Ordogno II.                                           König von Galizien (910-924)
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um 873- nach 1.924
 

2. Sohn des Königs Alfons III. der Große von Asturien und der Jimene von Navarra, Tochter von König Garcias I.
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 1444
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Ordono II., König von Leon und Asturien 911-924
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Sohn von Alfons III.

Er regierte in Galicien schon zu Lebzeiten seines Vaters. Nach dem Tode seines Bruders Garcia I. (914) wurde er König von Leon. In seinen Kämpfen gegen die Mauren nur selten glücklich, hatte er auch Schwierigkeiten mit den Machtträgern des aufstrebenden Kastilien. Ordono II. war Wohltäter der Kirche von Leon.
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Ordogno II. rebellierte ebenfalls mehrmals, zum Teil von der Mutter gefördert, folgte 910 als König von Galizien, stritt mit den Brüdern, trat 914 Teile von Asturien an seinen Bruder Fruela ab, bekriegte ständig die Mauren, stieß dabei bis in die Algarve vor und  machte Leon endgültig zur Residenz und zum Bistum. Mit der reichen Beute seiner Siege gegen die Mauren stattete er das neugegründete Bistum Leon aus, unterlag 921 im Bunde mit Navarra in der Schlacht bei Valdejunquiera, ein herber Rückschlag in der Reconquista. Den die Heerfolge verweigernden Grafen von Kastilien ließ er ermorden und führte zuletzt noch einen Rachefeldzug bis Cordoba durch. Er war der bei weitem fähigste Sohn von König Alfons.

Vones Ludwig:
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“Geschichte der Iberischen Halbinsel”

Die eigentliche Blüte des leonesischen Reiches begann jedoch erst, als Ordono II. 914 nach dem Tode Garcias diesem auf den Thron nachfolgte, in der Stadt einen Palast und eine Kathedrale errichten ließ, durch Heirat mit einer Tochter Sancho Garces' I. die Verbindungen zum Königreich Pamplona-Navarra - neben Leon und der Grafschaft Barcelona die dritte christliche Kernlandschaft auf der Halbinsel - festigte und mit einem bedeutenden Sieg bei San Esteban de Gormaz 917 die weitere Absicherung der Duerogrenze vorantrieb. War das Königreich Leon bis zum Tode Ordonos II. 924 in der Hauptsache durch dynastische Zufälle, die dem Selbstbewußtsein der Adelsgruppen entgegenkam, von inneren Zerreißproben verschont geblieben, so sollte sich dies ändern.
 
 
 
 

  um 890
  1. oo Elvira Menedez, Tochter des Grafen Hermenegildos Guttierez und der Hermesinde von Asturien
                 -   921  Cousine

    923
  2. oo Sancha von Navarra, Tochter des Königs Sancho I.
                 -   959
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Alfons IV. der Mönch
         -   933

  Ramiro II.
  um 900-   951

  Sancho Ordonez 924 Titularkönig
  895-16.8.929
 
 
 
 

Literatur:
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Vones Ludwig: Geschichte der Iberischen Halbinsel im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen - Regionen. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993 Seite 39-41,49 -
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