Sohn des N.N.; Bruder Emenos von Poitiers
Werner Karl Ferdinand: Seite 137-142
*******************
„Bedeutende Adelsfamilien im Reich Karls des Großen“
Die Grafschaft Maine begegnet wieder in der Hand eines
RORGONIDEN
Gauzbert,
eines Neffen
Roricos,
im Jahre 850. Ihm gelang es, den gefährlichen WIDONEN
Lantbert II. zu fangen. Da er ihn tötete, wurde er seinerseits im
März 853 auf Befehl KARLS DES KAHLEN
hingerichtet - ein Ereignis, das den großen Aufstand der westfränkischen
Großen gegen ihren König begründen half [Graf
Gauzbert fing 850 schon den Warnerius, Bruder Lamberts II. (Chronicon
Fontanellense a. 850, MG. SS. 2, Seite 304) und liefert ihn dem König
aus. Zu dieser Zeit ist er im Vollbesitz der königlichen Gunst, vgl.
das Diplom KARLS DES KAHLEN vom 14.
Januar 850 (G. Tessier, Receuil [wie Anmerkung 1] 1, Paris 1943, Nr. 123),
das den Tausch von Besitzungen Gauzberts mit Abt Dido von Saint-Florent
(Montglonne an der unteren Loire) bestätigt.
Gauzbert
schenkt Besitz in den Gauen Anjou und Poitou, den er vom König zu
vollen Eigen erhalten hatte, und läßt sich dafür 15 Mansen
in der Grafschaft Maine (die ihm günstiger lagen) übereignen.
Am 1. Mai 852 tötete
Gauzbert
Lambert II., den er durch eine List gefangen hatte; vgl. die Belege bei
E. Dümmler, Geschichte des ostfränkischen Reiches 1, 2. Auflage,
Leipzig 1887, Seite 352f. Es dürfte sich um einen Akt der Blutrache
gehandelt haben.
844 war im Kampf gegen Lambert Bernhard
gefallen, den KARL damals zum
Grafen der bretonischen Mark eingesetzt hatte. Er war der Gemahl
von Roricos Tochter
Bilechild,
also der Schwager Gauzberts;
vgl. Ann. Bertiniani 865, hrsg. von Waitz, Seite 75, und dazu Anmerkung
2. Zur Hinrichtung Gauzberts
vgl. Dümmler 1, Seite 380, ebd. Anmerkung 2 die Belege.].
oo 1. Bilechild von Maine, Tochter des Grafen Roriko
-
Kinder:
Bernhard Markgraf von Gothien
-
872
Literatur:
------------
Werner Karl Ferdinand: Bedeutende Adelsfamilien
im Reich Karls des Großen. in: Braunfels Wolfgang: Karl der Große
Lebenswerk und Nachleben. Verlag L. Schwann Düsseldorf Band I Seite
137-142 -