Jakob II.                                         König von Mallorca (1324-1349)
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1315-25.10.1349 gefallen
Catania   bei Lluchmajor

Begraben: Kathedrale Valencia (1900 in die Kathedrale von Mallorca überführt)
 

Einziger Sohn des Infanten Ferdinands von Mallorca aus seiner 1. Ehe mit der Isabella de Sabran, Tochter von Seigneur Isnard d'Ansouis
 

Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 283
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Jakob III. (‚el Desdichado‘), König von Mallorca
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* 5. April 1315, + 25. Oktober 1349 gefallen
Catania           bei Lluchmayor

Begraben: Kathedrale Valencia (1900 in die Kathedrale von Mallorca überführt)

Sohn Ferdinands von Mallorca und der Isabella de Sabran

1. oo 1336 Konstanze von Aragon

2. oo 1347 Violante von Vilaragut

Aus der 1. Ehe stammten Jakob IV. und Isabella (oo 1358 Johannes Palaiologos, Markgraf von Montferrat)

Nach dem Tod seines Vaters dem Chronisten Ramon Muntaner anvertraut, gelangte Jakob III. an den mallorcinischen Hof, wo er von seiner Großmutter Esclaramunda von Foix und seinem Onkel Sancho I.erzogen wurde, bis er nach dessen erbenlosen Tod 1324 den mallorcinischen Thron bestieg. Mit Rechtsansprüchen Jakobs II. von Aragon konfrontiert, konnte der minderjährige Jakob III. eine kriegerische Auseinandersetzung nur mit Hilfe des Papstes vermeiden. Im Ausgleich wurde die Eheschließung mit Konstanze, der Tochter des Infanten Alfons IV., verabredet, und Jakob III. mußte 1327 Jakob II. und 1329 Alfons IV. den Lehneseid leisten. Mit dem Regierungsantritt Peters IV. (1336-1387) traten Pläne zur Wiedereingliederung des Königreiches Mallorca in die Krone Aragon unter Annullierung der testamantarischen Bestimmungen Jakobs I. wieder in den Vordergrund. Peter verstand es, Jakob III. außenpolitisch zu isolieren, und am 4. Februar 1342 kam es zur Eröffnung eines Prozesses gegen Jakob III. unter anderem wegen Nichterscheinens vor den Cortes und wegen Verbindungen zu den Feidnen Aragons und, nach Versäumnis der Vorladung, zur Kontumazerklärung. Mit Ausnahme des Seniorats von Montpellier wurde Jakob III. Ende Februar 1343 das Königreich Mallorca entzogen und 1344 einschließlich seiner festländischen Bsitzungen in die Krone Aragon 12344 inkorpiert. Obwohl sich Jakob III. am 15. Juli 1344 bei Elne unterwarf, wurde die Forderung nach Verzicht auf die Krone gegen ungenügende Entschädigung aufrechterhalten, so daß Jakob III. nach Frankreich floh, einen schlecht vorbereiteten Angriff auf die  Grafschaften Cerdagne und Conflent unternahm, schließlich Montpellier für 120.000 Goldtaler an den französischen König verkaufte (18. April 1349) und mit dem erhaltenen Geld, unerstützt vom Papst, die Rückeroberung Mallorcas versuchte. Seine endgültige Niederlage bei Lluchmayor entschied das Schicksal des Reiches von Mallorca.
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Jakob II. war schlecht erzogen, verschwenderisch, zügellos, streitsüchtig, eigensinnig und stolz und folgte 1324 im vorerst gesichertem Erbe. Er lebte etliche Zeit am französischen Hof, was ihn prägte. Er konnte etliche ruhige Jahre nutzen, um die Inseln gegen Sarazenenüberfälle zu sichern und um den Seehandel auszubauen. Er bekriegte Genua, zerstritt sich mit dem königlichen Vetter Peter IV., der ihn zu einer demütigenden Huldigungszeremonie zwang und verlor seinen Besitz nach einem seit 1342 andauernden offenen Krieg an Aragon. Da er England unterstützte, geriet er mit Frankreich in Streit, machte 1346 die Schlacht bei Crecy mit und verkaufte, um an Geld zu kommen, 1349 Montpellier an Frankreich.  Mit einem zusammengewürfelten Haufen Abenteurer kam er nach Mallorca zurück und fiel gegen Aragon bei Lluchmajor.
 
 
 
 

    1336
  1. oo Konstanze von Aragon, Tochter des Königs Alfons IV.
                  -   1346

    1347
  2. oo Violante de Villarragut, Tochter des Grafen Berengar und der Saura von Mallorca
                -
 
 
 
 

Kinder:

  Isabella Titularkönigin von Mallorca seit 1375
  1337- nach 1400

    1358
  1. oo Johann II. Palaiologos Markgraf von Montferrat
                 -   1372

    1375
  2. oo Konrad von Reischach zu Jungnau
heimlich    -   1417/18

  Jakob III.
  24.8.1336-16.1.1375

Illegitim

  Konstanze
         -

  oo Johann Alfons Graf de Ejerica-Aragon
             -

  Johann
         -
 
 
 

Literatur:
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Vones Ludwig: Geschichte der Iberischen Halbinsel im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen - Regionen. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993 Seite 164 -