Knut IV. Laward                                    1. Herzog von Schleswig (1115-1131)
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1096-7.1.1131 ermordet
        Harladstedt

Begraben: Ringstedt, Marienkirche (jetzt St. Bendt)
 

Einziger ehelicher Sohn des Königs Erich I. Immergut von Dänemark und der Bodil Thorgunnasdatter, Tochter von Jarl Thorgunna
 

Lexikon des Mittelalters: Band V Seite 1240
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Knut Laward ('der Brotspender'), Dänischer Herzog ('dux Daciae')
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* 12. März um die Mitte der 90-er Jahre, + 7. Januar 1131
                                                            Harladstedt

Begraben: Ringstedt, Marienkirche (jetzt St. Bendt)

Sohn König Erichs I. von Dänemark und der Königin Bodil

  oo Ingeborg, Tochter des Fürsten Mstislaw von Nowgorod und der Christina von Schweden

Der durch den Tod der Eltern auf ihrer Pilgerfahrt ins Heilige Land früh verwaiste Knut Laward wurde zunächst von dem seeländischen Adligen Skjalm Hvide, dann am Hofe Herzog Lothars von Sachsen erzogen und erhielt, wohl zwischen 1111 und 1122, das Amt des 'praefectus' der Bischofsstadt Schleswig. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde er zum 'dux Daciae' (Herzog von Dänemark) ernannt; diese Würde war wohl (in Analogie zum Herzogsamt in Schweden) mit der Koordination des Militärwesens verbunden. Die umstrittene Frage, ob sein Herzogstitel sich auf Schleswig bezog (als Vorläufer des späteren Titels 'Herzog von Schleswig'), ist zu verneinen.
Als 'praefectus' förderte Knut Laward Wirtschaft und Handel Schleswigs und galt als strenger, aber gerechter Richter. 1129 erreichte er bei LOTHAR III. die Belehnung mit dem Land der slavischen Abodriten. Er konnte seine Herrschaft militärisch konsolidieren und wurde schließlich von Abodriten, Wagriern und wohl Polaben als Fürst (knese) anerkannt.
Magnus, der Sohn des regierenden Königs, sah in Knut Laward einen gefährlichen Mitbewerber um den Thron und ermordete 1131 den Herzog auf heimtückische Weise. Knuts Bruder Erich II. bemühte sich schon bald um die Kanonisation, die aber erst Waldemar I., dem Sohn Knuts, gelang; 1170 fand die feierliche Translation der Gebeine in die Marienkirche zu Ringstedt statt. Als international anerkannter Heiliger erhielt Knut Laward eine bedeutende Stellung in der Ideologie des dänischen Königtums (Spitzenahn der herrschenden Dynastie, Vorläufer König Waldemars in Analogie zu Johannes dem Täufer); er war Patron mehrerer Klostergründungen im slavischen Bereich und seit 1177 der Gilde der dänischen Fernhändler im Ostseeraum.
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Knut IV. Laward wurde als Thronerbe Dänemarks 1103 von seinem Onkel Niels verdrängt und wurde 1115 Herzog von S-Jütland, das allmählich zu Schleswig wurde und von Knut aus dem dänischen Lehensverband nach und nach herausgelöst wurde. Er stand gegen Holstein, förderte verstärkt das Deutschtum und wurde bei Segeberg zurückgeschlagen. Er stritt mit Onkel und Vettern, wurde 1128 durch Kaiser LOTHAR III. König der Wenden und war dessen enger Freund. Knut wurde von seinem Vetter König Magnus umgebracht.

Jordan Karl: Seite 19
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"Heinrich der Löwe"

Um die Ruhe in Wagrien zu sichern, übertrug LOTHAR dieses Gebiet bald nach Heinrichs Tod als Lehen an den dänischen Prinzen Knut Laward, der als Statthalter des Dänen-Königs Niels in Schleswig residierte. Die Vereinigung Wagriens mit dem Gebiet an der Schlei blieb jedoch nur eine kurze Episode. Bereits im Jahre 1131 fiel Knut einem Mordanschlag zum Opfer, den sein Vetter Magnus, ein Sohn König Niels, gegen ihn verübte, da er seine Nachfolge auf dem dänischen Thron durch eventuelle Ansprüche Knuts bedroht sah.
 
 
 
 

 um 1118
  oo Ingeborg von Kiew, Tochter des Großfürst Mstislaw I.
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Kinder:

  Christine
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   1132
    oo Magnus IV. der Blinde König von Norwegen
- 1133 um 1115-12.11.1139

  Katharina
        -

 oo Prislaw Fürst von Mecklenburg
            - um 1172

  Margarete
         -

  oo Stig Hvitaledr von Skaane
            -

  Waldemar I. der Große König von Dänemark
  14.1.1131-12.5.1182
 
 
 
 

Literatur:
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Engels, Odilo: Stauferstudien. Beiträge zur Geschichte der Staufer im 12. Jahrhundert, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1996, Seite 296,299-301,308 - Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher Taschenbuch Verlag München, Seite 19,46 -
 
 
 
 
 
 
 
 
 



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