Sigismund                                                 Deutscher König (1410-1437)
--------------                                               Römischer Kaiser seit 31.5.1433
15.2.1368-9.12.1437                                 König von Ungarn (1387-1437)
Nürnberg  Znaim                                      König von Böhmen (1419-1437)
                                                               König von Italien
                                                               Markgraf von Brandenburg
Begraben: Großwardein
 

Ältester Sohn des Kaisers KARL IV. von Luxemburg-Böhmen aus seiner 4. Ehe mit der Elisabeth von Pommern, Tochter von Herzog Boguslaw V.
 

Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 1868
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SIEGMUND, römisch-deutscher Kaiser, König von Ungarn und Böhmen aus dem Hause LUXEMBURG
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* 15. Februar 1368, + 9.12.1437
Nürnberg                  Znaim

Begraben: Nagyvarad

Eltern: Kaiser KARL IV. und Elisabeth, Tochter Herzog Bogislaws V. von Pommern

  1. oo 1385 Maria (+ 1395), Tochter Ludwigs I. von Ungarn und Polen

  2. oo 1406/08 Barbara von Cilli

1409 Geburt der Tochter Elisabeth (oo ALBRECHT II., dem späteren deutschen König, König von Ungarn und Böhmen); am 31. März 1387 Krönung zum König von Ungarn in Stuhlweißenburg, am 20. September 1410 1. Wahl, am 21. Juli 1411 zweite Wahl zum römischen König, am 8. November 1414 Krönung in Aachen, am 25. November 1431 Krönung mit der „Eisernen Krone“ in Mailand, am 31. Mai 1433 Kaiserkrönung durch Eugen IV.

[1] JUGEND
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SIEGMUNDS Jugendstand im Zeichen luxemburgischer Hauspolitik. KARL IV. hatte SIEGMUND kurz nach der Geburt mit der Tochter Burggraf Friedrichs V. von Zollern verlobt; als dieser eigene Söhne bekam, wurde die Verbindung gelöst. 1372 in Breslau, definitiv 1375 in Brünn vereinbarte KARL die Verlobung SIEGMUNDS mit Maria, der Tochter König Ludwigs, die durch den Tod ihrer älteren Schwester im Jahre 1378 zur Haupterbin Ludwigs in Ungarn wurde. Kindheit und Jugend verbrachte SIEGMUND überwiegend in Prag und in der Mark Brandenburg, später auch in Polen und Ungarn. Der Prinz lernte Deutsch, Tschechisch, Lateinisch, Französisch, „Slawisch“ (wohl Kroatisch), Italienisch und Ungarisch. Von seinen Erziehern ist der Humanist Niccolo die Beccari aus Florenz bekannt. Der körperlich attraktive und lebenslustige SIEGMUND galt als hochgebildet.

[2] KURBRANDENBURG, UNGARN
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1376 erhielt SIEGMUND als Lehen die Mark Brandenburg (zunächst ohne die Neumark). Als König Ludwig 1382 starb, nutzten die Polen die Gunst der Stunde, um sich von Ungarn zu lösen. SIEGMUND mußte sich dort gegen Karl III. von Anjou-Durazzo und dessen Sohn Ladislaus sowie deren Parteigänger um den Ban Johann Horvati durchsetzen. Mariawar fast ein Jahr Gefangene der Gegner, ihre Mutter Elisabeth und der Palatin Nikolaus I. von Gara wurden getötet. SIEGMUND mußte die Hilfe König WENZELS in Anspruch nehmen und die Unterstützung des ungarischen Adels erwirken; besonders letzteres kam den König teuer zu stehen. Von 1387 ist das erste, mehr oder minder förmliche Wahlversprechen eines ungarischen Königs überliefert; vereinbart war es mit den „Regnicolae Hungaricae“, die sich 1386 formiert hatten. SIEGMUND wurde gekrönt und erwirkte die Befreiung Marias, beides mit Hilfe Venedigs, das kein Interesse an einer Verbindung Neapels mit Ungarn haben konnte. Die Königin blieb bis zu ihrem Tode Mitregentin. Zur Schuldentilgung verpfändete SIEGMUND 1388 die Mark Brandenburg an seine Vettern JODOK und Prokop; später erhieltJODOK auch die Kurwürde. Die Neumark ging an Johannes von Görlitz, SIEGMUNDS Halbbruder (Richtigstellung: Johann war SIEGMUNDS Bruder), zurück; SIEGMUND erbte sie 1396. WENZEL erhielt SIEGMUNDS Anteil an den Bergwerken in Kuttenberg. Durch die lange Phase der Herrschaftskonsolidierung geschwächt, verlor Ungarn unter anderem Galizien und die Moldau.
1396 unterlag SIEGMUND mit vorwiegend französisch-ungarischen Kreuzfahrern Sultan Bayezid I. bei Nikepolis; damit wurde die türkische Gefahr akut. Der Reichstag zu Temesvar 1397 beschloß auf der Basis der Goldenen Bulle König Andreas‘ II. mit den Zusätzen Ludwigs I. die Reorganisation des Militärs. In diesem Kontext wurden auch die kirchlichen Einkünfte zugunsten des heimischen Klerus und der Söhne des Adels beschnitten. Dies, die Einschränkung der Appellation an Rom und das Verbot, von der Kurie ernannten „bullati“ Pfründen zu gewähren, bereiteten dem „Placetum Regium“ (Reichstag zu Preßburg, 1404) den Weg. Die Nutzung des Schismas zur Stärkung der königlichen Position prägte SIEGMUNDS ungarische Kirchenpolitik von 1397 bis zum Konstanzer Konzil. Das Adelsrecht auf Widerstand und das bereits in der Wahlkapitulation genannte, 1397 bestätigte Verbot fremder Berater ermöglichten der Gruppe um den Erzbischof Johann Kanizsai 1401 die Festnahme SIEGMUNDS. Die Regierung wurde „auctoritate sacre corone“ von Baronen übernommen. Befreit wurde SIEGMUND von der Garai-Gruppe, mit der er sich durch Heirat mit Barbara von Cilli verbunden hatte. Ein letzter Angriff auf das Königtum erfolgte im Frühjahr 1403 durch Ladislaus von Neapel, der seine Ansprüche mit Hilfe des Papstes durchzusetzen versuchte. Der Angriff mißlang, weil der Papst durch das Schisma geschwächt und SIEGMUNDS Liga bereits stark genug war. Im Oktober 1403 amnestierte SIEGMUND alle ehemaligen Gegner (Reichstag zu Ofen, 1403). Die Gründung des Drachenordens (1408) sollte das Königtum weiter festigen. In den folgenden Jahren mußte SIEGMUND mehrfach türkische Angriffe abwehren. Im Innern bemühte er sich um die Nutzung der Landesressourcen durch Förderung wichtiger Städte und des Levante-Handels. Im Laufe seines Herrscherlebens zog SIEGMUND in luxemburgischer Haustradition vor allem italienische, aber auch deutsche Experten an seinen Hof. Wichtige Einkommensquellen des Königs waren der (Gold- und Silber-)Bergbau und das Salzregal. In der Lokalverwaltung gewann der Komitatsadel an Selbständigkeit. Mit der Nachfolge ALBRECHTS und Elisabethssetzte SIEGMUND seine dynastischen Pläne durch.

[3] BÖHMEN UND DAS REICH
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Die Herrschaft in Böhmen war bereits unter WENZEL nicht konfliktfrei. Dabei vermengten sich böhmische und deutsche Fürsteninteressen und luxemburgischer Familienzwist nicht nur bei der Genese der Konflikte, sondern auch bei deren Beilegung in wechselndem Mit- und Gegeneinander. SIEGMUND schloß 1394 einen Erbvertrag mit seinem Bruder, den er zwei Jahre später gegen erneute Hilfe bekräftigen ließ. Zudem setzte WENZEL dem deutschen Drängen auf einen Reichsvikar die Ernennung SIEGMUNDS entgegen, obgleich dieser nach Ungarn zurückkehrte und mit Brandenburg sogar die Reichsfürstenwürde verloren hatte. Während der Gefangenschaft WENZELS (1402/03) trat SIEGMUND im Februar 1402 als Reichsverweser die Herrschaft in Böhmen an und plante den überfälligen Romzug für seinen Bruder (Richtig: Stiefbruder). Unterstützt wurde SIEGMUND von den HABSBURGERN; Albrecht IV. erhielt dafür die Anwartschaft auf die ungarische Krone und die böhmische Statthalterschaft. Zur Finanzierung seiner Politik verpfändete SIEGMUND 1402 die Neumark an den Deutschen Orden. Allerdings war SIEGMUND damit überfordert, gleichzeitig in Ungarn und Böhmen seine Herrschaft durchzusetzen: Weihnachten 1403 zog WENZELwieder in Prag ein.
Nach dem Tod König RUPRECHTS wählten am 20. September 1410 Kurpfalz, Kurtrier und (unrechtmäßig) Kurbrandenburg SIEGMUND und am 1.Oktober die Gegenpartei JODOK von Mähren zum deutschen König; letzterer starb am 18. Januar 1411. Am 212. Juli des Jahres wählten dann auch Mainz, Köln, Sachsen, Brandenburg und Böhmen SIEGMUND zum König. Die Zweiteilung der Wahl spiegelt SIEGMUNDS diplomatisches Geschick wieder: In der Approbationsfrage machte er der kurpfälzischen Partei („Gregorianer“) keine Zugeständnisse, die für Kurmainz und Kurköln („Pisaner) unannehmbar gewesen wären. Zudem gelang es SIEGMUND, sich mit WENZEL über eine Aufteilung der Königs- und Kaiserwürde zu einigen. Bei der Herrschaftssicherung stützte sich SIEGMUND zunächst auf Kurpfalz. Eigene Reichspolitik (seit 1414) fiel dem König ohne Hausmacht schwer; er war im wesentlichen auf seine Legitimationsfunktion angewiesen. Aktives politisches Handeln war ihm nur bei eklatanten Verletzungen der Ordnung möglich. Die Erfolge des Königs  führten zum Zusammenrücken der Kurfürsten und zum Bruch mit dem Pfalzgrafen (1417). SIEGMUND blieb zeitlebens darauf angewiesen, sich auf territoriale Handlungsträger („Ersatzhausmacht“) im Reich zu stützen. Dies erforderte große Zugeständnisse, von denen die Übertragung der Mark Brandenburg an Friedrich von Nürnberg (1411 Kurwürde 1417) zu den historisch folgenreichsten zählt.
Die Einberufung des Konstanzer Konzils ist bezeichnend für SIEGMUNDS pragmatische Politik: SIEGMUND nutzte den Vorteil, dass sein Königtum erstarkte, während sich die Lage der Päpste unter dem Schisma ständig verschlechterte. Im Vorfeld des Konzils entstand ein komplexes Bündnisgeflecht: in Leicester (König Heinrich V. von England/Burgund), in Trino (SIEGMUND/Karl VI. von Frankreich), in Koblenz (SIEGMUND/Heinrich V.) und in Arras (Burgund/Karl VI.). SIEGMUND wollte das Konzil sichern und zugleich die burgundische Frage im dynastischen Interesse lösen. In der Papstfrage blieb er nominelle der Pisaner Position treu, politisch näherte r sich jedoch dem Heidelberger Hof. Die Zustimmung der spanischen Könige („Capitula Narbonensia“) erwirkte SIEGMUND auf einer Reise 1415/16, auf der auch das Bündnis von Canterbury geschlossen wurde. Es gelang, das Schisma zu überwinden; hingegen verlor SIEGMUND den Streit um die Priorität von Kirchenreform oder Papstwahl. Auch die causa fidei wurde durch die Verbrennung von Johannes Hus im Juli 1415 nur scheinbar gelöst; in Böhmen eskalierte das Problem, spätestens nach dem Tod WENZELS. SIEGMUNDS böhmische Krönung am 28. Juli 1420 blieb bis zur Durchsetzung (1436/37) der auf der Basis der Vier Prager Artikel ausgehandelten Basler Kompaktaten (1433) ein umkämpfter Anspruch; die gescheiterten Kreuzzüge (1420/21,1422,1426/27,1431) sowie die Schlacht bei Lipany 1434 markierten Stationen auf diesem Weg.

[4] KÖNIG UND REICH
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Da SIEGMUND oft nicht im Reich war, mußte königliches Handeln, dort wo es eigentlich hätte erfolgen müssen, vielfach aufgeschoben oder vorausgesetzt, gelegentlich auch ersetzt werden, wobei letzeres am schlechtesten legitimiert war. Jedenfalls konnte das Königs“defizit“ im Normalfall ausgeglichen werden, nicht jedoch in der Hussitenkrise. Deren Bewältigung erfolgte in 3 Etappen, was die Entwicklung reichspolitischen Handelns unter SIEGMUND verdeutlicht: das Kurfürstenbündnis (1421), die Reichsmatrikel (1422) und die Reichssteuer (1327). Zunächst handelten die Kurfürsten unter Berufung auf den König, jedoch mit päpstlicher Legitimation. 1422 reichte diese Art der Legitimation nicht mehr aus, der König mußte selbst erscheinen. Als 1427 SIEGMUND nicht erreichbar war, leitete an seiner Stelle der englische Finanzexperte und Kardinallegat Heinrich von Beaufort den Tag und erarbeitete das Konzept für die erste deutsche Reichssteuer. Diese bemerkenswerte Überwindung des Königs“defizits“ markiert einen vorläufigen Höhepunkt der Selbstorganisation des Reiches.
Das Baseler Konzil war anfangs auf den König angewiesen und diente diesem im Gegenzug zur Steigerung seiner machtpolitischen Präsenz im Reich sowie als diplomatisches Rückendeckung in Italien. Das Konzil emanzipierte sich jedoch zusehends vom König und nahm wie dieser Legitimationsfunktionen und Rechtsprechung wahr. Dem Kaiser (seit 1433) war ein Konkurrent erwachsen, der mit zunehmender Rigorosität gegen den Papst auch politisch selbstbewußter auftrat und begann,  Forderungen an das Reich zu stellen. Kurfürsten wie Reichsstädte schützten sich gegen Konzilsansprüche, indem sie sich auf den Kaiser beriefen. Dieser Vorgang belegt die Grenze reichspolitischer Selbständigkeit: Die Reichsglieder waren unter SIEGMUND noch unmittelbar auf den König bezogen, weshalb sich eine eigenständige legitimierte „Opposition“ (noch) nicht bilden konnte. Dies schloß Kontroversen und grundsätzliche Aufffassungsunterschiede zwischen SIEGMUND und den Kurfürsten jedoch nicht aus.
Die unterschiedliche geopolitische Perspektive von König und rheinischen Kurfürsten beeinflußte auch die Vermittlungen zwischen den Deutschen Orden und Polen: SIEGMUNDS Verankerung in Ostmitteleuropa veranlaßte ihn, die Politik des Deutschen Ordens an seinem Verhältnis zu Polen-Litauen zu orientieren. Dagegen stellten sich die rheinischen Kurfürsten – vom Papst unterstützt – uneingeschränkt vor den Orden als „Hort der Christenheit“ und machten dies  gegebenenfalls auch gegen den König geltend. Ähnlich differierten die Haltungen zum Krieg zwischen Venedig und Mailand. SIEGMUNDS Handeln war ganz vom diplomatischen Nutzen bestimmt; so wechselte er auf seinem Italienzug von der mailändischen auf die Seite der Liga, um im komplizierten Mit- und Gegeneinander von Papst und Venedig versus Konzil und Mailand seine eigene Position zu stärken und eine Vermittlerrolle wahrnehmen zu können.
SIEGMUND gilt als Kirchen- und Reichsreformer, als Schöpfer der Idee der Donaumonarchie, als großer Diplomat und schlechter Feldherr. Man sagt ihm nach, er sei unstet gewesen und habe zu viele Dinge gleichzeitig betrieben. Der Persönlichkeit wird wohl zu Unrecht angelastet, was auch durch den extremen Aktionsradius dieses letzten LUXEMBURGERS erklärbar ist: Der weit ausgedehnte Herrschaftsraum mit den unterschiedlichen sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Voraussetzungen überforderte das Leistungsvermögen eines spätmittelalterlichen Herrschers sowohl hinsichtlich der Anforderungen als auch der verfügbaren Mittel bei weitem.

Quellen:
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MCXV. Concil Basileense, t. I-III, 1857-1896 - RTA, Ältere Reihe, 7-12 Bde, 1878-1901 - F. E, Windecke, Denkwürdigkeiten zur Gesch. des Zeitalters Ks. S. s, hg. W. Altmann, 1893 - Acta Concil Constanciensis, hg. H. Finke - J. F. Böhmer, RI XI, 1896-1900 - Zsigmondkori Okleveltar, hg. E. Malyusz, 1951-1958 - Necr. Regni Hung., 1301-1457, ed. F. Döry, G. Bonis, V. Bacskai, 1976.

Literatur:
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J. v. Aschbach, Gesch. Ks. S. s, 1838-1845 – S. Wefers, Das politische System Ks. S. s, 1989 – E. Malyusz, Ks. S. in Ungarn, 1990 – W. Baum, Ks. S., 1993 - S. von Luxemburg, hg. J. Macke, E. Marosi, F.Seibt, 1994 – G. Beinhoff, Die Italiener am Hof Ks. S. s, 1995.
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SIGISMUND wurde wie sein Stiefbruder WENZEL in Nürnberg geboren und erhielt eine ausgezeichnete Ausbildung und Erziehung. 1372 wurde er mit der Tochter König Ludwigs I. von Ungarn-Polen, Maria, verlobt. 1376 erhielt er den Titel eines Kurfürsten von Brandenburg, das Land, das er nach den Plänen des Vaters mit Polen und Ungarn zu einem mächtigen Schirm im Osten des Reiches verbinden sollte. Aufgrund seiner Ehe erwarb er die Anwartschaft auf die Erbfolge in diesen beiden Ländern. Nach Ludwigs Tod (+ 11.9.1382) wurde Jadwiga (Hedwig), Schwester Marias zur Königin von Polen gewählt, während in Ungarn Karl von Durazzo die Herrschaft an sich riss. Erst nach dessen Ermordung (1385) gelangte Maria zur Herrschaft. Um seine Ansprüche auf Ungarn, durch die geplante Heirat, durchsetzen zu können, musste er, auf die Hilfe seiner Vettern JOBST und Prokop gestützt, mit einem Heer in Ungarn einmarschieren und militärisch aktiv werden. Im August 1385 eroberte er die ungarische Hauptstadt und heiratete seine Verlobte Maria, die drei Jahre zuvor zur ungarischen Königin gekrönt worden war. Am 31.3. 1387 wurde SIGISMUND zum König von Ungarn gekrönt, womit ein erheblicher Machtzuwachs und eine enorme Vergrößerung des Hausbesitzes verbunden waren. Im Mai 1388 verpfändete SIGISMUND die Mark Brandenburg an seinen Vetter JOBST von Mähren für dessen Unterstützung bei SIGISMUNDS ungarischen Unternehmen. Am 17.3.1396 wurde er von seinem Bruder WENZEL zum Generalvikar des deutschen Reiches ernannt, womit sein Thronanspruch gefördert wurde. Unter seiner Führung wurde ein abendländisches Koalitionsheer zur Unterstützung Konstantinopels am 28.9.1396 von den Türken bei Nikopolis vernichtend geschlagen. 1399 griff SIGISMUND zugunsten seines Bruders WENZEL in den Kampf zwischen Krone und hohem Adel in Böhmen ein. Am 25.2.1402 verkaufte er die Neumark für 63.200 ungarische Gulden an den Ordensstaat. Nach dem Tode RUPRECHTS von der PFALZ und dem Verzicht des 1400 abgesetzten König WENZEL wurde SIGISMUND am 20.9.1410 von den Kurfürsten von der Pfalz und Trier sowie dem Burggrafen Friedrich VI. von Nürnberg, der von SIGISMUND (unberechtigt) die Kurstimme von Brandenburg erhalten hatte, und sein VetterJOBST von Mähren am 1.10.1410 zum deutschen König gewählt. Durch den TodJOBSTS (+ 18.1.1411)fand SIGISMUND allgemein Anerkennung. Die von SIGISMUND betriebene Hausmachtpolitik diente nicht mehr dem Reich, sondern den dynastischen Interessen des Hauses LUXEMBURG. Im Reich besaß SIGISMUND fast keine Basis. Um die Lage im Norden zu stabilisieren, setzte SIGISMUND am 8.7.1411 den Burggrafen Friedrich von Nürnberg aus dem Hause der HOHENZOLLERN, einen seiner treuesten Anhänger, und seine Erben als obersten Hauptmann und Verweser der Mark Brandenburg ein. Diesem Akt folgte 1415 und 1417 die Übertragung der Mark und des Kurfürstentums mit der Kurwürde und Erzkämmereramt zu erblichem Besitz sowie die feierliche Belehnung. 1412 verhängte SIGISMUND, durch seine ungarische Königswürde in Kämpfe mit Venedig verwickelt, über die italienische Republik eine Handelssperre, die aber von deutschen Kaufleuten kaum beachtet wurde. Am 9.12.1413 vereinbarte SIGISMUND in Lodi mit dem Pisaner Papst Johannes (XXIII.) die Einberufung eines allgemeinen Konzils nach Konstanz. Auf dem Konstanzer Konzil (5.11.1414-22.4.1418) lieferte er unter Wortbruch Jan Hus aus und trug durch sein diplomatisches Geschick viel zur Beilegung des Schismas bei. SIGISMUND, der sich nach dem Tode König WENZELSin Prag zum König von Böhmen krönen ließ (28.7.1420), erlitt 1420 und 1421 schwere Niederlagen durch die Hussiten, die ihn am 7.7.1421 als König absetzten. In einem Privileg (13.9.1422) verlieh SIGISMUND der Ritterschaft das Recht, sich in Bünden zusammen zu schließen. Seine Versuche, sich auf die schwäbischen Reichsstädte und -ritter zu stützen, scheiterte an deren Gegensätzen. Am 6.1.1423 belehnte er Friedrich den Streitbaren, Markgraf von Meißen aus dem Hause WETTIN, mit dem Kurfürstentum Sachsen-Wittenberg, wodurch sich Markgraf Friedrich I. von Brandenburg in seinen eigenen Hoffnungen auf das Herzogtum zurückgesetzt sah. Im Binger Kurverein (17.1.1424) beanspruchten die Kurfürsten ein Mitspracherecht an der Regierung und ließen andernfalls die Gefahr einer Absetzung erkennen. Um ein schlagkräftiges Heer gegen die Hussiten aufstellen zu können, erließ SIGISMUND am 2.12.1427 auf dem Reichstag zu Frankfurt ein Reichskriegssteuergesetz, das erstmals eine Steuer des ganzen Reichsgebietes zugunsten der Zentralgewalt vorsah, das aber im ganzen wirkungslos blieb. Am 25.11.1431 wurde SIGISMUND in Mailand zum lombardischen König gekrönt. Am 31.3.1433 erfolgte die Kaiserkrönung SIGISMUNDS in Rom durch Papst Eugen IV., der den Ausgleich mit Venedig vermittelte. 1436 erfolgte SIGISMUNDSKrönung zum König von Böhmen, nachdem er die Baseler Kompaktate bestätigte. Da Kaiser SIGISMUND söhnelos starb, erlosch das Haus LUXEMBURG in der männlichen Linie. Ihm folgte in Ungarn, Böhmen und Deutschland sein Schwiegersohn Albrecht V. von Habsburg, der gemäß dem Erbvertrag von Brünn den habsburgischen mit demluxemburgischen Hausbesitz vereinigte. Seine sterblich Hülle ruht im Dom der Stadt Großwardein, die heute zu Rumänien gehört.

Hoensch Jörg: Seite 457-464
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"Kaiser Sigismund"

SIGISMUND von Luxemburg hat - wie im Hofmilieu der Zeit üblich - wenig elterliche Zuwendung erfahren. Seine erste Teilnahme an einem Staatsakt ist für den 2. Oktober 1273 nachzuweisen, als er auf einem Prager Hoftag zusammen mit seinen Brüdern WENZEL und Johann von dem kaiserlichen Vater mit der Mark Brandenburg belehnt wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte längst die konsequente Ausbildung des Kaisersohnes eingesetzt. Neben dem vom Hofmeister überwachten, von den Kaplänen und ihnen zugewesenen Lehrern erteilten Unterricht im Lesen und Schreiben, Rechnen und der Religion kam der Vermittlung von Fremdsprachen ein hoher Stellenwert zu. KARLS Söhne wuchsen zweisprachig - tschechisch und deutsch - auf und erhielten früh Französisch- und Lateinunterricht. Der sprachbegabte SIGISMUND lernte darüber hinaus Ungarisch, Italienisch und "Slavisch" - wohl eher Polnisch als Kroatisch. Er wurde zudem nicht nur mir der Heiligen Schrift und den Kirchenvätern, sondern auch mit den Werken antiker Autoren sowie den Grundlagen des römischen und kanonischen Rechts bekannt gemacht. Er reiste im Februar 1374 mit der königlichen Hofhaltung in die Mark Brandenburg und blieb nach des Vaters Abreise in Tangermünde zurück.
Bereits bei seiner Geburt war SIGISMUND mit Katharina von Zollern, der Tochter des Burggrafen Friedrich V., verlobt worden. Durch die Geburt von zwei Söhnen verlor dieser Verbindung jeglichen Sinn. Anfang 1372 wurde eine Ehevereinbarung zwischen SIGISMUND und einer ungarischen Prinzessin getroffen. Ludwig von Ungarn benannte erst am 21. Juni 1373 seine Zweitgeborene Maria als Verlobte SIGISMUNDS. In dem am 14. April 1375 in Brünn abgeschlossenen Ehevertrag kam es zu keinen Vereinbarungen über die ungarische Thronfolge. Auch nach dem Tod der ungarischen Thronfolgerin Katharina (Mai/Oktober 1378) gelang es seinem Vater nicht mehr, die Nachfolge seines Sohnes in Ungarn abzusichern. Im September 1379 fand die Verlobung mit der 8-jährigen Maria
statt, die SIGISMUND hier zum ersten Mal sah. Zur weiteren Erziehung wurde der junge Prinz dem Schwiegervater übergeben, um sich mit den Sitten und Gebräuchen vertraut zu machen. Obgleich ihn König Ludwig als geeigneten Nachfolger in beiden Reichen einstufte, scheint sich SIGISMUND nicht nur das Missfallen der dominierenden Königs-Mutter Elisabeth(+ 29.12.1380) zugezogen zu haben, sondern bald auch die sich zu Hass steigernde Abneigung seiner künftigen Schwiegermutter, der bosnischen Prinzessin Elisabeth Kotromanic.

Krankheiten und das Ende

Als SIGISMUND am 12. August 1437 nach Prag zurückkehrte, dürfte seine Gesundheit bereits angegriffen gewesen sein, denn er musste sich am 9. September einer Operation unterziehen, bei der er die bei der Amputation einer großen Zehe auftretenden starken Schmerzen heldenhaft ertrug. Bei der von den Zeitgenossen als "ignis sacer" (Höllenbrand), "cancer" oder recht allgemein "infirmitas pollicis in pede" bezeichneten Erkrankung dürfte es sich um schwere arterielle Durchblutungsstörungen gehandelt haben, die "Gangraena senilis" (Altersbrand) hervorgerufen hatten. SIGISMUND verfügte über eine recht robuste Konstitution, obgleich er durch übermäßiges Essen und Trinken sowie durch die Strapazen des ständigen Reisens seinen Körper zeitlebens großen Belastungen ausgesetzt hatte.
Bereits in seinen frühen ungarischen Jahren sind fast immer Mediziner in seiner Umgebung nachzuweisen. Verwundungen in Gefechten oder bei Turnieren scheint er nicht erlitten zu haben. Eine ernsthafte Erkrankung ist erstmals für das Jahr 1404 belegt, als SIGISMUND bei der Belagerung von Znaim wohl eher eine schwere Ruhr durchmachte und nicht wegen eines Giftanschlags lebensgefährlich darniederlag. Einen riskanten Sturz vom Pferd bei der Jagd 1412, nach dem der ohnmächtige König von seiner Umgebung schon aufgegeben wurde, hat er ebenso folgenlos überstanden wie mehrere Attentate und Vergiftungsversuche. Nach einem heftigen Gichtparoxysmus im Jahre 1422 litt er, wie er den im Mai 1426 in Nürnberg auf ihn wartenden Reichsständen mitteilte, an einer Krankheit "mit namen die sciatia des Ruckes". 1429 zwang ihn ein erneuter Gichtanfall in Preßburg zu bleiben, so dass er auch einen für November nach Wien ausgeschriebenen Reichstag nicht zu besuchen vermochte. Während des Romzuges müssen ihn ebenfalls so große Gichtschmerzen geplagt haben, dass er im September/Oktober 1432 von Siena aus den Besuch der Thermen von Petriolo in Erwägung zog. Auch bei seinem Aufenthalt in Basel muss seine Sehschärfe nachgelassen haben, weil er im März 1434 den ihm seit langem gut bekannten Frankfurter Schöffen Walter von Schwarzenberg um die Zusendung einer Brille bitten ließ.
Er legte selbst noch den Ablauf der Totenfeier fest und hörte am Morgen des 9. Dezember im kaiserlichen Ornat und gekrönt die Heilige Messe. Anschließend in sein Totengewand gekleidet, starb er im Schlaf am Nachmittag des 9. Dezember 1437, auf seinem Thron sitzend, nachdem er 50 Jahre in Ungarn, 27 Jahre im Reich und - nominell - 18 Jahre in Böhmen regiert und über 4 Jahre das kaiserliche Diadem getragen hatte.

Veldtrup Dieter: Seite 394-396,398-406
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„Zwischen Eherecht und Familienpolitik“

KARL scheint Kasimir nun vorgeschlagen zu haben, er wolle sich, da eine Annullierung seiner Ehe mit Adelheid von Hessen nicht zu erreichen sei, beim Papst wenigstens für die Legitimierung (und damit Thronfolgefähigkeit) seiner Töchter von Hedwig einsetzen; sobald sie erfolgt sei, solle dann eine Ehe zwischen ihnen und KARLS Söhnen verabredet werden. Seine Überlegung war einfach: Da seine 4. Frau eine Enkelin des Polen-Königs war, war ihr und KARLS erster Sohn SIGMUND Kasimirs Urenkel; durch eine Ehe mit der Tochter des Königs würde er seine Thronfolgeansprüche verdoppeln. Zusätzlich sollte aber auch WENZEL, der Urgroßneffe Kasimirs, eine andere von dessen Töchtern heiraten. Nicht des Kaisers Erstgeborener stand hier im Vordergrund der Überlegungen, sondern SIGMUND aufgrund der direkten Abstammung von Kasimir. Die Durchführung dieses Planes, der die Ausschaltung Ludwigs vom polnischen Thron bedeutet hätte, hing ausschließlich vom Papst ab, der nach ungarischem Protest das Projekt ablehnte, da der Kaiser ihn nicht gegen Bernabo Visconti unterstützte.
SIGMUND war am 14. Februar 1368 in Prag geboren worden. Sein Vater, der sich gerade in Nürnberg aufhielt, versprach ihm bereits vier Tage später, unmittelbar nachdem die Nachricht von der glücklichen Entbindung der Kaiserin in Nürnberg eingetroffen war, der jüngeren Tochter des Burggrafen von Nürnberg, Catharina, zur Ehe. Nun, da KARL einen zweiten lebenden Sohn hatte, schien es ihm wichtig, die wegen der ungarischen Beziehung aufgegebenen Ansprüche auf die Burggrafschaft erneut zu begründen: Sollte der ZOLLER söhnelos sterben, würde den LUXEMBURGERN zwar nur ein Teil seines Erbes zufallen, aber die Hoffnung auf diesen Anteil sollte doch wenigstens erbrechtlich abgesichert werden..
Denn Anfang 1372 verhandelte der Kaiser trotz SIGMUNDS Eheversprechen mit der Nürnbergerin über eine in Zukunft abzuschließende Beziehung zwischen seinem Sohn und einer der Töchter Ludwigs von Ungarn. Ludwig hatte zunächst nicht bestimmt, welche seiner Töchter mit SIGMUND verbunden werden sollte. Erst am 21. Juni 1373 versprach er eidlich, die Dispens für die geplante Ehe zwischen seiner Tochter Maria und SIGMUND einzuholen, und beendete somit zumindest das Rätselraten über die Person der zukünftigen Frau des LUXEMBURGERS. Aber erst am 6. Dezember des folgenden Jahres wurde die päpstliche Ausnahmegenehmigung erteilt und am 15. Dezember erweitert, da man in Avignon noch eine nähere Verwandtschaft entdeckt hatte als die im vorigen Schreiben angegebene. Kaum waren die Dispense eingetroffen, als der Kaiser offiziell die Verbindung zwischen SIGMUND und Catharina von Nürnberg auflöste.
Am 14. April 1375 konnte nun der Ehevertrag über die Beziehung von SIGMUND und Maria von Ungarn abgeschlossen werden. Aber noch immer hatte Ludwig keine Erbfolgeanordnung getroffen. Er hoffte ganz offensichtlich immer noch auf einen männlichen Erben, dem er vermutlich das ungarische Königreich vorbehalten wollte.
So herrschte bis zu KARLS Tod Unsicherheit darüber, ob die LUXEMBURGER überhaupt am Erbe Ludwigs beteiligt sein würden und wenn ja, in welchem Ausmaß: ob an beiden Reichen, nur an einem oder an gar keinem. KARLS Interesse war auf Polen gerichtet, das er nach dem Erwerb der Mark Brandenburg zu einem neuen Zentrum luxemburgischer Macht gestalten wollte. Zwar huldigten noch vor Ludwigs Tod die polnischen Stände seiner Tochter Maria als der künftigen Königin, weigerten sich jedoch, als Maria nach dem Tode ihres Vaters zur Königin von Ungarn gekrönt worden war, die Fortsetzung der Personalunion zu dulden, und erzwangen die Krönung ihrer jüngeren Schwester Hedwig zum“ König“ von Polen. Damit mußten die luxemburgischen Hoffnungen auf Polen endgültig begraben werden, und erst nach Überwindung großer Schwierigkeiten konnte SIGMUND, der inzwischen im Oktober 1385 Maria geheiratet hatte, als deren Gatte am 31. März 1387 in Stuhlweißenburg wenigstens zum König von Ungarn gekrönt werden.
Seine Ehe mit Maria, die am 17. Mai 1395 starb, blieb kinderlos. Nach ihrem Tod plante er wahrscheinlich im Mai 1396 eine eheliche Verbindung mit Herzogin Margaretha von Brieg, mit der er im April 1401 unmittelbar vor der Hochzeit gestanden zu haben scheint. Doch noch im selben Monat wurde er von unzufriedenen ungarischen Magnaten gefangengenommen. Als er ein halbes Jahr später wieder freikam, fühlte er sich an die Beziehung zu der schlesischen Herzogs-Tochter nicht mehr gebunden, sondern verlobte sich noch 1401 mit Gräfin Barbara von Cilli, deren Verwandten er seine Befreiung verdankte. Aus der im Jahre 1408 vollzogenen Ehe stammte als einziges Kind die im folgenden Jahre 1408 geborene Tochter Elisabeth.

SIGMUND von Luxemburg, König von Ungarn und Böhmen, dt. König und Kaiser
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* 14.2.1368, + 9.12.1437
Prag               Znaim

Begraben: Großwardein

1.) – Nürnberg 18.2.1368 Beziehung aufgelöst Eger 30.12.1374

      Catharina von Nürnberg
      * 1365 (3.6.131/1366), + 19.11.1409
                                            Hof

Gestorben als Äbtissin des Klarenklosters Hof

Begraben: Klarenkloster zu Hof

Tochter von Burggraf Friedrich V. und der Elisabeth von Meißen

2.) - ... Ende 1369 Dispens wegen Verwandtschaft im 3. Grade Rom vor 5.12.1369

      Kunigunde (oder Anna) von Polen
      *1367, + nach 3.11.1370

Tochter von König Kasimir III. dem Großen und seiner 4. Frau Hedwig von Sagan

3.) – Breslau um 14.3.1372 Dispens wegen Verwandtschaft im 4. Sowie im 3. Grade Avignon 6. und 12.12.1374, erneuert Brünn 14.4.1375, ~ Zvolen Frühjahr 1379, bestätigt Tyrnau Herbst 1379, 1. oo Okt./Nov. 1385

      Maria von Ungarn
      * 1371 (April 1371/April 1373, + 17.5.1395
                                                        bei Ofen

Begraben: Großwardein

Tochter von König Ludwig I. dem Großen von Ungarn und Polen und seiner 2. Frau Elisabeth von Bosnien

4.) ~ Brieg 11.5.1396

      Margaretha von Brieg
      * 1380/84, + 2.10. nach 1408

Tochter von Herzog Heinrich VIII. und seiner 2. Frau Margaretha von Masowien

5.) ~ ... Ende 1401, 2. oo 1408

      Barbara von Cilli
      * 1390/95, + 11.7.1451
                         Melnik

Begraben: Wenzelskapelle des Schlosses zu Prag

Tochter von Graf Wilhelm I. und der Anna von Polen
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    1385
  1. oo Maria von Ungarn, Tochter des Königs Ludwig I.
     x   1370-17.5.1395

 11.5.1396
  v. oo Margarete von Brieg, Tochter des Herzogs Heinrich VII.
          1380/84-2.10. nach 1408

  6.12.1405
  2. oo Barbara von Cilly, Tochter des Grafen Hermann II.
          1392-11.7.1451
                   Melnik
 
 
 
 

Kinder:
2. Ehe

  Elisabeth
  1409-19.12.1441

28.9.1421
   oo ALBRECHT II. von Habsburg König des Deutschen Reiches
        16.8.1397-27.10.1439

Illegitim:

  Janos Hunyadi
  1408-11.8.1456
 
 
 
 

Literatur:
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Hoensch, Jörg K.: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437. Verlag W. Kohlhammer 2000 Seite 39,159,163-167,170,191,193,202,204-207,210-214,217-224,226,231-306 - Hoensch, Jörg K.: Kaiser Sigismund. Herrscher an der Schwelle zur Neuzeit 1368-1437. Verlag C.H. Beck München 1996 - Hoensch, Jörg K.: Matthias Corvinus. Diplomat, Feldherr und Mäzen. Verlag Styria Graz Wien Köln 1998 Seite 7,14,16-20,23-29,31,34,36,50,70,76,81,85,87,95,100,102,120, 124,143,145,200,208,243,246,256,259 - Höfer, Manfred: Die Kaiser und Könige der Deutschen, Bechtle Verlag Esslingen 1994, Seite 155-161 - Hoyer, Siegfried: Siegmund, in Deutsche Könige und Kaiser des Mittelalters. Urania-Verlag Leipzig Jena Berlin 1989, Seite 341-354 - Jaeckel, Gerhard: Die deutschen Kaiser. Die Lebensgeschichten sämtlicher Monarchen von Karl dem Großen bis Wilhelm II., Weltbild Verlag Augsburg, Seite 128-137 - Krieger, Karl-Friedrich: Die Habsburger im Mittelalter. Von Rudolf I. bis Friedrich III. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1994, Seite 155-159,161,164, 168,173,179,189 - Westmitteleuropa - Ostmitteleuropa. Vergleiche und Beziehungen. Festschrift für Ferdinand Seibt zum 65. Geburtstag, hg. von Winfried Eberhard, Hans Lemberg, Heinz-Dieter Heimann und Robert Luft, R. Oldenbourg Verlag München 1992, Seite 166,168-169,173,180-181,183,309,314,316-317,319,328-329 -
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



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