Wilhelm                                           Kron-Prinz von England
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17.8.1153
Juni 1156

Begraben:
Abtei Reading


Ältester Sohn des Königs Heinrichs II. von England aus dem Hause PLANTAGENET und der Eleonore von Aquitanien, Tochter von Herzog Wilhelm X.


Appleby John T.: Seite 40,53
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"Heinrich II. König von England. Die Zeit des Thomas Becket."

Am gleichen Tag, an dem Eustace starb, nämlich am 17. August 1153, schenkte Eleanor von Aquitanien ihrem ersten Sohn das Leben, der den Namen William, den traditionellen Namen der Herzöge von Aquitanien, erhielt. Wahrscheinlich wurde Heinrichs erster illegtimer Sohn, den er mit einer gewöhnlichen englischen Dirne namens Ykenai oder Hikenai hatte, "die keine Schändlichkeit scheute", etwas später im gleichen Jahr geboren. Das Kind wurde nach dem Großvater Geoffrey benannt und Heinrich ließ den Sohn später in seiner Familie erziehen.
Eleanors zweiter Sohn wurde am 28. Februar 1155 in London geboren und von Erzbischof Theobald getauft. Man gab ihm den Namen seines Vaters.
Eleanors
erster Sohn, William, starb 1156 und wurde zu Füßen König Heinrichs I. in der Abtei zu Reading beigesetzt. Im Juni 1156 schenkte Eleanor einem Mädchen das Leben, das nach seiner Großmutter, der Kaiserin, Matilda genannt wurde.

Vones-Liebestein Ursula: Seite 41
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"Eleonore von Aquitanien. Herrscherin zwischen zwei Reichen."

König Ludwig VII. von Frankreich konnte allerdings seine Ansprüche auf Aquitanien nie realiseren, da Eleonore schon im August 1153 Heinrich von Anjou ihren ersten Sohn schenkte, den sie in der Tradition der Herzöge von Aquitanien auf den Namen Wilhelm taufen ließ.
Heinrich selbst nahm nach der Geburt seines Sohnes Wilhelm im August 1153 den Titel eines Herzogs von Aquitanien an, einen Zustand, den Ludwig VII. erst 1154 durch seinen endgültigen Verzicht anerkannte.

P
ernoud Regine: Seite 102,107
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"Königin der Troubadoure. Eleonore von Aquitanien."

Jetzt hatte Heinrich freie Hand. Er kehrte zu seiner Gemahlin zurück und schiffte sich im darauffolgenden Januar wieder nach England ein, mehr denn je entschlossen, dort seine Rechte geltend zu machen, für die seine Mutter Mathilde noch immer  mit beispielloser Zähigkeit kämpfte. Er weilte noch dort, als ihn eine glückliche Nachricht erreichte: am 17. August 1153 hatte Eleonore ein Kind, einen Sohn, zur Welt gebracht, dem sie nach poitevinischer Tradition den Namen Wilhelm gab: Es war der Name ihres Vaters und ihrer Vorväter gewesen. Und Heinrich war sicher mit der Wahl dieses Namens einverstanden, denn er war ja auch der Name des Eroberers.
Als Frau und als Königin kann sie sich voll entfalten und ein intensives, ganz ihrem Wesen angemessenes Leben führen. Sie, die sich in ihrer Jugendzeit für unfruchtbar gehalten hatte, schenkt ihrem Gemahl weitere sechs Kinder und trägt die Last ihrer verschiedenen Mutterschaften mit heiterer Gelassenheit. Ihr ältester Sohn Wilhelm starb im Juni 1156 im Alter von drei Jahren und wurde in Reading begraben.

 





Literatur:
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Appleby John T.: Heinrich II. König von England. Die Zeit des Thomas Becket. Dr. Riederer-Verlag Stuttgart 1962 Seite 40,53 - Pernoud Regine: Königin der Troubadoure. Eleonore von Aquitanien. Diederichs Verlag München 1991 Seite 102,107 - Vones-Liebestein Ursula: Eleonore von Aquitanien. Herrscherin zwischen zwei Reichen. Muster-Schmidt Verlag Göttingen 2000 Seite 41 -