Begraben: Soria, Kirche S. Francisco
Einziger Sohn des Königs
Jakob II. von Mallorca aus seiner 1. Ehe mit der Konstanze
von Aragon, Tochter von König
Alfons IV.
Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 284
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Jakob IV., (Titular)-König von Mallorca und (Titular)-Prinz
von Achaia
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* 24. August 1336, + 16. Januar 1375
Perpignan
Soria
Begraben: Soria, Kirche S. Francisco
Sohn König Jakobs III. von Mallorca und der Konstanze von Aragon
oo Königin Johanna I. von Anjou
Wurde 1349 in der Schlacht von Lludmayor, in der sein
Vater denm Tod fand, gefangengenommen und von Peter
IV. von Aragon als Erbe der Krone Mallorca zuerst in Jativa,
seit 1358 in Barcelona in strenger Kerkerhaft gehalten. Nachdem Bemühungen
des Papstes, Jakob IV. freizubekommen,
an dessen Weigerung, auf das Königreich Mallorca zu verzichten, gescheitert
waren, gelang diesem Anfang Mai 1362 die Flucht. Schon Ende des Jahres
bafand er sich, unterstützt von Urban V., in Eheverhandlungen mit
der verwitweten Königin Johanna I.
(Eheschließung am 14. Dezember 1362 durch Prokuratoren vollzogen),
die am 16. Mai 1363 in Neapel zur Heirat führten und ihm die Stellung
eines Prinzgemahls verschafften. Doch sein zügelloses Temperament
und Verhaltensstörungen, die auf die lange Haft zurückzuführen
sind, führten schließlich zur Trennung. Immer im Bemühen,
eine Position aufzubauen, die ihm erlaubte, Peter
IV. das Königreich Mallorca wieder zu entreißen,
war sein Leben in der Folgezeit aber von politischen Fehlschlägen
geprägt. Nach einem letzten mißglückten Vorstoß nach
Roussillon, ins Conflent und in die Grafschaft Urgel (1374), der von aragonessichenTruppen
nach Soria abgedrängt wurde, starb Jakob
IV. und hinterließ seine Rechtsansprüche seiner Schwester
Isabella von Montfort.
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Jakob III. wuchs
in der Unrast eines sich ständig auf der Flucht befindlichen Vaters
auf, wurde bei Lluchmajor verwundet und bis 1362 inhaftiert. Peter
IV. von Aragon ließ ihn frei, indem er auf alle Thronrechte
verzichten mußte. Jakob ging
in neapolitanische Dienste und wurde Geliebter, dann Mann der enthemmten
Königin Johanna I. von Anjou und
geriet bald mit ihr und ihrer Familie in Konflikt, da er nur einflußloser
Titularkönig wurde, jedoch echte Mitherrschaft forderte. Er
erhielt das Herzogtum Kalabrien, wurde später verjagt und bemühte
sich um die Rückgewinnung seines Erbes, bekam englische und kastilische
Hilfszusagen und wurde eventuell von Aragon vergiftet. Er machte 1367 die
Schlacht bei Najera im kastilischen Thronkrieg mit und war der Typ des
bedenkenlosen Abenteurers.
1363
oo 3. Johanna I. von Anjou Königin von Neapel
x 1316-22.5.1382
Literatur:
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Vones Ludwig: Geschichte der Iberischen Halbinsel
im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen - Regionen. Jan Thorbecke Verlag
Sigmaringen 1993 Seite 165,176 -