Alice von Savoyen                           Erbin der Grafschaft Savoyen
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1166vor 26.6.1178
 

Älteste Tochter und Erbin des Grafen Humberts III. des Seligen von Savoyen aus dem Hause der HUMBERTINER aus seiner 3. Ehe mit der Clementia von Zähringen, Tochter von Herzog Konrad

Brandenburg Erich: Tafel 18 Seite 37
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"Die Nachkommen Karls des Großen."

XIV. 397 c. ADELHEID
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* 1166, vor 1178 26. VI.

verlobt 1173 mit Johann, später König von England (siehe XIV. 121.)


Thiele, Andreas: Tafel 398
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

ALICE (aus 3. Ehe)
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* 1166, 1174

 verlobt mit Prinz Johann von England


Pernoud Regine: Seite 172
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"Königin der Troubadoure. Eleonore von Aquitanien."

Im Februar 1173 berief Heinrich II. eine große Versammlung von Baronen nach Montferrand in die Auvergne. Dort empfing er den Grafen Humbert de Maurienne und trat mit ihm in Verhandlungen ein. Es ging darum, den letzten seiner Söhne, Johann, zu verheiraten. Heinrich nannte ihn Johann Ohneland, den dieser jüngste Sohn, den er besonders liebte, war damals in Montmirail nicht dabeigewesen, als der Vater sein Reich unter seine Söhne verteilte. Die Erbteilung war im übrigen fiktiv, denn Heinrich der Jüngere hatte, obwohl zum König gekrönt, bisher noch keinen Anteil an der Macht. Heinrich beschloß also, seinen Sohn Johann, der damals sieben Jahre alt war, mit Alix, der Erbin von Maurienne, zu verheiraten. Dadurch sicherte er ihm die Aussicht auf eine größere Erbschaft: das weite Land rings um den Genfer See, Savoyen mit seinen Übergängen nach Italien und die Provence. Als Unterpfand seines guten Willens händigte Heinrich dem Grafen Humbert 5.000 Mark in Silber aus. Überdies versprach er, Johann werde außer dem ihm schon zugesagten Irland mehrere günstig gelegene Schlösser in Mittel-England sowie aus Heinrichs kontinentalen Herrschaftsbereich drei strategisch wichtige Plätze an den Angelpunkten zwischen dem Poitou und der Bretagne, Chinon, Loudon und Mirebeau, erhalten. Damit wurde Johann sehr großzügig ausgestattet; diese Schlösser waren nämlich wichtige Relaisstationen eines Staates, der von West nach Ost die Erblande der PLANTAGENETS in zwei Teile teilte.

Pernoud Regine: Seite 31,37,46
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"Der Abenteurer auf dem Thron. Richard Löwenherz König von England."

Als erste Maßnahme regelte Heinrich II. die Erbschaft seines jüngsten Sohnes, den er bei seiner Geburt selbst Johann ohne Land genannt hatte. Dem damals 7-jährigen Johann übertrug er Irland, die Insel, die er soeben seiner Herrschaft unterworfen hatte. Er hatte ihm aber auch eine reiche Erbin zugedacht, nämlich Alix, die Tochter des Grafen Humbert von Maurienne; eine solche Heirat würde einen Weg nach Savoyen ebnen, also nach Piemont und Italien überhaupt.
Nachdem Heinrich II. die Ordnung wiederhergestellt sah, nahm er seine gefangene Gemahlin und den gesamten Hof, der sie in Poitiers umgeben hatte, mit nach England: die Frauen oder Verlobten seiner Söhne, Margarete und Adelaide, Constance von Bretagne, die Verlobte von Gottfried, und Alix von Maurienne, die Verlobte von Johann.
Heinrichs Plan, über Maurienne nach Italien zu gelangen, hatte sich zerschlagen. Alix, die Verlobte Johanns ohne Land, war gestorben.
 
 
 
 

  v oo Johann Ohneland König von England
         24.12.116719.10.1216
 
 
 
 

Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen. Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 18 Seite 37 - Pernoud Regine: Der Abenteurer auf dem Thron. Richard Löwenherz König von England. Diedrichs Verlag München 1994 Seite 31,37,46 - Pernoud Regine: Königin der Troubadoure. Eleonore von Aquitanien. Diederichs Verlag München 1991 Seite 172 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 398 -