Sohn des Gustav Anundsson Sture und der Brigitte
Bielke, Tochter von Sten und Halbschwester von König
Karl VIII. Bonde
Lexikon des Mittelalters: Band VIII Spalte 267
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STURE
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Bedeutendster Repräsentant des Geschlechts im späten
15. Jh. war Sten Stutre der Ältere (+ 1503), der nach dem Tode
seines Onkels, König Karls III. Knutsson
(+ 1470), das Amt des Reichsverwesers und damit die Führung
der schwedischen Unionsgegner übernahm und dank seines entscheidenden
Sieges über König Christian I. von Dänemerk
(Brunkeberg, 1471) die Macht in Schweden bis 1497 ausüben konnte,
dann aber von König Hans, dem
Sohn Christians I., mit Hilfe der Opposition
verdrängt wurde. Als Reichshausmeier beschränkt auf den
Lehnsbesitz des Schlosses Nyköping (Södermanland) sowie Finnland
(seit längerem Stützpunkt seiner Politik gegenüber Moskau
und Livland), das er 1499 gar gegen zerstreute Lehen in Gästrikland,
Västergötland und Smaland austauschen mußte, konnte Sten
Sture der Ältere infolge des erfolgreichen Aufstands 1501 das
Amt des Reichsverwesers zurückgewinnen. Sten Sture hatte
keine legitimen Kinder, seine Schwester war jedoch Großmutter König
Gustavs I. Vasa. Als Vertreter einer betont schwedischen Reichspolitik
(zum Beispiel Gründung der Universität Uppsala, 1477) ist Sten
Sture der Ältere nicht zuletzt berühmt durch seine Stiftung
des monumentalen Siegesdenkmals, der St.-Georgs-Gruppe von Bernt Notke
(14879; Stockholm, Nikolaikirche).
oo Ingeborg Thott, Tochter des Ake
- Nichte
des Ivar Thott von Gotland