Albrecht                                               König von Schweden (1364-1389)
------------                               als A. II. Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1384-1412)
1340-31.3.1412
        Kloster Doberan

Begraben: Kloster Doberan
 

2. Sohn des Herzogs Albrecht I. von Mecklenburg und der Euphemia von Schweden, Tochter von Herzog Erich Folkung von Södermannland
 

Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte
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Albrecht III., Herzog von Mecklenburg, König von Schweden 1364-1405
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* um 1338, + 31.März 1412

Begraben: Kloster Doberan

Eltern:
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Herzog Albrecht II. von Mecklenburg und Euphemia, Halbschwester von König Magnus Eriksson von Schweden

1. oo ca. 1353 Richardis von Schwerin

2. oo 1396 Agnes von Braunschweig-Lüneburg

Der Konflikt zwischen königlicher Zentral- und adliger Partikulargewalt in Schweden verhalf Albrecht III. Herzog von Mecklenburg mit Förderung der sehr zahlreichen deutschen Bevölkerung von Stockholm 1364 auf den schwedischen Thron, nachdem (nach deutschen Quellen) Graf Heinrich der Eiserne von Holstein die ihm von vertriebenen schwedischen Adligen angebotene Königswürde ausgeschlagen hatte. Nach der auf der Moraer Wiese bei Uppsala erfolgten Absetzung der FOLKUNGER-Könige Magnus Eriksson und seines Sohnes Hakon sowie der  nicht unanfechtbar vollzogenen Königswahl eröffnete Albrecht III. von Mecklenburg den Kampf gegen die FOLKUNGER, der mit seinem Sieg bei Enköping 1365 endete. Albrechts Versuche, sich mit Hilfe seines Vaters und durch Zwang zahlreicher deutscher Adliger aus der Abhängigkeit von schwedischen Adelsinteressen zu lösen, führte zum Bündnis der schwedischen Großen mit Königin Margarete von Dänemark, Gemahlin König Hakons, deren Truppen Albrecht III. von Mecklenburg bei Asle, unweit Falköping, 1389 schlugen. Für den in dänische Gefangenschaft geratenen König führten seine Anhänger vor allem von Rostock und Wismar aus - einen Kaperkrieg (Vitalienbrüder), der die Handelsinteressen der meisten Hansestädte schwer schädigte. Daher bemühte sich die Hanse um einen Ausgleich zwischen den Kriegsführenden: Im Frieden von Skanör (1395) wurde die Entlassung Albrechts III. von mecklenburg aus der Haft vereinbart; die Hanse versprach - gegen Übergabe von Stockholm als Pfandschaft an sieben Hansestädte - die Zahlung eines Lösegeldes an Margarete. Das Lösegeld wurde nicht bezahlt, und das Pfand verfiel an die siegreiche Partei. Der dänischen Königin, die aus dem Konflikt als eigentliche Siegerin hervorgegangen war, wurde durch diesen Vertrag der Weg zur Kalmarer Union geebnet. Albrecht III. von Mecklenburg verzichtete 1405 formell auf Schweden, in dem er als deutscher Territorialfürst vor allem eine Finanzquelle gesehen hatte. Als Herzog von Mecklenburg-Schwerin (seit 1395) widmete er sich zuletzt der Befriedung und Sicherung des vom Vater erzielten territorialen Besitzstandes.
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Albrecht wurde von oppositionellen Adelskreisen gerufen und am 15.2.1364 zum König von Schweden gewählt. Er kam ins Land, verjagte seinen Onkel Magnus II. und seinen Cousin Hakon, besiegte sie 1365 in der Schlacht bei Gata, inhaftierte Magnus bis 1371, trat ihm Dalsland/Wärmland ab, anerkannte ihn als Mitkönig und unterwarf wieder Finnland. Er stand jahrelang unter dem Reichsdroste Bo Jonsson Grip, der sich einen Großteil Schwedens als Lehen sicherte. Albrecht begann Schweden nach deutschem Vorbild durch Burgen zu sichern, unterstützte 1367 die Hanse gegen Dänemark, konnte auf Dauer die besetzten dänischen Gebiete Schonen/Blekinge nicht behaupten und geriet durch die Bevorzugung von Deutschen gegen den schwedischen Adel, auch weil er die Lehen von Bo Jonsson (+ 1386) einzog, um die Krone zu stärken. Obwohl er 1371 von Waldemar IV. von Dänemark gegen den Verzicht auf Schonen und alle weiteren von ihm eroberten dänischen Gebiete das Versprechen seiner Erbfolge in Dänemark erhalten hatte, konnte er 1376 seine Ansprüche nicht durchsetzen. Die Hanse als Gegner eines mecklenburgischen Iperiums hatte auf ihr Mitspracherecht bei der dänischen Königswahl verzichtet. Aus Angst vor zu großer königlicher Macht erhob sich ein großer Teil des Adels gegen Albrecht, erklärte ihn für abgesetzt und rief Königin Margarete I. von Dänemark und Norwegen ins Land. Mit den Resten seiner Anhängerschaft wurde er am 24.2.1389 in der Schlacht bei Falköping vernichtend geschlagen und gefangengenommen. Seine Freiheit erlangte er 1395 auf Vermittlung der Hanse wieder, nachdem er auf den schwedischen Thron verzichtet hatte. Er förderte städtische Unruhen gegen die alten Räte, besonders in Lübeck und Wismar, um die Hanse zu schwächen und verbündete sich mit ihr gegen seinen königlichen Großneffen Erich von Pommern.
 
 
 
 

    1353
  1. oo Richarde von Schwerin, Erb-Tochter von Otto I. zu Wittenburg
                 -   1377

  13.2.1396
  2. oo 3. Agnes von Braunschweig-Lüneburg, Tochter von Magnus II.
                      - vor 22.12.1434

          1389
        1. oo Bogislaw VI. Herzog von Pommern
                1350-7.3.1393
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Erich I. Kronprinz von Schweden
         -26.7.1397

  Richarde
        -

10.2.1388
   oo Johann Herzog von Görlitz
       22.6.1370-1.3.1396 ermordet

  2. Ehe

  Albrecht IV.
          -16.10.1423
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



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