STOKE FIELD, SCHLACHT VON


Lexikon des Mittelalters:
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Stoke Field, Schlacht von (16. Juni 1487)
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gilt als letzte Schlacht der sogenanten Rosenkriege, deren Ausgang den englischen Thron für Heinrich Tudor sicherte.
Eine Reihe von Verschwörungen gegen Heinrich und seine Gemahlin Elisabeth, Tochter Eduards IV., war ihr vorausgegangen. Die von Margarete von Burgund unterstützten Rebellen machten 1487 Lambert Simnel, einen Betrüger, der sich in Irland als Eduard, Earl of Warwick, ausgab, zum Mittelpunkt ihrer Verschwörung - der echte Earl of Warwick konnte als Sohn von George, Duke of Clarence, den Thron beanspruchen und war 1485 gefangengenommen worden. Obwohl die Verschwörer vom König begnadigt wurden, floh John de la Pole, Earl of Lincoln, nach Burgund, wo er mit deutschen Söldnern ausgestattet wurde.
Lincolns Heer versammelte sich in Dublin, und Simnel wurde am 24. Mai 1487 als »Eduard VI.« zum König proklamiert. Am 4. Juni 1487 landete es in Foulday (Lancashire) und bewegte sich in südliche Richtung, um auf das Heer Heinrichs VII. zu treffen. Am 16. Juni 1487 kam es bei dem Dorf East Stoke zur Schlacht, bei der die Rebellen, deren Heer (ca. 8.000 Mann) neben den deutschen Söldnern nur schlecht bewaffnete und gekleidete Fußsoldaten (irische »Kerns«) umfaßte, unterlagen. Die meisten ihrer Führer wurden getötet, Simnel gefangengenommen.
A. Cameron