EDGECOTE MOOR, SCHLACHT VON


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Die Schlacht von Edgecote Moor fand am 26. Juli 1469 während der Rosenkriege beim Danes Moor in Northamptonshire bei einem Nebenarm des Flusses Cherwell statt.

Der Treueburch des Earls of Warwick 

Es ist erstaunlicherweise der gleiche Earl of Warwick, der sich so sehr dafür einsetzte, dass König Eduard IV. den Thron besteigen konnte, der auch im Jahr 1469 eine Rebellion gegen ihn begann. Acht Jahre nach dem Sieg bei Towton hatte sich anscheinend einiges bei der Einstellung Warwicks geändert. Doch obwohl man bemerkte, dass Warwick immer unzufriedener mit Eduard und seiner neuen Regierung wurde, hätte damals niemand gedacht, dass es so weit kommen würde. In Warwicks Ansicht waren die Gründe jedoch ausreichend um einen Krieg zu beginnen. Nach Towton war es meist an Warwick gewesen, das Land am Laufen zu halten. 1464 hatte er mit Friedensverhandlungen mit Frankreich, das auf der Seite des Hauses LANCASTER stand, begonnen und war der Auffassung, dass nur eine Heirat Eduards mit einer französischen Prinzessin den Konflikt beilegen könne. Warwick teilte König Ludwig XI. mit, dass Eduard erfreut darüber wäre eine französische Prinzessin zu heiraten, wurde aber schnell darüber informiert, dass Eduard bereits heimlich Elizabeth Woodville, eine Bürgerliche, vor sechs Monaten geheiratet hatte. Auch Elizabeths Brüder und Schwestern waren mit Mitgliedern des englischen Adels verheiratet worden. Die meisten dieser Ehen missfielen Warwick und mindestens eine von ihnen war für ihn eine direkte Beleidigung für seine Familie.

Warwick war auch durch den stetig andauernden Konflikt verärgert dass Eduard es ständig ablehnte, den Duke of Clarence Warwicks älteste Tochter heiraten zu lassen. Eduard gab scheinheilig an, dass Clarence nur für eine diplomatische Ehe zur Verfügung stehen würde.

Warwick übte daraufhin keine Kontrolle mehr aus und beeinflusste auch den König, seinen Cousin, nicht mehr in politischen Angelegenheiten.

All diese Probleme brachten Warwick schließlich dazu eine Rebellion zu starten, bei der er bereits einen Verbündeten hatte, und zwar den Duke of Clarence, dem Erben des englischen Throns.

Die Rebellion

Kleinere Aufstände im Norden brachten den König dazu, sich langsam dorthin zu begeben. Als der König ihnen den Rücken zugewendet hatte, begannen die Helfer Warwicks damit, Gerüchte über den König zu verbreiten, dass der König ein Bastard war und dass Clarence der eigentliche Erbe des Hauses YORK war.

Im Norden begann einer von Warwicks Hauptmännern, der sich selbst Robin of Redesdale nannte (eigentlich Sir William Conyers), eine neue Rebellion. Als Eduard davon hörte, glaubte er diesen Aufstand leicht niederschlagen könne und schickte nur ein paar seiner Männer dort hin. Schnell bemerkte er jedoch, dass seine Männer den Rebellen unterlegen waren und begann einen Rückzug nach Nottingham, um dort weitere Soldaten zu rekrutieren. Leider hatte der König stark an Popularität verloren und es gab nur wenige Männer, die sich ihm anschlossen. Eduard wartete in Nottingham auf die Earls von Pembroke und Devon, die mit einer Armee von Süden kommen sollten.

Am 12. Juli erklärten Warwick und Clarence den Rebellen ihre Unterstützung. Am 18. Juli verließ Warwick London als Anführer einer riesigen Armee, um die Rebellen zu unterstützen.

Die Rebellen im Norden bewegten sich nach Süden, um mit Warwick zusammenzutreffen, umgingen den König, trafen jedoch mit der Armee von Pembroke und Devon bei Edgecote Moor zusammen. Die Armeen bemerkten einander am 25. Juli und trafen am Morgen des 26. Juli zur Schlacht zusammen. Die Schlacht begann eher einseitig als der Earl of Devon und seine walisischen Bogenschützen einige Meilen entfernt in einem Dorf übernachtet hatten. Die Rebellen griffen über den Fluss an und zwangen Pembroke zum Rückzug auf eine gewisse Entfernung. Pembroke wurde in dieser neuen Position erneut angegriffen, konnte sich jedoch verteidigen während er auf Devon wartete. Gegen Mittag erhielt er die Nachricht, dass Devon sich schnell näherte. Zur gleichen Zeit erreichte jedoch Warwicks Vorhut das Schlachtfeld. Die Moral der Rebellen wurde sofort angehoben. Als sie Warwicks Kräfte erkannten, nahmen Pembrokes Männer alle Kräfte zusammen, die sie noch hatten. Doch die königliche Armee zerbrach, ehe Devon sie erreichen konnte. Damit hatte Warwick diese Schlacht gewonnen.