Ludwig I.                                                 Herzog von Orleans (1392-1407)
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13.3.1372-23.11.1407
Paris         Paris

Begraben: Saint-Denis bei Paris
 

2. Sohn des Königs Karl V. der Weise von Frankreich und der Johanna von Bourbon, Tochter von Herzog Peter I.
 

Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 2197
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Ludwig, Herzog von Orleans
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* 13. März 1372, + 23. November 1407
Paris                    Paris

Sohn von König Karl V. und der Jeanne de Bourbon

Einer seiner Taufpaten war Bertrand Du Guesclin. 1376 zum Grafen von Valois ernannt. Nach dem Tode des Königs wurde Ludwig der Vormundschaft seiner Onkel (Herzöge von Anjou, Berry und Burgund sowie Bourbon) unterstellt, die seine Vermählung mit Valentina Visconti (+ 4. Dezember 1409) aushandelten. 1386 Herzog von Touraine und durch seiner Frau Graf von Vertus, war Ludwig reicher an Geld als an Territorialbesitz. Schon in frühen Jahren knüpfte Ludwig an die polituischen Traditionen des Vaters an: Ausbau des Staates, intellektuelle Annäherung an die monarchische Gewalt. Als seine Bruder Karl VI. die Herrschaft übernahm, sorgte Ludwig für die Rückkehr der Räte des Vaters, der Marmousets, an den Hof. Nach dem Ausbruch des Wahnsinns Karls VI. (er hatte während seines ersten Anfalls versucht, den Bruder zu töten) kursierten Gerüchte, nach denen Valentina den König verhext habe und Ludwig der Magie ergeben sei. Ludwig war auch während der Regentschaft bestrebt, die politische Linie der wieder entmachteten Marmousets fortzusetzen. Seit 1391 begann er mit der Bildung eines Territorialfürstentums: Kauf der Grafschaften Blois und Dunois, königliche Übertragung des Herzogtums Orleans (1392) sowie der Grafschaften Angouleme (1394), Perigord (1400) und Dreux; weitere Käufe (Herrschaften in der Champagne; Grafschaft Porcien, 1400; Herrschaft Coucy); Erwerb von Rechten am Herzogtum Luxemburg(1402). In seiner Territorialpolitik wie seiner Bündnispolitik am Hofe sah der Herzog von Burgund, Philipp der Kühne, eine Bedrohung. Beide Fürsten rivalisierten auch um die Regierung des Königreiches. Im Gegensatz zu seinen Onkeln strebte Ludwig die Modernsierung und Stärkung des Staatswesens an, Erhebung der Steuern ohne Konsultation der Etats generaux, Territorialerweiterung des Königreiches (aggressive Haltung gegenüber England und Deutschland). Ludwig war Anhänger des avignonesischen Papsttums, das ihn bei seinen italienischen Ambitionen (Errichtung eines oberitalienischen Königreiches) unterstützte. Seit 1401 mündete die Spannung mit Burgund in offene Feindschaft ein: bewaffnete Auseinandersetzungen, Rivalität um die Steuereinnahmen, die mögliche Regentschaft und die Vormundschaft über die Kinder des Königs (1403). Nach dem Tode Philipps des Kühnen (1404) war Ludwig faktisch Beherrscher des Königreiches, vor allem auf dem Gebiet der Finanzen. 1404-1405 stammten Ludwigs Einkünfte zu 90% aus königlichen Zuwendungen und Pensionen, während er den neuen Herzog von Burgund, Johann (Jean sans peur), von dieser Einnahmequelle abdrängte. 1405 bekämpften sich die Heere der beiden Fürsten in der Umgebung von Paris. Die von Ludwig inspirierte Wiederaufnahme des Krieges gegen England (1406), mit Zielrichtung auf Calais und Guyenne, erwies sich als Fehlschlag. Ludwig zögerte die neue Entziehung der Obödienz an Benedikt XIII. hinaus. Die Steuern, in Form der grandes tailles, lasteten schwer auf der Bevölkerung, bei der Johann mit seinem Reformprogramm (Wiederherstellung traditioneller Freiheiten und der Kircheneinheit) große Popularität genoß. Johann ließ seinen Gegner am 23. November 1407 an einer Ecke der Rue Barbette in Paris ermorden und dieses Attentat durch den Pariser Magister Jean Petit als Tyrannenmord rechtfertigen. Ludwig von Orleans, der Freund der Gelehrsamkeit und Künste, der mit Philippe de Mezieres befreundet war und die frühen Humanisten in Paris zu seinen Ratgebern zählte, war stets darauf bedacht, die Wirksamkeit staatlicher Machtausübung zu steigern. Er hinterließ drei legitime Söhne (Charles d'Orleans, den Dichter, Herzog seit 1407; Philippe, Graf von Vertus, + 1420 ohne Nachkommen; Jean, Graf von Angouleme) sowie den Batard d'Orleans, Graf Jean von Dunois, den Heerführer.


Ludwig I. war 1386-1392 Herzog von Touraine, 1392 Herzog von Orleans, Pair von Frankreich, Graf von Valois, von Brie, von Blois, Dunois und Beaumont-sur-Oise, 1394 auch Graf von Angouleme, Dreux und Perigord, 1400 Graf von Soissons und durch die Frau Graf von Asti. Ludwig war ein hemmungsloser Hedonist und Verschwender und ein politischer Hasardeur. Mit Hilfe seiner Schwägerin Isabeau von Bayern - zeitweise seine Geliebte - drängte er 1388 die Oheime zurück und stritt 1392 wieder mit ihnen um die Regentschaft für den geisteskranken Bruder Karl VI. Er versuchte von Asti aus, Genua zu unterwerfen, das sich aber auf Anraten des Herzogs von Burgund 1396 dem königlichen Bruder unterstellte, was die Feindschaft zum Haus BURGUND verstärkte. Er verbündete sich mit Geldern, Jülich, Kleve, Heinsberg, Baden, Leiningen, Bar, Veldenz und Saarbrücken in Form einer Rentenvasallität und war zeitweise der Pfandbesitzer von Luxemburg. Ludwig wurde 1404 alleiniger Regent und machte sich wegen seiner verschwenderischen Hofhaltung, seinen unsinnigen Steuern, der Erfolglosigkeit gegen England und seiner miesen Günstlingswirtschaft allgemein verhaßt. Er brach völlig unbedacht den 1396 von ihm geschlossenen Waffenstillstand mit England und wurde 1407 im Auftrage Johanns Ohnefurcht von Burgund in Paris auf offener Straße ermordet, was den Haß zwischen Armagnacs und Burgundern ins Unversöhnliche steigerte.

Ehlers Joachim: Seite 254,260,265-268,278,296-298
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"Geschichte Frankreichs im Mittelalter."

Das Herzogtum Orleans fiel zwar schon 1375 mit dem Tod seines Inhabers Philippan die Krone zurück, aber 1392 ging es an den zweiten Sohn Karls V., Ludwig, der 1394 noch die Grafschaft Angouleme und 1397 die Grafschaft Blois dazu erwerben konnte.
Neben Karl, der zum Ritter heranwuchs, entwickelte sich sein jüngerer Bruder Ludwig, Graf von Valois und später Herzog von Orleans, mit seiner zarten Konstitution und einem früh ausgeprägten Sinn für dialektisches Argumentieren zum Liebling der gebildeten und intellektuellen Welt.
Noch ertrug der König die Bevormundung, wurde aber vor allem durch den Connetable Olivier de Clisson und durch seinen jüngeren Bruder Ludwig immer stärker zur eigenen Herrschaft gedrängt, so daß er schließlich gegen Ende Oktober 1388 das Conseil in Reims zusammentreten ließ und dort zugunsten eines persönlichen Regiments seine Onkel gegen deren Widerspruch aus ihren Pflichten für das Reich entließ. Die alten Ratgeber seines Vaters berief der König sogleich zurück. Die wichtigste Stimme im Rat aber hatte Ludwig, Herzog von Touraine.
Am 5. August 1392, zwei Monate, nachdem er seinen Bruder Ludwig zum Herzog von Orleans ernannt hatte, brach Karl VI. unter dem ersten Anfall einer sich künftig periodisch steigernden, schubweise auftretenden Geisteskrankheit zusammen. Sie machte den König regierungsunfähig und beendete das Zwischenspiel der marmousets zugunsten erneuter Regentschaft der Herzöge, unter denen diesmal allerdings Ludwig von Orleans die Hauptrolle spielte. Er hatte im Jahre 1389 Valentina Visconti geheiratet, Tochter des Herzogs Giangaleazzo von Mailand, besaß als Mitgift die italienische Grafschaft Asti und verfolgte deshalb mit großer Energie eine Reihe von Projekten auf der Apenninhalbinsel, die sich ihm nacheinander ergänzend anboten. Da Herzog Ludwig von Anjou 1384 verstorben war, hatte Papst Clemens VII. seine Hauptstütze verloren und richtete seine Hoffnungen nun auf den künftigen Herzog von Orleans, der als Bruder des regierenden Königs von Frankreich das Gewicht der Großmacht ins Spiel des Papstes bringen sollte. Aus diesem Grunde wurden LudwigTeile des Kirchenstaates als Lehen auf Lebenszeit angeboten; Rimini, Pesaro, Fossombrone und Faenza sollte er sogleich bekommen, die Anwartschaft auf Imola, Forli, Bertinoro war fest zugesagt. Als Gegenleistung hätte er Urban VI. stürzen müssen, ein Vorhaben, das Italien zumindest auf mittlere Sicht eng an Frankreich binden mußte. Mit einem solchen Engagement rechneten aber auch andere italienische Staaten: Florenz suchte französische Hilfe und bot gemeinsame Aufteilung der mailändischen Herrschaft; der Genueser Adel wollte die Stadt 1392 Karl VI. unterstellen, wenn er die dort seit Jahren herrschende populare Regierung beseitige. Ludwig von Orleans sah jetzt eine gute Gelegenheit, mit dem Aufbau eines von Ost nach West über die Halbinsel verlaufenden "Königereichs Adria" zu beginnen, das unter seiner Regierung stehen sollte, aber Philipp von Burgund hintertrieb. Das sorgte 1396 für die dem ursprünglichen Angebot entsprechenden Bindung Genuas an die französische Krone, darin von Königin Isabeau unterstützt. Seite 1396 wurde die französische Italienpolitik, bis dahin ohne Augenmaß und mit wenig Sinn für macht- und geopolitische Tatsachen betrieben, zum bloßen Anhängsel der Rivalität zwischen den Herzögen von Orleans und von Burgund. Frankreich litt am Zwiespalt grundsätzlich verschiedener außenpolitischer Konzepte.
Die seit 1401 offene Feindschaft zwischen den Herzögen Philipp von Burgund und Ludwig von Orleans muß in diesem Zusammenhang gehesehen und bewertet werden; sie steigerte sich noch dadurch, daß Philipp im Bund mit Königin Isabeau den Einfluß seines Neffen auf die Regentschaft immer weiter zurückdrängen konnte.
Auf dem Felde der großen Politik hatte der Tod Philipps des Kühnen am 27. April 1404 zu einer Wendung geführt, denn noch bevor Johann Ohnefurcht die umfangreichen Nachlaßregelungen seines Vaters ausgeführt hatte, war es Herzog Ludwig von Orleans gelungen, als Bruder des kranken Königs die leitende Stellung am Hof einzunehmen. Wichtige Staatsämter konnte er sogleich mit seinen Anhängern besetzen; er veranlaßte Steuererhöhungen zur Finanzierung eigener Projekte und ließ sich selbst zum Generalkapitän der Guyenne ernennen, bald darauf zum Königs-Stellvertreter in Picardie und Normandie. Damit weckte er allerdings die Opposition jener starken französischen Partei Burgunds, die ihren Schwerpunkt in Paris hatte. Ihrer Unterstützung sicherm, zog Herzog Johann im August 1405 an der Spitze eines Heeres nach Paris, verhinderte die Entführung des Dauphin durch Ludwig von Orleans und brachte das Land damit an den Rand des Bürgerkrieges, weil der Gegner nunmehr auch Truppen zur Eroberung der Hauptstadt sammelte und einen Vermittlungsvorschlag der Universität ablehnte. Erst am 16. Oktober kam es angesichts der unruhig gewordenen Pariser Bevölkerung zu einem Friedensschluß.
Am 23. November 1407 wurde Ludwig von Orleans auf offener Straße, der heutigen Rue Barbette im 3. Arrondissement, von Bewaffneten angefallen, vom Pferd geschlagen und grausam ermordet.

Saller Martin: Seite 8,70,84,86,88,96,104,111-115,126-131,138-141,145-151,157-164,166-179
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"Königin Isabeau. Die Wittelsbacherin auf dem Lilienthron."

Ständiger Begleiter ist ihm nun sein um vier Jahre jüngerer Bruder Ludwig, der den Titel eines Herzogs von Touraine führt und der zu einem charmanten, von Hofdamen umhegten Jüngling herangewachsen ist.
In vollen Zügen genießt auch König Karls junger, charmanter Bruder, Herzog Ludwig von Touraine. Spätere Skandalautoren behaupten, daß es dem angehenden Frauenhelden während des Festtrubels in St. Denis gelungen sei, in einer Fensternische die Gunst Margaretes von Bayern zu gewinnen, der jungen Frau seines burgundischen Vetters Johann, des späteren Herzogs Johann 'Ohnefurcht' - angeblich Mitursache künftiger Todfeindschaft.
Vor dem Einzug der Königin in Paris gibt es noch ein anderes rauschendes Hoffest im Schloß von Melun: am 17. August 1389 heiratet der siebzehnjährige Bruder König Karls, Herzog Ludwig von Touraine, die dreiundzwanzigjährige sanfte Valentine Visconti, die Tochter des neuen mächtigen Herrschers über Mailand  und die Lombardei, Johann Galeazzo Visconti. Als Mitgift bringt die Italienerin eine große Geldsumme sowie die Grafschaft Asti mit in die Ehe - eine Erbschaft, die den jungen Herzog von Touraine alsbald zu ehrgeizigen italiensichen Abenteuern verlockt. Eine entfernte Verwandtschaft verbindet Königin Isabeau mit der Braut ihres Schwagers Ludwig, den die Hofdamen umschwärmen und dessen galanten Umgang auch sie genießt.
Ende September 1389 verabschieden sich der König und sein Bruder Ludwig von ihren Frauen in Vincennes. Sie gehen auf große Besichtigungsfahrt durch die südlichen Provinzen des Königreichs. Begleitet von seinem Bruder Ludwig und den drei nun auch versammelten Onkeln, macht Karl VI. sogleich Papst Klemens VII. seine Auswartungen. Anfang Januar 1390 bricht der König zur Rückkehr nach Paris auf. In Montpellier verabredet er mit seinem Bruder Ludwig in jugendhaftem Übermut einen Wettritt nach Paris. Der Verlierer hat dem Gewinner die Riesensumme von 5.000 Gold-Francs zu zahlen. Am vierten Tag nach dem Start meldet sich der Herzog von Touraine als erster bei der Königin und seiner Frau Valentine.
Der junge ehrgeizige und verschwenderische Prinz hat inzwischen besondere Gunst von seinem königlichen Bruder erfahren. Karl VI. nahm Ludwigs Herzogtum Touraine in den Kronbesitz zurück und übertrug ihm dafür das unvergleichlich reichere Herzogtum Orleans. So erhöht nannte sich also der blendende Frauenheld des Hofes nunmehr 'Herzog von Orleans'.
Der junge, erst zwanzigjährige Herzog von Orleans, dessen Leichtsinn das schrecklige Unglück verursacht hat, ist erschüttert. Er bekennt seine alleinige Schuld und bittet um Verzeihung, während die gräßlich zugerichteten Opfer aus dem von Brandgeruch erfüllten Saal gebracht werden. Er begibt sich auch zu seinem königlichen Bruder, um sich zu entschuldigen.
Ist Karl gesund und führt er selbst die Staatsgeschäfte, so gewinnt an seiner Stelle der Bruder, Herzog Ludwig von Orleans, dominierenden Einfluß. Versinkt er wieder in der Nacht des Wahns, so gibt der mächtige Herzog von Burgund den Ton an. Verordnungen, die Ludwig von Orleans erläßt, werden vom Burgunder wieder aufgehoben und umgekehrt. Der auf großem Fuß lebende Bruder des Königs ist schnell zur Hand mit der Verfügung immer neuer Steuerauflagen. Mit allen Mitteln drängt der ehrgeizige Bruder des Königs an die Schalthebel der Macht. Im Kronrat prallen die Meinungen der beiden Rivalen immer schärfer aufeinander.
Nun verfolgte aber Herzog Ludwig von Orleans im Bunde mit Johann Galeazzo, seinem Schwiegervater, auch ehrgeizige Italien-Pläne. So gerät die Königin in scharfen Interessenkonflikt mit ihrem galanten Schwager, was indes das enge persönliche Verhältnis nicht allzusehr belastet. Auf den Spuren der ANJOU sucht jetzt auch Ludwig von Orleans sein Glück auf der Halbinsel. Der Traum von einem adriatischen Reich und stolzer Königswürde beflügelt ihn. In Avignon gewinnt er die recht unverbindliche Unterstützung von Papst Klemens VII., der ihm, um den römischen Papst Urban VI. zu treffen, Teile des Kirchenstaates verspricht, die er gar nicht kontrolliert. In der Grafschaft Asti, die Valentine als Mitgift in die Ehe brachte, setzt Ludwig den Hebel an. Frankreichs Königsmacht gebietet Mailand und dem Herzog von Orleans Halt! Ludwig von Orleans kapituliert; er gibt seine italienischen Pläne auf. Der König entschädigt ihn fürstlich mit 300.000 Gold-Francs. Ludwig geht nun im Norden daran, seine Macht herausfordernd an den Flanken der burgundischen Besitzungen zu entfalten.
Der Bruder des Königs macht Front gegen den 'Königsmörder' Heinrich; Herzog Philipp hingegen arrangiert sich mit Rücksicht auf die flandrischen Handelsinteressen mit dem neuen Herrscher. Die beiden verfeindeten Herzöge geraten abermals hart aneinander, als es bald nach dem englischen Umsturz auch im Deutschen Reich zu einem Machtwechsel kommt. Ludwig von Orleans ergreift drohend Partei für seinen deutschen Partner WENZEL. Er fürchtet auch für seine rheinischen Bündnisse. Nach dem italienischen Fiasko ist der Bruder des Königs darangegangen, rings um die Besitzungen des burgundischen Rivalen eigene Machtpositionen aufzubauen. Von der Rheinmündung bis zur Saar knüpft er im Rücken Philipps ein Netz von Verträgen mit deutschen Landesherren, deren Vasallenschaft er zum Teil erkauft. So werden der Herzog von Geldern, der Graf von Kleve, der Erzbischof von Köln und Herzog Karl von Lothringen seine Bundesgenossen. So hat auch die Wahl RUPRECHTS VON DER PFALZ zum deutschen König eine Spitze gegen Ludwig von Orleans, der seinerseits für eine militärische Intervention in Deutschland rüstet. Nach einem Besuch von Herzog Stephan, Vater der Königin Isabeau, in Paris verzichtet der Herzog von Orleans auf bewaffnetes Eingreifen für WENZEL.
Mit begehrlichem Blick auf die nördlich von Paris gelegene Baronie Coucy bemüht sich Isabeaus Vater um die Hand der vermeintlichen Erbin, Isabella von Lothringen, der verwitweten zweiten Frau des Burgherrn Enguerrand de Coucy, der im Dienst Ludwigs von Orleans war. In Wirklichkeit ist die älteste Tochter aus Enguerrands erster Ehe, Marie, die Erbin. Den Träumen Stephans von fernem Besitz und Reichtum bereitet der Herzog von Orleans ein jähes Ende: er kauft die Baronie, deren gewaltige Burgfeste mit dem 60 m hohen Donjon seine militärische Macht in der Flanke Burgunds weiter verstärkt.
Vor allem versteht es Herzog Ludwig von Orleans, die üppigen Bankette in seiner Residenz mit 'anmutigen' Fragespielen zu würzen. Der Herzog von Orleans beherrscht die galante Szene. Wie ein Renaissance-Fürst späterer Zeiten genießt er alle Freuden zwischen Himmel und Hölle; er pflückt Blumen, wo er sie findet. Der Bruder des Königs ist nun Ende der Zwanzig, hochbegabt, belesen und wortgewandt. Er lebt in verschwenderischem Luxus; er genießt die Freuden der Jagd mit Falken und Meuten, und er eilt von Ball zu Ball, von Festlichkeit zu Festlichkeit. Eine stolze Erscheinung von blendender Eleganz schäumt er über vor Lebenskraft, Ehrgeiz und dunklen Passionen. Er kann bestrickenden Charme entfalten und gleich wieder mit ätzendem Sarkasmus veretzen. Bei seinem immensen Geldbedarf ist er zwar raffgierig, doch auch verschwenderisch großzügig, wenn er schenkt. Die Damen umschwärnmen den Herzog, der stolz bekundet, daß sich in der Liebe noch keine über ihn habe beklagen müssen. Es gehen Gerüchte, daß er einen Ring besitze, dessen Berührung den tugendsamen Widerstand jeder Frau breche. Der Bruder des Königs macht auch kein Hehl daraus, daß er sich in Hexerei, in schwarzer Kunst und Teufelsverschwörungen versucht, worauf der Feuertod steht. Der Herzog übt sich aber auch in religiöser Versenkung. Er hat eine eigene Zelle im Pariser Kloster der Cölestiner, das er mit großzügigen Zuwendungen fördert. Die Kapelle des strengen Ordens strahlt schließlich in Gold und Edelsteinen. Er nimmt am klösterlichen Leben teil er kann inbrünstig beten und hört zuweilen mehrere Messen am Tag. Ein rätselhaftes Nebeneinander von ernsthafter Frömmigkeit und zynischer Genußsucht, die keine Grenzen kennt.
Im Volk ist Ludwig von Orleans verhaßt wegen seiner kalten Arroganz und seiner harten Steuererlasse. In Adelskreisen bewundert man seine Brillanz; man hofiert ihn und fürchtet zugleich seinen Stachel. Auch Königin Isabeau ist im Bann der ungewöhnlichen Persönlichkeit des Herzogs, der selbst den Kampf um die Macht wie ein erregendes, frivoles Spiel zu betreiben scheint. Sie ist nun Ende der Zwanzig; nach neuen Schwangerschaften beginnt sie füllig zu werden. So ist auch der galante Lebemann Ludwig von Orleans nicht unempfänglich für die besondere Attraktivität ihrer reifen Weiblichkeit. Er ist häufig ihr Gast und so kann es nicht ausbleiben, daß alsbald getuschelt wird.
Schon im April 1402 erreicht Ludwig von Orleans von seinem alles gewährenden Bruder die Ernennung zum obersten Steuerverwalter, dem auch das Recht zur Ernennung von Beamten für die Einziehung außerordentlicher Steuerauflagen zusteht. Der verschwenderische Prinz ist damit an der Geldquelle des Staates. Um diese Zeit steht der Herzog von Orleans, der freilich seinem Bruder besonders üppige Geldgeschenke und Übereignungen abringt, nur mit 60.000 Gold-Francs zu Buche. Neuer Zündstoff häuft sich, als es Ludwig von Orleans gelingt, vom Grafen JOBST VON MÄHREN für 100.000 Gold-Francs die Pfandherrschaft über das Herzogtum Luxemburg zu kaufen.
Am 26. April 1403 wird durch Beschluß des Staatrats (Coeur d'Etats) Königin Isabeau als Präsidentin des Staatsrats eingesetzt und Herzog Ludwig aus der Regentschaft gedrängt.
Während Herzog Johann im Norden festgehalten wird, greift in Paris Ludwig von Orleans wieder nach der Macht. Königin Isabeau, die sich ohne stützenden starken Arm nicht an der Spitze der Regierung behaupten kann, ergibt sich dem übermächtigen Zwang der Umstände. Wenn schon nicht der politische Verstand, so sprechen die Gefühle der vitalen Frau, die in der Ehe nur Qual erduldet, für den charmanten Bruder des kranken Gemahls. Sie vereinbart mit ihm die Regierung und folgt seinem Stern. Die Königin deckt mit der Autorität ihrer formellen Vollmachten und ihres Ranges den Machtanspruch des galanten Schwagers, mit dem sie nun häufig bei Festlichkeiten und auch privat zusammen ist.
Am Hof und in Paris mehren sich die Gerüchte über 'besondere Beziehungen' des Herzogs von Orleans zu Königin Isabeau. Geschenke, die sie tauschen, fallen durch besondere Kostbarkeit auf. Er ist häufig Gast in ihrem privaten Stadt-Palais, dem Hotel Barbette.
Der Bruder des Königs hat im übrigen seit geraumer Zeit - ungeachtet sonstiger beiläufiger Affaire - eine Geliebte, die er sehr verehrt: Mariette d'Enghien. Sie gebar ihm schon 1403 in Paris einen Sohn, der unter den Namen Louis Dunois, 'Bastard von Orleans', ein Weggefährte der Jungfrau von Orleans wird.

Seite 175-177
Der Mord
Am Abend des 23. November 1407 weilt der Herzog von Orleans bei der Königin im Hotel Barbette. Er ist häufig ihr Gast in diesen Wochen und die Verschwörer wissen es. Zwei Wochen zuvor, am 10. November, hat Isabeau ihr letztes, ihr zwölftes Kind zu Welt gebracht, das aber nach der offiziellen Überleiferung schon wenige Stunden nach der Geburt starb, Philipp benannt. Am Hofe tuschelt man Vermutungen über die Vaterschaft. Es liegt auch der Schleier einer merkwürdigen Diskretion über der Wochenstube, was später - und schließlich wieder in unseren Tagen - Anlaß ist für bohrende Fragen und interessante Schlußfolgerungen.
Gegen acht Uhr erscheint der Kammerherr des Königs, Thomas Courteheuse, mit angeblich dringender königlicher Botschaft für den Herzog von Orleans. Angemeldet und vorgelassen meldet er: "Monseigneur, der König bittet Sie, gleich zu ihm zu kommen; er will mit Ihnen eilig eine Angelegenheit besprechen, die ihn und Sie sehr betrifft."
Isabeau ist irritieret. Die späte Stunde ist höchst ungewöhnlich für eine Vorladung zum König Der Herzog verabschiedet sich arglos, besteigt sein Pferd und macht sich auf den Weg zur nahen Residenz. Zwei berittene Knappen und einige Fackelträger begleiten ihn. Es ist tiefe Nacht und ziemlich neblig. Ludwig hat nur einen schwarzen Damast-Mantel über die Schulter geworfen; sorglos singt er vor sich hin. Da springen plötzlich Männer aus der Dunkelheit und dringen auf die kleie Gruppe ein. "Ich bin der Herzog von Orleans", ruft ihnen Ludwig warnend zu. "Den suchen  wir gerade!", tönt es höhnisch zurück, und schon wird auf ihn eingeschlagen. Schwer getroffen fällt Ludwig vom Pferd. Die Mörder fahren fort, mit Schwertern und Streitäxten seinen Körper zu zerfleischen. Auch ein deutscher Knappe und zwei Diener werden neidergemacht; die anderen fliehen. Anwohner hören noch ein kurzes Kommando: "Löscht die Fackeln! Fort nun! Er ist tot!" Dann verschluckt die Nacht die Meuchelmörder.
Die Anwohner stürzen auf die Straße und geben Alarm. Furchtbar zugerichtet liegt der Herzog im Schmutz. Die linke Hand ist abgeschlagen; aus dem zerschmetterten Kopf fließt das Gehirn. Neben ihm röchelt noch der deutsche Knappe. Man bringt die Toten in das nebenan liegende Stadthaus Hotel de Rieux, wo der herbeigerufene Stadtvorsteher Tignonville erste Erhebungen macht. Später werden die Opfer in einer benachbarten Kirche aufgebahrt.
Der Anschlag war von langer Hand geplant. Das verdächtige Haus hat Herzog Johann von Burgund schon am 17. November in aller Diskretion auf den Namen eines Mittelmanns anmieten lassen. Die Mörder warteten dort auf das Zeichen des mitverschworenen Kammerherrn des Königs, der Ludwig von Orleans die falsche Botschaft brachte. Ihr Chef war jener Raoul d'Anquetonville, gegen den 1401 die Königin wegen Unterschlagung geklagt und den Ludwig von Orleans dann 1405 auch aus seinem neuen Posten im Schatzamt entlassen hatte ...

Hoensch, Jörg K.: Seite 172,204,214,221
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"Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437."

Entgegen früheren Absprachen mit KARL IV. hatte König Ludwig seiner Tochter Katharina 1374 von Vertretern des polnischen Adels und der Städte huldigen lassen und seine somit offensichtlich für die Nachfolge in Polen bestimmte Erstgeborene Ludwig von Orleans, dem zweiten Sohn Karls V., zur Ehe versprochen. Da in den Heiratskontrakt nicht nur eine Huldigung durch die ungarischen Stände vereinbart, sondern den Verlobten auch französische Unterstützung bei der Nachfolgeregelung in Neapel nach dem Tode Königin Johannas I. zugesichert worden war, hatte der Kaiser für SIGISMUND noch keinefalls den angestrebten Thron gewonnen. Als Katharina von Ungarn im Sommer 1378 starb, wurde danach der Plan einer neapolitanisch-ungarischen Personalunion fallengelassen.
Die Gefahr, daß das von Kaiser KARL IV. so geschickt geknüpfte Netz der dynastischen Verbindungen zugunsten der LUXEMBURGER an einer entscheidenden Stelle reißen könnte, wurde offenkundig, als die Königin-Witwe Elisabeth im Spätjahr 1384 mit der Annäherung Ungarns an Frankreich Ludwig von Orleans, der angesichts der zeitweiligen Regierungsunfähigkeit seines Bruders meist die Geschäfte führte [Richtigstellung: Karl VI. fiel erst im Jahre 1392 in Wahnsinn, so daß der zwölf- oder dreizehnjährige Ludwig von Orleans 1384 nicht die Regentschaft für seinen Bruder führen konte!], die Ehe mit Königin Maria anbot und Anfang 1385 deren Verlobung mit SIGISMUND löste. Im September 1385 landete Karl von Durazzo in Dalmatien und beanspruchte als nächster männlicher Verwandter König Ludwigs I. die Nachfolge. SIGISMUND gelang es nur, im Herbst die Eheschließung und den Vollzug des Beilagers zu erzwingen, bevor er fluchtartig das Land verlassen mußte.
Da Karl VI. wegen einer seine geistigen Fähigkeiten zeitweilig beeinträchtigenden Krankheit als Verhandlungspartner ausfiel, vereinbarte WENZEL im März 1398 in Reims mit dem Regenten Ludwig von Orleans aber bloß die Erneuerung des Freundschaftsbundes  zwischen den Häusern VALOIS und LUXEMBURG sowie eine Heirat des Herzogs-Sohns Karl mit seiner Nichte Elisabeth vonGörlitz.
Um Geld zu bekommen, hatte der Markgraf seine Pfandrechte an dem strategisch wichtigen Herzogtum Luxemburg an den mächtigen Herzog Ludwig von Orleans veräußert.

Hoensch, Jörg K.: Seite 41,54
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"Kaiser Sigismund. Herrscher an der Schwelle zur Neuzeit 1368-1437."

Während jetzt erst KARL IV. die Verlobung SIGISMUNDS mit Katharina von Zollern auflöste, dafür aber seine Tochter Margarethe dem Burggrafen-Sohn Johann III. zur Frau versprach, hatte bereits am 17. September 1374 in Kaschau Ludwig I. seiner Tochter Katharina von Vertretern des polnischen Adels und der Städte huldigen lassen und die somit offensichtlich für die Nachfolge in Polen bestimmte Erstgeborene Ludwig von Orleans, dem zweiten Sohn Karls V. von Frankreich, zur Ehe versprochen.
Wahrscheinlich war es der Initiative des Palatins Garai zuzuschreiben, daß der mit dem Tod Katharinas 1378 aufgegebene Plan, durch eine Ehe mit Ludwig von Orleans die Verbindung zum französischen Hof zu intensivieren, im Spätherbst 1384 und jetzt mit Maria als möglicher Gattin reaktiviert wurde. Die Verhandlungen mit dem angesichts der offenkundigen Regierungsunfähigkeit seines Bruders Karl VI. die politischen Geschäfte steuernden Ludwig kamen so zufriedenstellend voran, daß Anfang 1385 die in Ungarn unpopuläre Verlobung aufgelöst und im April Maria mit dem durch einen Gesandten vertretenen Ludwig von Orleans per procurationem getraut wurde. Eine hochrangige, vom siebenbürgischen Wojewoden Laszlo Losonci geführte ungarische Delegation, der 150 Ritter angehörten, machte sich danach auf den Weg nach Paris, um den neuen Prinzgemahl nach Ungarn zu geleiten.
 
 
 
 

17.8.1389
   oo Valentine Visconti von Mailand, Tochter des Herzos Gian Galeazzo
        1366-4.12.1408
 
 
 
 

8 Kinder: 5 S, 3T

  Tochter
  1390-   1390

  Karl I. Herzog von Orleans
  26.5.1391-4.1.1465

  Johann
         - vor 31.10.1393

  Karl
   11.1394- vor 27.9.1395

  Philipp Graf von Vertus
   7.1396-1.9.1420

  Margarete Gräfin von Vertus seit 1420
  1406-24.4.1466

 1423
  oo Richard von Bretagne Graf zu Etampes
      1395-2.6.1438

  Johann Graf von Angouleme
  26.6.1404-30.4.1467

Illegitim
                        von Mariette d'Enghien
  Jean Graf von Dunois
  23.11.1402-24.11.1468
 
 
 
 

Literatur:
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Calmette, Joseph: Die großen Herzöge von Burgund. Eugen Diederichs Verlag München 1996 Seite 70,77,88-92,95-99,103,112,129,149, 238 - Ehlers Joachim: Geschichte Frankreichs im Mittelalter. W. Kohlhammer GmbH 1987 Seite 254,260,265-268,278,287,290,294, 296-298,303,306,328 - Ehlers Joachim/Müller Heribert/Schneidmüller Bernd: Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII. 888-1498. Verlag C. H. Beck München 1996 Seite 285,299,303,308-311,313,318,323 - Favier, Jean: Frankreich im Zeitalter der Landesherrschaft 1000-1515. Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1989 Seite 363-366,368,371,373,375,378-382,451 - Hoensch, Jörg K.: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437. Verlag W. Kohlhammer 2000 Seite 172,204,214,221,224,227,253,317 - Hoensch, Jörg K.: Kaiser Sigismund. Herrscher an der Schwelle zur Neuzeit 1368-1437. Verlag C.H. Beck München 1996 Seite 18,41,54,56,75,167,177,228,239 - Jurewitz-Freischmidt Sylvia: Die Herrinnen der Loire-Schlösser. Königinnen und Mätressen um den Lilienthron. Casimir Katz Verlag, Gernsbach 1996 Seite 13,17,20-22,24-30,40,58,114,129,456 - Kendall Paul Murray: Ludwig XI. König von Frankreich 1423-1483 Verlag Callway München 1979 Seite 39,425,459,558 - Markale, Jean: Isabeau de Bavarie. Eugen Diederichs Verlag München 1994 - Martin Jean-Joseph: Die Valois. Edition Rencontre Lausanne 1969 - Saller Martin: Königin Isabeau. Die Wittelsbacherin auf dem Lilienthron. Nymphenburger Verlagshandlung GmbH, München 1979 Seite 46,58,65,70,74,78,84,86,88,91,93-97,103-107,111-115,124,126-131,133,141,145-153,155,157-164,166-179,184,187,191,193,198,200, 202,250,260,267,269,308,318-322- Schaab Meinrad: Geschichte der Kurpfalz. Verlag W. Kohlhammer 1988 Seite 132,135- Schelle, Klaus: Karl der Kühne. Burgund zwischen Lilienbanner und Reichsadler. Magnus Verlag Essen Seite 21,25 - Veldtrup, Dieter: Zwischen Eherecht und Familienpolitik. Studien zu den dynastischen Heiratsprojekten Karls IV., Studien zu den Luxemburgern und ihrer Zeit Verlag Fahlbusch/Hölscher/Rieger Warendorf 1988 -



Veldtrup Dieter:
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„Zwischen Eherecht und Familienpolitik“

LUDWIG VON ORLEANS
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* 13.3.1372, + 23.11.1407
Paris         Paris

Begraben: Saint-Denis bei Paris

Sohn von König Karl V. dem Weisen und der Johanna von Bourbon
 

1.) – Paris 10.8.1374

      CATHARINA VON UNGARN
      * 7.1370, + nach 8.5., wohl Ende 1378

Tochter von König Ludwig I. dem Großen von Ungarn und Polen und seiner 2. Frau Elisabeth von Bosnien
 

2.) - ... 6.7.1385

      MARIA VON UNGARN
      * 1371? (April 1371/April 1373), + 17.5.1395
                                                            bei Ofen

Begraben: Großwardein

Tochter von König Ludwig I. dem Großen von Ungarn und Polen und seiner 2. Frau Elisabeth von Bosnien
 

3.) - ... 1385/86

      CATHARINA VON LANCASTER
      * 1374, + 2.6.1418
      Bayonne  Valladolid

Tochter von Johann von Gaunt, Herzog von Lancaster und seiner 2. Frau Konstanze von Kastilien
 

4.) ~ Pavia 27.1.1387 nach Dispens Avignon 25.11.1386, oo Melun 17.8.1389

      VALENTINA VISCONTI VON MAILAND
      1370, + 4.12.1408

Tochter von Herzog Gian Galeazzo und seiner 1. Frau Isabella von Frankreich
 
 
 
 
 
 
 
 
 


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