Ebroin                                                       Bischof von Poitiers
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    -18.4. zwischen 851 und 854
 

Sohn des N.N.
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 1533
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Ebroin, Bischof von Poitiers
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Kanzler König Pippins I. von Aquitanien (831), Bischof von Poitiers (nachweisbar seit April 838), Erzkapellan König KARLS DES KAHLEN (wohl seit 839/40), Abt von St-Germain-des-Pres (seit 840/41), war ein propinquus des Grafen Rorico I. von Le Mans und das führende Mitglied des im fränkischen W und SW mächtigen Verwandtenkreis der sogenannten 'RORGONIDEN', in dem auch im Zusammenwirken mit Ebroin die Söhne Roricos, nämlich beiden Halbbrüder Ludwig (Kanzler KARLS DES KAHLEN, + 867) und Gauzlin (später Bischof von Paris, + 866) hervortraten. Bis zum Tod Ebroins war diese Verwandtengruppe eine der wichtigsten Stützen der Königsherrschaft KARLS DES KAHLEN. Schon 839/40 half Ebroin dem jungen König, sich in Aquitanien gegen Pippin II., durchzusetzen und war bis zuletzt der oberste verantwortliche Helfer KARLS. Ebroin ist noch im August 850 bezeugt; er starb an einem 18. April, zwischen 851 und 854, wohl 851 oder 852.

Literatur:
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L. Levillain, L'archichaelain E., eveque de Poitiers, MA 34, 1923, 177ff. - J. Fleckenstein, Die Hofkapelle der dt. Könige I, 1959, 142ff. - K. F. Werner, Bedeutende Adelsfamilien im Reich Karls des Großen (Braunfels, KdG I), 137ff. - O. G. Oexele, Bf. E. v. Poitiers und seine Verwandten, FMASt 3, 1969, 138ff. - K. F. Werner, Gauzlin v. St-Denis und die westfrk. Reichsteilung von Amiens (März 880), DA 35, 1979, 406ff.


Literatur:
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Schieffer Rudolf: Die Karolinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 1992 Seite 145 - Werner Karl Ferdinand: Bedeutende Adelsfamilien im Reich Karls des Großen. Band I Seite 83-142 in: Braunfels Wolfgang: Karl der Große Lebenswerk und Nachleben. Verlag L. Schwann Düsseldorf -
 
 
 


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