Eduard V.                                               König von England
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2.11.1470 6.7.1483 ermordet
Westminster Tower

Ältester Sohn des Königs Eduards IV. von England aus dem Hause YORK und der Elisabeth de Woodville, Tochter von Graf Richard I. von Rivers

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 1591
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7. Eduard V., König von England seit 9. April 1483
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* 2. November 1470,
nach Anfang August 1483

Geboren im Asylbezirk von Westminster, wohin sich seine Mutter Elisabeth Wydeville während des Exils (1470-1471) von König Eduard IV. geflüchtet hatte.
Ältester Sohn Eduards IV.
Er und sein Bruder Richard, Herzog von York, sind bekannt als die »Prinzen im Tower«. Das Mißtrauen und der Haß zwischen der Familie WYDEVILLE und dem Bruder Eduards IV., Richard, Herzog von Gloucester, dem Protektor Englands während der Minderjährigkeit E
duards V., erwies sich als verhängnisvoll für das Haus YORK. Richard entriß Eduard V. gewaltsam seinen Verwandten aus der Familie WYDEVILLE. Dann behauptete er fälschlich, Eduard V. sei ein Bastard (und wahrscheinlich ebenfalls Eduard IV.) und erklärte sich selbst zum König. Nachdem er Elisabeth Wydeville dazu überredet hatte, ihm ihren Sohn Richard von York auszuhändigen, den sie in dem Asylbezirk von Westminster in Sicherheit gebracht hatte, setzte er beide Kinder im Tower von London gefangen. Sie wurden seit Anfang August 1483 nicht mehr gesehen und sind höchstwahrscheinlich auf Richards Befehl oder zumindest mit seinem Wissen ermordet worden, was von einer Reihe von Schriftstellern heftig diskutiert wurde, wobei es sich eher um enthusiastsche Amateure als um ernsthafte Historiker der Zeit handelte.
J.R. Lander


Lexikon der Renaissance: Seite 220
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Eduard V., König von England seit 1483
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* zwischen 1. und 3.11.1470, August 1483
Westminster                           London

Sohn von Eduard IV., Haus YORK

Eduard V. wurde nach dem Tode seines Vaters (9.4.1483) König. Der als Regent eingesetzte Herzog Richard von Gloucester, ein Onkel Eduards V., ließ sich sebst am 26.6.1483 zum König ausrufen. Eduard V. und sein jüngerer Bruder wurden auf Befehl Richards III. in den Tower gebracht und wahrscheinlich dort ermordet; die Vorgänge um den Tod der beiden Kinder sind nicht restlos geklärt.


Thiele, Andreas: Tafel 209
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

EDUARD V.
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1470 1483 (ermordet?) (oder erst weit nach 1485 im Tower)

er folgt unter seinem Onkel Richard als König, wird zum Bastard erklärt von Richard und verschwindet 1483 im Tower


Eduard V. wurde mit drei Jahren nach Ludlow an der Grenze der walisischen Mark entsandt, um die Treue der Bevölkerung von Wales zu gewinnen. Auf seinem Krönungszug nach London brachte ihn sein Onkel Richard von Gloucester in seine Gewalt und ließ ihm in den Staatsgemächern des Tower Wohnung nehmen. Noch vor seiner geplanten Krönung ließ ihn sein Onkel Richard zum Bastard erklären und wenig später wurde er im Tower mit seinem Bruder höchstwahrscheinlich vom Herzog von Buckingham ermordet.

 
 
 
 

Literatur:
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Fraser Antonia: Die sechs Frauen Heinrichs VIII. Claasen Verlag GmbH Hildesheim 1995 Seite 24 - Jurewitz-Freischmidt Sylvia: Die Herrinnen der Loire-Schlösser. Königinnen und Mätressen um den Lilienthron. Casimir Katz Verlag, Gernsbach 1996 Seite 83 - Kendall Paul Murray: Richard III. König von England Mythos und Wirklichkeit, Eugen Diederichs Verlag München 1995 Seite 95,169-170,194-196,200-202,204,249, 295-296,425 - Panzer Marita A.: Englands Königinnen. Von den Tudors zu den Windsors. Verlag Friedrich Pustet Regensburg 2001 Seite 17 -
Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 209 -