Olaf II. Schoßkönig                               König von Schweden (um 995-1022)
------------------------
    -   1022
 

Einziger Sohn des Königs Erich VIII. der Siegesfrohe von Schweden aus seiner 1. Ehe mit der Sigrid der Stolzen, Tochter von Skoglar-Toste
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 1386
********************
Olaf Eriksson ‚Schoßkönig‘(an. Olafrskötkunungr; schwed. Olov Skötkonung), König von Schweden ca. 980-1021/22
-----------------------------------------------------------------------------------------------
 

Eltern:
---------
Erik Segersäll (‚der Siegreiche‘) und Gunhild, Schwester Boleslaws I. von Polen

  oo Estrid von Mecklenburg

Kinder:
---------
Anund Jakob, König von Schweden 1022-1050
Edmund, König von Schweden 1050-1061
Astrid, oo Olaf Haraldsson von Norwegen
Ingegerd, oo Großfürst Jaroslav von Norvgorod

Die Angaben über Olaf Eriksson 'Schoßkönig' in den Quellen (vor allem Adam von Bremen; Snorri Sturluson, Heimdkringla; Saxo Grammaticus) sind häufig widersprüchlich. Er gilt als der erste schwedische König, der sich, unter Anerkennung des Erzbistums Hamburg-Bremen, ernsthaft für die Verbreitung des Christentums in Schweden einsetzte. Die Angaben über Olafs Taufe (um 1000?) durch den heiligen Sigfrid (Saxo Grammaticus: durch Bernhard, Bischof von Lund) sind wohl spätere legendarische Konstruktionen. Olaf Eriksson 'Schoßkönig' scheint bis ca. 1010 Svealand und Götaland unter seiner Herrschaft vereinigt zu haben, mußte sich aber unter Druck einer vom heidnischen Zentrum Uppsala ausgehenden Oppositionsbewegeung ins weitgehend christianisierte Västergötland zurückziehen, wo er das Bistum Skara gegründet haben soll, das er dem Erzbistum Hamburg-Bremen unterstellte. In Sigtuna, seinem Stützpunkt in Svaeland, ließ er als erster schwedischer König von englischen Münzmeistern Münzen (mit christlichen Symbolen) schlagen. Mit dem dänischen König Sven Gabelbart und dem norwegischen Jarl Erik Hakonsson (Tröndelag) besiegt Olaf Eriksson 'Schoßkönig' König Olaf Tryggvason von Norwegen in der Schlacht von Svolder im Jahre 999/1000. Er erhielt Bohuslän und Teile des Tröndelag, die von Olaf Haraldsson jedoch wieder zurückgewonnen wurden; die Ehe Olaf Haraldssons mit Astrid, der Tochter Olafs, diente der Garantie des norwegisch-schwedischen Ausgleichs.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Olaf II. Schoßkönig gab dem verjagten Stiefvater Dänemark zurück, verbündete sich mit ihm und Jarl Sven gegen Norwegen und besiegte 1000 in der Seeschlacht bei Svolder König Olaf I. von Norwegen. Er gewann ostnorwegische Gebiete, die er nach weiteren Kriegen 1015 an Olaf II. verlor und wurde um 1008 Christ. Damit begann die planvolle Missionierung Schwedens, das durch Olaf grundlegende staatliche Entwicklungen erfuhr und dessen politisches Schwergewicht ins dazugewonnene Västergötaland verlagert wurde, bedingt auch durch veränderte politische Interessenrichtung und die kirchliche Orientierung zum Erzbischof von Bremen. Er stritt viel mit Norwegen und Dänemark und hielt wie die Vorfahren enge Beziehungen nach Kiew bei. Sein Sohn Anund wurde am Tag der Sankt-Jakobs-Messe (25.7.) geboren und deshalb auf den Namen Jakob getauft.
 
 
 
 

  oo Estrid von Mecklenburg, Tochter
             -
 
 
 
 

Kinder:

  Anund Jakob
  25.7.  - um 1051

  Ingegard (Anna)
         -10.2.1050

 1019
  oo Jaroslaw I. Großfürst von Kiew
      978-20.2.1054

Illegitim    von Beischläferin Edla

  Emund III. Slemme der Alte
        -   1060

  Astrid
        -

1019
  oo Olaf II. König von Norwegen
       um 995-29.7.1030
 
 
 
 
 
 
 
 



Copyright 2002 Karl-Heinz Schreiber - http://www.genealogie-mittelalter.de