Edmund Tudor                                 Graf von Richmond (1452-1456)
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1430
3.11.1456
 

Ältester Sohn des Owens Tudor aus dem Hause TUDOR und der Katharina von Frankreich, Tochter von König Karl VI.; Vater von König Heinrich VII. Tudor von England


Lexikon des Mittelalters:
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Tudor
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Nach dem Tod Heinrichs V. (1422) heirateten Owen und Katharina heimlich. Katharinas Lage war während der Minderjährigkeit ihres Sohnes, des späteren Heinrichs VI., schwierig, und das Parliament versuchte, ihre Heirat gesetzlich zu regeln.
Owen
wurde eingekerkert, als Katharina 1437 starb.
Aber seit 1440 wurde er von seinem Stief-Sohn, dem König, gut behandelt, der für die Erziehung der Kinder aus Owens und Katharinas Ehe (drei Söhne und vielleicht eine Tochter) sorgte: Der jüngste Sohn Owen war bis zu seinem Tod 1502 Mönch in der Westminster Abbey. Den älteren Söhnen Edmund und Jasper wurden 1452 die königlichen Earldoms von Richmond und Pembroke mit einer Vorrangstellung über andere Earls übertragen. Sie wurden als Brüder des Königs anerkannt und mit Ländereien ausgestattet (Wert jeweils £ 1.000), und Edmund wurde 1455 mit der Cousine des Königs, Margaret Beaufort, verheiratet.

R.A. Griffiths


www.wikipedia.de
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Edmund Tudor, 1. Earl of Richmond
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* um 1430; 1. November 1456

war der Vater von König Heinrich VII. von England.

Tudor wurde entweder im Much Hadham Palace in Hertfordshire oder in Hadham in Bedfordshire als Sohn von Owen Tudor und Katharina von Valois (ehemals Frau von König Heinrich V. von England) geboren. Es ist nicht sicher bekannt, ob er legitim geboren wurde, nachdem seine Eltern heimlich geheiratet haben. Seine Mutter starb 1437, aber sein Halb-Bruder, König Heinrich VI., berücksichtigte ihn, indem er ihn 1455 zum Earl of Richmond machte.
1455 heiratete er Margaret Beaufort, die Tochter von John Beaufort, 1. Earl of Somerset. Zu der Zeit war sie zwölf Jahre alt und wurde ein Jahr später schwanger.

Mit dem Beginn der Rosenkriege wurde der Earl of Richmond von der Familie HERBERT, die sich zum Haus YORK bekannte, festgenommen. Sie sperrten ihn in Carmarthen Castle in Süd-Wales ein, wo er an der Pest starb. Heinrich, sein einziges Kind, wurde über zwei Monate nach seinem Tod geboren.


Thiele, Andreas: Tafel 210
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

EDMUND TUDOR
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1430
1456

Sir zu Hadham
Edmund Tudor, ebenfalls dem Vater sehr ähnlich, wurde auch durch den königlichen Halb-Bruder protegiert und gefördert, der ihn 1452 zum Grafen von Richmond erhob.
Er kämpfte gegen Wales und starb wohl an einer Verwundung.

  oo MARGARETE DE BEAUFORT (LANCASTER-ANJOU-PLANTAGENET)
       1443
1509

Tochter des Herzogs Johann II. von Somerset und der Margarete de Beauchamp
Eventual-Erbin des Hauses LANCASTER (siehe bei England III/1)
Margarete war eine kleine, dunkle, energische, willensstarke Frau, verfocht zeitlebens entschieden die Ansprüche des Sohnes.


Kendall Paul Murray: Seite 171,172
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"Richard III. König von England. Mythos und Wirklichkeit."

Owen Tudor gelang es, Vorsteher der Garderobe im Hofstaat der Königin Katharina zu werden, der Witwe Heinrichs V. und Tochter des wahnsinnigen Königs Karl VI. von Frankreich. Sie lebte fern vom Hof und vergessen. Ohne Zweifel fühlte sie sich einsam. Owen Tudor war schön und mitfühlend und verstand es, der traurigen Katharina traurige walisische Lieder vorzusingen. Bald hatte er sich in ihr Bett gesungen. Sie gebar ihm drei Kinder: Jasper, Edmund und Owen. Katharinas Hofhaltung war so abgelegen und vom Hof unbeachtet, daß der Rat Heinrichs VI. anscheinend erst als sie 1437 starb, ihre Liebschaft entdeckte.
Am Ende machte der weiche und gutmütige Heinrich VI. alles wieder gut. Er erkannte seine Halb-Brüder an, hieß sie bei Hofe willkommen und ernannte 1453 Jasper zum Earl of Pembroke und Edmund zum Earl of Richmond. Owen, der dritte Sohn, war Mönch in Westminster geworden. Vielleicht war aus Königin Katharinas Blut die Spur von Wahnsinn, die den Geist Heirichs VI. trübte, bei den Kindern ihrer zweiten Verbindung hauptsächlich auf den Mönch Owen, von dem nichts nichts bekannt ist, übergegangen.






1455

  oo 2. Margarete Beaufort, Tochter des Herzogs Johann II. von Somerset
          31.5.1443 29.6.1509

 
 

Kinder:

  Heinrich VII. König von England
  28.1.1457
21.4.1509



Literatur:
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Kendall Paul Murray: Richard III. König von England. Mythos und Wirklichkeit. Eugen Diederichs Verlag München 1995 Seite 171,172,362 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 210 -