Margarete von Savoyen                         Königin von Neapel und Herzogin von Anjou
-----------------------------                        Kurfürstin von der Pfalz
1410-30.9.1479                                    Gräfin von Württemberg
Morges Stuttgart

Begraben: Stiftkirche Stuttgart
 

Jüngere Tochter des Herzogs Amadeus VIII. von Savoyen (Papst Felix V.) und der Marie von Burgund, Tochter von Herzog Philipp II. der Kühne
 

Rall, Hans und Marga: Seite 206
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"Die Wittelsbacher. Von Otto I. bis Elisabeth I."

KURFÜRST LUDWIG IV. VON DER PFALZ
* 1.1.1424, + 13.8.1449
Hiedelberg    Worms

Grabstätte: Heiliggeistkirche in Heidelberg

  oo 18.10.1445 Heidelberg
      MARGARETE, Witwe des Titular-Königs Ludwig III. von Neapel aus dem Hause ANJOU
      * um 1410, + 30.9.1479
       Morges       Stuttgart

Grabstätte: Stiftkirche in Stuttgart

Eltern: Amadeus VIII., Herzog von Savoyen, und Marie, Tochter des Herzogs Philipp II. von Burgund



Schaab Meinrad: Band 1 Seite 172,175,178,187
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"Geschichte der Kurpfalz."

Der Frontwechsel wurde für Ludwig noch durch eine Heirat mit der Erwartung auf 125.000 fl Mitgift 1445 fester und angenehmer gemacht. Die Braut war Margarete, die Tochter des Gegen-Papstes, ganz jung schon Königin von Neapel, aber seit zehn Jahren verwitwet. Über Margaretes Mutter war nun Ludwig mit dem kometenhaft aufsteigenden burgundischen Herzogshaus verwandt.
So hatte Ludwig IV. einigen Grund zur Hoffnung auf eine erfolgreiche Regierungszeit, als er 1449 erst 25-jährig eines überraschenden Todes starb.
Vermutlich wurden entsprechende Pläne dazu bereits im Lauf des Jahres 1450 vorbereitet. Der Weg war frei, als am 9. September 1451 das Wittum der Margarete von Savoyen, der Mutter Philipps, sichergestellt war. Sie stimmte den Plänen ausdrücklich zu.
Er sollte an den Mainzer Erzbischof ein Gelände bei Bingen herausgeben, den Veldenzer ohne Vorbehalt belehnen und dem GrafenUlrich von Württemberg eine jährliche Rente von den Rheinzöllen entrichten. Dieser Anspruch stammte daher, daß Ulrich nach dem Tode Kurfürst Ludwigs IV. dessen Witwe Margarete geheiratet hatte. Friedrich hatte aber alle drei Ansprüche längst vertraglich geregelt, die schuldige Rente von Margarete gegen die rückständige Mitgift von 30.000 fl verrechnet.
Sein eigenes Verdienst ist hier die Sicherung der Grafschaft Löwenstein und des Amtes Möckmühl, die als Witwengut seiner Schwägerin Margarete mit deren dritter Ehe an Württemberg verlorenzugehen drohten.
 
 
 
 

  31.8.1432
  1. oo Ludwig III. Herzog von Anjou
     x   25.9.1403-15.11.1434

 18.10.1445
  2. oo Ludwig IV. Kurfürst von der Pfalz
          1.1.1424-13.8.1449

    1453
  3. oo 3. Ulrich V. Graf von Württemberg
              um 1413-1.9.1480
 
 
 
 
 

Kinder:
2. Ehe

  Philipp der Edelmütige
  14.7.1448-28.2.1508

3. Ehe

  Margarete
          - vor 19.1.1471

21.1.1469
   oo Philipp I. Graf von Eppstein-Königstein
             -21.12.1480/81

  Helene
         -19.2.1506

26.2.1476
  oo Kraft VI. Graf von Hohenlohe-Neuenstein
             -2.8.1503

  Elisabeth
  1454-6.4.1501

 1469
  oo Friedrich I. Graf von Henneberg-Ascha
             -21.12.1480

  Philippine
        -4.6.1475

 1470
  oo Jakob II. Graf von Hoorn-Altena
              -8.10.1503
 
 
 

Literatur:
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Rall, Hans und Marga: Die Wittelsbacher. Von Otto I. bis Elisabeth I., Verlag Styria Graz/Wien/Köln 1986 Seite 206 - Schaab Meinrad: Geschichte der Kurpfalz. Verlag W. Kohlhammer 1988 Band 1 Seite 172,175,178,187,224 -
 
 
 


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