Peter IV. der Zeremoniöse                      König von Aragon (1336-1387)
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5.9.1319-7.1.1387
Balaguer Barcelona
 

Ältester Sohn des Königs Alfons IV. der Gütige von Aragon aus seiner 1. Ehe mit der Therese de Entenza, Tochter von Graf Gombaldo
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 1926
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Peter IV.,‚el Cerimonios‘, König von Aragon und Valencia, Graf von Barcelona
-------------------------------  Herzog von Athen und Neopatras
* 5. September 1319, + 5. Januar 1387
Balaguer                    Barcelona

Sohn König Alfons‘ IV. und seiner Gattin Teresa de Entenca, Gräfin von Urgel

1. oo Maria von Navarra

2. oo Eleonore von Portugal

3. oo Eleonore von Sizilien

4. oo Sibilla de Fortia

Kinder:
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Johann I.,
Martin I., Könige von Aragon
Konstanze (oo Johann I. von Kastilien)
Isabella (oo Jakob II. von Urgel)

1336 in Zaragoza gekrönt, bemühte sich Peter IV. der Zeremoniöse mit Nachdruck um eine Stärkung der königlichen Zentralgewalt und bediente sich dabei nicht nur der Rezeption der kastilischen Siete Partidas und des römischen Rechts, sondern nahm auch eine gezielte Durchorganisation der Verwaltungsinstitutionen in Angriff (Kanzlei, Ämterstruktur, Hofhaltung; Erlaß bedeutender Ordinacions), wobei seine Ausgestaltung des Hofzeremoniells nach sizilianisch-mallorquinischen Vorbild (1344) am einprägsamsten geblieben ist.    Zentralistische Tendenzen entsprach auch die auf juristischem Wege vorbereitete, durch rücksichtslose Politik verwirklichte Inkorporatian des Königreiches Mallorca sowie die gegen alle Widerstände aufrechterhaltene Eingliederung des Königreiches Sardinien. Sofort nach dem Regierungsantritt machte er zudem die Güterübertragungen an die Königin-Witwe Eleonore von Kastilien sowie an seine Stiefbrüder Ferdinand, Markgraf von Tortosa, und Johann längs der Grenze zwischen Kastilien und Valencia rückgängig und nahm einen Konflikt mit Alfons XI. von Kastilien in Kauf, beigelegt erst 1338/39 (Übereinkunft von Daroca/Vertrag von Madrid). Das weiterhin schwelende Problem um die Gebiete von Elche, Alicante und Orihuela sollte dann unter Alfons' Nachfolger Peter I. von Kastilien wieder aufflammen und zum langen kastilisch-aragonesischen Krieg der 'beiden Peter' (Guerra de los Dos Pedros, 1356-1369) führen. Peter IV. der Zeremoniöse war folglich einer der wichtigsten Verbündeten Heinrichs II. Trastamara, des Halbbruders und gegenspielers Peters I. von Kastilien, während die kastilische Seite durch Unterstützung der Ansprüche der Söhne von Eleonore von Kastilien in Aragon innere Unruhe hervorrief.
Der Versuch Peters, mangels männlichen Erben entgegen den garantierten gewohnheitsrechtlichen Normen die Thronfolge zugunsten seiner Tochter Konstanze zu regeln, führten zum massiven Widerstand des Adels (1347 Bildung von Unionen in Aragon und Valencia). Zwar behielt der König 1348 in der Entscheidungsschlacht von Epial die Oberhand und zerstörte auf den Cortes von Zaragoza demonstrativ die Unionsprivilegien, doch mußte er gleichzeitig den "Privilegio General" von 1283 bestätigen und in die Fueros aufnehmen lassen, wodurch sein bisheriger Regierungsstil unmöglich gemacht wurde. In der Folge ist eine zunehmende Einengung und Kontrolle der königlichen Machtausübung durch die Ständevertreter zu beobachten (ab 1362/63 Einrichtung der Diputaciones del General). Das Erbfolgeproblem löste sich dagegen von selbst, als dem König 1350 mit dem Infanten Johann (I.) ein männlicher Thronfolger geboren wurde.
Die unübersehbaren wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten, die nicht nur durch Mißernten und den Einbruch der Schwarzen Pest, sondern auch durch die alle Resourcen erschöpfende Kriegsführung bedingt waren, belasteten stark das Verhältnis zwischen Ständen und König. Gegen Ende der Regierung klafften Herrschaftsanspruch und Realität immer weiter auseinander, vor allem als die Heirat Peters IV. mit Sibilla de Fortia (1377) und das Eindringen des FORTIA-Clans in dei Schlüsselpositionen den Bruch mit dem Thronfolger Johann unausweichlich werden ließ, was sich offen bei der Krönung der Königin 1381 manifestierte. Die nachfolgende erbitterte Auseinandersetzung wurde zunehmend mit den kirchenrechtlichen Gegensätzen des Großen Abendländischen Schismas verquickt. Während Peter IV., der es fast immer verstanden hatte, trotz aller Differenzen mit dem Papsttum einen aragonesischen Landeskardinal an der Kurie unterzubringen, eine Politik der neutralen 'Indifferenz' verfolgte, um so die kirchlichen Einkünfte der Krone nutzbar zu machen, suchte der Infant auf kirchenpolitischem Gebiet eine Front aufzubauen. Diese innere Zerissenheit, die weder durch die sizilianische Politik noch durch den Anschluß der katalanischen Herzogtümer in Griechenland (1379) ausgeglichen werden konnte, überschattete die letzten Jahre des Königs. Seine Regierung endete in einer Periode der Schwäche, die trotz aller administrativen und verfassungsrechtlichen Fortschritte der Kronländer im Zustand der inneren Krise zurückließ. Außer den realpolitischen Errungenschaften bleib als dauernde Leistung Peters seine literarische Hinterlassenschaft in der autobiographisch gefärbten, von ihm zumindest in ihrer Abfassung dirigierten "Cronica" erhalten, wozu noch ein auf seine Initiative hin auf der Grundlage der Siete Partidas zusammengestelltetr "Tractatde cavalleria" hinzutrat.
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Peter IV. der Zeremoniöse war eine Frühgeburt, zeitlebens schwächlich von Gestalt, aber zäh und mit festem Willen, er wurde sehr reizbar, argwöhnisch und verschlossen, konnte auch grausam und skrupellos-verschlagen sein. Er war von größter politischer Klugheit, Förderer der  Wissenschaften und Künste, gründete 1354 die Universität von Huesca. Er war arbeitsam, führte strenge und gepflegte Hofsitten ein, woher sein Beinamen rührt, betrieb selbst Astrologie und Alchimie und war damit auch für Aberglauben offen. Er folgte 1336 seinem Vater als König von Aragon und setzte sich nach jahrelangen Streitigkeiten mit den Brüdern, der Stiefmutter und dem Adel durch. 1347 wurde er nach der verlorenen Schlacht bei Jativa zeitweilig inhaftiert, siegte 1348 bei Epila und annullierte weitgehend das Unionsprivileg von 1283 und stellte wieder eine starke Königsmacht her. Er zerstückelte die Adelsurkunden mit seinem Dolch, daher auch "Dolchkönig" genannt, ermordete den Bruder, verjagte die Halbbrüder und die Stiefmutter, eroberte vom Schwager das Königreich Mallorca mit Roussillon/Cerdagne und behauptete es gegen den Neffen, nahm kaum an der Reconquista teil, da er sich ständig mit Kastilien stritt, wobei er sogar die Hilfe Granadas und Marokkos in Anspruch nahm. In Italien verbündete er sich mit Venedig gegen Genua, was den Niedergang Genuas begründete, konnte trotzdem Korsika nicht dazugewinnen, behauptete aber Sardinien in kostspieligen Kriegen gegen Pisa. 1369 mußte er seine Ansprüche auf Montpellier (Teil des Mallorca-Erbes) an Frankreich aufgeben. 1348-1350 entvölkerte die Pest das Land und 1377/78 gewann er das Königreich Sizilien-Trinacria, das er für seine Familie gegen das Haus ANJOU und den Papst behauptete. 1375 kam es nach vielen kurzlebigen Waffenstillständen zum definitiven Frieden mit Kastilien, dem er alle besetzten Grenzgebiete zurückgab, um den Rücken für Sizilien freizuhaben. Seine letzten Jahre waren getrübt von neuen unerquicklichen Familienstreitigkeiten wegen seiner 4. Ehe, die mit dem Streit verschiedener Adelscliquen verknüpft waren. In alter Tradition förderte er Kirche, Künste und spätes Rittertum und dazu Aragons Handel bis ins östliche Mittelmeer durch gute Beziehungen zu Tunis und Damaskus.
 
 
 
 

    1338
  1. oo Marie von Evreux, Tochter des Grafen Philipp III.
                  -29.4.1347 im Kindbett

    1347
  2. oo Eleonore von Portugal, Tochter des Königs Alfons IV.
          1328-29.10.1348 an der Pest

  13.6.1349
  3. oo Eleonore von Sizilien, Tochter des Königs Peter II.
          1325-10.6.1374

        Eventualerbin von Sizilien

    1377
  4. oo Sibylle de Fortia, Tochter von Graf Bernhard
                -4.11.1406

Sie hatte keinen guten Ruf, war vorher Peters Geliebte und war eine üble Intrigantin zugunsten ihrer Kinder und Familie.
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Konstanze
  1344-   1363

 1361
  oo Friedrich III. König von Sizilien
      1342-27.7.1377

  Johanna
  7.11.1344-19.6.1385

19.6.1373
   oo 2. Johann I. Graf von Aragon-Ampurias
           1338-   1398

3. Ehe

  Eleonore
  1358-12.8.1382

  Präsumptiv-Erbin

18.6.1375
   oo Johann I. König von Kastilien-Leon
       24.8.1358-9.10.1390

  Martin I. der Menschliche
  1356-31.5.1410

  Johann I. der Jäger
  27.12.1350-19.5.1396

4. Ehe

  Isabella
  1380-   1424

 1407
  oo Jakob II. Graf von Urgel
      1380-1.6.1433

     aragonesischer Thronprätendent

Er erhob sich gegen Ferdinand I. und lebte seit seiner Gefangennahme am 1. November 1413 im Kerker.

  Alfons I. Herzog von Gandia
         -7.3.1412
 
 
 

Literatur:
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Vones Ludwig: Geschichte der Iberischen Halbinsel im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen - Regionen. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993 -
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Vones Ludwig:
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„Geschichte der Iberischen Halbinsel“

König Peter IV. el Ceremonios (1336-1387) war der älteste Sohn Alfons' IV. el Benigne (1327-1336) und seiner 1. Gattin Teresa de Entenza. Sein Vater hatte unter Jakob II. wesentlichen Anteil an der Eroberung und Verteidigung Sardiniens gehabt, konnte aber schließlich als Herrscher trotz einiger vielversprechender Ansätze nur Mittelmaß erreichen, was später auf die Unbeständigkeit seines Charakters zurückgeführt wurde, die schon in seiner Infantenzeit manifest geworden sein und ihm verstärkte Lenkung eingetragen haben soll. Die zweite Ehe mit der kastilischen Prinzessin Eleonore, Tochter Ferdinands IV. und der Konstanze von Portugal, einst fija primera er heredera ihres Vaters, hatte zusätzlich einen Faktor ständiger Unruhe in die aragonesische Innenpolitik gebracht, da die ehrgeizige Königstochter sich sofort nach der Heirat (1329) energisch in die Regierungstätigkeit einschaltete und alles daransetzte, für ihre Söhne Ferdinand und Johann das größtmögliche Erbe zu sichern. Unter dieser Voraussetzung erscheint es nur folgerichtig, dass Peter IV., der schon gemeinsam mit den Corts von Valencia die Abtretung der Markgrafschaft Tortosa sowie wichtiger Besitzungen an der Grenze zwischen Valencia und Kastilien an seinen Halbbruder Ferdinand bekämpft hatte, unmittelbar nach dem Tod seines Vaters seine unversöhnliche Feindschaft offen zeigte. Zwar war Eleonore mit ihren Söhnen bereits vorher nach Kastilien geflohen, doch weigerte sich der aragonesische König, seiner Stiefmutter die testamentarisch übertragenen Güter zuzuweisen, und nahm dafür sogar einen bis 1338 andauernden Konflikt mit dem benachbarten Königreich in Kauf.
Der Auftakt der Regierung Peters IV. hatte Zeugnis abgelegt von einem radikalen Zug seines Wesens, der während seiner ein halbes Jahrhundert dauernden Amtszeit immer wieder durchbrechen und der ihn selbst für seine engste Umgebung unberechenbar machen sollte. In Analogie zu seinem Großvater Jakob II. kennzeichnete Hillgarth ihn als crowned administrator und sah in ihm vorwiegend einen Organisator, der ohne übermäßige Originalität das ihm anvertraute Reich im Inneren nach bekannten Vorbildern neu durchstruktuierte und auf diese Weise - anfangs nach der Überwindung beträchtlicher Schwierigkeiten mit Erfolg - die entscheidenden Machtpositionen in die Verfügung einer zentralistischen Königsgewalt bringen wollte. In dieser Hinsicht waren vor allem die institutionellen Reformen von Bedeutung, die sich sowohl am kastilischen Beispiel als auch an den mallorquinischen und sizilischen Gegebenheiten orientierten.
Ließ Peter IV. einerseits neben der Sammlung historischer Werke Übersetzungen der Gesetzestexte Alfons' X. von Kastilien anfertigen, um durch die Rezeption der Partidas und römischer Rechtsvorstellungen die Zentralismustendenzen zu stärken, so übernehm er andererseits in Erweiterung der Hofordnungen Peters III. und Jakobs II. von 1276/77 beziehungsweise 1308 durch die Ordinacions für den königlichen Haushalt und die Kanzlei von 1344 die auf das sizilische Vorbild zurückgehenden, seinem Hang zum Zeremoniellen und zur Selbstinszenierung entgegenkommenden Leges Palatinae Jakobs III. von Mallorca und ließ dieser Regelung schließlich entsprechende für die Flotte (Ordinacions del fet de la mar [1354]), die Verteilung der Kommandogewalt (1359) und für das Amt des Mestre Racional (1358) folgen.  Die aus Sizilien überkommene, auf normannische und staufische Ursprünge zurückgehende Einrichtung der Familiarität (familiaritas), durch die ein abgegrenzter und ausgewählter Personenkreis auf den Hof ausgerichtet werden konnte, war schon seit der Regierung Peters II. rezipiert und unter Jakob II. auf die Stammländer der Krone Aragon übertragen worden. Durch Peter IV. wurde diese Institution noch intensiver genutzt, indem sie nicht wie bisher auf Mitglieder des Adels, des höheren Klerus und die Verwaltungsspitzen beschränkt blieb, sondern auch anderen sozialen Gruppen, hauptsächlich der städtischen, von Kaufleuten und Handwerkern repräsentierten Mittelschicht, zugänglich gemacht wurde. Daneben versuchte der aragonesische König, durch die Gründung von Universitäten in Perignan und Huesca den gebildeten und für Verwaltungsaufgaben geeigneten Nachwuchs verstärkt zu fördern, doch blieb ihm der Erfolg und damit die Herausbildung einer Schicht, die den kastilischen letrados entsprochen hätte, versagt. Allgemein wurde das Amtsrecht mehr und mehr zur Geltung gebracht, was sich auch bei der Vergabe von Burgen bemerkbar machte, die entgegen der früheren Praxis - vielleicht unter dem Einfluß der Partidas und der in ihnen propagierten consuetudo Ispanie -  nicht mehr als lehnsrechtlich aufgefaßte und damit dem Erbrecht verhaftete castellania, sondern in der Form der jederzeit aufhebbaren, wahrscheinlich auf arabischen Wurzeln zurückgehende alcaidia vergeben wurden. Desgleichen erfuhr unter seiner Regierung die Seegesetzgebung ihre Vollendung und erhielt durch die Verschriftlichung im Libre del Consolat de Mar ihre endgültige Fassung, was von einer Ausweitung der Autorität der Seekonsulate begleitet wurde.
Folgte man der Argumentation von Hillgarth, so wäre Peter IV. der erste aragonesische Herrscher gewesen, der bewußt den Versuch unternommen hätte, ein mittelmeerisches Imperium zu begründen und eine feste verfassungsrechtliche Verbindung zwischen den verschiedenen Besitzungen und Einflußzonen der Krone Aragon herzustellen. Gesteht man hingegen dem hausrechtlichen Denken seiner Vorgänger einen höheren verfassungspolitischen Stellenwert zu, dann erscheint der aragonesische König eher als folgerichtiger Fortsetzer einer spätestens seit der Mitte des 13. Jahrhunderts eingeschlagenen Richtung, wenn er die Angliederung aller aragonesischen Besitzungen im Mittelmeerraum an die Kronländer anstrebte.
Bei seinem Vorhaben, das für die Ausdehnung des katalanischen Handels nur vorteilhaft sein konnte, war ihm naturgemäß die Unterstützung durch das Patriziat und die Kaufmannschaft der Seestädte, allen voran Barcelona, sicher. Demgegenüber mußte der aragonesische Adel - und dies entsprach den früheren Konstellationen - erst gewonnen werden, zumal eine ungefährdete Grenze mit Kastilien eine unabdingbare Voraussetzung für solche Pläne darstellte. Doch gerade in diesem Punkt zeigte sich die Gefährdung der königlichen Position, da den unzufriedenen Kräften innerhalb des Adels vorerst mit den Söhnen der Eleonore von Kastilien jederzeit personelle Alternativen zur Verfügung standen, um die sich der Widerstand scharen konnte.
Welche Rücksichtnahme Peter IV. auf die Ansprüche des Adels und das Legalitätsverständnis der Stände nehmen mußte, zeigte sich in Umrissen bei der Inkorporation Mallorcas. Als Jakob III. von Mallorca nach 1340 mit Frankreich wegen der jurisdiktionellen Rechte über Montpellier in Konflikt geriet, nutzte der aragonesische König 1342 die bedrängte Lage seines Lehnsmannes aus, um diesen zu einem möglichst ungünstigen Zeitpunkt vor die Corts von Barcelona zu laden. Als Jakob III., seit 1336 mit Peters Schwester Konstanze verheiratet, wegen der von Frankreich drohenden Gefahr dieser Ladung nicht nachkommen konnte, wurde gegen ihn ein Prozeß wegen Vernachlässigung seiner Lehnspflicht und anderer, konstruierter Delikte eingeleitet - darunter aufgrund der Münzverhältnisse im Roussillon der Vorstoß gegen die Abmachung, dass ausschließlich Barceloneser Geld im Prinzipat von Katalonien im Umlauf sein durfte -, vor dessen offiziellen Abschluß der aragonesische König bereits 1343 die Strafe des Lehnsentzugs verkündet und dieselbe umgehend durch einen Feldzug nach Mallorca vollstrecken ließ. Im Juli 1344 mußte sich Jakob III. endgültig ergeben und Peter IV. auch Roussillon und Cerdagne ausliefern. Die Aussicht, durch die gnadenlose Behandlung in Aragon auf den Stand eines einfachen Adligen zurückgeworfen zu werden, veranlaßte Jakob III. jedoch zur Flucht und, nachdem er seine Rechte an Montpellier an Frankreich verkauft hatte, zu dem verzweifelten Versuch, 1349 Mallorca zurückzuerobern. Mit seinem Tod in der Schlacht von Lluchmayor (25. Oktober 1449) endete die Geschichte des getrennten Königreichs Mallorca, zumal Peter IV. Jakobs gleichnamigen Sohn, der als Jakob IV. die Thronfolge hätte beanspruchen können, bis zu seiner Flucht im Jahre 1362 in einem eisernen Käfig in Barcelona gefangenhielt. Unabhängig von diesen militärischen Erfolgen hatte der aragonesische König 1344 die Cortes von Barcelona um die Wiedereingliederung des Königreichs und um die entsprechende Abänderung des Unionsprivilegs von 1309 ersuchen müssen, wodurch nicht nur dem Selbstverständnis der Ständeversammlung Genüge getan, sondern auch die verfassungsrechtliche Einbindung der Königsgewalt aufgezeigt wurde.
Wie wenig gerade der Adel der Königreiche Aragon und Valencia gewillt war, verfassungsrechtliche Alleingänge des Königs auf Dauer hinzunehmen, trat indes überdeutlich nach 1344 zutage, als Peter IV. durch die ersten Ordinacions die zentralistischen Tendenzen seiner Regierung augenfällig demonstriert hatte. Die eigenwillige Regelung der Nachfolgeordnung im Jahr 1346, als der aragonesische König in Ermangelung eines männlichen Erben die Ansprüche seines jüngeren Bruders Jakob von Urgell zugunsten seiner ältesten Tochter Konstanze beiseite schob, führte zur Wiederbelebung der alten Adelsunion, neben der sich eine weitere im Königreich Valencia formierte. Angesichts dieses Widerstands sah sich Peter IV. zwar auf den Cortes von Zaragoza zum Einlenken gezwungen, doch als Jakob im November 1347 starb und nun sein Stiefbruder Ferdinand von Aragon, der ältere Sohn der Eleonore von Kastilien, Nutznießer dieser Übereinkunft wurde, war dies für den aragonesischen König untragbar.
Der unvermeidliche Bürgerkrieg, der für Peter IV. anfangs alles andere als günstig verlaufen war, endete mit der Entscheidungsschlacht von Epila (21. Juli 1348) und der Niederlage der Union sowie ihrer Leitfigur Ferdinand. Die Radikalität des aragonesischen Königs zeigte sich daraufhin in ihrer ganzen Schärfe, als er am 14. Oktober desselben Jahres auf den Cortes von Zaragoza eigenhändig die feierlichen Unionsprivilegien mit einem Dolch in Fetzen schnitt, ihre Siegel und Bullen zerschmetterte und sie schließlich zu Asche verbrennen ließ, ein Vorgang, der sich mit der Zerstörung der Valencianer Unionsakten in ähnlicher Form wiederholte und Peter IV. zusätzlich den Beinamen el del Punyalet (der mit dem Dolch) eintrug. Obwohl mit diesen Handlungen von hoher symbolischer Bedeutung dem adligen Widerstand für den Rest seiner langen Regierungszeit das Rückgrat gebrochen worden war, hütete sich der aragonesische König davor, alle der Krone abgetrotzten Rechte zu kassieren. Statt dessen übernahm das Königtum die Schutzgarantien und beließ den Justicia von Aragon als richterliche Vermittlungsinstanz zwischen Adel und Hof, behielt sich aber das Ernennungsrecht vor.
Unabhängig von den verfassungsrechtlichen Folgen zogen die Auseinandersetzungen mit den Adelsunionen wichtige personelle Veränderungen an der Reichsspitze nach sich. Lope de Luna, der Sieger von Epila, erhielt zum Dank für seine Treue die neugeschaffene gleichnamige Grafschaft, was Mitgliedern seines Geschlechts im Laufe des Jahrhunderts den Aufstieg in die höchsten Ämter und Heiratsverbindungen mit führenden Adelshäusern, darunter mit der kastilischen Familie ALBORNEZ, ermöglichte. Der katalanische Einfluß bei der Regierungsführung erlebte allerdings  eine unübersehbare Stärkung, da mit dem Vizegrafen Bernhard II. von Cabrera ein Mann zur bestimmenden Gestalt  der aragonesischen Politik wurde, der sich schon unter Alfons IV. bei der Eroberung Sardiniens sowie bei Feldzügen im Roussillon unschätzbare Verdienste erworben hatte  und dem altkatalanischen Adel entstammte. Als Vermittler zwischen König und Union hatte er gezielt, wenn auch letztlich vergeblich, Zwietracht innerhalb der Adelsfaktionen gesät und sollte schließlich als Gran Privat und Erzieher des zukünftigen Thronfolgers Johann (I.) für den autoritären Regierungsstil Peters nach 1348 verantwortlich zeichnen.
Gegenüber Kastilien versuchte Bernhard einen Kurs beiderseitigen Ausgleichs durchzusetzen, der im Friedensschluß von 1352 gipfelte, während er einer mediterranen Expansion, die über Sardinien hinausging, eher reserviert gegenüberstand, da die permanente Gegnerschaft Genuas und die seit 1346 unter der Führung Marianos IV. von Arborea immer wieder aufflackernden Rebellionen auf der Insel die Grenzen der Eingriffsmöglichkeiten deutlich werden ließ.
Seine Haltung in dieser Frage trug ihm, der die militärischen Verhältnisse aus eigenr Anschauung kannte und am Krieg zwischen Genua und Aragon, der seit 1325/26 schwelte, selbst teilgenommen hatte, zwangsläufig die unversöhnliche Feindschaft der Königin Eleonore von Sizilien ein, seit 1349 nach Maria von Navarra und Eleonore von Portugal die 3. Gemahlin Peters IV. Als Tochter Peters I. vonSizilien (1337-1342) und Schwester der regierenden Könige Ludwig I. (1342-1355) und Friedrich IV. (1355-1377) machte sie nicht nur Ansprüche auf die Herzogtümer Athen und Neopatras geltend, sondern suchte in letzter Konsequenz die Inkorporation des Inselkönigreiches, das mittlerweile durch die Rivalität zwischen einer 'lateinischen' und einer 'katalanischen' Partei in sich zerrissen war, in die Krone Aragon in die Wege zu leiten. Die Absicht, dies auf wenig spektakuläre Weise durch die Heirat Friedrichs IV. mit Konstanze von Aragon (1361) zu präfiguieren, trug  nur bescheidene Früchte, da die Infantin 1363 vorzeitig starb und mit ihrer Tochter Maria nur eine weibliche Erbin hinterließ. Ein zielstrebigeres Engagenents der Krone Aragon in den innersizilischen Angelegenheiten, die immer vor dem Hintergrund des permanenten Kriegszustandes gegenüber dem ANJOU-Reich von Neapel-Sizilien betrachtet werden müssen, scheint vor allem von Bernhard von Cabrera verhindert worden zu sein. Dieser mußte erst durch ein undurchsischtiges, von Eleonore vonSizilien beschleunigtes Gerichtsverfahren, einen politischen Prozeß reinsten Wassers, der 1364 mit seiner Hinrichtung endete, aus dem Weg geräumt werden, bevor Peter IV. bereit war, eigene, auf der männlichen Erbfolge basierende Ansprüche anzumelden. Zwar erwiesen sich dies Vorstellungen nach dem Tod Friedrichs IV. (1377) als nicht durchsetzbar, doch sollte die anschließende Übertragung dieser vorgeblichen Rechtstitel auf Martin, den zweitältesten Sohn Peters IV., und die 1390 vollzogene Eheschließung von dessen gleichnamigem Sohn Martin dem Jüngeren mit Maria von Sizilien die Integration des Inselkönigreichs in die Krone letztendlich vorbereiten.
Wesentlichen Anteil am Sturz Bernhards von Cabrera hatte mit dem Infanten Peter von Aragon, einem Onkel Peters IV., ein Mann, der als Franziskaner und Visionär zu den schillerndsten Persönlichkeiten des 14. Jahrhuderts zählte, seinem Neffen einen Fürstenspiegel gewidmet hatte, vor allem aber gegenüber Kastilien mit der Unterstützung des Thronprätedenten Heinrich von Trastamara einen aggressiven Kurs verfolgte und damit beim aragonesischen Adel viel Anklang fand.
Peter von Aragon, der, katalanischen Traditionen verhaftet und von einem unbändigen Sendungsbewußtsein erfüllt, bereits bei der Inkorporation Mallorcas im Hintergrund die Fäden gezogen hatte, befand sich mit seiner Einstellung auch diesmal in Einklang mit der politischen Gesamtlage. Seit 1356 herrschte wieder Krieg mit Kastilien, und dieser Konflikt wurde unweigerlich in den Konflikt zwischen Frankreich und England hineingezogen der als Hundertjähriger Krieg das Abendland in verschiedene Lager spalten sollte. Die damit verbundene Polarisierung führte Aragon bald an die Seite Frankreichs, das Heinrich von Trastamara favorisierte, da der kastilische König Peter I. seine Gemahlin, die französische Königs-Tochter Blanche, verstoßen hatte. Hatte sich der kastilisch-aragonesische Krieg ursprünglich an Grenzstreitigkeiten entzündet, die aus den Rechten der Söhne Eleonores von Kastilien auf aragonesische Territorien herrührten, so mündete der Konflikt bald in einen Kampf um die Vormachtstellung auf der Iberischen Halbinsel ein, der nicht zuletzt auf der Ebene der Thronanwartschaft zur Austragung kam. Dabei bedeutete allein schon die Existenz Ferdinands von Aragon sowohl für den kastilischen als auch nach wie vor für den aragonesischen Thron eine dauernde Bedrohung, da in beiden Reichen Faktionen ihn als Integrationsfigur benutzen konnten. Nachdem 1363 durch den Vertrag von Murviedro auf Betreiben Bernhards von Cabrera ein vorübergehender Friedenszustand hergestellt worden war, der für Aragon die Abtretung wichtiger Territorien an Kastilien zur Folge hatte, rang sich Peter IV. zur vollen Anerkennung der Rechte Heinrichs von Trastamara auf die Krone von Kastilien durch und duldete die Ermordung des nun politisch unbequemen, aber weiterhin gefährlichen Ferdinand von Aragon durch seinen Konkurrenten. Obwohl der illegitime Nachkomme Alfons' XI. 1369 als Heinrich II. den kastilischen Thron endgültig okkupieren konnte, fand sich Aragon bei der Schlußabrechnung auf der Seite der Verlierer. Dies war weniger bedingt durch militärische Niederlagen als vielmehr durch die wirtschaftliche Erschöpfung des Landes und die Ruinierung der königlichen Finanzen, wodurch ein weiterreichendes politisches Engagement für die Zukunft ungemein erschwert wurde.
Der wirtschaftliche Niedergang der Krone Aragon hatte sich allerdings nicht über Nacht vollzogen. Die katalanische Geschichtsschreibung hatte bereits für das Jahr 1333 den mal any primer, das erste schlechte Jahr, verzeichnet, dem 1347 das Jahr des großen Hungers und 1348 die verheerende Pestepedemie gefolgt waren. Der Schwarze Tod hatte 1348 besonders wüten können, da die ausgemergelte Bevökerung durch die Hungerperiode ihre Abwehrkräfte weitgehend eingebüßt hatte, doch sollten die fast regelmäßig wiederkehrenden Pestwellen  auch in Zukunft kontinuierlich Opfer finden, wobei vor allem eine überdurchschnittliche Jugend- und Kindersterblichkeit zu beklagen war.
Obwohl die großen Städte verstärkt und mit immer besserer Organisation Armen- und Krankenfürsorge betrieben, konnten die ökonomischen und sozialen Auswirkungen, die die katastrophale Bevölkerungsentwicklung begleiten, höchstens leicht gemildert werden. Begleitet wurde diese tiefgreifende Beeinträchtigung des Wirtschaftslebens von einer seit 1346 fortschreitenden Geldentwertung, die die bereits von Jakob II. und Alfons IV. eingeleitete Konsolidierung der königlichen Finanzverhältnisse zunichte zu machen drohte und auch durch die 1347 von Peter IV. dekretierte Einführung des Goldflorins nicht in den Griff zu bekommen war.
Man sollte sich davor hüten, eine allgemeine Krise des Spätmittelalters für die Entwicklung innerhalb der Krone Aragon verantwortlich zu machen, denn das ruinöse Zusammentreffen von wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Pestzügen mit inneren Auseinandersetzungen und der Kriegsführung nach außen wäre auf der politischen Ebene zu verhindern oder zumindest zu steuern gewesen. Statt dessen bewirkte das ehrgeizige Streben Peters IV. nach Expansion seiner Krone, in letzter Konsequenz gar nach einer Vormachtstellung auf der Iberischen Halbinsel, den Ruin seiner Finanzen und damit das Ende des von ihm und seinen direkten Vorgängern erfolgreich eingeleiteten programmatischen Finanzzentralismus.
Durch die horrenden Kosten des Krieges mit Kastilien und schließlich durch den Zusammenbruch des gesamten Barceloneser und katalanischen Bankwesens zwischen 1381 und 1383 wurde der aragonesische König zunehmend von den Ständen und Städten abhängig, deren Mitsprache in Finanzangelegenheiten, die den normalen Einkunftsrahmen der Krone überschritten, verfassungsrechtlich festgelegt war und nun ausgeweitet wurde. Mit dem Disputaciones del General wurden Ausschüsse der Cortes gebildet, die auch das königliche Finanzgebaren zu überwachen hatten, und mit der Einführung der Generalida-des-Steuer auf den Außenhandel verstanden es die Ständevertreter, sich eine eigenständige, von Königtum unabhängige Finanzbasis zu sichern. Die Herstellung und institutionale Absicherung eines finanzpolitischen Dualismus zwischen Königtum und Ständen war indes Ausdruck für eine Haltung, die in der modernen Historiographie als Pactismo bezeichnet wird und die politisch zwingende, auf eine vertragliche Regelung - niedergelegt in den Fueros beziehungsweise Furs - zurückgehende Übereinkunft zwischen Krone und Cortes in allen relevanten Fragen, also das unmittelbare Mitspracherecht der Stände meint. Einer der führenden Köpfe zur Zeit Peters IV., der Franziskaner Francesc Eiximenis, drückte diese Ideen klar aus, wenn er in seinem Hauptwerk Lo Crestia den König unter die Gesetze stellte und in den Cortes das Organ sah, in dessen Zuständiggkeit die Urteils- und Strafgewalt falle, falls der König die Gsetze brechen sollte, da diese ihn zum Herren gemacht hätten und ihn folglich auch absetzen könnten. Darüber hinaus gestand Eiximenis den Cortes die Aufsicht über Krieg und Frieden zu sowie die Finanzhoheit in den Bereichen, die ihrer Zustimmung unterlagen. In seiner korporativen Staatsauffassung wurden die communitas des Reiches, deren Kern die Städte ausmachten, über die Person des Königs gestellt, das königliche Patrimonium lediglich als Amtsgut verstanden und die llibertat de la ciutat als lebenswichtige Grundvoraussetzung für den Bestand des Gemeinwesens erkannt. Welch ein Unterschied zu den Vorstellungen eines Peter von Aragon, der noch in seinem Traktat De vita, moribus et regimine principum von 1355/58 das naturale dominuium des Monarchen auf seine direkte Erwählung durch Gott zurückgeführt hatte!
Vergleicht man den Herrschaftsanspruch, den Peter IV. in der Anfangsphase seiner Regierung hatte durchsetzen wollen, mit der Realität der 70-er und 80-er Jahre, dann kann man trotz der Einverleibung Mallorcas, das am 22. Juli 1365 dem Prinzipat von Katalonien als part de Cathalunya angefügt wurde, nur von einem Scheitern sprechen. Während in Kastilien das monarchische System ungeachtet aller Wirren intakt geblieben war, bewegte man sich im Bereich der Krone Aragon in Richtung eines Konstitutionalismus. Die verfassungspolitische Entwicklung der beiden Kronen ging seit dem 14. Jahrhundert eindeutig auseinander; den entscheidenden Einschnitt bildete die zweite Hälfte der Regierung Peters IV., als der aragonesische König, durch ökonomische Bedungungen und finanzielle Lasten, aber auch durch eine Politik ohne Augenamß in die Knie gezwungen, den Forderungen der selbstbewußten Ständevertretungen nachgeben mußte. Den Plan, von Kastilien Gebietskompensationen zu erhalten, mußte Peter IV. 1375 gegen Geldzahlungen aufgeben und seine Tochter Eleonore mit dem künftigen kastilischen Thronfolger Johann (I.) verheiraten. Darüber hinaus zog seine letzte Ehe, die er 1377 mit seiner langjährigen Geliebten Sibilla de Fortia geschlossen und durch die ihr Verwandtenclan in politische Schlüsselpositionen eingedrungen war, eine nachhaltige Verstimmung mit seinen Söhnen nach sich, die bei der Krönung der Königin 1381 in einen offenen Eklat mündeten. Erbitterte Machtkämpfe zwischen dem Thronerben Johann, dem Herzog von Girona, und dem FORTIA-Clan bis zum Tod Peters IV. waren die Folge.
Während Johann in Frankreich und Kastilien Unterstützung suchte, gewannen die FORTIA jene Schichten für sich, die kurze Zeit später den katalanischen brac reial konstituieren sollten. Dieser 'vierte' Stand der Cortes setzte sich aus dem niedern Adel (der sich vom Hochadel abspaltete), Vertraute der Gemeinden und dem städtischen Patriziat zusammen und ist für jene Epoche als Organ einer neuen Gesellschaftsschicht in Katalonien zu betrachten. Als 1386 die Stadtverfassung von Barcelona unter Mitwirkung der FORTIA reformiert und die städtischen Consellors fortan ein Sechsergremium aus je zwei Patriziern, Kaufleuten und Handwerkern sein sollten, kam dies einer Machtübernahme der Opposition gegen den Thronfolger innerhalb der Stadt gleich - schlechte Aussichten für einen reibungslosen Ablauf des zu dieser Zeit schon absehbaren Herrschaftswechsels.
Als 1387 das Große Abendländische Schisma ausbrach und für eine ganze Epoche die Christenheit in verschiedene Lager spaltete, wahrte Aragon Neutralität, um zur Linderung seiner Finanznot die Einkünfte der Kirche einziehen zu können. Im Mittelmeerraum blieb das Sardinienproblem ungelöst. Zudem erschien die Stellung Siziliens zur Krone Aragon nach dem Vertrag von Aversa (1373), durch den Friedrich IV., um den Frieden mit dem Papsttum und den ANJOU, also letztlich die Absicherung des Besitzes der Insel zu erreichen, in lehnrechtlichen Formen die Oberherrschaft von Neapel-Sizilien anerkannt hatte, und nach der Thronfolge Marias mehr als unklar, zumal das Ergebnis der Eheschließung von 1390 zu Zeiten Peters unvorhersehbar war. Einzig die katalanischen Herzogtümer hatten sich 1379 der Krone Aragon angeschlossen, da sie dringend eine Schutzmacht brauchten, doch konnte der Verlust von Theben ebensowenig abgewendet werden wie letztlich der Übergang von Athen und Neopatras in fremde Hände. Beim Tod Peters IV. am 5. Januar 1387 stand die Krone Aragon politisch eher schlechter da als bei seinem Regierungsantritt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


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