Philippa von Lancaster                    Königin von Portugal
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1360
19.7.1415

Älteste Tochter des Herzogs Johanns von Lancaster aus dem Hause PLANTAGENET aus seiner 1. Ehe mit der Blanka von Lancaster, Erb-Tochter von Herzog Heinrich II.; Enkelin des Königs Eduards III. von England und Schwester des Königs Heinrichs IV. von England

Thiele, Andreas: Tafel 205
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

PHILIPPA
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1415

  oo 1387
       JOHANN I. König von Portugal
            
1433

(siehe Portugal)


Thiele, Andreas: Tafel 182
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

JOHANN I. "DER UNECHTE VON AVIZ"
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1358
1433 (an Pest)

  oo 1387
       PHILIPPA VON ENGLAND
            
1415

Tochter des Titular-Königs von Kastilien, Herzog Johann von Lancaster und der Blanka von England-Lancaster
eine bedeutende Frau, hatte großen Einfluß auf ihren Mann und starb tief betrauert an der Pest
(9 Kinder)


Vones Ludwig: Seite 185,208
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"Geschichte der Iberischen Halbinsel im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen - Regionen."

Um den Bestand seines Reiches abzusichern, schloß er am 9. Mai 1386 mit England den Bündnis- und Schutzvertrag von Windsor, den er durch die Eheschließung mit Philippa, der Tochter des Herzogs von Lancaster von seiner 1. Gattin Blanche, bekräftigte. Portugal löste sich damit aus dem inmittelbaren Bannkreis der TRASTAMARA-Politik, mußte sich allerdings nach wie vor kastilischer Angriffe erwehren und bis zum Abschluß des Vertrages von Medina del Campo (1431) auf die endgültige Anerkennung seines territorialen Bestandes durch das Nachbarreich warten.
Die ungewöhlich lange Regierungszeit Johanns I. (1383-1433) bedeutete für das erschöpfte Reich eine Epoche der inneren Konsolidierung, die durch die Abwehr äußerer Feinde und den Aufbau eines neuen Herrscher-Hauses gekennzeichnet war. Aus der Ehe Johanns mit Philippa von Lancaster ging eine reiche Nachkommenschaft hervor, die von englischem Einfluß geprägt war und durch den Dichter Luis de Camoes, den Schöpfer der Lusiaden, später als 'inclita Geraco' charakterisiert werden sollte. Die bedeutendsten Mitglieder dieser 'berühmten Nachkommenschaft' Johanns I. waren neben dem
Thronfolger Duarte, der 1428 Eleonore von Aragon heiraten sollte,
der Infant Peter, der mit Isabella, der Tochter des aragonesischen Thronprätendenten Jakob II. von Urgell, vermählt wurde und zwischen 1439 und 1446 die Regentschaft innehaben sollte,

der Infant Heinrich, der als 'Heinrich der Seefahrer' und Begründer der portugiesischen Seemacht in die Geschichte einging,

der Infant Ferdinand, der später als Infante Santo heiliggesprochen wurde,
der Infant Johann, seit 1418 Verwalter des Hochmeisteramtes des Ritterordens Santiago da Espada,

die Infantin Isabella, die nach ihrer Eheschließung mit Philipp dem Guten, dem Herzog von Burgund, großen Einfluß auf die europäische Politik ausüben konnte, und - nicht zuletzt -

der illegitime Sohn Alfons, der als Graf von Barcelos Begründer des mächtigen Herzogs-Hauses von BRAGANZA wurde und spätestens seit 1449 fast allein bestimmend auf die portugiesische Politik einwirken konnte.



2.2.1387

  oo Johann I. König von Portugal
       11.4.1357
14.8.1433



Kinder:

  Blanka
  13.7.1388
1389

  Alfons Erst-Erbe
  30.7.1390
22.11.1400

  Eduard I. König von Portugal
  31.10.1391
9.9.1438

  Peter
  9.12.1392
20.5.1449

  Heinrich der Seefahrer
  24.3.1394
31.11.1460

  Isabella
  21.2.1397
17.12.1472

10.1.1429
   oo 3. Philipp der Gute Herzog von Burgund
            31.7.1396
15.6.1467

  Johann
  13.1.1400
18.10.1442

  Ferdinand
  29.9.1402
5.6.1443

 


Literatur:
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Oliveira Marques de A.H.: Geschichte Portugals und des portugiesischen Weltreichs. Alfred Kröner Verlag Stuttgart 2001 Seite 74 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 182,205 -Vones Ludwig: Geschichte der Iberischen Halbinsel im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen - Regionen. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993 Seite 185,208 -