Sohn des Grafen Garcias I. Fernandez von Kastilien
und der Ava von Ribagorza, Tochter von Graf Raimunds II.
Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 1361
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Sancho Garcia, Graf von Kastilien 995-1017
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Erhob sich gegen seinen Vater Garcia Fernandez
und übernahm die Herrschaft in einer Periode des Friedens mit al-Mansur,
unterlag aber im Jahre 1000 diesem bei Cevera. Al-Mansur eroberte Burgos,
was zu einer allgemeinen Demoralisierung Kastiliens führte. Nach al-Mansurs
Tod 1002 gelang es Sancho Garcias, auf die inneren Angelegenheiten
des Kalifats von Cordoba Einfluß zu nehmen und am Fluß Duero
eine Verteidigungslinie zu errichten. Er reorganisierte sein Territorium,
erließ Stadtrechte und bildete eine Armee. 1011 gründete er
das Kloster Ona. Seine Beziehungen zu Leon waren angespannt, doch die Ehen
seiner Töchter Sancha mit Graf Berengar Raimund I. von Barcelona
sowie einer zweiten Tochter mit dem König von Navarra waren eichen
seiner Anerkennung auf der iberischen Halbinsel.
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Sancho Garcias zog oft plündernd gegen die
Mauren und dehnte dabei Kastilien weit nach Süden hin aus, verjagte
die Grafen von Vela, die schon unter dem Vater und Großvater rebellisch
waren, der Sohn fiel 1029 ihrer Rache zum Opfer.
oo Urraca Salvadores von Kastilien-Lara, Tochter
des Grafen Salvador
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Cousine
Kinder:
Trigidia Sanchez Äbtissin von San Salvador
de Ona 1011
-
Jimena
- nach 1063
1029
oo Bermudo III. König von Leon
- 1037
Sancha
-
1026
1021
oo Berengar Raimund I. Graf von Barcelona
- 1035
Garcias II. Sanchez
1010- 1029
Munia Mayor
995- nach 1066
1010
oo Sancho III. König von Navarra
990- 1035
Er erbte über die Frau die
Grafschaft Kastilien.
Literatur:
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Vones Ludwig: Geschichte der Iberischen Halbinsel
im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen - Regionen. Jan Thorbecke Verlag
Sigmaringen 1993 Seite 46 -