Sohn des Königs Halfdan
der Milde von Westfold und der Lif
von Westmare, Tochter von König
Dag
Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 1762
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Gudfred (Gotefridus;
fälschlich 'Gottrik', aufgrund der in den altdän. Kurzfassungen
der "Gesta Danorum" des Saxo Grammaticus für Gudfred
verwendeten Namensform), dänischer König
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+ 810
Vater unter anderem von Horik I. (827-854) und Oheim von König Hemming (810-812)
Gudfred ist zu 804
in den Reichsannalen als Gegner KARLS DES GROSSEN
an
der sächsisch-dänischen Grenze erwähnt. 808 verlegte Gudfred
Kaufleute
aus dem slavischen Reric nach 'Sliesthorp', wohl identisch mit Schleswig/Hedeby
(Haithabu), und befestigte die Grenze (Danewerk). Während die Entstehung
von Haithabu nach neuen archäologischen Untersuchungen in der Tat
auf den Beginn des 9. Jh. zurückgheht, läßt sich dagegen
kein Bauabschnitt des Danewerks archäologisch auf Gudfreds
Zeit
datieren. Gudfred, der in seinen letzten
Jahren weitere Kämpfe mit den Franken im Nordseebereich austrug, wurde
810
von einem seiner Gefolgsleute erschlagen. - Die Erzählung
Saxos über 'Gotricus' (Gesta Dan., 8) vereinigt Elemente ais Einhards
Karlsvita mit der isländischen "Gautreks saga".
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Gottfried wurde König
von Haithabu, Westfold, Hedeland, Värmland, Hedemarken und Westmare.
Er war mächtiger Gegenspieler KARLS DES GROSSEN
und stützte die Sachsen. Er plante ein sächsisch-friesisch-dänisches
Großreich, fiel in N-Albingien ein und griff die von KARL
als Schutz angesiedelten Obodriten 808 in Wagrien an und zerstörte
deren Handelsplatz Reric. Er gründete Schleswig, begann mit dem "Danewerk"-Schutzwall,
stritt ständig mit den Vettern, unterwarf Friesland und wurde ermordet.
oo N.N.
-
Kinder:
Olaf König von Westfold
-
827
Gottfried
um 785- 814 gefallen
bei Haithabu
Erik I.
-
854
Rolf
- 836 gefallen
in Friesland
Ragnar
-
836 gefallen
in Friesland