Folchaid                                                   Herzogin von Bayern
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Tochter des N.N. (RUPERTINER?)
 

Störmer Wilhelm: Seite 18
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"Adelsgruppen"

Dass Folchaid Theodos Frau gewesen ist, wird neuerdings bezweifelt, da man mit gutem Gründen eine Regintrud als Gemahlin Theodos annimmt. Man glaubt, Folchaid sei die Gattin des Theodo-Sohnes Theodebert gewesen; im Salzburger Verbrüderungsbuch sei der Name irrtümlich nach oben verschoben worden. Das ist meines Erachtens keineswegs zwingend, denn Theodo kann ja durchaus zweimal verheiratet gewesen sein. Interessanter wäre jedenfalls zu erfahren, woher diese Folchaid kam. In diesem Zusammenhang muß eine große Schenkung (Besitz in 8 Orten im Rhein-Neckar-Gebiet und 30 Manicipien) an das Kloster Lorsch im Jahre 779 auffallen, in der eine Folcheith begegnet. Tradentin ist eine Vda deo sacrata, die offenbar eine Nonne war. Sie gibt in der Urkunde ihre Familienmitglieder an:

       Theutacar oo Freiheida

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          Vda          Folcheith

Unter den Zeugen dieses Rechtsgeschäfts begegnet nicht nur der in Bayern von bedeutenden Personen getragene Name Orendil, sondern auch der AGILOLFINGER-Name Hucbert. Der Name der Tradentin Vda aber ist derselbe, den die Tochter Herzog Theodos und möglicherweise auch Folchaids trägt. Wir erinnern uns, dass auch der heilige Rupert, der unter Herzog Theodo das kirchliche Leben in Salzburg erneuerte, aus diesem Wormser Raum kam, wie E. Zöllner gezeigt hat. Mehr als Indizien für die Herkunft der Herzogsgattin Folchaid können wir zunächst nicht geben, aber sie sind immerhin auffällig.
 
 
 
 

  oo Theodo II. Herzog von Bayern
               -11.12. ca. 716
 
 
 
 

Kinder:

  Grimoald Herzog von Freising
         -   728

  Tassilo II.
        - um 719

  Theudebert
  um 685- um 719

  Theudebald Herzog
          - um 719

  1. oo Waltrada
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  2. oo 1. Pilitrud
                  - um 730

  Lantpert
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  Oda
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Literatur:
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Störmer Wilhelm: Adelsgruppen im Früh- und hochmittelalterlichen Bayern. Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozzialgeschichte Band IV. Kommission für bayerische Landesgeschichte München 1972 Seite 18 -
 
 
 
 
 
 
 


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