Thomas I.                                        Herzog von Norfolk (1399)
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22. März 1366 22. September 1399 (Pest)
                          Venedig


Jüngerer (2.) Sohn des Lords Johanns III. "Catholicus" Mowbray von Axholm und der Elisabeth Segrave, Tochter und Erbin von Lord Johann II. zu Barton; Enkel der Herzogin Margarete von Plantagenet-Lancaster-Norfolk


Lexikon des Mittelalters:
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Mowbray (abgeleitet von Montbrai in der Normandie)
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Bedeutende Adels-Familie im Norden Englands

Durch Margarete erhielt das Haus MOWBRAY das Anrecht auf das Earldom of Norfolk und das Amt des Marshal of England.
Einen weiteren Titel erwarb die Familie, als John de M
owbray ( 1383) 1377 zum Earl of Nottingham erhoben wurde.
Als John unverheiratet starb, folgte sein Bruder Thomas (1399), der 1388 zu den Lords Appellant gehörte.
1397 zum Duke of Norfolk erhoben, wurde er jedoch bald von Richard II. zusammen mit Heinrich (IV.) Bolingbroke, Earl of Derby, wegen eines Zweikampfes (1398 in Coventry) aus England verbannt.

M.C. Prestwich


Lexikon des Mittelalters:
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Norfolk, Earldom of
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Erbin war seine Tochter Margarete ( 1399), die sogar 1397 zur Duchess of Norfolk erhoben wurde, an demselben Tag, als ihr Enkel und Erbe, Thomas de Mowbray, den Titel eines Duke of Norfolk erhielt. Das Dukedom erlosch bei seinem Tod 1399, doch wurde es für seinen Erben, Earl Thomas, 1425 erneuert.
R.L. Storey

Thiele, Andreas: Tafel 210
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band IV Die Britische Peerage, ein Auszug"

THOMAS I. (II.) MOWBRAY
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1366/67
1399

Thomas I. folgt 1383 seinem Bruder Johann IV. und wird noch KG, 1386 Lord Marschall und Earl Marschall von England durch König Richard II., seinen Cousin, dient gegen Frankreich und Scottland: Seeschlacht bei Margate 1387
er unterstützt 1387/88 die "Lords Appellants" gegen die königliche Günstlingswirtschaft,
wird Burggraf von Berwick und Roxburgh, Gouverneur der östlichen Grenzen, Kapitän von Calais, Gouverneur von Picardie/Artois, 1396/97 Gesandter in Paris;
verrät 1397 das Komplott der Lords Appellants (unter anderem der Schwieger-Vater) und sitzt mit zu Gericht über sie (siehe bei Arundel IIa, England IId, Warwick IIb) und wird Herzog von Norfolk, bekommt etliche Baronien von geächteten Baronen dazu;
er darf daneben das Wapen König Eduards des Bekenners führen; wird 1398 von Herzog von Hertford (= ab 1399 König Heinrich IV.) denunziert, er habe sehr abfällig von Richard II. gesprochen: beide werden daraufhin verbannt (vgl. England III),
folgt 1399 der Großmutter auch als Graf von Norfolk; reist 1398-1399 nach Palästina,
in Venedig (an der Pest), verfolgte recht oppurtunistisch-ehrgeizig seine Ziele, ging dabei im Sinn des Wortes über Leichen

  oo 1384
       ELISABETH FITZ ALAN (STUART)
           
1425

Tochter und Präsumptiv-Erbin des Grafen Richard III. von Arundel und Surrey
Nachkommin König Eduards I.
Witwe des Sir Wilhelm Montagu von Salisbury (
1382, vgl. Salisbury II)
(ihre 3. Ehe: oo Sir Robert Goushill zu Hettingham, zu Hoveringham,
1413)


1384
  oo 2. Elisabeth FitzAlan, Tochter des Grafen Richard III. von Arundel

           um 1365 1425



Kinder:

  Thomas II. Graf von Norfolk
   1385
1405 hingerichtet

  Elisabeth Mowbray
      
nach 1423

  oo Michael III. de la Pole, Graf von Suffolk
       
um 1394 25.10.1415 gefallen

  Margarete Präsumptiv-Erbin
  
um 1395 nach 1420

  oo Robert Howard Sir zu Wiggenhall
            
1436

  Johann I. Graf/Herzog von Norfolk
  1392
1432

  Isabella Mowbray
  um 1390/95
1452 als Gefangene

  1. oo Heinrich Ferrers, Lord Groby
               
1422

  2. oo Jakob I. Lord Berkeley
               
1463



Literatur:
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Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band IV Die Britische Peerage, ein Auszug, R.G. Fischer Verlag 1996 Tafel 210 -