellens, Die Slavenpolitik der Billunger im 10. und 11. Jh.
[Diss. masch. Kiel 1950]
H.-J. Freytag, Die Herrschaft der B. in Sachsen, 1951
R. Bork, Die B. [Diss. masch. Greifswald 1951]
G. Labuda, Fragmenty dziejów Slowianszczyzny zachodniej 1,
1960, 205-302
A.K. Hömberg, Westfalen und das sächs. Hzm., 1963
K. Jordan, Die Urk. Heinrichs IV. für Hzg. Ordulf v. Sachsen
vom Jahr 1062, ADipl 9/10, 1963/64, 53-66
R. Wenskus, Sächs. Stammesadel und frk. Reichsadel, 1976
W. Giese, Der Stamm der Sachsen und das Reich in otton. und sal.
Zeit, 1979.
Klauser Heinrich:
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"Lexikon deutscher Herrscher und
Fürstenhäuser"
Billunger, Billinger
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Adels-Geschlecht, Herzöge von
Sachsen 961-1106, mit
großen Besitzungen in Sachsen und Thüringen.
Stammburg auf dem Kalkberg von Lüneburg.
Der BILLUNGER Hermann
der Jüngere und Magnus
standen an der Spitze einer Verschwörung
gegen König
HEINRICH IV.
Sächsisches mit den
OTTONEN,
EKBERTINERN und dem Hause Widukinds verschwägertes
Adels-Geschlecht,
das von 961 bis 1106 die Herzöge von Sachsen stellte. Als
Vorfahren
der BILLUNGER
sind Angehörige
einer Verwandtengruppe zu erkennen, die als 'Nachfahren Widukinds' zum
höchsten sächsischen Adel gehörten und im endenden 9.
und
beginnenden 10. Jahrhundert eine außergewöhnliche
Machtstellung
sowohl im weltlichen als auch im geistlichen Bereich im nördlichen
Sachsen innehatten. Ihre Besitzschwerpunkte waren der Bardengau (Raum
Lüneburg),
Marstemgau (Raum Hannover), Tilithigau (Raum
Leine/Oberweser-Schauenburg),
im Raum Braunschweig, in Friesland und Westfalen. Hauptsitz war
Lüneburg
mit der Burg auf dem Kalkberg.
Trillmich Werner: Seite 53,63
**************
"Kaiser Konrad II. und seine Zeit" 1991
Auch die BILLUNGER
waren in Lothringen begütert. Mathilde († 1008), eine
Tochter
Herzog
Hermanns, heiratete Balduin von Flandern und nach
dessen Tode
Gottfried
von Verdun. Wichmann
auf Burg Monterberg bei Kalkar
hatte
außer Grafenrechten im Süder-, Amber- und Düffelgau um
Cleve die Verwaltung des Hattuariergaus an der Niers um Geldern und
Gennep
inne, sowie wahrscheinlich die Pfalzgrafschaft Nimwegen. In Sachsen,
nach
dessen Recht er lebte, war er Vogt von Borghorst, Metelen und Vreden,
wo
man ihn 1016 begrub. Den an ihm begangenen Mord rächte sein
Vetter,
Herzog
Bernhard II.
Mächtiger als die Grafen von Werl war die
Sippe
der BILLUNGER.
Sie verfügte über Allodien, Grafenrechte, Lehen und Vogteien
in Engern und Ostfalen von der Unterelbe und Weser südwärts
bis
in die Nähe von Corvey und an den Harz. Rechts der Elbe
gehörten
ihnen Ländereien bei Ertheneburg. In Hamburg saßen sie als
Grafen
und Vögte neben dem Erzbischof in der Domfeste. In den
Diözesen
Bremen und Verden verwaltete die Familie fast alle Grafschaften und
Vogtgerechtsame.
Verden behandelten die BILLUNGER
fast
wie ein Eigenbistum. Besonders umfangreiche Allodien lagen im
Bardengau,
um Bardowiek und um die Festung auf dem Lüneburger Kalkberge, an
dessen
Fuße das Michaels-Kloster der Sippe als Grablege diente.
Beträchtliche
Einkünfte dürften Markt und Salzgewinnung erbracht haben. Ein
sehr wertvolles Reichslehen war die große Grundherrschaft Lesum
nördlich
von Bremen, die es ermöglichte, auf den Erzbischof Druck
auszuüben.
BILLUNGER
Güter im Laargau links der Weser oberhalb der Huntemündung
sicherte
den Zugang zum friesischen Astergau um Jever, dessen
selbstbewußte
Bevölkerung den Sachsen allerdings zähen Widerstand
entgegensetzte.
Allodien, Grafschaften und Vogteien häuften sich ferner in der
Diözese
Minden an der mittleren Weser. Schalksburg und Bückeburg an der
Porta
Westfalica überwachten Engerns wichtigste Staßenkreuzung.
Als
Familienklöster erhielten Kemnade, Möllenbeck und St. Marien
zu Herford großzügige Zuwendungen. Die
verhältnismäßig
dichte Grundherrschaft der BILLUNGER
endete am Nordrande des Bistums Paderborn zwischen Herford und Corvey,
sowie westlich vom Hildesheimer Sprengel. Im Harzvorlande hatten
Auseinandersetzungen
mit den LIUDOLFINGERN
beträchtliche
Verluste um Königsdahlum und die Alaburg bei Goslar, vielleicht
sogar
rechts der Oker. Auf verwandtschaftliche Beziehungen zur Widukind-Sippe
geht westfälischer Streubesitz an der mittleren Lippe und Ruhr
zurück,
ebenso um Stift Vreden bei Stadtlohn sowie in Lingens Umgebung, wo die
Straße von Deventer nach Bremen die Ems überschreitet.
www.wikipedia.de
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BILLUNGER
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Die BILLUNGER sind
ein sächsisches Adels-Geschlecht aus dem frühen Mittelalter.
Sie
werden in die älteren
und jüngeren BILLUNGER
unterteilt,
wobei der verwandtschaftliche Zusammenhang zwischen beiden nicht
eindeutig geklärt ist.
Die älteren BILLUNGER
traten zur Zeit KARLS DES GROSSEN
auf.
Erster namentlich bekannter Billunger ist Graf Wichmann (Wychmannus
comes), der 811 Verhandlungen
an der Eider geführt haben soll. Wichmann II. war
Graf im Hamaland. Zur
Familie gehört auch der „princeps“
Billung, der durch seine
Tochter Oda († 913) der Schwieger-Vater
des sächsischen Grafen Liudolf
(† 866) wurde.
In der 1. Hälfte der 10. Jahrhunderts stiegen die jüngeren
BILLUNGER in der gleichen Region zu Einfluss auf, Machtbasis
waren der
Eigenbesitz der Familie sowie die gräflichen Rechte an der Elbe,
um Lüneburg und an der Oberweser. Hermann Billung
(† 973) wurde 936 von König OTTO I. mit dem Grenzschutz an
der
unteren Elbe in der nach ihm benannten Mark der BILLUNGER beauftragt,
danach auch mehrfach mit der Wahrnehmung der königlichen
Interessen (procurator regis) im Herzogtum Sachsen. Diese
Stellvertretung konnte er 961 mit herzoglichen Rechten ergänzen.
Ihm folgte als Herzog sein Sohn Bernhard
I., der durch
Heirat mit Hildegard von Stade
das Land Hadeln
erwarb. Aus dieser Ehe stammt Herzog
Bernhard II. († 1059).
Sein Sohn, Herzog Ordulf, regierte bis 1072.
Der letzte männliche BILLUNGER,
Ordulfs Sohn Herzog Magnus
(1072-1106), stand von 1073-1075 in Opposition zu den SALIERN, was den
Rückgang der Einflusses
der Familie zum Ende des 11. Jahrhunderts nach sich zog. Nach seinem
Tod wurde der Besitz aufgeteilt:
Das Herzogtum fiel an Lothar
von Supplinburg (auch Süpplingenburg), den späteren
Kaiser, die Familiengüter durch die Ehen der Töchter des
Herzogs an die ASKANIER
und WELFEN, die dadurch
ihre
vorherrschende Stellung in Sachsen und Thüringen begründeten.
Stammliste
--------------
Die Aufstellung der älteren
BILLUNGER reicht bis Hermann
Billung; die Aufstellung zu den jüngeren BILLUNGERN
beginnt mit
Hermann Billungs Eltern;
beide Aufstellung überschneiden sich und
enthalten teils widersprechende Angaben, die auf die jeweils benutzten
unterschiedlichen Quellen zurückzuführen sind.
Ältere Billunger
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Wichmann-Linie
---------------------
- Wichmann,
811,
- Wichmann
(II.), 855 bezeugt, Graf im
Hamaland ∞ NN,
Tochter von Graf Amelung (II.) und
Haduwy (siehe
unten)
- Ekbert,
† 7. Februar vor 932, Graf
- Billing, Graf
- Wichmann
der Ältere, * um 900,
† 23. April 944, Graf im Bardengau, Graf in Wigmodien ∞ Bia von Engern oder von
Ringelheim, * um 895,
† 25.
Mai vor 932, Tochter von Graf
Dietrich
von Ringelheim und der
Reinhild,
Schwester von Königin Mathilde (IMMEDINGER)
- Wichmann II. der Jüngere,
* um 930,
† 22. September 967, Graf
- Imma
- Frederuna, † 3.
Februar …, Äbtissin
von Kemnade
- Ekbert der Einäugige, * um
930, † 4. April 994, Graf im Ambergau
und Derlingau, Vogt
des Bistums
Münster
- Wichmann III., † 5. Oktober 1016, Graf
im Raum Goslar, Graf im Padergau
und Wehsigau ∞ NN,
Tochter von Gottfried, Graf im Hattuariergau
- Wichmann IV.
- Ekbert, * um 980, † nach 1013,
Graf im
Derlingau
- Amelung, †
1031, Vogt der Paderborner
Kirche
- Bruno, †
14. Februar 976, Bischof von
Verden 962-976,
Stifter des Klosters Odenstadt
- Hadwig, * 939, †
4. Juli 1014, Äbtissin
von Gernrode 959-1014 ∞ 952 Siegfried, † 24.
Juni 959, Sohn Geros
- ? Dietrich I., Graf
von Haldensleben
- Amelung,* um 908, † 5.
Mai 962, Bischof von Verden
933-962
- Hermann Billung, * 900/912, †
27.
März 973, Herzog von
Sachsen 961-973
- Hermann
(II.), Graf
Amelung-Linien:
- Amelung
(I.), † nach 811, Graf
- Billung
- Bennid
(Bernhard I.), Graf
- Amelung
(II.), Graf ∞ Haduwy, †
887, Tochter des Asig und
Enkelin des Sachsen-Herzogs Ekbert, Äbtissin
von Herford 858-887 (EKBERTINER
- Bennid (II.)
- Amelung (III.), Graf
- Tochter; ∞ Wichmann (II.), 855 bezeugt, Graf im Hamaland, (siehe oben)
- Wichmann
comes, X 880 [27];
∞ Imhild, vielleicht
Tochter von Graf Rikdag
- Athelbert comes
- Rihhilt
- Rudrat
- NN
- Amelung IV.
genannt Hampo, †
vor 944, Graf
- Bruning, Graf
- Amelung V.,
† um 976
- Sigebodo I. (Siboda) ∞ Hildegunde, Tochter von Bernhard Billung,
als Witwe Äbtissin von Geseke
- Dodiko,
† 29. August 1020, Graf von Warburg
- Sigebodo (II.) ∞ Weldilmod
- Brunhard,
∞ Gerburg
Weitere Familienmitglieder:
- Billung, „princeps“ ∞ Aeda, Eltern von
- Oda,* 805/806, †
17. Mai 913, 107 Jahre alt, begraben in der
Stiftskirche in Gandersheim ∞ Liudolf
(† 866) Graf in Sachsen (LIUDOLFINGER)
- Bernhard, † 14. Dezember 935, Graf von Borghorst [34]; ∞ Bertha, * um 915, † 12. März 989, [35]
- Billung, * um 880, † 26. Mai 967, Graf
Jüngere Billunger:
----------------------
- NN (?
Billung † 26. Mai 967, Graf)
- Amelung,
† 5. Mai 962, 933 Bischof von Verden
- Wichmann
I.
der Ältere, † 23. April 944, 937 Graf
- Wichmann
II. der Jüngere, †
22. September 967, Graf, 953 bezeugt
- Ekbert
der Einäugige, † 4.
April 994, 953 bezeugt, Graf
im Hastfalagau
- Wichmann
III., erschlagen 9. Oktober 1016 bei Burg Upladen, Graf in Königsdahlum
(heute Ortsteil von Bockenem)
1001/09, wohl 993 Vogt von Metelen,
999 Vogt von Stift Borghorst,
begraben in Vreden, ∞ NN
(wohl Reinmed † 18. Mai …) Tochter des Grafen Gottfried im Hattuariergau
- Sohn, 1016 unter
Vormundschaft des Herzogs
Bernhard II.
- Hermann
Billung, † 27. März 973 in
Quedlinburg, 936 princeps militiae,
940 Graf im Wetigau, 953,
961 und 966 procurator regis in
Sachsen, 965 Graf im
Tilithigau, im Marstemgau,
956 marchio
(Markgraf), 961 Dux (Herzog) in
Sachsen, gründet das St. Michaeliskloster in Lüneburg,
dort
auch begraben wohl I. ∞ Oda,
† 15. März wohl II. ∞ Hildesuit
- Bernhard
I., † 9. Februar
1011 in Corvey, 975 bezeugt,
Herzog in Sachsen,
begraben im St. Michaeliskloster in Lüneburg; ∞
um 990 Hildegard, 25.
Juli 1004 bezeugt, † 3. Oktober
1011, Tochter des
Grafen Heinrich I. der Kahle von Stade
(UDONEN) [1 zu
dieser Ehe siehe
Hauptartikel Bernhard I. (Sachsen)], begraben im St.
Michaeliskloster in
Lüneburg,
- Hermann, †
jung
- Bernhard II., * nach 990,
† 29. Juni 1059,
urk. 1004, Herzog in Sachsen,
begraben in St.
Michaelis in Lüneburg; ∞ Eilika,
† 10. Dezember nach 1055/56,
Tochter des Heinrich von
Schweinfurt,
Markgraf auf dem
Nordgau
- Ordulf (Otto), † 28. März 1072, Herzog
von Sachsen, begraben in St. Michaelis in Lüneburg I.
November
1042 oo Wulfhild von Norwegen,
† 24. Mai
1071, Tochter des Königs Olav II. Haraldsson; II. ∞ Gertrud
von Haldensleben, † 21. Februar
1116, Tochter des Grafen
Konrad,
Witwe von Friedrich
(wohl Friedrich
von Formbach),
1076 in Mainz gefangen
- (I) Magnus, †
23. August 1106 auf
der Ertheneburg)
Herzog von
Sachsen wohl vor 1074, begraben in St. Michaelis in
Lüneburg; ∞ 1070/71 Sophia
von Ungarn, † 18. Juni 1095, Tochter des
Königs
Béla
I. (ARPADEN), Witwe
von Ulrich I.
von Weimar, Markgraf von
Krain und Istrien, begraben in St. Michaelis in
Lüneburg
- Wulfhild, †
29. Dezember 1126 in Altdorf, begraben in Weingarten ∞ Heinrich
IX. der Schwarze, 1120 Herzog
von
Bayern (Welfen), †
13.
Dezember 1126 in Ravensburg,
begraben in Weingarten
- Eilika, †
18. Januar 1142; ∞ Otto
von Ballenstedt, † 9.
Februar 1123, 1112 Herzog von
Sachsen (ASKANIER)
- (II) Bernhard, † nach
Sturz vom Pferd 15.
Juli … in Lüneburg
- Hermann, †
1088 Graf 1059/80
- Gertrud, †
4. August 1089 (oder 1093), I. ∞ Florens
I. Graf von Holland,
ermordet 28. Juni
1061 bei Hemert (heute Zaltbommel-Nederhemert)
(GERULFINGER), II. 1063 ∞ Robert
I. der Friese, † 13.
Oktober 1092, 1062-1071 Graf
von Holland, 1071 Graf von
Flandern
- Ida, †
31. Juli 1101, Erbin von La
Roche-en-Ardenne I. ∞ Friedrich
II. von Luxemburg,
†
28. August 1065, 1046 Herzog
von Nieder-Lothringen (WIGERICHE),
II. 1065/66 ∞ Albert III.,
† 22. Juni 1102,
1063/1064 Graf von Namur,
1035 bezeugt
- ? Benno, bis 1047 Graf
- Thietmar, X im Zweikampf
1. April 1048
in Pöhlde,
Graf, 1004
bezeugt
- Thietmar, ex lex 1053
- Gedesdiu (Gedesti), †
30. Juni nach 1040, wohl 993
Äbtissin von
Metelen,
1002-1040 Äbtissin von Herford,
gründet 2. Juni 1011 das Stift Herford
- ? Mathilde, neptis des Bischofs Thietmar
von Merseburg, † 28. April 1014 in Gernrode,
Nonne in Gernrode,
begraben
daselbst
- ? Othelendis, †
9. März 1044; ∞ Dietrich
III. Hieroselymita
Graf von Holland
993, † 27. Mai 1039
- Liutger,
† 26. Februar 1011, 991 bezeugt, 1001 Graf im Westfalengau,
begraben in St. Michaelis in Lüneburg, ∞ Emma,
† 3. Dezember 1038,
Tochter des Immed IV.
(IMMEDINGER),
Schwester des Bischofs Meinwerk
von Paderborn, begraben im Bremer Dom
- Imad,
† 3.
Februar 1076, 1051-1076 Bischof
von Paderborn, begraben im Paderborner Dom
- Tochter, 1024-39 bezeugt,
vielleicht identisch
mit einer 1047 bezeugten Emma
- Suanhilde, †
26. November 1014, begraben im Kloster Jena, nach 1028 in die
Georgskirche
von Naumburg
(Saale) umgebettet, I. ∞ Thietmar
I., † nach
979, 970 Markgraf von
Meißen, II. vor 1000 oo Ekkehard I., ermordet
30. April 1002
in Pöhlde,
992 Markgraf von Meißen,
Thronkandidat bei der Königswahl
von 1002, begraben im Kloster Jena, nach 1028 in die Georgskirche von
Naumburg
(Saale) umgebettet
- Mathilde, †
25. Mai 1008 in Gent St. Peter, I. 961 oo Balduin III., Graf von
Flandern, † 1. Januar 962, II. um 963
oo Gottfried
der Gefangene, † 3./4. April nach 995,
963-982 Graf von Verdun (Wigeriche), begraben in Gent
St. Peter
- Imma,
995 Nonne zu Herford
Familienmitglieder, deren Verwandtschaftsverhältnis nicht
bekannt ist:
- Hathui
(Hadwig), * 939, † 9. Juli 1014, als Witwe Äbtissin
von Gernrode, begraben
in der Stiftskirche von Gernrode, ∞ 952 Siegfried, †
wohl 959, Sohn des
Markgrafen Gero von der
Ostmark
- Bruno, †
976 wohl am 26. Januar, vor 942 Mönch zu Corvey,
965-976 Bischof von Verden
- Amelung,
Graf 1015/1031, Domvogt zu Paderborn
- Ekbert,
Graf, urk. 14. September
1024, Bruder des Domvogtes
Amelung, wohl um 1013
Graf im Derlingau
Literatur:
-----------
- Wolfgang Giese: Der Stamm der Sachsen und das
Reich in
ottonischer und salischer Zeit. 1979
- Hans-Werner
Goetz: Der Herzogtum der Billunger – Ein sächsischer
Sonderweg? In: Niedersächsisches Jahrbuch für
Landesgeschichte. 1994
- Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln
Band I.1, 2005
darin benutzt (chronologisch):
- Sabine Krüger: Studien zur sächsischen
Grafschaftsverfassung im 9. Jahrhundert. In: Studien und
Vorarbeiten zum Historischen Atlas Norddeutschlands. 19. Heft
Göttingen 1950
- Ruth Bork: Die Billunger mit Beiträgen zur Geschichte
des deutsch-wendischen Grenzraums im 10. und 11. Jahrhundert.
Dissertation phil. masch. Greifswald 1951
- Hans-Joachim Freytag: Die Herrschaft der Billunger in
Sachsen, Göttingen 1951. In: Studien und Vorarbeiten zum
Historischen Atlas Norddeutschlands. 20. Heft
- Albert K. Hömberg: Westfalen
und das sächsische Herzogtum. In: Schriften der
historischen Kommission Westfalens 5. Münster 1963
- Besprechung dazu von Karl Jordans, in:
Osnabrücker
Mitteilungen 71, 1963
- Albert K. Hömberg: Die Urkunde Heinrichs IV. für
Herzog
Ordulf von Sachsen, in: Archiv für Diplomatik 9/10, 1963/64
- Reinhard
Wenskus: Sächsischer Stammesadel und fränkischer
Reichsadel. Göttingen 1976 (Abhandlungen der Akademie der
Wissenschaften in Göttingen, phil.-hist. Klasse, 3. Folge Nr. 93)
- Gerd Althoff: Das Necrolog von Borghorst. In:
Veröffentlichungen
der Historischen Kommission für Westfalen, Westfälische
Gedenkbücher und Nekrologien. Band 1. Münster 1976.
- Gerd Althoff: Adels- und Königsfamilien im Spiegel
ihrer
Memorialüberlieferung. In: Studien zum Totengedenken der
Billunger und Ottonen. München 1984
- Hans Jürgen Brandt, Karl Hengst: Die Bischöfe und
Erzbischöfe von Paderborn. Paderborn 1984
- Joachim Herrmann
(Hrsg.): Die Slawen in Deutschland. Geschichte und Kultur der
slawischen Stämme westlich von Oder und Neiße vom 6. bis 12.
Jahrhundert. Ein Handbuch. Akademie-Verlag, Berlin 1970 (Veröffentlichungen
des Zentralinstituts für Alte Geschichte und Archäologie der
Akademie der Wissenschaften der DDR, Bd. 14).
- Winfried Glocker: Die Verwandten der Ottonen und ihre
Bedeutung in der Politik. In: Studien zur Familienpolitik und
zur Genealogie des sächsischen Kaiserhauses. Köln-Wien
1989
- Gerd Althoff: Die Billunger in der Salierzeit. In: Die
Salier und das Reich. Band 1: Salier, Adel und Reichsverfassung.
Sigmaringen 1991
- Matthias
Becher: Rex, Dux und Gens. Untersuchungen zur Entstehung des
sächsischen Herzogtums im 9. und 10. Jahrhundert. In: Historische
Studien Band 444. Husum 1996